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Schuhklebeeinrichtung
| Die l#:rfindnng bezieht sich auf eine Schuhklebe- |
| t#inrichtung und hat es sich zur Aufgabe gesetzt, |
| eine Einrichtung; zu schaffen, die auch bei be- |
| schränkten lZaunivcrhältnissen einerseits ein fort- |
| laufendes _\rlwiten, an(lererseits eine sorgfältige |
| Trocknung bei übersichtlicher Aufbewahrung ge- |
| \-, -leistet. Es ist bereits bekannt. beim Kletten von |
| \ ähi |
| Schuhsohlen sogenannte Sperrkissen zu verwenden, |
| die in einer einfachen Presse unter Druck gesetzt |
| und nach erfolgter Sperrtmg außerhalb der Presse |
| zum Trocknen des Werkstückes abgestellt werden. |
| Soweit die Trocknung in einer in der Nähe der |
| Presse angeordneten N-orr_chtung erfolgt, sind die |
| Sperrkissen an einer endlosen Kette befestigt. Der- |
| artige Vorrichtungen sind kostspielig sowie ver- |
| wickelt und daher in hohem Maße störanfällig. |
| .1ul.ier<lem halten sie einen großen Platzbedarf. Sie |
| sind deshalb für bloße Schtthausbesserungswerk- |
| stätten ungeeignet. |
| Diese Mängel werden gemäß der Erfindung im |
| wesetttlicliett dadurch vermieden. daß eine Klebe- |
| presse für Sperrkissen mit einem Abstell- und |
| Trockengestell zu einer baulichen Einheit vereinigt |
| ist. Dadurch wird erreicht, daß Arbeitsplatz und |
| Trockengestell unmittellmr Benachbart sind, so daß |
| frei der ßediemmg unnötige Wege vermieden werden. |
| Der lusanunenbau von Klebepresse und Trocken- |
| gestell kann in einfacher Weise dadurch bewirkt |
werden, daß die eine Seitenwand bzw. der eine Seitenständer des
Abstell- und Trockengestells gleichzeitig einen Seitenständer der Klebepresse bildet.
Abgesehen von der Werkstoffersparnis wird durch eine derartige Gestaltung eine besonders
raumsparende Baliweise erzielt, die sich noch dadurch auszeichnet, daß durch die
seitliche Erweiterung der Grundfläche die Standsicherheit der Presse erheblich erhöht
wird. Zweckmäßig wird das Trockengestell in der Weise ausgebildet, daß es aus mehreren
über- und nebeneinander angeordneten Fächern zum Abstellen der in den Sperrkissen
gehaltenen Werkstücke besteht. Die Sperrkissen kiinrien (licht neben- oder übereinander
angebracht werden, so daß auf gleichem Raum das Vielfache rin Preßstellen vorhanden
ist, was mit Rücksicht auf die meist sowieso beschränkten Raumverhältnisse in Schuhmacherwerkstätten
besonders vorteilhaft ins Gewicht fällt. Die Böden der Fächer sind zweckmäßig aus
zwei hochkant stehenden Flacheisen ge-1>:Idet, auf denen die Sperrkissen mit ihrem
Boden ruhen. Der Abstand der Schienen entspricht dabei dein Abstand zweier am Boden
der Kissen angeordneter Füße. Die Sperrkissen lassen sich dadurch entlang den Flacheisenschienen
und sich mit den Füßen an ihnen führend verschieben. Dabei ist es von besonderem
Vorteil, die Schienen des obersten Fache; über das Trockengestell .hinaus bis auf
die Oberkante des äußeren Pressenständers zu verliingern, so daß die Sperrkissen
während des Preß-und Sperrvorganges bereits auf den Flacheisenschienen aufsitzen.
Dadurch wird erreicht, daß wenigstens ein Teil der Kissen nach erfolgter Sperrung
nicht aus der Lagerung herausgehoben werden muß, sondern einfach entlang der Schienen
zur Seite auf die :11>stellvorrichtung geschoben werden kann. Weiterhin könnte das
Trockengestell durch allseitige N' erkle'idung schrankartig ausgebildet und rnit
einer Heizvorrichtung versehen sein. Die Trocknung der Werkstücke würde dadurch
wesentlich beschleunigt werden, so daß die Sperrkissen schneller freigemacht und
einer Wiederverwendung zugeführt werden können.
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Auf der "Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in e_nem dargestellt.
Und zwar zeigen Fig. i eine Ansicht der Presse mit angebautem Trockengestell von
der Bedienungsseite aus, Fig. 2 eine Seiterlausicht der Presse mit teilweisem Schnitt
nach der Linie 11-1I der Fig. i und Fig.3 einen waagerechten Schnitt entlang der
Linie 111-11I der Fig. i.
