DE584392C - Selbsttaetig arbeitende Vorrichtung zum Schneiden von Flachglas - Google Patents

Selbsttaetig arbeitende Vorrichtung zum Schneiden von Flachglas

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DE584392C
DE584392C DEP65334D DEP0065334D DE584392C DE 584392 C DE584392 C DE 584392C DE P65334 D DEP65334 D DE P65334D DE P0065334 D DEP0065334 D DE P0065334D DE 584392 C DE584392 C DE 584392C
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DE
Germany
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glass
breaking
scoring
wheels
wheel
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Expired
Application number
DEP65334D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pilkington Group Ltd
Original Assignee
Pilkington Brothers Ltd
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Publication date
Priority to GB584392X priority Critical
Application filed by Pilkington Brothers Ltd filed Critical Pilkington Brothers Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE584392C publication Critical patent/DE584392C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B33/00Severing cooled glass
    • C03B33/10Glass-cutting tools, e.g. scoring tools

Description

  • Selbsttätig arbeitende Vorrichtung zum Schneiden von Flachglas Die Erfindung betrifft eine selbsttätig arbeitende Einrichtung zum Schneiden von Flachglas mit einer dem Ritzwerkzeug im Sinne der Fortbewegung nachgeordneten, auf beiden Seiten des Glases angreifenden, an der Ritzlinie ein Biegemoment erzeugenden Brechvorrichtung.
  • Man hat Maschinen zum Schneiden von Glasbändern in der Längsrichtung, d. h. in der Richtung der Fortbewegung des Bandes, ausgeführt, bei welchen nach dem Ritzen des Glases mit einem Diamant oder sonstigen Schneidwerkzeug vom freien Ende des Streifens aus das Abbiegen und Abbrechen des Glases unmittelbar im Anschluß an das Anritzen ebenfalls vom freien Ende des Streifens aus vorgenommen wird. Bei diesen Maschinen zeigt sich indessen, besonders wenn es sich um das Schneiden von dickem Glas handelt, der Übelstand, daß die Bruchlinie Neigung hat, von der Ritzlinie abzuweichen.
  • Man hat nun gefunden, daß beim Abbrechen des Glases längs einer vorgeritzten Spur weniger Neigung von der Ritzlinie abzuweichen besteht, wenn das Biegemoment zum Abknicken an dem Ausgangsende, d. h. nicht am Anfang, sondern am Ende der Ritzlinie ausgeübt wird.
  • Gemäß der Erfindung werden die einzelnen Glieder der Brechvorrichtung, deren eines an der einen Seite und das andere an der anderen Seite des Glases, wie bereits bekannt, liegt, so angebracht, daß sie das erforderliche Biegemoment an jedem Ende der Glasplatte hervorrufen, an welchem das Ritzwerkzeug die Fläche des Glases verläßt, wobei die Teile der Brechvorrichtung gegen die Glasflächen über im Wege der Fortbewegungsbahn angeordnete Daumen o. dgl. nach Beendigung des Ritzvorganges bewegt werden.
  • Das eine Glied der Brechvorrichtung kann aus einem Räderpaar bestehen, das rittlings die Ritzlinie übergreift und im Zusammenwirken mit einem an der anderen Glasseite anliegenden Gegenlager das Biegemoment auszuüben befähigt ist. Ferner kann eines der Glieder auch aus einem exzentrisch gelagerten Rad oder Räderpaar bestehen, welches eine einseitige Belastung erhält, so daß sich in der Ruhestellung der kürzeste Radius des Rades oder der Räder gegen das Glas wendet, während sich in der anderen Wendelage, wenn also der größte Radius dem Glase zugekehrt ist, der Gegendruck für das selbsttätige Abknicken ergibt.
  • Auf der Zeichnung ist Fig. r ein teilweise abgebrochen gezeichneter Längsschnitt einer Vorrichtung mit hin und her gehendem Tisch mit der Darstellung der feststehenden Schneid- und Abknickvorrichtung.
  • Fig. 2 ist eine Endansicht der Abknickvorrichtung in größerem Maßstabe, teilweise im Schnitt gezeichnet.
  • Fig. 3 und 4 sind die Seiten- und Endansicht einer abgeänderten Ausführungsform des oberen Gliedes der Abknickvorrichtung.
  • Fig. 5 ist der Querschnitt eines Tisches mit Saugeköpfen zum Halten der zu schneidenden Glasplatte sowie mit einer Abknickvorrichtung in Ausführungsart nach Fig. 3 und 4.
