DE802460C - Hochfrequenz-Leistungsmesser - Google Patents

Hochfrequenz-Leistungsmesser

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DE802460C
DE802460C DE1948P0008858 DEP0008858D DE802460C DE 802460 C DE802460 C DE 802460C DE 1948P0008858 DE1948P0008858 DE 1948P0008858 DE P0008858 D DEP0008858 D DE P0008858D DE 802460 C DE802460 C DE 802460C
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balance beam
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coil
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DE1948P0008858
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Kurt Dr Fraenz
Wilhelm Dr Runge
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Telefunken AG
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Telefunken AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R21/00Arrangements for measuring electric power or power factor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Radiation (AREA)

Description

  • Hochfrequenz-Leistungsmesser Die Erfindung betrifft ein Meßgerät zur Bestimmung der Wirkleistung einer über eine Energieleitung übertragenen hochfrequenten elektromagnetischen Schwingung. Es ist bereits ein für ortsfeste Funksendeanlagen entwickeltes Hochfrequenzwattmeter und Fehlanpassungsmeßgerät mit direkter Anzeige bekannt, das diese Aufgabe für einen Sonderfall, nämlich unter der Voraussetzung einer nicht allzu mangelhaften Anpassung, löst (vgl. Hochfrequenztechnik und Elektroakustik, Band 61 [1943], S. 93 bis 100). Dort werden die Summe und die Differenz zweier im Anpassungsfalle gleich großer N\echselspannungen gebildet, deren eine der Eingangsspannung und deren andere dem Eingangsstrom prol)ortional ist. Durch Gleichrichtung dieser beiden resultierenden NVechselspannungen werden Gleichströme gewonnen, deren durch Überlagerung in einer Gleichstrombrückenschaltung gebildete Summen- und Differenzwerte als Produkt einen der Wirkleistung verhältnisgrleicllen Gleichstrombetrag liefern. In vielen Fällen, die insbesondere in der Hochfrequenzwärmetechnik und Kurzwellentherapie vorkommen, muß eine Hochfrequenzleistungsmessung unter erschaverenden 13edingungen durchgeführt werden Der Leistungsmesser muß an Leitungen angeschlossen werden können von denen weder die Hin- noch die Rückleitung ein bestimmtes Potential gegen Erde hat; eine Gleichtakterregung der beiden Leiter darf die Anzeige des Leistungsmessers nicht fälschen; schließlich muß die Wirkleistung auch dann richtig angezeigt werden, wenn sie in Begleitung einer vielfach größeren Blindleistung auftritt, und dazu erscheint ein Verfahren, bei dem sich die Wirkleistung als Unterschied anderer Größen ergibt, weniger gut geeignet. Die Erfindung zielt darauf ab, die Leistungsmessung auf eine solche Weise durchzuführen, daß sie durch die er- wähnten erschwerenden Umstände nicht beeinträchtigt wird.
  • Zu diesem Zwecke wird gemäß der Erfindung an einem Waagebalken des Leistungsmessers ein mechanisches Drehmoment, welches dem skalaren Produkt aus dem Spannungs- und dem auf denselben Punkt bezogenen Stromvektor der über eine Leitung übertragenen Schwingung verhältni sgleich ist, dadurch hervorgerufen, daß an den beiden lenden des Waagehalkens Ladungen von gleicher, der Stromstärke proportionaler Größe, aber entgegengesetztem Vorzeichen erzeugt werden und ein elektrisches Feld, dessen Stärke der an der Leitung wirksamen W echselspannung proportional ist. auf diese Ladungen einwirkt.