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Die Sc'huhklebeeinrichtung besteht aus einer Klebepresse mit Sperrkissen
und einem seitlich daran angebauten Trockengestell. Der Sockel der Presse ist aus
zwei aus Profileisen zusammengesetzten Ständern 1, 2 gebildet, die in ihrem unteren
Teil durch Querstreben 3. .4 aus Flacheisen miteinander verbunden sind. Der eine
Ständer 2 der Fresse dient gleichzeitig als Stirnwand des Trockengestells, Jesse
n andere Stirnwand 5 ebenfalls aus einem aus Profileisen gebildeten Rahmen besteht.
Das Gestell ist in mehrere übereinanderliegende Fächer eingeteilt, deren Böden aus
hochkant stehenden Flacheisenschienen 6 gebildet sind. Die Flacheisenschienen 6
sind mit ihren Enden auf an den Ständerrahmen 2, 3 befestigten `@'irlkeleierl 7
aufgestützt und vorzugsweise durch Schweißen mit diesen verbunden. Die Schienen
des obersten Faches sind Tiber das Gestell hinaus bis auf die Oberkante des äußeren
Pressenständers i verlängert und bilden so einen Sitz für ein Sperrkissen. Dieses
besteht aus einem starren, geschlossenen Rahmen 8 von T-förmigem Querschnitt, der
auf seinem unteren Quersteg ein Klebekissen 9 lrekannter Art trägt. Das Klebekissen
9 ruht mit seinem Boden io auf den Schienenoberkanten. Der Abstand der Schienen
6 entspricht dabei dein Abstand zweier am Boden io des Kissens angeordneter Füße
i 1, 12, so daß das Kissen leicht entlang den Schienen und sich an diesen führend
verschoben werden kann.
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Der Antrieb der Klebepresse erfolgt durch einen in den Ständern 1,
2 gelagerten Fußhebel 13, der an seinem freien Ende mit einer Fußtrittplatte 1.1
versehen ist und mit zwei in der Nähe gelagerten Sperrklinken 15, 16 in an den Querstreben
3, :4 befestigten Sperrzahnbögen 17 eingreift. Der Fußhebel 13 steht unter der Wirkung
einer Zugfeder 18, die bestrebt ist, ihn in der Hochlage zu halten. An den Fußhebel
13 angelenkt ist eine Zugstange i9, die an ihrem oberen Ende einen waagerechten
Hebel 20 trägt, dessen vorderes Ende als Druckdaumen ausgebildet ist. Der durch
den Druckdaumen ausgeübte Preßdruck wird in bekannter Weise durch eine mit einer
Sperrvorrichtung, vorzugsweise Selbstsperrvorrichtung, versehene Druckstange 21
und einen an dieser angeordneten Querbalken 22 rnit Fersen- und Spitzendruckstücken
23, 2,4 auf den zu klebenden Schuh übertragen.
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Die Bedienung der Schuliklebevorric'litung kann in folgender Weise
geschehen: Nachdem das Werkstück mit einer frisch angeklebten Sohle versehen ist,
wird es auf das Klebekissen 9 gesetzt, das Druckgestänge 21 bis 2.4 aufgesetzt und
durch Tritt auf den Fußhebel i.i der gewünschte Preßdruck erzeugt. Darin wird die
Drtickstatlge 21 in ihrer Stellung festgelegt. Das so gesperrte Kissen wird nun
entweder auf den obersten Flacheisenschieber 6 nach rechts geschoben oder aber,
wenn das oberste Fach bereits durch andere Kissen besetzt ist, herausgeschoben und
in ein anderes Fach des Trockenregals gesetzt, worauf ein weiteres Kissen 'in der
gleichen Weise bearbeitet werden kann. Die Klebepresse ist mit einer der Anzahl
der Plätze im Gestell entsprechenden Zahl von Sperrkissen ausgerüstet, so daß ein
fortlaufendes Arbeiten ermöglicht und ein sorgfältiges Trocknen des Werkstückes
bei übersichtlicher Abstellung gewährleistet ist.
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Wie schon erwähnt, ist die dargestellte Ausführung nur eine beispielsweise
Verwirklichung der Erfindung und diese nicht darauf beschränkt, vielmehr sind noch
mancherlei andere Ausführungen und Anwendungen möglich. So könnte beispielsweise
der Raum zwischen den Pressenständern auch noch zum Abstellen und Trocknen voll
Schuhen in Sperrkissen
benutzt «-erden. Weiterhin könnte das Trocken-Bestell
durch eine allseitige Verkleidung als Schrank ausgebildet und vorzugsweise finit
einer Heizvorrichtung versehen sein.