DE807705C - Verfahren und Ofen zum Schmelzen von Glas - Google Patents

Verfahren und Ofen zum Schmelzen von Glas

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DE807705C
DE807705C DEP1226A DEP0001226A DE807705C DE 807705 C DE807705 C DE 807705C DE P1226 A DEP1226 A DE P1226A DE P0001226 A DEP0001226 A DE P0001226A DE 807705 C DE807705 C DE 807705C
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DE
Germany
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dam
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furnace
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rods
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DEP1226A
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Die Erfinder Haben Beantragt
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Pilkington Group Ltd
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Pilkington Brothers Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B3/00Charging the melting furnaces

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren und Ofen zum Schmelzen von Glas Die Erfindung betrifft Verfahren und Ofen zum Schmelzen von Glas.
  • Bei dem üblichen Verfahren, Glas im Wannenofen im ständigen Arbeitsgang zu schmelzen, wird eine gewisse Menge Rohmaterial in das geschmolzene Glas am Beschickungsende des Wannenofens eingebracht. Dieses Material schwimmt in dem flüssigen -Material zum Teil auf der Oberfläche, zum Teil im Glase selbst. Dementsprechend wird das Rohmaterial sehr weit verschiedenen Temperaturen ausgesetzt.
  • Der Teil des 1-laterials auf der Oberfläche des Glases ist von allen Seiten der hohen Temperatur der Heizgase ausgesetzt, ein dünner Strom ges s chniolzenen Glases fließt von diesem Material in (las geschmolzene Glas. Der unter dem Glasspiegel befindliche Teil des Materials wird sehr viel langsamer geschmolzen, da er nur niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist; diese können mehrere 10o- niedriger liegen als die Temperatur an der Oberfläche. Der unter dem Glasspiegel befindliche Teil des Rohmaterials wird ferner in Gegenwart von Konvektionsströmen im Wannenofen geschmolzen, die die Bestandteile des Materials zu trennen suchen.
  • Ein Hauptzweck der Erfindung ist, das Schmelzen des Rohmaterials wirtschaftlich zu gestalten, und ein anderer, bei der Glasherstellung einen höheren Wirkungsgrad zu erreichen als dies bisher für Wannenöfen der Fall ist.
  • Ein Verfahren zum Schmelzen von Rohmaterial, wie es bei der Herstellung von Glas gemäß vorliegender Erfindung zur Anwendung kommt, wird in der Form durchgeführt, daß im Ofen ein Damm von Rohmaterial gebildet wird, der von der Stirnwand des Ofens an der Beschickungsöffnung in den Ofen hineinragt, nur eine dem Ofen ausgesetzte Oberfläche hat, die unter einer Neigung zur Waagerechten von der Spitze bis zum Fuß des Dammes nach vorn abfällt, daß die geneigte Außenfläche des Dammes erhitzt und das hierdurch geschmolzene Glas ohne Änderung der Strömungsrichtung zu einem Strom zusammengefaßt wird, daß die Lage und Form des Dammes nach Maßgabe des Schmelzprozesses angenähert gleich gehalten wird, indem der Damm je nach Fortschreiten des Schmelzprozesses vorwärts geschoben und frisches Material an der Rückseite des Dammes in solcher Abstimmung zur Vorwärtsbewegung zugeführt wird, daß ein stetiger Strom geschmolzenen Glases auf der geneigten Fläche des Dammes erzeugt wird.
  • Der Damm wird demnach im Ofen ausgebildet und die Rückseite des Dammes ist geeigneten Mittel außerhalb des Ofens zugänglich, um frisches Material in die Rückseite des Dammes einführen zu können.
  • Der gemäß der Erfindung erzeugte Schmelzstrom ist frei von jeder Beimischung mit ungeschmolzenem Rohmaterial, indem die Neigung des Dammes so bestimmt wird, daß das Barunterliegende ungeschmolzene Material nicht abreißt. Das in dem Schmelzstrom umgewandelte :Material wird bei einer gleichmäßig hohen Temperatur geschmolzen.
  • \\'enn noch erhitzte Heizgase von Kohle oder 01 Tiber die geneigte Oberfläche des Dammes im Ofen geleitet werden, um das Rohmaterial zu schmelzen, kann eine volle Berührung der Gase mit der geneigten Fläche aufrechterhalten werden, das vom Damm herabfließende Material wird ohne Beimischung von ungeschmolzenem Material geschmolzen, die von den Ofengasen der Hauptmasse des geschmolzenen Materials vom Damm zugeführte Hitze wird ganz dazu gebraucht, um in dieser \lasse eine hohe Temperatur aufrechtzuerhalten. Ferner wird in dem Maße, wie das geschmolzene Glas von der geneigten Fläche des Dammes herabfließt, frisches Material auf dem Damm ständig der Hitze der Gase ausgesetzt und geschmolzen, wodurch der flüssige Glasstrom aufrechterhalten wird. Nach dem Schmelzverfahren gemäß der Erfindung in Anwendung auf einen mit Gas beheizten Ofen ist ein besonderes Merkmal der Erfindung die Erhitzung der geneigten Oberfläche des Dammes durch Zuführen der hoch erhitzten Ofengase in die unmittelbare Nähe der geneigten Oberfläche des Dammes.
  • Ein bevorzugtes Schmelzverfahren, wie es gemäß der Erfindung' bei der Herstellung von Glas in gasbeheizten Ofen gebraucht wird, ist im einzelnen dadurch gekennzeichnet, daß im Ofen ein Damm von Rohmaterial gebildet wird, der von der Stirnwand des Ofens an der Beschickungsöffnung in den Ofen hineinragt, nur eine dem Ofen ausgesetzte Oberfläche hat, die unter einer Neigung zur Waagerechten von der Spitze bis zum Fuß des Dammes nach vorn abfällt, daß die Ofengase quer zur geneigten Oberfläche geführt werden, daß der geschmolzene, auf der geneigten I# 1<iche durch die Ofengase gebildete Glasstrom so zusammengehalten wird, daß er ohne jede Änderung seiner Hauptrichtung zu der Hauptmasse des geschmolzenen Glases im Ofen fließt, daß die Lage und Form des Dammes nach Maßgabe des Schmelzprozesses angenähert gleich gehalten wird, indem der Damm je nach Fortschreiten des Schmelzprozesses vorwärts geschoben und frisches Material an der Rückseite des Dammes in solcher Abstimmung zur Vorwärtsbewegung zugeführt wird, daß ein stetiger Strom geschmolzenen Glases auf der geneigten Fläche des Dammes erzeugt wird.
