DE80100C - - Google Patents
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-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D7/00—General design of wind musical instruments
- G10D7/12—Free-reed wind instruments
- G10D7/14—Mouth-organs
- G10D7/15—Mouth-organs with movable mouthpiece
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Pinball Game Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE. 51: Musikalische Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Dezember 1893 ab.
Bekanntlich umgiebt man jetzt das Instrument der Mundharmonika mit einer Hülse, welche
Blas- und Schalllöcher in sich vereinigt, und worin vorn die Spiellöcher und oben und
unten die Schallöffnungen sitzen, die auch wohl durch eine Reihe ersetzt werden, wenn
der obere und untere Schallraum hinten verbunden sind. Jetzt steckt man die Mundharmonika
in ein Etui, um beim Nichtgebrauch die Blaskanäle im Instrument oder auch die
Spielfläche der Hülse gegen Verunreinigung zu schützen. Die Etuis werden aber leicht beschädigt
oder gehen verloren, da sie vor dem Spiele abgenommen und in die Tasche gesteckt
werden.
Der Zweck der jetzigen Etuis wird am einfachsten erreicht, wenn man die Hülse mit
einem Ueberzuge versieht, welcher auch beim Spiel damit verbunden bleibt, derart, dafs derselbe
Blaslöcher enthält, die beim Spiel auf denen der Hülse liegen, dagegen durch eine
Veränderung der Lage des Ueberzuges zur letzteren deren Blaslöcher geschlossen werden.
Für den Austritt der Schallwellen erhält der Ueberzug in seinen Längsflä'chen oder Enden
die nothwendigen Oeffnungen.
Die Veränderung der Lage des Ueberzuges zur Hülse geschieht:
a) durch Längen- oder Querverschiebung,
b) durch Drehung.
Erfolgt der Schlufs der Blaslöcher in der Hülse durch eine Längenverschiebung, so kann
der Ueberzug die Hülse genau umschliefsen, und liegen dann, wie Fig. 1 im Durchschnitt
zeigt, beim Spiele die Blas- und Schallöffnungen von Hülse H und Ueberzug Q genau über
einander, während, wie der Durchschnitt (Fig. 3) und die Ansicht (Fig. 2) zeigen, durch Verschiebung
des Ueberzuges nach rechts derselbe die Blas- und Schallöffnungen der Hülse schliefst. Ein Gleiches erfolgt bei den Löchern
des Ueberzuges durch die Hülse H.
Wird für den Nichtgebrauch der Mundharmonika dieselbe quer in dem Ueberzug verschoben,
so erhält dieser den Querschnitt Fig. 11 der Zeichnung, welcher die Spiellage
darstellt, während in der Lage nach der Verschiebung der Ueberzug Q die Blaslöcher der
Hülse verschliefst.
Bei der Drehung des Ueberzuges Q. gegen die Hülse H der Harmonika kann eine ganze
Umdrehung oder nur ein Theil derselben stattfinden. Im ersten Falle kann die Hülse verschiedene
Querschnittformen haben, während der Ueberzug Q kreisförmig ist. In Fig. 4 hat
die Harmonika die gewöhnliche Hülse H und liegen deren Blaslöcher b in der gezeichneten
Spiellage hinter denen des Ueberzuges Q, während dieser in der punktirten und nach
der Drehung erhaltenen Lage der Hülse H die Blaslöcher derselben verschliefst.
Will man bei Mundharmonikas mit einem Einzelinstrumente durch die Drehung auch die
Schallöffnungen der Hülse schliefsen, so giebt man auch der letzteren die Kreisform. In
Fig. 5 und 6 ist J das Instrument und H seine kreisförmige Hülse, welche vom Ueberzuge Q
umgeben ist. In der Spiellage (Fig. 5) decken sich die Blaslöcher B und b und Schallöffnungen
S und s vom Ueberzug und der
Hülse, während nach der Drehung, wie in Fig. 6, die sä'mmtlichen Oeffnungen beider geschlossen
sind.
Hat man ein mehrstrahliges Instrument, z. B. mit vier Einzelinstrumenten J, J0 J3 J1, so umgiebt
man es mit einer kreisrunden Hülse H, welche die Blasöffnungen O1 b2 b3 £4 und die
Schalllöcher S1 S2 S3 S4 besitzt, und steckt die
Hülse in den kreisrunden und anschliefsenden Ueberzug, dessen Blasöffnungen B und Schalllöcher
5 genau beim Spiele über denen des bezüglichen Strahles liegen, und man kann durch
Drehen der Harmonika im Ueberzuge Q die sämmtlichen Blasöffnungen der Hülse vor B
bringen, aber dann durch '/16 Drehung sämmtliche
Oeffnungen der Hülse und des Ueberzuges verschliefsen und so die Blaskanäle sämmtücher
Instrumente vor Verunreinigung schützen. Will man auch die Enden von Hülse und Ueberzug
schliefsen, so versieht man beide mit Böden, wie Fig. 8, so dafs die schraffirten Oeffnungen
in der Spiellage über einander liegen. Dann werden bei V16 Umdrehungen die vollen
Theile des einen Bodens die Oeffnungen des anderen schliefsen und bei einer derartigen
Harmonika mit Ueberzug beim Nichtgebrauche alle Oeffnungen geschlossen sein. Bei der in
Fig. 9 und io dargestellten Einrichtung sind nur die Spiel- und deren gegenüberliegende
Flächen von Hülse H und Ueberzug Q concentrische Kreisbogen. In der Spiellage (Fig. 9)
decken sich die Blas- und Schallöffnungen in H und Q, während nach der Drehung die
Löcher in der Hülse durch den Ueberzug verdeckt werden.
Die Fig. 12 und 13 zeigen eine Einrichtung,
wo die Blas- und Schallöffnungen B und 5 an der Hülse H durch zwei Schieber Q und
Q1 in der Nichtgebrauchsstellung (Fig. 12) geschlossen
sind. Diese sind, wie Fig. 13 zeigt, an ihren Enden durch Arme q und qx verbunden
und drehen sich auf Stiften h, die im Boden der Hülse oder an den Endflächen des
Instrumentes J sitzen. Sind, zwei Reihen Schallöffnungen an der Hülse, so erhält der obere
Schieber Q1, wie Fig. 14 zeigt, Löcher Q2,
welche in der Spiellage über denen der Hülse H liegen. Durch eine Drehung in der Pfeilrichtung
schliefsen sich die Schalllöcher in der Hülse durch den Schieber Q1 mit den Blaslöchern
B durch Q gleichzeitig.
Claims (2)
1. Mundharmonika mit Doppelhülse, dadurch gekennzeichnet, dafs beide Hülsen mit beim
Spielen des Instrumentes sich deckenden Einblas- und Schallöffnungen versehen sind, wobei letztere sowohl im Mantel wie
in den Stirnflächen der Hülsen angebracht sein können, und dafs die äufsere Hülse so
verschoben oder gedreht werden kann, dafs die sämmtlichen Oeffnungen der inneren
Hülse von der äufseren Hülse verdeckt werden und das Eindringen von Staub beim Nichtgebrauch . des Instrumentes verhindert
wird.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten
Mundharmonika, bei welcher die äufsere Hülse durch zwei mit einander verbundene Streifen (Q und Q,, Fig. 12
und 13) ersetzt ist, die sich um Zapfen an den Stirnenden der inneren Hülse (H)
drehen und zum Abschlufs der Blas- und Schalllöcher dienen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE80100C true DE80100C (de) |
Family
ID=352686
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT80100D Active DE80100C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE80100C (de) |
-
0
- DE DENDAT80100D patent/DE80100C/de active Active
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