DE805328C - Nebelgeraet zur Schaedlings- und Seuchenbekaempfung - Google Patents

Nebelgeraet zur Schaedlings- und Seuchenbekaempfung

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DE805328C
DE805328C DEP23717A DEP0023717A DE805328C DE 805328 C DE805328 C DE 805328C DE P23717 A DEP23717 A DE P23717A DE P0023717 A DEP0023717 A DE P0023717A DE 805328 C DE805328 C DE 805328C
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DE
Germany
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fog
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fog device
nozzle
stuffing box
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Expired
Application number
DEP23717A
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Steiner
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EDUARD NUESSLEIN FA
Original Assignee
EDUARD NUESSLEIN FA
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01MCATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M7/00Special adaptations or arrangements of liquid-spraying apparatus for purposes covered by this subclass
    • A01M7/005Special arrangements or adaptations of the spraying or distributing parts, e.g. adaptations or mounting of the spray booms, mounting of the nozzles, protection shields
    • A01M7/006Mounting of the nozzles

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Insects & Arthropods (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 15. MAI 1951
p 23717 IU145 k D
Als Träger für einen zur Scliädlings- und Seuchenbekämpfung in Frage kommender Wirkstoff wird ein trockner X'ebel verwendet, der zweckmäßig durch Vereinigung von aus Düsen ausströmendem Sulfurylchlorid (SO2Cl2) und Ammoniak (NH3) entsteht. Bei Geräten größerer Leistung, die also nicht mehr auf dem Rücken getragen werden können, hat sich hierbei eine Anzahl Probleme ergeben, die gelöst werden mußten. Zunächst muß die Tatsache beachtet werden, daß das Sulfurylchlorid (S) schwerer ist als Ammoniak (A). Für den einwandfreien und vollständigen Ablauf der zwischen -S" und A stattfindenden chemischen Reaktion beim Austritt aus den Düsen ist es erforderlich, daß die Vermischung der beiden Komponenten S und A möglichst vollständig gelingt. Das kann dadurch erreicht werden, daß die beiden Sprühkegel einen möglichst langen gemeinsamen Durchdringungsraum besitzen; im anderen Falle können Säure oder Ammoniakverbrennungen auftreten. Als günstigster Winkel, unter dem die beiden Düsen gegeneinander geneigt sind, wurde ein Winkel von etwa 25 bis 300 ermittelt.
Ein besonders schwer zu lösendes Problem stellte die Forderung dar, daß das Nebelgerät zum Zwecke des Einsatzes am Befallsort an die gegebenen örtlichen Verhältnisse rasch anpaßbar sein muß. Zu berücksichtigen ist dabei die oft rasch veränderliche Windrichtung sowie die vorhandene Breitenausdehnung der zu behandelnden Objekte. Es ist somit erforderlich, daß die Ausstrahlungsdüsen in einem gewissen Bereich in der horizontalen und der vertikalen Richtung schwenkbar sind. Die Lösung dieser Aufgabe hat erhebliche Schwierigkeiten bereitet, weil die dauernd gleichmäßige Zuführung der Gemischkomponenten aus zwei verschiedenen Behältern mit zwei zum Düsenende getrennt zu führenden Rohrleitungen durch die Dreh- und
Schwenkbewegungen keinerlei Beeinträchtigung erfahren darf, um in jeder Lage ein einwandfreies Funktionieren des Gesamtgerätes zu gewährleisten. Gleichzeitig war die Forderung gestellt, Gummi 5 o. dgl. flexible Baustoffe vollständig außer acht zu lassen, weil diese flexiblen Baustoffe für die Dauer den Chemikalien nicht standhalten würden.
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Schädlingsund Seuchenbekämpfung durch Erzeugung eines
ίο Nebels als Wirkstoff träger, wobei das Neue im wesentlichen darin besteht, daß die die Nebelkomponenten (z. B. Sulfurylchlorid und Ammoniak) führenden Rohrleitungen in einen feststehenden Drehkopf münden, auf welchem ein die beiden Nebelkomponenten getrennt weiterleitendes Rohrsystem horizontal drehbar angeordnet ist, dessen Enden mit einem in der Vertikalrichtung schwenkbaren Düsensatz verbunden sind. Dadurch ist ein Nebelgerät geschaffen, das den höchsten Anforde-
ao rungen in bezug auf rasche Anpassung an alle räumlichen Verhältnisse gewachsen ist und das eine technische Konstruktion auf solider maschinenbaulicher Grundlage, also ohne Anwendung von behelfsmäßigen (flexiblen) Mitteln, gestattet. Das Gerät ist daher praktisch keinen Störungen unterworfen und besitzt eine lange Lebensdauer. Einzelheiten der Erfindung und ihre Wirkungsweise sind aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung ersichtlich. Letztere stellt eine beispielsweise Ausführungsform dar, und zwar zeigt
Fig. ι eine schematische Gesamtanordnung in Vorderansicht,
Fig. 2 die Seitenansicht hierzu.
Die von dem Sulfurylchlorid- und Ammoniakbehälter kommenden Rohrleitungen 3 und 5 münden in den feststehenden Drehkopf 2, der auf einem Teil 1 (Lagerbock o. dgl.) des fahrbaren oder tragbaren Nebelgerätes gelagert ist. Die feststehende Leitung 3 mündet in das horizontal drehbare Innenrohr 4, wobei die Abdichtung durch eine bekannte Stopfbüchse 7 mit Packung 8 erfolgt. Die Leitung 5 wird im gezeichneten Ausführungsbeispiel an einer höher gelegenen Stelle in den Drehkopf 2 eingeführt, in der Weise, daß sie über einen Ringraum 13 zu dem mit dem Innenrohr 4 fest verbundenen Außenrohr 6 führt. Die Abdichtung nach außen erfolgt auch hierbei zweckmäßigerweise durch eine Stopfbüchse 9, 10. Die feststehenden Zuleitungen 3 und 5 münden somit in das im feststehenden Drehkopf 2 drehbar angeordnete, unter sich fest verbundene Rohrsystem 4, 6. Gemäß der Erfindung ist es möglich, die beiden Reaktionsflüssigkeiten 5" und A in ein Drehsystem einzuleiten und weiterzuführen, ohne daß die geringste Gefahr eines Undichtwerdens oder einer vorzeitigen Vermischung der beiden Reaktionskomponenten eintreten könnte. Das erfindungsgemäße Drehrohrsystem 4, 6 wird zweckmäßig in einem Lager 12, das auch als Kugellager ausgebildet sein kann, im Drehkopfgehäuse 2 geführt.
Auf dem Drehkopf 2 sitzt ein Drehkranz 11, der das gesamte Düsenaggregat mittels der Traggabel 21 o. dgl. trägt. Auf letzterer sind Drehlager 14 vorgesehen, in welchen die Düsenrohre 15 schwenkbar gelagert sind. Das den Drehkopf 2 verlassende, horizontal drehbare 6"- und ^-Rohrsystem 4' (S), 6' (A) führt zu den mit entsprechenden Innenbohrungen versehenen Drehlagern 14, so daß die Reaktionsflüssigkeiten 5" und A wiederum von einem feststehenden Teil 14 in einen schwenkbaren Teil 15 gelangen, wobei die Abdichtung mittels Stopfbüchsen 16 vorgesehen ist.
Die Düsenrohre 15 sind auf einem starren Rahmen 18 angeordnet, so daß sie sich bei dem in der Pfeilrichtung angedeuteten Schwenkvorgang nicht gegeneinander verstellen können. Aus den eingangs erwähnten Gründen (größeres spezifisches Gewicht des Sulfurylchlorids) sind die 5"-Düsen 20 oberhalb der ^-Düsen 19 angeordnet. Demzufolge ergibt sich bei jeder Düsenstellung ein Durchdringen der beiden Nebelkomponenten, so daß die erwünschte maximale Nebelbildung in jedem Falle eintritt. Die Sprührichtung der Düsen 19 und 20 ist beispielsweise in Fig. 2 durch strichpunktierte Linien angedeutet. Durch die erfindungsgemäße Dreh- und Schwenkvorrichtung der Düsenrohrsysteme wird ein so weitgehender und jeweils rasch zu ändernder Sprühbereich erzielt, daß die in der Praxis gestellten Anforderungen noch wesentlich übertroffen werden können.