  • Der Damm kann dieselbe Breite haben wie die Wanne, die die Hauptglasmasse aufnimmt oder auch eine geringere Breite, es können auch mehrere Dämme ausgebildet sein, um so gleichzeitig mehrere vom Damm herabfließende Glasströme zu bilden; die Ströme können sich miteinander vereinigen, bevor sie die Wanne erreichen.
  • Gemäß der Erfindung wird das gesamte Rohmaterial gleichmäßig bei der gleichen Temperatur in einer Schicht auf der geneigten Dammfläche geschmolzen und ein ständiger. \-on selbst fließender Strom eines homogenen Materials mit hoher Temperatur wird erzeugt.
  • Ein Ofen zum Schmelzen von Rohmaterial, wie er bei der Glasherstellung gemäß der Erfindung gebraucht wird, besteht aus einer Plattform, die von der Stirnwand des Ofens in diesen hineinragt, aus seitlich hierauf aufgesetzten Begrenzungswänden, aus Mitteln zur Erzeugung hoher Temperatur über der Plattform, aus auf der Plattform zwischen den Begrenzungswänden angeordneten Fördermitteln, aus Antriebsmitteln hierfür, durch die der auf der Plattform zwischen den Begrenzungswänden gebildete Damm aus frischem Material mittels der Fördertuittel als Ganzes zur Plattform verschoben wird und zwar nach Maßgabe des Schmelzprozesses, und aus Mitteln für die Zuführung frischen Materials nur an der Rückseite des Dammes, wobei das Verhältnis \-on Vorschieben und Zuführen so abgestimmt ist, daß die Lage und Form des Dammes angenähert erhalten bleibt.
  • Beim Betrieb eines Ofens zum Schmelzen von Glas gemäß der Erfindung wird nur geschmolzenes Material mit hoher Temperatur der Hauptmasse des geschmolzenen Glases in der Wanne zugeführt.
  • Da die Umwandlung des Rohmaterials in flüssiges außerhalb der Wanne des Wannenofens durchgeführt wird, wird eine beträchtliche Verkleinerung der Wanne verglichen mit der bisher üblichen Wanne erreicht.
  • Ein Schmelzofen für die Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung besteht aus einer Wanne und einer Plattform am Beschickungsende, die von der Stirnwand des Ofens, und zwar ungefähr in der Höhe des Glasspiegels in der Wanne, ausgeht, aus Seitenwänden, die zwischen der Stirnwand des Ofens und der Wanne von der Plattform herausragen, aus Öffnungen für die Einführung hoch erhitzter Gase senkrecht zur Plattform, aus Transportmitteln, die auf der Plattform gerade oberhalb des Glasspiegels in der Wanne angeordnet sind und sich zwischen den Seitenwänden erstrecken, aus Antriebsmitteln hierfür, durch die der aus Rohmaterial auf der Plattform und über den genannten Transportmitteln zwischen den Seitenwänden gebildete Damm mit einer geneigten oberen Fläche verschoben wird, als ganzes über die Plattform verschoben werden kann, und zwar nach Maßgabe des Schmelzprozesses und aus Mitteln für die Zuführung frischen Materials nur an der Rückseite des Dammes, wobei das Verhältnis von Vorschieben und Zuführen so abgestimmt ist, daß die Lage und Form des Dammes angenähert erhalten bleibt.
  • Das Schmelzen wird in einer Schicht des Rohmaterials auf der geneigten Fläche des Dammes auf der Plattform durchgeführt; das Barunterliegende Rohmaterial des Dammes schützt die Tragkonstruktion und die den Damm antreibenden Mittel vor den Auswirkungen der hoch erhitzten Gase.
  • Die Seitenwände können vorzugsweise auf den Seitenkanten der Plattform aufgebaut sein, sie können auch durch senkrechte Wände im Ofen oder durch die Seitenwände des Ofens ersetzt sein.
  • Die den Damm tragenden Vorrichtungen können im ganzen von der Ofenkonstruktion getrennt sein, so daß sie an das Beschickungsende des Ofens und unterhalb der Stirnwand von diesem Ende heranbewegt werden, bis die Plattform die Wannenwand erreicht, vorzugsweise sind die Seitenwände beweglich mit der Plattform gestaltet.
  • Demgemäß besteht ein Wannenofen gemäß der Erfindung aus einer Stirnwand am Beschickungsende, deren untere Kante sich gerade oberhalb der erwünschten Höhe des im Ofen zu bildenden Dammes befindet, aus einer beweglichen Einrichtung, bestehend aus Plattform und Seitenwänden, die sich als Ganzes unter der unteren Kante der Stirnwand des Ofens bewegen kann, bis die Stirnkante der Plattform die Wannenwand des Ofens erreicht, die ferner zur Plattform geneigte Mittel für die Abstützung der Rückseite des Dammes und Transportmittel auf der Plattform für die Vorwärtsdes I>aninies als (ganzes enthält. aus einem Rohmaterialbehälter außerhalb der Stirnwand und aus Mitteln für die Zuführung von Rohmaterial aus dem Behälter in die Rückseite des Dammes über die erwähnte geneigte Stützfläche für die lZückseite des Dammes.
  • Die Stirnwand, deren untere Kante oberhalb der Dammspitze endet und sich quer zum Ofen im wesentlichen über die ganze Breite der Wanne erstreckt, kann einstellbar zur Höhe des Dammes ausgebildet sein. Zu diesem Zweck wird die Stirnwand vorzugsweise hängend ausgebildet, und zwar mit Mitteln, um die Lage der Wand in bezug auf die Dammspitze ändern zu können.
