DE802989C - Sichtanlage fuer feuchte Steinkohle - Google Patents
Sichtanlage fuer feuchte SteinkohleInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
- B07B4/00—Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents
- B07B4/02—Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents while the mixtures fall
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Description
(WiGBI. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 26. FEBRUAR 1951
p 4410 VIb j I a D
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sichtanlage
für Steinkohle oder ähnliche Mineralien und besteht aus Gebläse, Sichter und Staubabscheider.
Infolge der in letzter Zeit durchgeführten Maßnahmen zur Verhütung der Kohlenstaubplage unter
Tage fällt die Rohfeinkohle in feuchterem Zustand als bisher an. Hierdurch treten Schwierigkeiten bei
der Entstaubung durch Windsichter auf, indem diese und die zugehörigen Rohrleitungen stark zur
Verstopfung infolge des feuchten Kohlenstaubs neigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sichtanlage für feuchte Steinkohle zu schaffen und
hierbei insbesondere die Gefahr von Selbstentzündungen oder Explosionen zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß vor dem Gasbrenner in der Rrenngasleitung ein Manometer
angebracht ist mit einer Steuerung, die auf einen Gasschieber in der Brenngasleitung derart wirkt,
daß beim .Absinken des Gasdruckes unter einen bestimmten Wert der Gasschieber geschlossen wird,
und daß in der Austrittsleitung hinter dem Lufterhitzer ein Thermometer angebracht ist mit einer
Steuerung, die ebenfalls auf den Brenngasschieber derart einwirkt, daß bei Überschreitung einer bestimmten
Temperatur der Gasschieber je nach dem Maß der Überschreitung mehr und mehr geschlossen
wird. Beim Ausbleiben der Gaszufuhr erlischt durch diese Vorrichtung die Gasflamme. Bei erneuter
Zufuhr von Gas würde dieses unverbrannt in die Anlage gelangen und könnte Explosionen hervorrufen.
Andererseits könnten bei zu hoher Temperatur in der Sichtleitung Kohlenstaub-Explosionen
eintreten.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann man in die Heißgasleitung ein Manometer einbauen,
welches durch eine Steuerung derart mit dem Gasschieber verbunden ist, daß dieser bei in der Leitung
auftretendem Überdruck geschlossen wird. Dies hat den Vorteil, daß ein Austrag von heißen
Gasen vermieden wird, falls aus irgendeinem Grunde sich der Sichter verstopfen sollte.
Ferner kann an die Heißgasleitung eine mit einer ίο Drosselklappe versehene Ansaugleitung angeschlossen
sein, welche von einem Fühlhebel, der in der Aufgaberutsche angeordnet ist, beim Ausbleiben
der Kohle geöffnet wird. Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß beim Ausbleiben der Kohle durch
die Ansaugleitung kalte Außenluft angesogen wird, wodurch die Temperatur im Sichterkreislauf niedrig
gehalten wird, daß keine Selbstentzündung eintreten kann.
Im folgenden ist die Erfindung in einem Aus-
ao führungsbeispiel an Hand einer Zeichnung erläutert.
Das Gebläse 11 für die Sichtluft ist durch eine
Rohrleitung 12 mit einem Sichter 13 (Hauptsichter)
verbunden. An der Leitung 12 ist eine Abluftleitung 14 angeschlossen, die entweder ins Freie oder in
as eine Entstaubungseinrichtung führt. Der Hauptsichter
ist durch eine Rohrleitung 15 mit einem überkornabscheider, d. h. einem zweiten Sichter 16,
verbunden. Der Überkornabscheider ist durch eine Rohrleitung 17 und einen Zyklon 18 und dieser
durch eine Leitung 19 mit dem Gebläse 11 verbunden.
An die Leitung 19 ist eine Explosionsklappe 20 angeschlossen. Das im zweiten Sichter 16 abgeschiedene
überkorn fällt durch die Leitung 21 in den Hauptsichter 13 zurück. Die Rohkohle wird aus
einem Bunker 22 mittels der Rutsche 23 in den Sichter eingebracht. Die gereinigte Kohle verläßt
den Sichter durch die Rutsche 24.
Es ist ferner eine Gasfeuerung 25 vorgesehen. Der Gasbrenner bläst seine Flamme hierbei in einen
zylindrischen Raum 26, der an seinem Umfang mit Schlitzen 27 zum Einbringen von Zusatzluft versehen
ist. Mit Hilfe dieser Zusatzluft wird die Temperatur der den Brenner verlassenden Gase
herabgesetzt. Die Gasfeuerung ist durch eine Leitung 28 mit der Leitung 12 verbunden. An der
Leitung 28 ist eine Leitung 29 angeschlossen, die ins Freie führt. In dieser Leitung ist eine Drosselklappe
30 angebracht, die bei normalem Betrieb geschlossen ist. In der Brenngasleitung befindet
sich ein Schieber 31. Am Austritt des Gasbrennofens ist ein Thermometer 32 angebracht, das durch
eine nicht gezeichnete elektrische Steuerung mit dem Schieber 31 verbunden ist. Das Thermometer
ist beispielsweise darauf eingestellt, daß es den Schieber steuert, sobald die Temperatur 6oo° übersteigt,
und zwar in dem Sinne, daß der Brenngasschieber 31 mehr und mehr mit steigender Temperatur
geschlossen wird. In der Leitung 28 ist ein Manometer 33 angebracht. Dieses ist ebenfalls
durch eine elektrische Steuerung mit dem Brenngasschieber 31 verbunden, und zwar so, daß der
Schieber geschlossen wird, sobald der Druck in der Leitung 28 gleich dem Druck der Außenluft wird.
j Diese Einrichtung hat den Zweck, ein Austreten ί von heißen Gasen aus dem Lufterhitzer zu verhindem,
falls aus irgendeinem Grund sich der Sichter verstopfen sollte.