  • In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung schematisch angedeutet. Al4. I zeigt eine Ansicht der für das Verständnis des Erfindungsgedankens wesentlichen Gedanken einer solchen Leistungsmeßeinrichtung. Die zur Fortleitung der Schwingungen dienende Energieleitung ist zumindest im Bereich der Meßeinrichtung als Bandleitung ausgebildet, deren Leiter I und 2 parallel zueinander verlaufen und in waagerechten Ebenen liegen. Zwischen den beiden Leitern bildet sich das durch den Vektor E angedeutete elektrische Wechselfeld aus, welches im Zwischenraum zwischen den beiden Leitern auf deren Ebenen senkrecht steht. In diesem Zwischenraum ist der Waagebalken 3 um eine zur Längsrichtung der Leiter parallele Achse 4 drehbar angeordnet. Über die Bandleitung fließt der Hochirecluenzstrom i, der in dem Zwischenraum zwischen den beiden Leitern das durch den auf den Vektor E und die Längsrichtung der Bandleitung senkrecht stehenden Vektor H gekennzeichnete ;Llagnetfeld erzeugt. Dieses Ntagnetfeld induziert in einer Spule 5, deren Achse parallel zum Magnetfeld verläuft, eine Wechselspannung, welche dem induzierenden Leitungsstrom i verhältnisgleich ist. Mittels dieser Spannung werden an den beiden Enden des \NTaagebalkens ungleichnamige Ladungen gleicher Größe influenziert. Zu diesem Zwecke können beispielsweise an den Balkenenden kleine Kapazitätsflächen 6 angebracht werden, denen feste Influenzelektroden 7, welche an einer dem Leitungsstrom proportionalen Spannung liegen, gegenüberstehen.
  • I>ie an den Enden des Waagebalkens sitzenden Ladungen sind somit ebenfalls der Stärke des I,eitungsstromes verhältnisgleich, und infolge der Wechselwirkung zwischen dem elektrischen Feld E und diesen Ladungen wird auf den Waagebalken ein Drehmoment ausgeübt, das dem zeitlichen WIittelwert des Produktes aus Strom und Spannung, also der über die Leitung übertragenen Wirkleistung, verhältnisgleich ist. Beispielsweise entsteht bei einer elektrischen Feldstärke von IOOO Volt/cm und einer Ladung, welche auf jedem Ende des Waagebalkens von einer Spannung von IOO Volt über eine Kapazität von I pF influenziert wird, ein Drehmoment von der Größenordnung I mglcm. Die Sullage des Waagebalkens wird zweckmäßig durch eine elastische Rückstellkraft, z. B. mittels einer Feder oder eines Torsionsfadens, festgelegt. Um eine bequeme Ablesung des Ausschlages des Waagebalkens zu ermöglichen, kann auf der Drehachse ein kleiner Spiegel 8 befestigt werden, der einen von einer Lichtquelle g kommenden Lichtstrahl Ic gegen eine Skala 1 1 richtet. Die Skala wird zweckmäßig in Einheiten der zu messenden Wirkleistung geeicht. Wenn die Spule 5 und der Waagebalken in der Symmetrieebene zwischen den beiden Leitern 1 und 2 angebracht werden, hat eine etwa über die Energieleitung sich fortpflanzende Gleichtaktwelle keinen Einfluß auf den Ausschlag des Waagebalkens.
  • DieGleichphasigkeit des zwischen den beidenLeitern I und 2 sich ausbildenden und im Beispielsfalle unmittelbar auf die Ladungen des Waagebalkens einwirkenden elektrischen Feldes E mit der zwischen den beiden Leitern wirksamen Spannung ist ohne weiteres gewährleistet. Es muß nun darauf geachtet werden, daß die Ladungen dem Leitungsstrom nicht bloß dem Betrage nach, sondern auch der Phase nach entsprechen bzw. daß die Phasenverschiebung zwischen den Ladungen und dem auf sie einwirkenden elektrischen Feld stets ebenso groß ist wie zwischen Strom und Spannung auf der Leitung. Das Magnetfeld H hat dieselbe Phase wie der es erzeugende Leitungsstrom i, während die in der Spule 5 induzierte elektromotorische Kraft gegen den induzierenden Strom i um go0 in der Phase nacheilt. Belastet man die Spule 5 mit einem Widerstand I2, an dessen Enden die Influenzelektroden 7 angeschlossen sind, und wählt man die Größe dieses Widerstandes so, daß er gegenüber dem induktiven Widerstand der Spule vernachlässigbar ist, so eilt der im Spulenstromkreis fließende Wechselstrom gegen die in der Spule induzierte Spannung um go° nach, d. h. er befindet sich in Gegenphase zumLeitungsstrom. Der Phasenunterschied zwischen dem elektrischen Feld E und den Ladungen auf dem Waagebalken unterscheidet sich somit um 1800 von dem Phasenunterschied zwischen Strom und Spannung auf der Leitung, und dies ist für den Betrag des die Wirkleistung darstellenden Produktes ohne Bedeutung.