  • Im Betrieb wird die Stirnwand in Stellung gebracht, der Damm wird auf der Plattform und zwischen den Seitenwänden aufgebaut, bis die gewünschte geneigte obere Fläche sich ergibt, die nahe von der Stirnkante der Plattform bis dicht an die Stirnwand des Ofens heranreicht. Die hoch erhitzten Schmelzgase, d. h. Gase, die wenigstens die Temperatur haben, wie sie üblicherweise zum Glasschmelzen in Wannenöfen gebraucht werden, strömen von der einen Seite des Dammes zur anderen, auf dem Damm entsteht eine geschmolzene Schicht und fängt an, sich abwärts in einem stetigen Strom zu bewegen, wodurch ein geschmolzener Strom vom Damm herabfließt und frisches \laterial auf dem Danim ständig freigelegt wird.
  • ach Maßgabe des Schmelzprozesses wird der Damm vorwärtsbewegt, so daß die geneigte Fläche ihre ursprüngliche Lage in bezug auf die Plattform und die Gaszuführungen behält, gleichzeitig wird frisches Material in die Rückseite des Dammes eingeführt, um den Umriß des Dammes annähernd konstant zu halten.
  • Vorzugsweise wird die Höhe des geschmolzenen Glases in der Ofenwanne dicht unterhalb der Höhe der Vorderkante der Plattform gehalten, das 4uf dem Damm geschmolzene Material fließt dann vom Damm in die Glasmasse der Wanne und ist jederzeit den hoch erhitzten Heizgasen ausgesetzt.
  • Durch die Erfindung wird ein höherer Wirkungsgrad für gasbeheizte Wannenöfen erreicht, wie dies für die bisher üblichen Ofen der Fall ist, indem das gesamte Rohmaterial bei hoher Temperatur geschmolzen und nur geschmolzenes Material in die Glasmasse der Wanne gelangen kann.
  • Die Transportmittel, wie sie zur Verschiebung des als Ganzes aus Rohmaterial auf der Plattform gebildeten Dammes verwendet werden, sind vorzugsweise hin und her gehende \l ittel und die Betätigungsmittel hierfür enthalten Mittel, um leicht und genau den Hub der genannten Mittel nach Maßgabe des Schmelzprozesses des Rohmaterials auf dem Damm einstellen zu können.
  • Die liin und leer gehenden \littel für die Bewegung des Dammes bestehen aus einer Reihe von Stangen, die mit Abstand voneinander miteinander und ferner mit -Mitteln, z. B. einer Verbindungsstange, verbunden sind, um die Stangen hin und her zu bewegen, von dem vorderen Ende der Verbindungsstange getragen werden und sich zwischen den Seitenwänden erstrecken, aus schrägen Ebenen, die parallel zu den Stangen sich zwischen den Seitenwänden erstrecken, aber in bezug auf die Stangen fest, und zwar quer zur Plattform in den Zwischenräumen zwischen den Stangen angeordnet sind; jede schräge Ebene besitzt eine senkrechte Stirnfläche, die der Rückwärtsbewegung des Rohmaterials während der Rückwärtsbewegung der Stangen einen großen Widerstand bietet, und eine obere nach abwärts und rückwärts geneigte Fläche, über die das Rohmaterial durch die mit Abstand voneinander gestellten Stangen während der Vorwärtsbewegung der antreibenden Verbindungsstange nach vorn und aufwärts bewegt werden kann. Die mit Abstand angeordneten Stangen der hin und her gehenden Antriebsmittel des Dammes sind ähnlich, wie die schrägen Ebenen ausgebildet, d. h. sie besitzen eine im wesentlichen senkrechte Stirnfläche und nach ab- und rückwärts geneigte Oberfläche. Die geneigten Flächen der Stangen sind so befähigt, die senkrechten Flächen bei der Vorwärtsbewegung des Dammes durch Vorwärtsschieben des Rohmaterials im Damm zu unterstützen, soweit dieses sich während der Vorwärtsbewegung über den Stangen befindet, ferner wird ihre Rückwärtsbewegung unter den Damm erleichtert. Die Stangen an oder nahe der Dammvorderkante haben senkrechte Flächen von geringerer Höhe als die weiter rückwärts liegenden Stangen, um so die Neigung der oberen Dammfläche annähernd konstant zu halten.
  • Dort, wo der Damm eine beträchtliche Breite besitzt, beispielsweise etwa 6 m, können eine Mehrzahl hin und her gehender Mittel nebeneinander quer zur Plattform angeordnet sein, die hin und her gehenden Bewegungen der antreibenden Verbindungsstangen können in bezug aufeinander einstellbar sein, um so die Größe der Vorwärtsbewegung des Dammes ändern zu können, und zwar zum Ausgleich verschieden großer Schmelzgeschwindigkeiten, die quer zum Damm auftreten k<iiuien. Man ist so in der Lage, den Umriß des Dammes auch bei Änderungen der Schmelzgeschwindigkeit annähernd konstant zu halten.
  • Bei dieser Ausführung der Antriebsmittel des Dammes kann der Damm als Ganzes um den erforderlichen Betrag bei jedem Hub der hin und her gehenden Stangen nach vorwärts bewegt werden.
  • Der Damm wird aus einem Behälter aufgefüllt, der außerhalb des Ofens anschließend an die Stirnwand des Ofens angeordnet ist; frisches 1Zohmaterial wird aus dem Behälter in die Rückseite des Dammes eingeführt. Eine beliebige, ständig arbeitende Vorrichtung kann für den Transport des Rohmaterials aus dem Behälter in die Rückseite des Dammes verwendet werden. Es können hin und her gehende Teile, so wie sie auch für die Vorwärtsbewegung des Dammes gebraucht werden. auf dem Boden des Behälters angeordnet sein, diese Bodenplatte kann sich in gleicher Höhe wie der auslaß des Behälters befinden.