In der Rutsche 23 ist ein Fühlhebel 34 angebracht. Dieser ist durch eine elektrische Steuerung
j mit der Drosselklappe 30 verbunden. Der Fühlhebel, der durch ein Gegengewicht belastet ist, liegt,
solange Kohle durch die Rutsche 23 gleitet, in annähernd senkrechter Stellung. Sobald Kohle ausbleibt,
nimmt der Fühlhebel eine annähernd waagerechte Stellung ein und wirkt dabei auf die Steuerung
so, daß die Drosselklappe 30 sich öffnet. Da in der Leitung 12 und damit auch in der Leitung 28
Unterdruck herrscht, wird bei geöffneter Drosselklappe 30 Außenluft durch den Rohrstutzen 29 angesaugt
und mischt sich sofort mit den aus dem Lufterhitzer kommenden heißen Gasen. Auf diese
Weise wird die Temperatur der in den Sichterkreislauf einströmenden Luft so weit herabgesetzt, daß
keine Selbstentzündung mehr in diesem Kreislauf eintreten kann.
In der Brenngasleitung 35 ist ein weiteres Manometer 36 angebracht und dieses durch eine Steuerung
mit dem Gasschieber 31 verbunden. Die Steuerung wirkt derart, daß der Gasschieber sich schließt,
sobald der bei normalem Betrieb vorhandene Überdruck in der Gasleitung unter einen bestimmten
Wert fällt. Auf diese Weise werden Explosionen verhütet, die eintreten können, falls nach Ausbleiben
des Brenngases der Gasschieber offen bliebe und das Brenngas bei erneuter Zufuhr in den Lufterhitzer
eintreten würde.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Sichtanlage für feuchte Steinkohle oder ähnliche Mineralien, bei der folgende Apparate im Kreislauf geschaltet und durch Rohrleitungen miteinander verbunden sind, Gebläse, Sichter sowie Zyklon, und wobei an die Rohrleitung zwischen Gebläse und Sichter ein Abluftrohr geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß an die gleiche Rohrleitung, und zwar zwischen Abluftleitung und Sichter, ein Gasbrenner zum Erhitzen von Luft (Lufterhitzer) mittels einer Leitung angeschlossen ist, daß in der Brenngasleitung ein Manometer (36) angebracht ist mit einer Steuerung, die auf den Gasschieber (31) in der Brenngasleitung derart wirkt, daß beim Absinken des Gasdruckes unter einen bestimmten Wert der Gasschieber geschlossen wird, und daß in der Austrittsleitung hinter dem Lufterhitzer ein Thermometer angebracht ist mit einer Steuerung, die ebenfalls auf den Brenngasschieber einwirkt, derart, daß bei Überschreitung einer bestimmten Temperatur der Gasschieber je nach dem Maß der Überschreitung mehr und mehr geschlossen wird.
- 2. Sichtanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Leitung, welche die Heißgase der Sichtanlage zuführt, ein Manometer (33) angebracht ist, welches durch eineSteuerung mit dem Gasschieber verbunden ist, derart, daß der Gasschieber geschlossen wird, sobald Überdruck in dieser Leitung auftritt.
- 3. Sichtanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die Heißgasleitung eine ins Freie führende Ansaugleitung (29) angeschlossen ist, in der sich eine Drosselklappe (30) o. dgl. befindet, und daß in der Rutsche (23), durch welche die zu sichtende Kohle zugeführt wird, ein Fühlhebel angeordnet ist, der durch eine Steuerung mit der Drosselklappe verbunden ist, derart, daß bei Ausbleiben der Kohle die sonst geschlossene Drosselklappe geöffnet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 3590 2. 51
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1948P0004410 DE802989C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Sichtanlage fuer feuchte Steinkohle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1948P0004410 DE802989C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Sichtanlage fuer feuchte Steinkohle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE802989C true DE802989C (de) | 1951-02-26 |
Family
ID=577977
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1948P0004410 Expired DE802989C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Sichtanlage fuer feuchte Steinkohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE802989C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4035160A1 (de) * | 1990-11-06 | 1992-05-07 | Buehler Gmbh | Verfahren zum betrieb eines sichters und steigsichter zur durchfuehrung des verfahrens |
-
1948
- 1948-10-02 DE DE1948P0004410 patent/DE802989C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4035160A1 (de) * | 1990-11-06 | 1992-05-07 | Buehler Gmbh | Verfahren zum betrieb eines sichters und steigsichter zur durchfuehrung des verfahrens |
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