DE79125C - Vakuumkoch-und Sudmaischapparat - Google Patents
Vakuumkoch-und SudmaischapparatInfo
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- DE79125C DE79125C DENDAT79125D DE79125DA DE79125C DE 79125 C DE79125 C DE 79125C DE NDAT79125 D DENDAT79125 D DE NDAT79125D DE 79125D A DE79125D A DE 79125DA DE 79125 C DE79125 C DE 79125C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B25/00—Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices
- C13B25/005—Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices with heating coils
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
Die bei Vakuumkochapparaten bekannten senkrechten feststehenden Dampfheizrohre und
die senkrechten Rohrspiralen entsprechen hinsichtlich der Ausnutzung des Heizmittels ebenso
wenig ihrem Zwecke wie die beweglichen weiten und weit gewundenen liegenden Rohrspiralen,
die zugleich durch ihre Drehung zum Aufrühren der Füllmasse dienen sollen.
Alle diese Heizkörper sind nur für Dämpfe von geringer Spannung (Saftdämpfe, Brüdendämpfe
und niedrig gespannte Frischdämpfe) mit Vortheil zu verwenden, da bei höher gespannten Dämpfen ein zu starkes Durchblasen
durch diese Heizkörper und zu viel Wärmeverluste eintreten.
Um nun auch höher gespannte Dämpfe mit Vortheil verwenden zu können, sind bei vorliegendem
Kochapparate die Heizkörper in Form von feststehenden, mehr oder minder
waagrechten Rohrspiralen so eng und derart eng gewunden, dafs das in den unteren Theilen
der einzelnen Windungen sich sammelnde Dampfwasser hydraulische Verschlüsse bildet,
durch welche die Heizdämpfe sich hindurchzuarbeiten haben, um nach dem Auslafs zu
gelangen.
Dadurch wird eine beträchtliche Verzögerung des Durchgangs der Dämpfe und eine entsprechende
Erhöhung der Wärmeausnutzung erreicht, namentlich aber ist man in der Lage, mit höher gespannten Heizdämpfen zu kochen
und je nach Bedarf den Kochprocefs zu beschleunigen, ohne über eine angemessene Heiztemperatur
hinauszugehen.
Der Kochapparat ist auch als Sudmaische nach beendigtem Kochen dadurch brauchbar
gemacht, dafs zwischen den von den Rohrspiralen gebildeten Zwischenräumen Rührarme
liegen, die, durch ihre Wellen angetrieben, die Füllmasse in den Zwischenräumen bewegen
und durch fortwährend neue Berührung mit den Rohrspiralen einen vermehrten Austausch
des Heizmittels bezw. Kühlmittels herbeiführen.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Schnitt durch den unteren Theil des Apparates in Richtung
der waagrechten Rohrspiralen, Fig. 2 einen waagrechten Schnitt nach Linie 1-2, Fig. 1,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt nach Linie 3-4, Fig. 2, quer zur Richtung der Rohrspiralen,
und Fig. 4 eine Einzelheit.
Der Behälter A hat viereckigen Querschnitt (Fig. 2). Der untere Theil des Behälters besitzt
zwei gegen einander geneigte Böden, welche eine Auslafsöffnung von passender
Weite zwischen sich lassen, die durch eine Anzahl von Schiebern α, Fig. 1 und 3, verschlossen
wird.
Zwei gegenüberliegende Seitenwände desObertheiles und die gegen einander geneigten Böden
des Untertheiles sind mit doppelter Wandung versehen, und in letzterer sind durch passende
Scheidewände a1 für die Rohrspiralen b Kammern
gebildet.
Die Rohrspiralen b sind feststehend in waagrechten Gruppen über einander angeordnet und
münden einerseits in die seitlichen Kammern kl k2 k3 Ar4 k5 ein und andererseits in eine in
die Mitte des Apparates eingebaute Kammer k.
Beim Eindicken von Flüssigkeiten (Zuckerrübensaft oder dergleichen) wird der Dampf
(Brüdendampf, Saftdampf, Frischdampf u. s. w.) bei c in die seitlichen Kammern A:' k'2. . . des.