  • Bei dem in Abb. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die richtige Phasenbeziehung zwischen den beiden das am Waagebalken angreifende Drehmoment bestimmenden Größen allein durch einen Eingriff in den Stromzweig, nämlich durch die entsprechende Bemessung des Widerstandes I2, sichergestellt worden. Es ist aber auch möglich, sowohl den zeitlichen Verlauf der Ladungen als auch die Phasenlage der auf die Ladungen einwirkenden Spannung zu beeinflussen, um die richtige Phasenbeziehung zwischen diesen beiden Größen herzustellen. Auf diese Weise ist es möglich, auch große Phasenverschiebungen genau einzustellen. In den Abb. 2 und 3 sind Beispiele für geeignete Schaltungsanordnungen schematisch dargestellt. Diese zeigen einen Querschnitt durch die Bandleitung I, 2, zwischen deren Leitern wie in Abb. I der Waagebalken 3 mit der Drehachse 4 und den Kapazitätsflächen 6 sowie die Spule 5. der diese überbrückende Widerstand 12 und die an seine Enden angeschlossenen Influenzelektroden, 7 angeordnet sind. Das mit den auf den Enden des Waagebalkens sitzenden Ladungen multiplikativ zusammenwirkende elektrische Feld ist hier nicht das zwischen den beiden Leitern I und 2 aufgerichtete Feld, sondern es wird durch je ein Paar von Kapazitätsflächen 13 erzeugt, die an verschiedene Punkte eines die beiden Leiter 1, 2 miteinander verbindenden Spannungsteilers angeschlossen sind. Ein solcher Spannungsteiler besteht gemäß Ahl). 2 aus zwei Widerständen 14 und I4' und einer diese miteinander verbindenden Spule 15, mit deren Enden die Kapazitätsflächen I3 verbunden sind. Bezeichnet man die Selbstinduktion der Spule 15 mit Lu, den Wert der Widerstände 14 und I4' mit R"l2 und die Kreisfrequenz der Schwingung mit to,so ist das auf die an den Enden des Waagehalkens sitzenden Ladungen einxvirkende Feld proportional jwL,l(R, + ioJLu) . An die Stelle von zwei getrennten Spannungsteilern 14, I5, I4' kann natürlich auch ein einziger Spannungsteiler treten, an den sämtliche Kapazitätsflächen angeschlossen sind. Ferner können Kapazitätsflächen, welche dasselhe Potential führen, zu einer einzigen Fläche vereinigt werden. Bezeichnet man ferner die Induktivität der Spule 5 mit Li, den Betrag des Widerstandes 12 mit Ri und die Gegeninduktivität zwischen der Energieleitung und der Spule 5 mit dl, so sind die auf dem Waagebalken influenzierten Ladungen proportional j#M/(Ri + j#Li).
  • Es ist nun nicht mehr erforderlich, daß Ri < jwLi wie im Falle der Ahh. 1 ist, da es durch geeignete \stahl von R und jctlL, möglich ist, einen Teil der Phasenkorrektur im Spannungszweig vorzunehmen.
  • WIacht man die Werte von Ri und Ru einerseits und von Li und Lu andererseits gleich groß, so ist die jeweils eingestellte Phasenverschiebung zwischen dem zeitlichen Ladungsverlauf und dem auf die Ladungen einwirkenden elektrischen Feld unabhängig von der Frequenz der Schwingung. In den angezeigten Leistungsbetrag geht allerdings auch dann noch ein frequenzabhängiger Faktor von der Form co2/(k + w2) ein, in welchem k eine Konstante bedeutet; dieser kann aber leicht in einer Eichkurve berücksichtigt werden. Der frequenzabhängige Amplitudengang läßt sich jedoch auch völlig beseitigen. Zu diesem Zwecke wird in den Strom- und in den Spannungszweig je eine frequenzabhängige Impedanz gleicher Größe eingeschaltet, welche so gewählt ist, daß sie den vorerwähnten frequenzabhängigen Faktor aufhebt.