  • Ein Ofen gemäß der Erfindung besteht aus einem Behälter hinter der Plattform, dessen Boden oberhalb der Höhe der Plattform angeordnet ist, aus Zuführungsmitteln, die auf dem Boden des Behälters das Rohmaterial aus diesem zur Plattform hin verschieben, aus einem trichterförmigen Mund vor dem Behälter, der sich von der unteren Kante des Behälters abwärts bis zur Plattform erstreckt und eine untere Wand besitzt, die den Damm an seiner Rückseite abstützt, einen Teil der Plattform bildet und zur Führung des Rohmaterials aus dem Behälter hinter der Plattform dient, aus Seitenwänden und aus einer oberen, die .@ufwärtsbewegung des Rohmaterials an der Rückseite des Dammes begrenzenden Wand, aus von der Plattform getragenen Seitenwänden, so daß das aus dem Behälter in den trichterförmigen Mund geführte Rohmaterial im Anschluß an die Wände des Behältermundes in die Rückseite des auf der Plattform gebildeten Dammes und zwischen den Seitenwänden der Plattform bewegt wird, und aus Mitteln auf der Plattform für die Verschiebung des Dammes als Ganzes, wobei die Größe der Vorwärtsbewegung der den Damm bildenden Mittel und der das Rohmaterial zuführenden Mittel so aufeinander abgestimmt sind. da13 der L'mriß des Dammes auf der Plattform während des Schmelzens angenähert konstant gehalten wird.
  • VN'enn der Damm von solcher Breite ist, daß mehrere Antriebsmittel auf der Plattform angeordnet «erden müssen, dann wird auch eine entsprec'.iende .-#nzalil \-oii ;Itiftilirtingsmitteln in dem Rohmaterialbehälter vorgesehen, um so die Größe der Zuführung mit den Änderungen den Schmelzprozeß abstimmen zu können, die entlang der Breite des Dammes auftreten können. Es wird so ermöglicht, den Umriß des Dammes annähernd konstant Balten zu können.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung ein Ausfüh--uugsl>eispiel beschrieben. In der Zeichnung zeigt Fig. i einen Längsschnitt durch das Beschickungsende des Ofens, Fig. 2 ein ähnliches Bild wie Fig. i, aber im verkleinerten Maßstabe, das auch die Betätigungsmittel für die Dammbewegung und die Zuführmittel für das Rohmaterial zeigt, das auf der Rückseite des Dammes in diesen eingeführt wird, 1; ig. ,3 einen Ouerscliuitt durch den Ofen nach Linie 111-11I der Fig.2, und zwar in Richtung auf die Stirnwand am Beschickungsende gesehen, und Fig. 4 zur Hälfte eine Aufsicht auf die in Fig. i gezeichnete Vorrichtung und auf die von dieser getragenen Antriebsmittel für den Damm.
  • In den Zeichnungen bezeichnen gleiche Ziffern gleiche Teile.
  • Der Ofen besitzt eine Decke i, Seitenwände 2 und eine Stirnwand 3 am Beschickungsende, unter der die Plattform und die den Damm bewegenden Mittel bis an die Wanne herangebracht werden können; die Hintere ":,tiriiN\and iler\\-anne ist mit d. bezeichnet.
  • Die Stirnwand 3 ist an einem Rahmen 5 aufgehängt, und zwar durch einen Schienenstuhl 6 und Stangen 7, die in axialer Richtung einstellbar, mit geeigneten Mitteln, z. B. mit Muttern 8, am Rahmen befestigt sind. Am unteren Ende des Schienenstuhles ist ein Winkeleisen 9 befestigt, das nahe der unteren Kante des Stirnbandes in diese eingelassen ist. Die untere Kante der Wand ist ausgeklinkt; in der so entstellenden .=Nussparung ist ein Wasserbehälter io angeordnet. Die Mittel zur Aufhängung und Höheneinstellung der unteren Kante des Stirnbandes vom Ofenboden ist nicht weiter beschrieben, die Anordnung ist gezeichnet, sie ist für jeden Fachmann ohne weiteres verständlich.
  • In jeder Seitenwand des Ofens sind Öffnungen i i für die Einführung hoch erhitzter Gase vorgesehen; die Gase wechseln ihre Strömungsrichtung im Ofen, so daß der Schmelzprozeß über die ganze Breite der Plattform erreicht werden kann.
    l)ie öftittnigen ii sind in einer Ebene angeord-
    net. die der geneigten Ebene des Dammes aus dem
    zu schmelzenden Rohmaterial etwa entspricht, diese
    ist ständig der Einwirkung der eintretenden hoch
    erhitzten Gase unterworfen, die von einer Seite zur
    anderen Seite des Dammes strömen.
    Eine Plattform 12, im wesentlichen von der glei-
    chen Breite wie der Ofen, ungefähr von 6 m, ist
    auf einem Fahrgestell 13 aufgebaut und so an-
    .I eordiiet. daß sie ihre Oberfläche nur wenig über
    (leni Glasspiegel 14 des geschmolzenen Glases in
    der Wanne befindet. Der vordere Teil der Platt-
    form kann aus einer Reihe von Wasserbehältern
    12" und Eins einer Reihe feuerfester Blöcke t26, wie
    dargestellt, bestehen. Ein keilförmiger Damm 15
    au; Rohmaterial ist auf der Plattform 12
    er ragt von der Stirnwand 3 nach vorn
    tinc1 bildet eine geneigte Oberfläche 15a, die nach
    der Wanne des Ofens hin abfällt. Damit der ge-
    schinolzeiie, mit i 3b bezeichnete Glasstrom von
    der Oberfläche 1511 des Dammes 15 gerade in Breite
    der Wannenbreite fließt. sind Seitenwände 16 für
    den Damm zu leiden Seiten der Plattform errich-
    tet (Fig.2), und zwar auf Winkeleisen i611, die
    l;ings des Fahrgestells 13 befestigt sind und sich
    bis zu den feuerfesten Blöcken r26 erstrecken.
    Sehr günstige Resultate sind mit einer Plattform
    erzielt worden; die eine Tiefe von etwa 3,4 m be-
    <itzt. (l. lt. von Iiiiiten nach vorn gemessen. und auf
    der ein Damm von Rohmaterial aufgeschüttet ist,
    der hinten eine Höhe von ungefähr i m besitzt, so
    dafi die obere Fläche des Dammes vom Be-
    schickunIsende des Ofens nach der Wanne hin
    unter einem Winkel von ungefähr 20 bis 25 Grad
    zur I lorizontalen verläuft. Die Neigung ist so ge-
    wählt, daß ein Abreißen der geschmolzenen, den
    >amm herunterfließenden Schicht vermieden ist
    und andererseits das nicht geschmolzene Material
    nicht in die Wanne stürzen kann. Die anzuwen-
    dende Neigum; ist stets so, <iaß eine im wesent-
    lichen gleiclifiirinige Neigung des Dammes ohne
    große Änderungen iti der Steilheit erreicht wird.
    llie Länge der Plattform soll so bemessen sein,
    (laß dem geschmolzenen, den Damm herabfließende
    Glasstrom eine ausreichende Zeit während seines
    Uließens über die ini wesentlichen waagerechte
    Ebene der Plattform gegeben wird, in der er voll
    der holten Temperatur der Gase ausgesetzt wird.