Ober- und Untertheiles und die Rohrspiralen b
eingeleitet, während das Dampfwasser durch die mittlere Kammer k und an den Seitenwänden befindliche Stutzen c1 abgeführt wird
(Fig. 2).
Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, sind die Rohrspiralen b so eng und derartig eng gewunden,
dafs, wenn in den unteren Theilen der Windung (bei bl) sich Dampfwasser sammelt, dieses
Dampfwasser Wassersä'cke oder hydraulische Verschlüsse bildet. Um nach der mittleren
Kammer k hin zu gelangen, müssen sich also die Heizdämpfe erst durch sämmtliche Wassersäcke
der Spiralen hindurcharbeiten, woraus sich eine beträchtliche Verzögerung des Durchgangs
der Dämpfe und eine bedeutende Erhöhung der Wärmeausnutzung ergiebt. Aus diesem Grunde ist man auch in der Lage, mit
Dämpfen bis zu 4 Atmosphären zu arbeiten. Beim Ablassen des Vakuums läfst man zunächst
nur wenig Dampf zu, der sich in den noch kühlen Rohrspiralen condensirt und dann
die Wassersäcke b1 liefert. Nach kurzer Zeit kann man mehr Dampf geben, der dann aber
gezwungen ist, die einzelnen Wassersäcke bl zu durchstreichen und unter theilweiser Condensation
der gröfstmöglichen Wärmeausnutzung unterliegt.
Es ist ersichtlich, dafs eine derartige Wirkung bei den vorbezeichneten senkrechten Heizkörpern
ausgeschlossen ist.
Die Beheizung des Vakuums kann durch jede der verschiedenen Gruppen von Rohrspiralen
b einzeln oder durch alle Gruppen zusammen geschehen. Die Anordnung der Heizkörper und die Construction der Kammern
ermöglicht also eine staffeiförmige und gesonderte Beheizung.
Die Verbindung der waagrechten (oder annähernd waagrechten) Rohrspiralen b mit den
Kammern erfolgt mittelst Verschraubung und Metalldichtung.
Um nun das Vakuum nach beendigtem Kochprocefs weiter als Sudmaische benutzen
zu können, sind quer zwischen den Rohrspiralen b durchgehende Wellen d in zwei gegenüberliegenden
Seitenwänden gelagert, welche Rührarme d1 tragen. Diese Wellen d werden
von aufsen durch Riemscheiben r und Uebersetzungszahnräder r1 r2 angetrieben und dabei
wird die Füllmasse in den von Rohrspiralen b gebildeten Zwischenräumen von den Rührarmen
dl durchschlagen und bewegt.
Dies hat die Wirkung, dafs ein vermehrter Wärmeaustausch zwischen dem Heizmittel in
den Rohrspiralen und der Füllmasse oder, falls der Apparat zum Kühlen dient, ein schnelles
Abkühlen der Füllmasse eintritt, deren einzelne Theile durch das Rührwerk in fortwährend
neue Berührung mit den Rohrspiralen b gelangen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Vakuumkochapparat, gekennzeichnet durch feststehende horizontale oder annähernd horizontale, als Heizkörper dienende Rohrspiralen (b), die so eng gehalten und derartig eng gewunden sind, dafs in den unteren Theilen der Windungen (bei b1) sich sammelndes Dampfwasser Wassersäcke bildet, welche die Heizdämpfe, um nach dem Auslafs zu gelangen, zu durchstreichen gezwungen sind, zum Zweck, durch Verzögerung des Durchgangs der Dämpfe durch die Rohrspiralen eine erhöhte Wärmeausnutzung zu erzielen und den Betrieb des Vakuums auch mit hochgespannten Frischdämpfen vortheilhaft zu ermöglichen^ wobei durch Anordnung von Rührarmen (d1) der Kochapparat auch als Sudmaische benutzt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79125C true DE79125C (de) |
Family
ID=351783
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79125D Expired - Lifetime DE79125C (de) | Vakuumkoch-und Sudmaischapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79125C (de) |
-
0
- DE DENDAT79125D patent/DE79125C/de not_active Expired - Lifetime
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