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Kühlschrank Die vorliegende Erfindung hat einen Kühlschrank zum Gegenstand,
der eine an ihrem oberen Teil i offene Kühlkammer und einen Deckel aufweist, welcher
auf diesem Teil zum Schließen der genannten Kammer vorgesehen ist.
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Der erfindungsgemäße Kühlschrank ist dadurch gekennzeichnet, daß er
Führungsmittel für den Deckel aufweist, welche diesem eine, während mindestens dem
größeren Teil der Bewegung des Deckels zwischen der offenen und geschlossenen Stellung
praktisch horizontale Translationsbewegung ermöglichen.
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Die Zeichnung stellt schematisch und beispielsweise eine Ausführungsform
und eine Variante des erfindungsgemäßen Schrankes dar.
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Fig. i ist eine, teilweise geöffnete Seitenansicht des Schrankes;
Fig.2 zeigt einen Vertikalschnitt in größerem 1b-1 aßstab ; Fig. 3 ist die Ansicht
einer Einzelheit im Querschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2; Fig. 4 ist ein Vertikalschnitt
nach der Linie 4-4 der Fig. 6 von der Variante; Fig. 5 ist eine der Fig. 4 analoge
Ansicht, welche aber die Teile in einer anderen Stellung zeigt; Fig. 6 stellt einen
teilweisen Längsschnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 4 dar; Fig. 7 ist ein teilweiser
Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 4 und zeigt eine Einzelheit.
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Der dargestellte Kühlschrank weist eine Kühlkammer i auf, welche von
einem Wärmeisoliermaterial 2 auf den Seiten und am Boden 3 umgeben ist. Diese Kammer
ist an ihrem oberen Teil 4 offen, und ein Deckel 5, der innen eine Schicht aus Wärmeisoliermaterial
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trägt, ist zur Schließung vorgesehen.
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In geschlossener Stellung ruht die Innenfläche 7 des Deckels 5 auf
einer Dichtung 8, welche die Öffnung der Kammere i umgibt. Das Gewicht des Deckels
lastet auf dieser Dichtung.
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In dem hinteren Teil 9 des Schrankes befindet sich die Apparatur zur
Erzeugung der Kälte. Am vorderen Ende des Deckels 5 ist ein Griff io vorgesehen,
um den Deckel zu betätigen.
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Auf jeder seiner Seitenflächen weist der Deckel 5 Führungsmittel auf,
welche im folgenden beschrieben werden.
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Die Fig. 2 stellt eine Seite des Deckels dar. Diese Führungsmittel
umfassen ein [f-förmiges Eisen i i, welches mit dem Deckel fest verbunden ist und
am hinteren Teil in einen Arm 12 endet, welcher zwei Rollen 13 und 14 trägt. Die
Führungsmittel umfassen ferner eine feste Rollbahn 15, welche auf dem Schrankkörper
befestigt ist und auf welcher die Rolle 14 sich bewegt, wie man später sehen wird.
Eine dritte Rolle 16, welche um eine Achse 17 drehbar und in bezug auf den Schrankkörper
fest ist, ist dazu vorgesehen, mit der Innenfläche 18 des mittleren Astes des U-förmigen
Eisens i i zusammenzuwirken. Diese Fläche 18 bildet für die Rolle 16 eine Rollbahn.
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Im geschlossenen Zustand des Deckels (auf der Fig. 2 in ausgezogenen
Linien gezeigte Stellung) befindet sich die Rolle 13 auf einem höheren Niveau als
die Rolle 14 und weiter hinten als diese. Sie ist also über dem oberen Ende einer
Führung i9 gelegen, welche abgewinkelt ist und einen schrägen unteren Teil 2o aufweist.
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Der Deckel 5 funktioniert folgendermaßen: Wenn man den Griff io horizontal
im Sinne des Pfeiles 21 herauszieht, trifft die Rolle 14 sofort auf eine kurze Rampe
22, um hierauf die Rollbahn 15 zu erreichen. Gleichzeitig trifft die Rolle 16 auf
das vordere Ende 23 der Rollbahn 18 und bewirkt ein Emporheben derselben um einen
Betrag, der gleich ist dem Betrag, um welchen sich die Rolle 14 hebt, bevor sie
auf der Bahn 15 rollt. Auf diese Weise vollzieht sich beim Beginn der Öffnungsbewegung
des Deckels ein leichtes Anheben desselben, welches ein Loslösen des Teiles 7 des
Deckels von der Dichtung 8 zur Folge hat. Das Gewicht des Deckels lastet somit nicht
mehr auf der Dichtung, und man kann den Deckel horizontal bis in die Lage verschieben,
welche auf der Fig.2 in gestrichelten Linien dargestellt ist, d. h. bis in die Öffnungsstellung,
in welcher der Zugang zur Kühlkammer i vollkommen frei ist.