    Die Seitetiw-<inde sollen hierbei das geschmolzene
    Material zur Wanne hinleiten.
    Es wurde durch Versuche festgestellt, daß ein
    1 )ainin aus Rohmaterial nicht als Ganzes vorwärts
    l@ew-egt werden und sein Umriß durch einen gleich-
    zeitig auf der ganzen Rückseite des Dammes nach
    vorn gerichteten Kraft nicht aufrechterhalten wer-
    den kaiiii, dafl bei der Ausübung eines solchen
    Druckes eine Verformung des Dammes mit nach-
    foilgetidein _Xl>reißen der geschniolzetien Schicht auf
    der geneigten Fhene des Dammes eintritt, begleitet
    von einer Zeraiirung des Rohmaterials, daß aber
    der Dainin als ganzes durch Einwirkung auf die
    untere Schicht des Dammes vorwärts geschoben
    IHM 110110s IZ@@hmaterial in die Rückseite des Dam-
    ines eingeführt werden kann. Der Umriß des Dammes kann ohne Abreißen des geschmolzenen Glasstromes auf der geneigten Fläche und nachfolgendes Nachrutschen des Rohmaterials aufrechterhalten werden.
  • Um den Damm 1,5 als Ganzes nach Maßgabe des Schmelzprozesses nach vorwärts zu bewegen, sind auf der Plattform 12a Transportmittel angeordnet ; diese bestehen aus mehreren hin und her gehenden Mitteln, jedes besteht aus einer Reihe paralleler Stangen 17, die untereinander durc$ einen Längsträger 51 verbunden sind, jedes der hin und her gehenden .Xlittel ist mit einer Stange 51 verbunden, so daß jede Stange 5o einen oben offenen gitterartigen Rahmen (Fig. 4) hin und her bewegt. Die :Mehrzahl der Stangen 17 ragen über die ganze Breite der Plattform hervor. Jede Gruppe kann als Ganzes über die Plattform gleiten, sobald sie durch die Stangen 5o angetrieben wird. Wie in Fig. 3 gezeigt, werden sieben Gruppen hin und her gehender Mittel auf der Plattform verwendet. Jede Stange i; der den Damm antreibenden \littel besitzt eine senkrechte Stirnfläche 1711, die das Material in der unteren Glasschicht nach vorn stößt, während ihre obere Fläche i76 das darüberliegendeMaterial nach vorn trägt.
  • Versuche haben gezeigt, daß es günstig ist, daß jede Stange 17 eine obere geneigte Fläche i76 hat, um die Rückwärtsbewegung der Stangen unter dem Damm zu erleichtern. Die Höhe der senkrechten Flächen der Stangen nimmt fortschreitend von vorn nach hinten zu, wodurch die Neigung der oberen Fläche des Dammes annähernd gleichmäßig gehalten werden kann, die Höhe der Stangen hängt ab von der Höhe des Dammes über den Stangen.
  • Um die Rückwärtsbewegung im Damm bei der Rückwärtsbewegung der Stangen 17 zu verkleinern, sind zwischen den Stangen 17, und zwar abwechselnd mit ihnen feste schräge Ebenen i9 angeordnet, die über die Breite der zugehörigen Gruppe ragen. Jede schräge Ebene i9 besitzt eine senkrechte Fläche i911, die die Rückwärtsbewegung des Dammes verhindert. Jede Gruppe von schrägen Ebenen ist auf einer Grundplatte 18 befestigt, diese Platten liegen Seite an Seite auf der Plattform und sind abnehmbar, die verschiedenen Gruppen der Stangen 17 und ihre zugehörigen Längsstangen 51 sitzen auf der zugehörigen Grundplatte. Die Enden jeder Gruppe schräger Ebenen i9 sind ausgespart. um den zugelifirigen Längsträgern ; den Durchtritt zu ermöglichen. Damit die Einführung dieser Ebenen nicht die Vorwärtsbewegung des Dammes während der Vorwärtsbewegung der Stangen 17 behindert, haben die schrägen Ebenen i9 eine geneigte Oberfläche, auf der das Rohmaterial sich nach vorn bewegen kann, wenn die Stangen 17 durch die Stange 5o ebenfalls nach vorn bewegt werden.
  • Versuche haben gezeigt, daß der Damm als (janzes vorwärts 1)e\\-egt werden kann, wenn die Stangen 17 jeder Gruppe mit einem Abstand ungefähr gleich zweitreal der Breite einer Stange angeordnet werden. Die Breite einer Stange von vorn bis hinten beträgt ungefähr o, i 5 m, die schrägen Ebenen i9 haben im wesentlichen die gleichen Abmessungen wie die Stangen 17. Bei der dargestellten Konstruktion beträgt die gesamte Fläche der Stangen 17 und schrägen Ebenen i9 von oben gesehen zwei Drittel der Plattformfläche, auf der sie wirksam sind. Es wird bemerkt, daß die hinteren Stangen 17 am Ende des Dammes angeordnet sind, während die vorderen Stangen erheblich vor dem Ende der Plattform angeordnet sind; diese Anordnung ermöglicht es, daß der Damm als Ganzes vorwärts bewegt werden kann, während er selbst die Antriebsmittel vor der Einwirkung der Heizgase schützt.