Claims (7)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Gerät zur Schädlings- und Seuchenbekämpfung durch Erzeugung eines JTebels als Wirkstoffträger, dadurch gekennzeichnet, daß die die Nebelkomponenten (z. B. Sulfurylchlorid und Ammoniak) führenden Rohrleitungen (3, 5) in einen feststehenden Drehkopf (2) münden, auf welchem ein die beiden Nebelkomponenten getrennt weiterleitendes Rohrsystem (4, 6) horizontal drehbar angeordnet ist, dessen Enden mit einem in der vertikalen Richtung schwenkbaren Düsensatz (19, 20) verbunden sind.
2. Nebelgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchleitung der ersten Nebelkomponente (S) durch den Drehkopf (2) in der Weise erfolgt, daß der feststehende Leitungsteil (3) unter Anwendung einer zweckmäßigen Abdichtung (z. B. Stopfbüchse 7,8) auf ein drehbares Innenrohr (4) auftrifft, durch welches eine unmittelbare Weiterleitung der Nebelkomponente (S) bewirkt wird.
3. Nebelgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (5) der zweiten Nebelkomponente (A) in ein konzentrisch mit dem Innenrohr (4) verlaufendes und mit diesem fest verbundenes Außenrohr (6) mündet, das nach außen in üblicher Weise (z. B. Stopfbüchse 9, 10) abgedichtet ist.
4. Nebelgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen der Nebelkomponenten 4' (S) und 6' (A) in Drehlager (14) münden, durch deren Innenraum die Flüssigkeit zu den in den Drehlagern schwenkbaren Düsensätzen (15) führt.
5. Nebelgerät nach Anspruch 4, dadurch ge-
kennzeichnet, daß die Abdichtung zwischen Drehlager (14) und Düsensatz (15) in an sich bekannter Weise durch eine Stopfbüchsenanordnung (16) erfolgt.
6. Nebelgerät nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die schwerere Nebelkomponente (S) ausblasenden Düsen (20) räumlich über den die leichtere Nebelkomponente (A) ausblasenden Düsen (19) angeordnet sind.
7. Nebelgerät nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Drehkopf (2) ein Drehkranz (11) sitzt, der das Düsenaggregat trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Θ 424 5.
DEP23717A 1948-12-07 1948-12-07 Nebelgeraet zur Schaedlings- und Seuchenbekaempfung Expired DE805328C (de)

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