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Bei der Schließbewegung laufen diese Vorgänge in umgekehrter Richtung
ab, d. h. der Deckel verschiebt sich horizontal so weit, bis die Rollen 14 und 16
am Ende ihrer entsprechenden Rampenanlagen, worauf als Abschluß der Schließbewegung
der Deckel ein wenig abwärts fällt, wodurch dieser wieder auf die Dichtung 8 zu
liegen kommt.
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Man kann den Deckel auch in die in strichpunktierten Linien dargestellte
Lage bringen, und zwar mittels einer Schwenkbewegung des Deckels durch ein Emporheben
seines vorderen Randes und des Griffes io, mit welchem er versehen ist. Im Verlaufe
dieser Schwenkbewegung tritt die Rolle 13 in die Führung i9 ein und nimmt schließlich
die in strichpunktierten Linien gezeigte Stellung am unteren linken Ende dieser
schrägen Führung 20 ein. Gleichzeitig verschiebt sich die Rolle 14 um einen bestimmten
Betrag entlang der Rollbahn 15. Auf diese Weise ist der Deckel gezwungen, während
seiner Öffnungsbewegung eine leichte Horizontalverschiebung mitzumachen, welche
zur Folge hat, daß er sich -vom hinteren Rand 24 des Schrankes entfernt.
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In der auf den Fig. 4 bis 7 dargestellten Variante wurden die gleichen
Bezugsnummern zur Bezeichnung derselben Teile verwendet wie für die erste Ausführungsform.
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In dieser Variante weist der Deckel 5 zwei seitliche Aussparungen
25 auf; im Innern von jeder derselben ist eine Schiene 26 von allgemein U-förmigem
Querschnitt befestigt. Im Innern der Schiene 26 gleitet eine Schiene 27 von ebenfalls
allgemein U-förmigem Querschnitt. Bei 28, 29 ist zwischen den beiden Schienen ein
Paar Kugellager vorgesehen, um deren gegenseitiges Gleiten zu erleichtern. Jede
der Schienen 27, von welchen nur eine auf der Zeichnung sichtbar ist, ist an ihrem
hinteren Ende mit einer Verlängerung 30 versehen, die einen als Drehzapfen
ausgebildeten Zapfen 31 trägt. Dieser Zapfen greift in eine längliche Spalte 32
eines ein Lager bildenden Stückes 33 ein. Dieses Stück 33 ist in einer der Seitenflächen
34 des Schrankes befestigt.
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Gegen jede Seite des Deckels 5 liegt ein Blech 35 an, welches die
seitlichen Aussparungen 25 schließt. Jedes Blech 35 ist jedoch mit einem schrägen
Schlitz 36 versehen, welcher auf der Fig.4 mit strichpunktierten Linien gezeigt
ist und in seinem vorderen Ende in ein Kniestück 37 endigt, welches in der Stellung
des Deckels vertikal steht, welche auf der Fig.4 in ausgezogenen Linien dargestellt
ist. Die Form dieses Schlitzes 36, 37 läßt sich am besten in der gestrichelten Darstellung
auf der linken Seite der Fig. 4 ersehen, wo dieser Schlitz mit 36' und 37' bezeichnet
ist.
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Jede Seitenfläche 34 des Schrankkörpers ist mit einem Bolzen 38 versehen,
der nach innen vorragt und bestimmt ist, mit einem der Schlitze 36, 37, wie später
beschrieben werden wird, sowie auch mit einer der Schienen 27 zusammenzuwirken.
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Der Deckel s ist an seinem vorderen Rand mit einem Griff 39 versehen.
Seine untere Fläche weist eine Dichtung 4o aus nachgiebigem Material auf, welche
auf der oberen Fläche 41 des Schrankkörpers zu liegen kommt.
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Die auf den Fig.4 und 7 dargestellte Ausführungsform funktioniert
folgendermaßen: In der auf Fig. 4 mit ausgezogenen Linien dargestellten Lage ist
der Deckel geschlosssen, und sein Gewicht lastet auf dem Schrankkörper vermittels
der Dichtung 40, welche unter dem Einfluß des Deckelgewichtes zwischen diesem letzteren
und der Fläche 41 gepreßt wird. Wenn man den Deckel
horizontal öffnen
will, zic-lit man einfach den Griff 39 gegen sich, d. h. nach links auf der Fig.