  • Außerhalb der Stirnwand 3 ist ein Behälter 20 für frisches Rohmaterial angeordnet, der Boden des Behälters ist ungefähr in halber Höhe des Dammes gestellt. Auf dem Boden des Behälters 20 sind mehrere Grundplatten, sie entsprechen zahlenmäßig den Grundplatten auf der Plattform. jede Grundplatte trägt schräge Ebenen 22, 23, die im Abstand voneinander angeordnet sind. jede Ebene 22 ist keilförmig ausgebildet und jede Ebene 23 bildet einen Anschlag am Ende des Behälters, beide Ebenen besitzen senkrechte Flächen 2211 und 2311 in Richtung auf die Mündung 20° des Behälters. jede Grundplatte ist auf dem Boden des Behälters so befestigt, daß sie mit ihren zugehörigen schrägen Ebenen 22, 23 aus dem Behälter, z. B. für Reparaturen herausgenommen werden kann. Auf jeder Grundplatte 21 ist ein Rahmen mit Zuführungsstangen 24 angeordnet, die an ihren Enden mit Längsgliedern 2411 verbunden sind. Die Zuführungsstangen jeder Gruppe, die zu jeder Seite der schrägen Ebene 22 der zugehörigen Gruppe zwischen den Längsträgern der Gruppen angeordnet sind, sitzen zwischen den Längsträgern jeder Gruppe, die hintere Zuführungsstange ist auf den Längsträgern oberhalb des Anschlages 23 angeordnet. Die Zuführungsstangen 24 sind vorzugsweise alle von der gleichen Keilform, wie die Stangen 17 auf der Plattform, jede Stangengruppe ist mit der dazugehörigen Verbindungsstange 25 hinter der Rückwand des Behälters verbunden.
  • .Mit einer solchen Anordnung der Gruppen der Zuführungsstangen 24 in dem Behälter können die Hinundherbewegungen verschieden gehalten werden: sie schaffen das Rohmaterial nach vorn in den Mund 20°, während die keilförmige Ausbildung es ihnen ermöglicht, sich leicht nach rückwärts unter dem Rohmaterial zu bewegen, während der Rückwärtsbewegung verhindern die senkrechten Flächen 2211, 2311 die Rückwärtsbewegung des Rohmaterials im Behälter.
  • Durch jede Zuführungsstange 24, die über einen Anschlag 23 im Behälter wirksam ist, wird das Rohmaterial nach vorn geschoben und fällt vom Anschlag auf die entsprechende mittlere Stange, hierdurch wird eine unmittelbare Aufwärtsbewegung des Materials an der Rückseite des Behälters durch die Ablenkung von der geneigten Fläche der mittleren Stange vermieden. Jede Verbindungsstange 25 ist am hinteren Ende an einen drehbar gelagerten Hebel 26 angelenkt, der Hebel ist durch eine Kolbenstange 27 mit der Kurbelscheibe 28 verbunden, das Gelenk zwischen der Verbindungsstange 2_5 und des Hebels 26 ist in der Längsrichtung des Hebels einstellbar, um den Hub der Zuführungsstangen ändern zu können. Die Hinundherbewegungen der verschiedenen Stangen 25 werden vorzugsweise gebraucht, um die Bewegung der entsprechenden Antriebsmittel des Dammes zu veranlassen, so daß der Damm als Ganzes synchron bewegt werden kann, je nachdem wie der Schmelzprozeß auf der geneigten Fläche 1511 fortschreitet; jede Verbindungsstange 2; ist mit der zugehörigen Verbindungsstange 5o der Antriebsmittel des Dammes durch Hebel 29 und 30 verbunden, beide sitzen auf einem Zapfen 3o11, der Hebel 30 ist durch eine Stange 31 durch einen Hebel 3i11 mit der zugehörigen Stange 5o verbunden.
  • Die Verbindung des Hebels 31 mit dem Hebel 30 ist durch ein Handrad 32 einstellbar, dieses hat ein mit Schraubengewinde versehenes Ende 33 und dreht sich in dem Gleitstück 34 mit einem Aufhängezapfen, durch den die Stange 31 und Hebel 30 miteinander verbunden werden.
  • Hierdurch kann der Hub jeder Gruppe der hin und her gehenden Stangen im Behälter und der zugehörigen Stangen auf der Plattform relativ zueinander eingestellt werden, um das Maß der Vorwärtsbewegung des Dammes mit der Stärke des Schmelzprozesses in Übereinstimmung zu bringen, so daß der gewünschte Umfang des Dammes im wesentlichen gleich gehalten wird. Die Zuführung des Rohmaterials erfolgt synchron mit der Bewegung des Dammes.
  • Ferner ist das Verhältnis der Bewegung der einzelnen Gruppen der hin und her gehenden Stangen auf der Plattform zueinander einstellbar, hierdurch kann die Größe der Vorwärtsbewegung quer zum Damm geändert werden, um Änderungen im Schmelzprozeß auszugleichen, die Größe der Zuführung von Material in die Rückseite des Dammes, wie sie durch die einzelnen Stangengruppen im Behälter erreicht wird, kann mit der Vorwärtsbewegung der entsprechenden Stangen auf der Plattform synchronisiert werden.
  • Es wird y bemerkt, daß bei Wannen in einer kleineren Breite als etwa 6 m eine geringere Anzahl von Antriebsmittel und Zuführungsmittel verwendet werden kann und daß bei einem verhältnismäßig schmalen Damm ein einziges Antriebs- und Zuführungsmittel verwendet werden kann.
  • Die Stirnwand 3 trägt, wie bereits festgestellt, Wasserbehälter io, die quer zum Ofen zwischen dem Mund 2o11 und der Stirnwand angebracht sind. Der Kastenmund besitzt eine Schürze 37 und eine Deckplatte 38, die Teile 37 und 38 bilden die obere und untere Wand der trichterförmigen Mündung des Kastens, während die Seitenwände 16 auf der Plattform seine Seitenwände bilden.
  • Die Platte 38 besitzt einen Anschlag 3811 (Fig. 1) für die Wasserbehälter io, der letztere wird durch Stangen ioa in seiner Lage gehalten, diese sind mit den Behältern und der Kastenwandung verbunden; diese Anordnung gestattet, den Wasserbehälter zwischen Kasten 2o und Stirnwand 3 bei Reparaturen zu entfernen.
  • Im Betrieb drücken die Dammantriebsmittel nach vorn, so daß die senkrechten Flächen der Stangen 17 das Rohmaterial in der unteren Schicht des Dammes nach vorn stoßen. Synchron mit dieser Bewegung der Stangen 17 werden die Stangen 24 nach vorn bewegt und neues Material wird durch Stangen 24 aus dem Behälter durch den trichterförmigen Mund nach vorn gebracht und hierdurch frisches Material in die Rückseite des Dammes eingeführt. Durch die synchrone Bewegung der Stangen 17 und 24 bleibt (las Ausmaß des Dammes annähernd gleich und demgemäß ungestört, hierdurch wird ein ununterbrochener Schmelzprozeß auf der oberen Fläche des Dammes erreicht.
