DE807971C - Elektrische Entladungsroehre mit einer oder mehreren Sekundaeremissionselektroden - Google Patents
Elektrische Entladungsroehre mit einer oder mehreren SekundaeremissionselektrodenInfo
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Classifications
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- H01J1/00—Details of electrodes, of magnetic control means, of screens, or of the mounting or spacing thereof, common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
- H01J1/02—Main electrodes
- H01J1/32—Secondary-electron-emitting electrodes
Landscapes
- Discharge Lamp (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Entladungsröhre mit einer oder mehreren Sekundäremissionselektroden,
d. h. Elektroden, die, wenn sie von einem Elektron mit genügender Geschwindigkeit
getroffen werden, mehrere Sekundärelektroiien
aussenden.
Es ist bekannt, den Träger der wirksamen Schicht der Sekundäremissionselektrode aus Kupfer oder
,Vickel herzustellen. Kupfer läßt sich jedoch
ίο schwierig schweißen und ist besonders weich, so
daß es schwer ist, beim Anbringen der Elektroden ihre Deformation zu vermeiden. Dies bietet große
Schwierigkeiten, da bei manchen Röhren die Elektroden für den Zweck einer rationellen elektronenoptischen
Wirkungsweise genau vorgeschriebene Formen haben müssen. Auch ist das Kupfer infolge
der Formung und Bearbeitung oft schmutzig. Infolgedessen ist die Herstellung von Elektroden
mit dauernd hohem Sekundäremissionsfaktor besonders schwierig.
Bei Anwendung von Nickel stößt man auf die Schwierigkeit, daß sehr leicht ziemlich starke
Magnetfelder gebildet werden, die die Elektronenoptik der Entladungsröhre stören.
Gemäß der Erfindung besteht bei einer elektrisehen Entladungsröhre mit einer oder mehreren
Sekundäremissionselektroden der Träger der wirksamen Schicht, der mindestens einen Teil dieser
!elektroden darstellt, aus einer Legierung aus Kupfer und Nickel und gegebenenfalls einem dritten
Claims (3)
- Metall, die mindestens 25% Nickel enthält. Eine besonders vorteilhafte Legierung enthält 44 bis 48% Nickel.Die aus einer Kupfer-Nickel-Legierung hergestellten Elektroden haben den Vorzug, daß sie beim Anbringen gut in ihrer ursprünglichen Form bleiben und nicht leicht verbogen werden und daß sie sich auch leicht an den Haltestäbchen festschweißen lassen. Auch wird die Kupfer-Nickel-Legierung nicht leicht verunreinigt. Ein weiterer Vorteil ist der, daß der Strahlungskoeffizient oxydierten Kupfer-Nickels ziemlich hoch ist, so daß die auf den Elektroden erzeugte Wärme gut abgeleitet wird.Besteht die wirksame Schicht der Sekundäremissionselektroden aus praktisch metallfreiem Cäsiumoxyd, so ist es empfehlenswert, die Kupfer-Xickel-Legierung vor dem Überzug mit der aktiven Schicht zu verkupfern, z. B. in einem Elektrolysenbad. Die Kupfer-Nickel-Legierung eignet sich vorzüglich zu diesem Zweck. Es ist jedoch auch möglich, die aus Cäsiumoxyd bestehende wirksame Schicht unmittelbar auf die Kupfer-Nickel-Legierung aufzubringen, wobei vorteilhafte Ergebnisse erzielt werden.Die Erfindung wird am nachfolgenden Beispiel näher erläutert.Eine Kupfer-Nickel-Platte mit einem Gehalt von 44% Nickel wird bis auf eine Stärke von 0,3 mm ausgewalzt. Aus dem erhaltenen Kupfer-Nickel-Blech werden kleine Platten ausgestanzt, die in die richtige Form gebogen werden. Darauf werden sie von den oberflächlichen Verunreinigungen, die sich beim Formen und Bearbeiten gebildet haben, mittels einer sogenannten Glanzbeize befreit, die aus einem Gemisch von einigen starken Säuren und Salzen besteht, worauf sie in einem Elektrolysenbad rtiit einer dünnen Kupferschicht in der Stärke von 0,1 mm überzogen werden. Nach erfolgter Trocknung werden die Platten an den zu diesem Zweck bestimmten Haltestäben festgeschweißt und in der Röhre angebracht. Sodann werden sie in einer Glimmentladung in Sauerstoff oxydiert, so daß das Kupfer an der Oberfläche in Kupferoxydul übergeführt wird, bis die Platte eine bestimmte blaugrüne oder gelbgrüne Farbe erhalten hat. Darauf wird in der Röhre aus einer Pastille Cäsium in Freiheit gesetzt, das sich auf der Sekundäremissionselektrode niederschlägt und dort vom Kupferoxydul in Cäsiumoxyd umgewandelt wird. Es wird nur so viel Cäsium in Freiheit gesetzt, daß nicht alles Kupferoxydul reduziert wird, so daß gegebenenfalls im Betrieb frei werdendes Cäsium sofort wieder in Form von Cäsiumoxyd gebunden werden kann. Dies ist notwendig, da eine zu große Menge freien Cäsiums den Sekundäremissionsfaktor ungünstig beeinflußt.P A T E N T A X S P R C CHE:ι. Elektrische Entladungsrohre mit einer oder mehreren Sekundäremi ssionselektroden, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger der wirksamen Schicht, der wenigstens einen Teil dieser Elektroden darstellt, aus einer Legierung aus Kupfer, Nickel und gegebenenfalls einem dritten Metall besteht, die wenigstens 25% Nickel enthält.
- 2. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupfer-Nickel-Legierung 44 bis 48% Nickel enthält.
- 3. Elektrische Entladungsröhre nach den Ansprüchen 1 oder 2, bei der die wirksame Schicht aus praktisch metallfreiem Cäsiumoxyd besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupfer-Nickel-Legierung verkupfert ist.© 762 7.
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