  • Nach Fig. i umfaßt die Einrichtung einen Tisch i, der in dem Rahmen 2 über Rollen 3 hin und her verschiebbar angeordnet ist. Das Getriebe für den Hinundherschub des Tisches ist nicht Gegenstand der Erfindung und daher nicht mit dargestellt. Das Glas 4 ist mit seinem Schlepprande gegen eine gerade Randschiene 5 angelegt. Der Rahmen 6 der Schneid- oder Ritzvorrichtung steht bei dieser Ausführung fest und wird von Querstangen 7 getragen, die oben an einem Rahmengestell 8 festgelegt sind. Die Ritz- oder Schneidvorrichtung ist beliebig, sie ist nicht Gegenstand der Erfindung. Der Halter io des oberen Gliedes der Abknickvorrichtung hinter der Schneidvorrichtung g ist in einem Fortsatz i i des Rahmens 6 einstellbar in der Höhe befestigt und gesichert mittels einer Klemmschraube 12.
  • Das dem Halter io zugehörige obere Glied der Abknickvorrichtung besteht nach Fig.2 aus zwei Rädern 13, welche in Berührung oder beinahe in Berührung mit dem Glase 4 sind und den Ritz 14 des Schneidwerkzeuges rittlings übergreifen.
  • Das untere Glied der Abknickvorrichtung besteht z. B. aus einem Kolben 15, dessen obere Endfläche gewöhnlich mit der Oberfläche des Tisches i bündig liegt und der sich unmittelbar vor der Randschiene 5 befindet. Der Kolben 15 hat seine Stellung unmittelbar unter der Ritz- oder Schnittlinie 14 (Fig. 2). Seine Führung hat der Kolben in einem Fortsatz 16 des Tisches; er endigt unten in einer Rolle 17. Mit dieser wirkt zur gegebenen Zeit ein keilförmiges Anlaufstück 18 zusammen, welches an einer in dem Gestellrahmen 2 festgelegten Stange ig schwenkbar ist und einen Anschlag 2o hat, der seine Bewegung nach rechts aus der dargestellten Lage hindert. Das Anlaufstück 18 ist so gelegen, daß seine obere Schrägfläche dann mit der Rolle 17 des Kolbens 15 in Eingriff kommt, wenn dieser unterhalb der Räder 13 der Abknickvorrichtung mit der Glasplatte in Berührung kommen soll. Die entsprechende Lage der Rolle 17 ist in Fig. i punktiert angedeutet. Durch das Anlaufstück 18 wird der Kolben 15 aufwärts gedrückt unter Anhebung des Glases; der Kolben 15 wirkt somit als das Mittel, um dem Glase ein Biegungsmoment aufzuzwingen an der Stelle der von dem Schneidwerkzeug erzeugten Ritzlinie. Als Gegenlager dienen die Räder 13.
  • Durch die beschriebene Anordnung kann das zum Abknicken dienende Biegungsmoment nur nahe der Hinterkante des Glases auf dieses ausgeübt werden, d. h. nahe an dem Ausgangsende der erzeugten Schnittlinie.
  • Das Anlaufstück 18 ist mittels einer Stange 21 mit einem Zuggriff 22 verbunden, so daß man durch Ziehen nach links das Anlaufstück in eine Stellung umlegen kann, bei der kein Eingriff mit der Rolle 17 zustande kommt..
  • Eine Mehrzahl von Kolben 15 kann angewendet werden, die alle in derselben Querlinie liegen und denen ebenso viele an der Stange ig gelagerte Anlaufstücke 18 in Verbindung mit je einem Zugstangengriff 22 entsprechen. Wenn dann der Rahmen 6 quer über den Tisch in die gewünschte Schnittstellung verschoben wird, kann der jeweils entsprechende Griff 22 betätigt werden, um das zugehörige Anlaufstück 18 in Arbeitslage zu bringen, so daß der zugehörige Kolben unter der Schnittlinie des Schneidwerkzeuges gehoben wird.
  • Fig. 3 und 4 zeigen eine abgeänderte Ausführungsform des oberen Gliedes der Abbrechvorrichtung. Das Rad 13 ist hier exzentrisch auf seinem Zapfen 23 gelagert und der an dem kürzeren Radius gelegene Teil des Rades ein Beschwerungsgewicht 24, so daß dieser Teil gewöhnlich in der tiefsten Stellung ist. Das Glied wird so über dem Glase angebracht, daß der in die Tieflage strebende Teil mit dem kleineren Radius knapp außer Berührung mit dem Glase steht. Wenn dann das Glas durch das untere Glied (Kolben) der Abbrechvorrichtung gehoben und in Berührung mit dem Rade 13 gebracht wird, dreht sich letzteres entsprechend der Fortschrittsbewegung des Glases, so daß von dem Radteil mit dem größeren Radius ein Druck auf das Glas ausgeübt wird.