  • Eine gleichmäßige Zusammensetzung wird so für den Damm und das geschmolzene Material erreicht, das von diesem herabfließt.
  • Durch die Anordnung des Behälterbodens ungefähr in halber Höhe des Dammes und der Zuführungsmittel über dem Boden des Behälters wird das frische Material in die Rückseite näher zur Dammspitze als zum Boden eingeführt. Die obere Wand des trichterförmigen Mundes wandelt die sich ergebende Aufwärtsbewegung des Materials in eine Vorwärtsbewegung und Aufwärtsbewegung nach der Spitze des Dammes zu um, während die untere `'Fand oder Schürze das frische Material zur unteren Schicht des Dammes bringt. Hierdurch wird die ganze geneigte Fläche des Dammes von frischem Material getragen und die über die Fläche strömenden Heizgase finden keinen Auslaß zum Behälter hin.
  • Es wird bemerkt, daß der Damm aus Rohmaterial die Antriebsmittel des Dammes, nämlich die Stangen 17 gegen die Einwirkung der Heizgase schützt, während der Damm Wärmestrahlungsverluste unter der Stirnwand 3 verhindert.
  • Obgleich hin und her gehende Mittel für die Zuführung des Rohmaterials in die Rückseite des Dammes bevorzugt werden, können auch andere Mittel gebraucht werden, z. B. die Zuführung durch Schwerkraft, solange sie ausreicht, das Material in die Rückseite des Dammes in dem erforderlichen Maße hineinzubringen, um den Umriß des Dammes während des Schmelzprozesses annähernd konstant zu halten.
  • Gemäß der Beschreibung ist die Plattform ein wenig oberhalb des Glasspiegels in der Wanne angeordnet. Die Plattform kann aber auch in gleicher Höhe oder etwas darunter sein, vorausgesetzt, daß in diesem Falle die antreibenden Mittel in bezug auf die Plattform höher angeordnet sind, damit sie in einer Höhe oberhalb des geschmolzenen Glases in der Wanne arbeiten können.
  • Aus dem Vorgehenden geht hervor, daß hei der Ausführung der Erfindung ein neues Arbeitsprinzip eingeführt wird, nämlich daß zu Beginn des Betriebes ein Damm gebildet und sein Ausmaß angenähert aufrechterhalten wird. Dadurch wird die ursprüngliche Zusammensetzung des Rohmaterials aufrechterhalten, während das Material im Damm seine Antriebsmittel vor der Hitze der Ofengase schützt. Das gesamte Rohmaterial wird bei hoher Temperatur geschmolzen und ungeschmolzenes Material kann nicht in die Glaswanne gelangen.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zum Schmelzen von Rohmaterial zwecks Herstellung von Glas, dadurch gekennzeichnet, daß im Ofen ein Damm von Rohmaterial gebildet wird, der von der Stirnwand des Ofens an der Beschickungsöffnung in den Ofen hineinragt, nur eine dem Ofen ausgesetzte Oberfläche hat, die unter einer Neigung zur Waagerechten von der Spitze bis zum Fuß des Dammes nach vorn abfällt, daß die Lage und Form des Dammes nach Maßgabe des Schmelzprozesses angenähert gleich gehalten wird, indem der Damm je nach Fortschreiten des Schmelzprozesses vorwärts geschoben und frisches Material an der Rückseite des Dammes in solcher Abstimmung zur Vorwärtsbewegung zugeführt wird, daß ein stetiger Strom geschmolzenen Glases auf der geneigten Fläche des Dammes erzeugt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 für einen mit Gas beheizten Ofen, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung der geneigten Dammoberfläche durch Einführen hoch erhitzter Heizgase in den Ofen in der Nähe der genannten Fläche des Dammes erreicht wird.
  3. 3. Verfahren zum Schmelzen von Rohmaterial zwecks Herstellung von Glas in einem mit Gas geheizten Ofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Ofen ein Damm von Rohmaterial gebildet wird, der von der Stirnwand des Ofens an der Beschickungsöffnung in den Ofen hineinragt, nur eine dem Ofen ausgesetzte Oberfläche hat, die unter einer Neigung zur Waagerechten von der Spitze bis zum Fuß des Dammes nach vorn abfällt, daß die Ofengase quer zur geneigten Oberfläche geführt werden, daß der geschmolzene auf der geneigten Fläche durch die Ofengase gebildete Glasstrom so zusammengehalten wird, daß er ohne jede Änderung seiner Hauptrichtung zu der Hauptmasse des geschmolzenen Glases im Ofen fließt, daß die Lage und Form des Dammes nach Maßgabe des Schmelzprozesses angenähert gleich gehalten wird, indem der Damm je nach Fortschreiten des Schmelzprozesses vorwärts geschoben und frisches Material an der Rückseite des Dammes in solcher Abstimmung zur Vorwärtsbewegung zugeführt wird, daß ein stetiger Strom geschmolzenen Glases auf der geneigten Fläche des Dammes erzeugt wird.
  4. Ofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, bestehend aus einer Plattform (12), die von der Stirnwand (3) des Ofens in diesen hineinragt, aus seitlich hierauf aufgesetzten Begrenzungswänden (16), aus Mitteln zur Erzeugung hoher Temperatur über der Plattform, aus auf der Plattform zwischen den Begrenzungswänden angeordneten Fördermitteln (i7), aus Antriebsmitteln (5o) hierfür, durch die der auf der Plattform zwischen den Begrenzungswänden gebildete Damm aus frischem Material mittels der Fördermittel als Ganzes zur Plattform verschoben wird, und zwar nach Maßgabe des Schmelzprozesses, und aus Mitteln für die Zuführung frischen Materials nur an der Rückseite des Dammes, wobei das Verhältnis von Vorschieben und Zuführen so abgestimmt ist, daß die Lage und Form des Dammes angenähert erhalten bleibt.
