DE78280C - Fangvorrichtung für Förderanlagen mit mehreren bei Bruch des Seils auf Bremsbacken einwirkenden Kniehebeln - Google Patents
Fangvorrichtung für Förderanlagen mit mehreren bei Bruch des Seils auf Bremsbacken einwirkenden KniehebelnInfo
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- DE78280C DE78280C DENDAT78280D DE78280DA DE78280C DE 78280 C DE78280 C DE 78280C DE NDAT78280 D DENDAT78280 D DE NDAT78280D DE 78280D A DE78280D A DE 78280DA DE 78280 C DE78280 C DE 78280C
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- 238000004904 shortening Methods 0.000 claims description 7
- 230000006835 compression Effects 0.000 claims 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 claims 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B5/00—Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators
- B66B5/02—Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators responsive to abnormal operating conditions
- B66B5/16—Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well
- B66B5/18—Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well and applying frictional retarding forces
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Maintenance And Inspection Apparatuses For Elevators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. X®
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35: Hebezeuge.
C. HOPPE in BERLIN.
einwirkenden Kniehebeln.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. Mai 1894 ab.
Die nachstehend beschriebene stofsfreie Fangvorrichtung bezw. Fallbremse bezweckt, bei
einem etwaigen Bruch des Zugorganes den Förderkorb, Fahrstuhl u. s. w. dadurch allmälig
und völlig stofsfrei aufzufangen, dafs zunächst durch eine beim Seilbruch eintretende
Federwirkung Kniehebelpaare an zwei einstellbaren elastischen Widerlagern bewegt
werden, welche zwei oder mehrere Bremsbacken gegen die Führungsschienen pressen und
dafs die elastischen Widerlager der Kniehebel derart angeordnet sind, dafs die Bremskräfte
durch zweiarmige, gleich- oder ungleicharmige Hebel auf Zug- und Druckstangen übertragen
werden. Die dadurch hervorgebrachten elastischen Verlängerungen bezw. Verkürzungen
der letzteren gestatten den Widerlagern ein recht grofses elastisches Nachgeben. Letzteres
geschieht zu doppeltem Zwecke, nämlich: Erstens kann durch die einstellbaren elastischen
Verlängerungen bezw. Verkürzungen der Zug- und Druckstangen und hiermit auch der
Bremskräfte die Länge des Weges bestimmt werden, welche der gebremste Fahrstuhl noch
zurücklegen kann, bis die lebendige Kraft desselben durch die Bremskraft allmälig aufgezehrt
und so der Fahrstuhl völlig aufgefangen ist.
Zweitens können durch Ungleichheiten der Stärken der Brems- oder Führungsschienen u.s.w.
die Bremskräfte nicht zu sehr variiren, da alsdann die Nachgiebigkeit der Widerlager bezw.
Druck- und Zugstangen und daraus resultirend die Bremskräfte nur um einen geringen Bruchtheil
gröfser oder kleiner werden.
Diese Bremskräfte werden durch Reibung hervorgebracht , und zwar werden zwei
Bremsbacken ax und a2, Fig. 1, 2 a und 2b,
an die Führungsschienen geprefst. Die Widerlager ex es-, e2 ei der Kniehebelpaare bx ba,
b.2b4, Fig. i, 2a und 2b, sind, wie bereits
erwähnt, nicht starr, sondern elastisch angeordnet, damit die bremsende Kraft bei ungleichmäfsiger
Schienenstärke nicht zu sehr variirt.