  • Der Spannungsteiler kann, wie Abb. 3 zeigt, auch aus Kondensatoren und Widerständen zusammengesetzt sein. Diese Ahxvandlung hat den vor allem im Ultrakurzwellenbereich beachtlichen Vorteil, daß sich Kapazitäten mit einem bestimmten Blindwiderstand leichter darstellen lassen als gleichwertige Induktivitäten. Ein solcher Spannungsteiler besteht beispielsweise aus zwei festen oder einstellbaren Kondensatoren t6, I6', die über einen Wirkwiderstand 17 in Reihe geschaltet sind. Die zur Erzeugung des auf die Ladungen des Waagebalkens einwirkenden elektrischen Feldes dienende Spannung wird von den beiden Enden des Wirkividerstandes abgegriffen. Dies geschieht im Beispielsfalle in der Weise, daß die Kapazitätsflächen I3 an diese Punkte angeschlossen sind. I)ie Spannungsteiler sind in Abb. 2 und 3 symmetrisdi aufgebaut. Wenn auf Symmetrie kein Gewicht gelegt wird, kann ein solcher Spannungsteiler auch aus je einem Wirk- und Blindwiderstand zusammengesetzt werden.
  • Die beschriebenen Anordnungen und Maßnahmen reichen aus, um das gesteckte Ziel, nämlich die Messung der von einer Energieleitung fortgeleitcten Schwingleistung, zu erreichen. Die WIeßeinrichtung kann jedoch noch in der Richtung vervollkommnet werden, daß auch schädliche Einflüsse zweiter Ordnung, welche die Meßgenauigkeit beeinträchtigen können, ausgeschaltet werden. So kann z. ß. darauf eingewirkt werden. daß die Größe der auf dem Waagebalken influenzierteu Ladungen von der jeweiligen Lage des Waagebalkens unal>hängig ist. Da bei Verwendung eines Lichtzeigers der größte Ausschlag des Waagebalkens auf wenige NVinkelgrade beschränkt werden kann, ist die Abhängigkeit der Größe der Influenzladung von der Lage des Waagebalkens selbst nur gering, wenn die Influenzelektroden 7 eben ausgebildet sind. alter auch diese Abhängigkeit läßt sich l)eseitigen, indem man gemäß Abb. 4 den Influenzelektroden 18 einen gekrümmten, gegen den Waagebalken 3 hohlen Querschnitt gibt, dessen Wölbung sich durch Versuche so bestimmen läßt, daß die Größe der von einer gegebenen Spannung der Influenzelektroden auf dem Waagebalken hervorgerufenen Ladung von dem Ausschlag des \Vaagebalkens unabhängig ist.
  • Es ist bekannt, daß ein in einem elektrischen Feld frei beweglicher stabförmiger Leiter, der mit den Feldlinien einen von o und go0 abweichenden Winkel einschließt, einer stabilen Endlage zustrebt, in welcher er parallel zu den Feldlinien gerichtet ist. Um diesem Bestreben des Waagebalkens zu begegnen, können gemäß Abb. 5 an dem Drehpunkt des Waagebalkens 3 zwei auf ihm senkrecht stehende metallische Arme 19 angebracht werden.
  • Wenn der Waagel)alken unter dem Einfluß der über die Leitung I, 2 fließenden Schwingungsleistung die mit 3' bezeichnete Lage erreicht hat, so zeigt er das Bestreben, sich in Richtung des Pfeiles 20 weiterzubewegen. Auf die Kreuzarme 19 wird ein Drehmoment in Richtung des Pfeiles 21 ausgeübt, welches diese Arme in ihre zu den Ebenen der Leiter 1, 2 senkrechte Ruhelage zurückzuführen bestrebt ist. Da die beiden Drehmomente einander entgegenwirken, läßt sich durch geeignete Bemessung der Kreuzarme 19 erreichen, daß sie einander gerade aufheben.
  • Um den Höchstausschlag des Waagebalkens auf wenige Winkelgrade begrenzen zu können, ist es zweckmäßig, mit einem langen Lichtzeiger zu arbeiten. Dies läßt sich mit der Einhaltung bequemer räumlicher Abmessungen des Gerätes dadurch in Einklang bringen, daß der Lichtzeiger mehrfach gebrochen wird. Hierbei können auch die einander zugekehrten Flächen der Bandleiter spiegelnd ausgebildet und zum Umlenken des Lichtstrahles verwendet werden, wie Abb. 6 schematisch andeutet. Auf der Drehachse 4 des Waagebalkens ist ein Umlenkprisma 22 oder ein Al>lenkspiegel befestigt, auf das der von der Lichtquelle 9 kommende Lichtstrahl IO fällt. Die einander zugekehrten Flächen der Leiter I, 2 sind im Bereiche der Meßeinrichtung verspiegelt, so daß der vom Prisma 22 umgelenkte Lichtstrahl 23 unter einem vom Ausschlag des Waagebalkens abhängigen M'iIlkel gegen die spiegelnde Innenseite des Leiters I, von diesem gegen die spiegelnde Innenseite des Leiters 2 gerichtet wird usf., bis er schließlich den Zwischenraum zwischen den Leitern verläßt und auf eine Skala fällt.