  5. 5. Ofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, bestehend aus einer Wanne (4) und einer Plattform (12) am Beschickungsende, die von der Stirnwand (3) des Ofens, und zwar ungefähr in der Höhe des Glasspiegels in der Wanne, ausgeht, aus Seitenwänden (r6), die zwischen der Stirnwand des Ofens und der Wanne von der Plattform herausragen, aus Öffnungen (I I) für die Einführung hoch erhitzter Gase senkrecht zur Plattform, aus Transportmitteln (17), die auf der Plattform gerade oberhalb des Glasspiegels in der Wanne angeordnet sind und sich zwischen den Seitenwänden (r6) erstrecken, aus Antriebsmitteln (5o) hierfür, durch die der aus Rohmaterial auf der "Plattform und über den genannten Transportmitteln zwischen den Seitenwänden gebildete Damm mit einer geneigten oberen Fläche als Ganzes über die Plattform verschoben werden kann, und zwar nach Maßgabe des Schmelzprozesses und aus Mitteln (2o bis 25) für die Zuführung frischen Materials nur an der Rückseite des Dammes, wobei das Verhältnis von Vorschieben und Zuführen so abgestimmt ist, claß die Lage und Form des Dammes angenähert erhalten bleibt.
  6. 6. Ofen nach Anspruch 4 und 5, bestehend aus einem Behälter (2o) hinter der Plattform, dessen Boden oberhalb der Höhe der Plattform (12) angeordnet ist, aus Zuführungsmitteln (22 bis 24), die auf dem Boden des Behälters das Rohmaterial aus diesem zur Plattform (12) hin verschieben, aus einem trichterförmigen Mund (37, 38) vor dem Behälter, der sich von der unteren Kante des Behälters abwärts bis zur Plattform erstreckt und eine untere Wand (37) besitzt, die den Damm an seiner Rückseite abstützt, einen Teil der Plattform bildet und zur Führung des Rohmaterials aus dem Behälter hinter der Plattform dient, aus Seitenwänden (16) und aus einer oberen die Aufwärtsbewegung des Rohmaterials an der Rückseite des Dammes begrenzenden Wand (37), aus von der Plattform getragenen Seitenwänden, so daß das aus dein Behälter in den trichterförmigen ?Mund geführte Rohmaterial im Anschluß an die Wände des Behältermundes in die Rückseite des auf der Plattform gebildeten Dammes und zwischen den Seitenwänden (r6) der Plattform (12) bewegt wird.
  7. Ofen nach Anspruch 5, bestehend aus einer Stirnwand (3) am Beschickungsende, deren untere Kante sich gerade oberhalb der' erwünschten Höhe des im Ofen zu bildenden Dammes befindet, aus einer beweglichen Einrichtung, bestehend aus Plattform (r2) und Seitenwänden (i6), die sich als Ganzes unter der unteren Kante der Stirnwand des Ofens bewegen kann, bis die Stirnkante (I26) der Plattform (12) die Wannenwand (4) des Ofens erreicht, die ferner zur Plattform (i2) geneigte Mittel (37) für die Abstützung der Rückseite des Dammes und Transportmittel (17) auf der Plattform für die Vorwärtsbewegung des Dammes als Ganzes enthält, aus einem Rohmaterialbehälter (2o) außerhalb der Stirnwand und aus Mitteln (22 bis 24) für die Zuführung von Rohmaterial aus dem Behälter (20) in die Rückseite des Dammes über die erwähnte geneigte Stützfläche (37) für die Rückseite des Dammes. B.
  8. Ofen nach einem der Ansprüche 4 bis 7, gekennzeichnet durch eine senkrechte, bewegliche Stirnwand (3) an der Beschickungsöffnung des Ofens und Mittel (7, 8) für die Einstellung der Dammhöhe und für die Einstellung der unteren Kante der Wand in bezug auf die Plattform (12). g.
  9. Ofen nach einem der Ansprüche 4 bis 8, gekennzeichnet durch Transportmittel für die Vorwärtsbewegung des auf der Plattform -gebildeten Dammes als Ganzes, bestehend aus einer Gruppe paralleler, mit Abstand voneinander angeordneter und sich zwischen den Seitenwänden erstreckender Stangen (17), von denen jede eine senkrechte, dem Damm zugekehrte Fläche (17°) und eine obere von der vertikalen Fläche nach dem Ende der Stange zu geneigte Fläche (i76) besitzt, aus starren, die Stangen verbindenden Längsgliedern (51), wobei die Stangen sämtlich gleiche Breite und voneinander einen Abstand gleich zweimal der Breite einer Stange besitzen, aus schiefen hhenen (19), die zwischen und parallel zu jedem Stangenpaar angeordnet sind, wobei jede schräge Ebene eine dem Damm zugewandte senkrechte Fläche (19°) und eine obere von der senkrechten Fläche ausgehende nach rückwärts geneigte Fläche (1y6) besitzt und die Breite jeder Ebene von vorn bis hinten gleich der Breite der Stangen ist, und aus Betätigungsmitteln (5o) für eine hin und her gehende Bewegung der Stangen zwischen den schrägen Ebenen, wobei die vorderen Stangen (17) so weit vor der Kante der Plattform angeordnet sind, daß alle Stangen durch den Damm vor den Heizgasen geschützt sind. 1o.
  10. Ofen nach Anspruch g, gekennzeichnet durch mehrere Gruppen hin und her gehender Stangen (17) und entsprechend hierzu nebeneinander quer zur Plattform befestigter schräger Ebenen (i9), die sich zwischen den Seitenw a 'iiideii erstrecken, aus Betätigungsmittel für die Hinundlierbewegung der Stangen jeder Gruppe, wobei die Hinundherbewegung der entsprechenden hin und her gehenden Glieder relativ zueinander einstellbar sind, um ÄnderLnigen im Schmelzprozeß quer zum Damm ausgleichen und das Ausmaß des Dammes auch bei Änderungen des Schmelzprozesses auf dem Damm annähernd gleich halten zu können. i i.
  11. Ofen nach Anspruch 9 oder i o, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der senkrechten Flächen der Stangen (17) von vorn nach hinten zunimmt.
  12. 12. Ofen nach einem der Ansprüche 4 bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsmittel (22 bis 25) für das frische Material in die Rückseite des Dammes so hoch über der Plattform (12) angeordnet sind, daß das frische Material dem Damm in einer Ebene zugeführt wird, die etwa in halber Höhe des Dammes liegt.
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