4. Der Deckel geht in die gestrichelt gezeigte Stellung über, wo er durch einen
nicht dargestellten Vorsprung, welcher die gegenseitige Bewegung der Schienen 26
und 27 begrenzt, angehalten wird.
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Infolge des Zusammenwirkens der Bolzen 38 mit den Schienen 27 liebt
sich der Deckel leicht, und zwar gleichzeitig, wie er auf der Fig. 4 nach links
verschoben wird, so claß die Dichtung 40 sich von der Fläche 41 ablöst. In der gestrichelt
gezeigten Stellung des Deckels auf Fig.4 ist die Kühlkammer i vollständig offen
wie im Falle der vorhergehenden Ausführungsform. Die Bewegung des Deckels ist eine
praktisch horizontale Translationsbewegung.
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Um den Deckel wieder zu schließen, stößt man diesen in seine ursprüngliche
Lage zurück. Wenn er die auf der Fig. 5 dargestellte Lage erreicht hat, kommt die
Dichtung 40 in Berührung mit der Fläche 41, und durch ein zusätzliches Drücken auf
den Griff 39 im Sinne von links nach rechts auf der Fig.5 bewirkt man ein leichtes
Gleiten der Dichtung 4o auf der Fläche 41, während gleichzeitig die Schienen 27
infolge ihrer Schrägheit den entsprechenden Zapfen 38 verlassen (auf der Fig. 3
ruht die Schiene 27 noch auf dem Zapfen 38. während in der mit ausgezogenen Linien
auf der Fig. 4 gezeigten Lage diese Schiene den genannten Zapfen verlassen hat).
Von diesem Augenblick an lastet der Deckel mit seinem ganzen Gewicht auf der Dichtung
4o und gewährleistet einen dichten Verschluß der. Kiililkatntner.
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Wenn man dagegen den Deckel durch Aufkippen öffnen will, muß man nur
den Handgriff 39 ergreifen und ihn hochheben, wobei der Deckel infolge der Zusammenwirkung
der Zapfen 31 mit den als Lager ausgebildeten länglichen Löchern 32 geschwenkt wird.
Die geöffnete Stellung des Deckels ist auf der Fig. 4 in strichpunktierten Linien
dargestellt.
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Um den Deckel zu schließen, muß man ihn nur in die in ausgezogenen
Linien auf der Fig.4 dargestellte Lage herablassen.
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Die längliche Form der Löcher 32 ermöglicht eine leichte Vertikalbewegung
des Deckels, wenn man von der Stellung gemäß Fig. 5 in diejenige gemäß Fig.4 während
der oben beschriebenen Phase des Schließens übergeht.
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Wie man bei dieser Ausführungsform ersieht, ist es von dem Augenblick
an, wo die horizontale Öffnungsbewegung des Deckels begonnen hat, nicht mehr möglich,
diesen zu schwenken. In der Tat ist diese Schwenkbewegung nur möglich, wenn die
Zapfen 38 sich genau gegenüber dem gewinkelten Teil 37 des Schlitzes 36 befinden,
d. h. wenn der Deckel die in ausgezogenen Linien dargestellte Lage auf der Fig.
4 einnimmt.
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Die beschriebene Variante hat den Vorteil, daß der obere Teil des
Schrankes keinerlei mechanische Teile aufweist sowie auch keine Dichtungsteile,
was für den Gebraucher angenehmer ist. Die mechanischen Teile sind praktisch unsichtbar,
und die Abdichtungsteile stören nicht, da sie am unteren Teil des Deckels befestigt
sind.
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Der beschriebene Kühlschrank hat den Vorteil, wenig Platz einzunehmen,
in irgendeinem Zimmer der @@'olinung aufgestellt werden zu können (das Äußere könnte
Kunstschreinerarbeit sein), ohne daß sein äußeres Aussehen seine Bestimmung offenbaren
würde. Wenn Geschirr oder andere Gegenstände auf den Deckel gestellt werden, ist
es übrigens nicht nötig, diese Gegenstände wegzunehmen, wenn man den Deckel öffnen
will, da man ihn durch horizontales Verschieben öffnen kann. Das Anheben des Deckels
(Stellung in strichpunktierten Linien) ist besonders zur Reinigung des Inneren der
Kammer i von 1\TUtzen.