  • Es ist nicht unbedingt notwendig, den Waagebalken in dem Zwischenraum der Energieleitung anzuordnen, da es möglich ist, die zur Erzeugung der Ladungen und des diese beeinflussenden elektrischen Feldes dienenden Spannungen auch an eine andere Stelle im Bereiche der Energieleitung zu übertragen.

Claims (11)

  1. PATENTANSPRUCHE: I. Elektrische Meßeinrichtung zur Bestimmung der Wirkleistung einer über eine Energieleitung übertragenen hochfrequenten elektromagnetischen Schwingung, gekennzeichnet durch einen Waagebalken, an dem ein mechanisches Drehmoment, welches dem skalaren Produkt aus dem Spannungs- und dem Stromvektor der über die Leitung übertragenen Schwingung verhältnisgleich ist, dadurch hervorgerufen wird, daß an den beiden Enden des Waagebalkens Ladungen von gleicher, der Stromstärke proportionaler Größe, aber entgegengesetztem Vorzeichen erzeugt werden und ein elektrisches Feld, dessen Stärke der an der Leitung wirksamen Wechselspannung proportional ist, auf diese Ladungen einwirkt.
  2. 2. Meßeinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Energieleitung zumindest im Bereiche der Meßeinrichtung durch zwei parallel laufende und in zwei waagerechten Ebenen liegende bandförmige Leiter gebildet wird und der Waagebalken in der Mittelebene zwischen den beiden Leitern um eine zur Längsrichtung der Leiter parallele Achse drehbar angeordnet ist.
  3. 3. Meßeinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Ladungen auf dem Waagebalken eine Spule (Stromspule) derart angeordnet ist, daß sie von einem Teil des vom Leitungsstrom hervorgerufenen magnetischen Feldes durchsetzt wird und mit einem Wirkwiderstand belastet ist, und daß ein Paar von Influenzelektroden, welche den gegebenenfalls mit Kapazitätsflächen versehenen Enden des Waagebalkens gegenüberstehen, mit den Enden des Wirkwiderstandes verbunden ist.
  4. 4. Meßeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Influenzelektroden einen gekrümmten, gegen den Waagebalken hohlen Querschnitt haben.
  5. 5. Meßeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Waagebalken zwei auf ihm senkrecht stehende Arme trägt, die so bemessen sind, daß eine Neigung, sich parallel zur Richtung des elektrischen Feldes einzustellen, verringert oder aufgehoben wird.
  6. 6. Meßeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen den beiden Leitern übergehende elektrische Feld unmittelbar auf die Ladungen des Waagebalkens einwirkt.
  7. 7. Meßeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die Enden des Waagebalkens sich zwischen waagerechten Kapazitätsflächen befinden, welche an zwei Punkte eines die Energieleitung überbrückenden Spannungsteilers angeschlossen sind.
  8. 8. Meßeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsteiler aus Wirkwiderständen und aus Blindwiderständen, vorzugsweise Kondensatoren, aufgebaut ist.
  9. 9. Meßeinrichtung nach Anspruch 3 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsteiler aus einer Spule und zwei sie mit je einem Leiter der Energieleitung verbindenden Wirkwiderständen besteht und die Summe dieser Widerstände gleich dem die Stromspule überbrückenden Wirkwiderstand ist und die Induktivitäten der Spannungsteilerspule und der Stromspule gleich groß sind.
  10. IO. Meßeinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Waagebalken ein Spiegel oder ein Umlenkprisma verhunden ist, welches einen von einer Lichtquelle kommenden Lichtstrahl gegen eine Skala lenkt.
  11. 11. Meßeinrichtung nach Anspruch IO, dadurch gekennzeichnet, daß der Weg des Lichtstrahls mehrfach gebrochen, insbesondere zwischen den als Spiegel ausgebildeten Innenflächen der Energieleitung hin und her geführt ist.
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