  • Das obere Glied der Vorrichtung kann aus einem Räderpaar, wie in Fig.2 dargestellt, bestehen oder auch in der Form eines Einzelrades gemäß Fig. 3 und 4 angewendet werden, beispielsweise in Gemeinschaft mit einem Glasträgertisch, an welchem das Glas 4 mittels Saugeköpfe 25 gehalten wird und auf Streifen26 von Gummi o. dgl. aufruht (Fig.5). Die in Fig. 5 dargestellte Tischanordnung ist namentlich geeignet für das Abschneiden der Randstreifen von Glasplatten. An dem Tisch ist bei 27 ein unteres Glied 28 angelenkt, welches das Glas dicht an dessen hinterem Rande untergreift. Ein an dem Gestell :2 fest angebrachter Vorsprung 29 weist eine obere schräge Anlauffläche auf, die mit dem angelenkten Gliede 28 in Eingriff treten und das Glas in der Randzone anheben kann. Das Glas läßt solche kleine Bewegung zu. Durch das Anheben der Glasplatte kommt die Berührung mit dem exzentrischen Rade 13 zustande, welches dann beim Weiterdrehen ein Biegemoment auf das Glas längs der ausgeführten Schnittlinie ausübt. Die Saugeköpfe halten das Glas fest und machen ein zweites Rad 13 unnötig. Die Saugeköpfe im Verein mit dem Einzelrade bilden hier also das obere Glied der Abknickv orrichtung. .
  • Das exzentrische Rad hat im Vergleich zu einem konzentrischen (Fig. 2) den Vorteil, daß es außer Berührung mit dem Glase ist, wenn die Schneidvorrichtung quer zum Tisch n die gewünschte Stellung bewegt werden soll.
  • Die Abknickvorrichtung kann auch bei einem Wandertisch von der Art eines kontinuierlich laufenden Förderbandes angeordnet werden; dabei kann entweder das untere oder das obere Glied zweckmäßig mit einer elektromagnetischen Vorrichtung in Verbindung stehen, deren Stromkreis in dem Augenblick geschlossen wird, wenn sich die' Abknickvorrichtung nahe dem Auslaufende der Ritzlinie befindet.
  • Der Ausdruck oberes und unteres Glied ist gewählt unter der Annahme, daß das Glas waagerecht liegt, und es soll damit nicht ausgeschlossen sein, daß man die Vorrichtung an den beiden Seiten einer senkrecht liegenden Glasplatte anwendet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätig arbeitende Vorrichtung zum Schneiden von Flachglas mit einer dem Ritzwerkzeug im Sinne der Fortbewegung nachgeordneten, auf beiden Seiten des Glases angreifenden, an der Ritzlinie ein Biegemoment erzeugenden Brechvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, da.ß die einzelnen Teile der Brechvorrichtung derart gelagert sind oder betätigt werden, daß sie erst am Ende des Ritzvorganges, und zwar an dem Ende der Glasplatte, an der das Ritzwerkzeug die Glasfläche verläßt, durch Gegenbewegen gegen die Flächen des Glases z. B. über in der Bewegungsbahn vorgesehene Nocken usw. das zum Abknicken erforderliche Biegemoment erzeugen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das.eine Glied der Brechvorrichtung aus einem die Ritzlinie rittlings übergreifenden Räderpaar besteht im Zusammenwirken mit einem an der anderen Glasfläche auf der Ritzlinie wirkenden Gegenlager.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Glied der Brechvorrichtung aus einem exzentrisch gelagerten Rad oder Räderpaar besteht und derartig einseitig belastet ist, daß sich in der Ruhestellung der kürzeste Radius des Rades oder der Räder gegen das Glas richtet.
DEP65334D 1931-05-15 1932-05-15 Selbsttaetig arbeitende Vorrichtung zum Schneiden von Flachglas Expired DE584392C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB584392X 1931-05-15

Publications (1)

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DE584392C true DE584392C (de) 1933-09-19

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ID=10481628

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DEP65334D Expired DE584392C (de) 1931-05-15 1932-05-15 Selbsttaetig arbeitende Vorrichtung zum Schneiden von Flachglas

Country Status (1)

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DE (1) DE584392C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE954288C (de) * 1953-03-25 1956-12-13 Bjoern Bakke Zangenartiges Werkzeug zur Vorbereitung des Trennens durch Sprungerzeugung von angeritzten Glasplatten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE954288C (de) * 1953-03-25 1956-12-13 Bjoern Bakke Zangenartiges Werkzeug zur Vorbereitung des Trennens durch Sprungerzeugung von angeritzten Glasplatten

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