DE78735C - Heizung mit gewässertem Dampf - Google Patents
Heizung mit gewässertem DampfInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
- F24D1/00—Steam central heating systems
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlage!*.
C. WIGAND in HANNOVER. Heizung mit gewässertem Dampf.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ii. Februar 1894 ab.
Bei Dampf ist die Wärmearbeit an eine geringe Masse gebunden und die Wärmeabgabe
an einzelnen Punkten, z. B. den auf einander folgenden Querschnitten eines Dampfrohres, zu
Anfang sehr verschieden. Durch Beimischung von Wasser in feinstem Zustande läfst sich die
Masse vergröfsern und jede Mischung bis zum minimalsten Dampfgehalt herstellen.
Hierin liegt das Mittel, die jetzt bei den Dampfheizungen entstehende hohe Temperatur
herabzuziehen, da ein wasserreiches Gemisch wie warmes Wasser oder doch nahezu so
wirkt. Die Wässerung, d. h. die Mischung des Dampfes mit Wasser, kann vor oder in den
Heizkörpern stattfinden. Hierbei streicht der Dampf entweder durch eine Wasserschicht von
passender Höhe und nimmt so die gewünschte Wassermenge mit, oder es wird dem Dampf, wie
beim Heben von Flüssigkeiten, eine bestimmte Wassermenge zugeführt. Findet die Wässerung
vor den Heizkörpern statt, so mufs die aufzunehmende Wassermenge durch die Zuleitungen
bewegt werden. Es ist daher einfacher, die Wässerung im Heizkörper selbst stattfinden
zu lassen. Da sie aber mit der Dampfeinströmung beginnen mufs, so mufs der Heizkörper
die nöthige Wassermenge enthalten. Der durch die Condensation des Dampfes entstehende
Ueberschufs wird in der erforderlichen Höhe abgeführt.
Die Fig. 1 auf beiliegender Zeichnung stellt die Einrichtung eines Heizelementes für dies
Dampf-Wasser-Heizsystem dar. Im Heizrohr A steht ein unten und oben offenes Innenrohr B
und in beiden das Wasser W. Aus der Dampfleitung D führt das Rohr R in das Element,
und der Dampfzutritt kann von der Hauptleitung durch ein in D befindliches Absperrventil geregelt
werden. An R befindet sich der Ansatz r, der noch mit einem Konus umgeben
werden kann, damit der Dampf im Zwischenraum zwischen r und dem Konus auf das
Wasser saugend wirkt, und der in bestimmter Höhe unter dem Wasserspiegel ausmündet.
Bei einer gewissen Dampfzuströmung ist die mitgenommene Wassermenge am gröfsten.
Durch Vermehrung der Dampfmenge wird bei gleicher Wasserhöhe das Geraisch wasserärmer
und seine Wirkung auf die Heizflächen eine dampfähnlichere, während eine nun erfolgende
Vermehrung der Wasserhöhe ein wasserreiches Gemisch mit geringerer, dampfähnlicherer Wirkung
geben würde.
Das jedesmalige Gemisch steigt im Rohr B nach oben und fällt zu beiden Seiten zwischen
B und A nach unten, wo sich sowohl das mitgerissene, als auch das Condenswasser mit
dem übrigen mischt, um wieder vom Dampf aufgenommen und im Heizelement herumgeführt
zu werden.
Wird der Dampf abgestellt, so« tritt das Wasser theilweise aus der Mündung von r in
die Zuleitung R, wird aber bei Dampfeinlafs sofort wieder in das Element geschoben. Erhält
das Rohr R einen Syphonverschlufs, wie Fig. 4 darstellt, so ist dadurch der Uebertritt
zum Dampfrohr D ganz verhindert.
In dem Element Fig. 2 sind A und B die beiden oben und unten verbundenen Rohre,
D die Dampfleitung und R das Zuleitungsrohr
mit dem Ansatz r. Da D höher als die Ausmündung von R liegt, so ist der Wassereintritt
in -D verhindert.
Die Fig. 3 stellt ein Element aus drei Rohren A, A1 und B dar, das Gemisch tritt wieder in
B ein und geht oben nach A und A1 hinüber.
Der Vorgang und die Wirkung des erhaltenen Gemisches ist dieselbe wie vorher.
Da der Abflufs des Condenswassers die Höhe des Wassers über der Ausmündung bestimmt,
so kann zur Veränderung derselben die in Fig. 5 dargestellte Einrichtung dienen. Das Abflufsrohr
C hat einen aufrechten Schenkel c, der horizontale Schenkel C1 von C ist in einem
T-Stück E drehbar und abgedichtet. In senkrechter Stellung von c ist der Abflufs am
höchsten, in waagrechter dagegen am niedrigsten, und die Länge von c bestimmt den
erreichbaren Unterschied. Das Wasser tritt aus den Löchern von C1 in den Raum E1 und
fliefst von da durch das an dem niedergehenden Stutzen E befindliche Rohr F ab.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Heizung mit gewässertem Dampf, dadurch gekennzeichnet, dafs in dem untersten Theile der Heizkörper durch Ansammeln des Condenswassers oder in sonstiger Weise dauernd Wasser in gewisser Höhe angestaut gehalten wird, durch welches der eintretende Dampf streichen mufs, so dafs er sich mit dem Wasser im feinsten Zustande mischt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78735C true DE78735C (de) |
Family
ID=351437
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78735D Expired - Lifetime DE78735C (de) | Heizung mit gewässertem Dampf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78735C (de) |
-
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- DE DENDAT78735D patent/DE78735C/de not_active Expired - Lifetime
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