Letzteres wird durch folgende Anordnung erreicht. Die zum Bremsen nöthigen Kräfte
wirken durch die zwei Kniehebelpaare bx £»3,
&2 bi, Fig. 2a, auf die Widerlager βΎ e3, e2 e4,
Fig. i, 2 a und 2 b. Von da aus werden die Kräfte durch zweiarmige Hebel C1 c2 cs C4 C5 und
C6 Cn C8 C9 C10, Fig. i, 2a und 2b, auf die den
Bremsbacken αλ α2 gemeinschaftlichen Zugstangen
dx d.2 ds, Fig. 2 a, und auf die Druckstangen fx f%,
Fig. 2a, übertragen. Jede Bremsbacke ist durch diese Anordnung indirect das Widerlager
der anderen. Wenn das Zugorgan sich vom Fahrkorb löst, so drückt die durch dasselbe
gespannt gewesene Feder g, Fig. 1 a, vermittelst der Hebel h, der Zugstangen k und
der Kniehebelpaare bx bs, b2 bt, Fig. 1, 2 und 2 a,
die Bremsbacken Ci1 a2 gegen die Führungsschiene
S. Die Bremsbacken kommen hierdurch aus der Stellung 1 in die Stellung 2,
Fig. 4. Durch die hierbei stattfindende Reibung werden zunächst die Bremsbacken an den
Führungsschienen festgehalten, und der Fahrkorb sinkt so weit , bis die Bremsbacken
relativ in die Stellung 3 kommen (Fig. 4) und fällt gebremst noch eine beliebige Strecke, welche
der lebendigen Kraft, die in dem Fahrkorb wohnt, entspricht, da die Bremskraft constant
ist.
Damit die Backen aus der Stellung 2 in die Stellung 3 kommen können , müssen die
Widerlager um eine bestimmte Strecke i, Fig. 3 und 4, nachgeben. Dadurch werden
die Zugstangen d und Druckstangen / in Spannungen versetzt, umgekehrt die Bremsbacken
an die Führungsschienen geprefst. Es entsprechen die dadurch entstehenden elastischen
Verlängerungen bezw. Verkürzungen der Zug- und Druckstangen der Summe der vier Strecken z, Fig. .3, und zwar ist diese im vorliegenden
Falle bei gleicharmigen Hebeln c, Fig. 3, gleich der doppelten Summe derselben.
Es ist nun nicht nöthig, die Hebel c gleicharmig zu machen, das Verhältnifs der Arme
sei ι : n. Auch können statt der hier angewendeten fünf Zug- und Druckstangen deren
drei, sieben, neun u. s. w., z. B. m, angewendet werden.
Ist nun die Verlängerung einer Stange = 2 $,
so ist die Strecke i = imn
= δ Il +2Κ+2ί12+2Ι!3-[- . . .in
Das Verhältnifs der Summe der Strecken imn
zur Summe der Verlängerungen und Verkürzungen der m Zug- und Druckstangen ist
Λ ΐ
dann =
2 ηιδ
\-\-2Π-\-2Π2-\-2ηΖ-{-...111 2~
2fflä
= --|l-|-2iI+2B2·
2 ^3 + · · · 2 n
Es ist nöthig, die Zug- und Druckstangen von verschiedenen Stärken zu wählen, damit
die specifische Spannung , also auch die elastische Veränderung in denselben die gleiche
bleibt.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, dafs die, Gröfse der Bremskraft abhängig ist von der
Strecke i bezw. den Verlängerungen und Verkürzungen der Zug- und Druckstangen. Da
die Bremskraft dadurch erzeugt wird, dafs die Bremsbacken O1 und a2 aus der Stellung 2 in
die Stellung 3 kommen (Fig. 4), so wächst sie in dieser Zeit von ο auf das Maximum und
ist gänzlich unabhängig von der Feder g. Je gröfser also die Strecke i ist, desto weniger
wächst die Kraft pro Längeneinheit von i, desto gröfser können also die Ungleichheiten
in den Führungsschienen sein, ohne dafs die Bremskräfte merklich gröfser oder kleiner werden
, da diese Ungleichheiten die' Strecken i, also auch die Bremskräfte alsdann nur um
einen kleinen Bruchtheil vergröfsern oder verkleinern.
Das Maximum der Bremskräfte ist nun durch die Muttern I, Fig. 2a und 2b, der
Zugstangen einstellbar, d. h. eine Verkürzung irgend einer Zugstange bedingt beim Fangen
eine gröfsere Strecke i bezw. eine gröfsere Verlängerung der Zugstangen bezw. Verkürzung
der Druckstangen, also eine gröfsere Bremskraft. Umgekehrt gilt dasselbe.
Es ist also möglich, einen Aufzug, der sich in abwärts gerichteter Bewegung mit einer
bestimmten Geschwindigkeit befindet , nach einem beliebigen Weg durch oben beschriebene
Fallbremse zur Ruhe zu bringen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Fangvorrichtung für Förderanlagen mit mehreren bei Bruch des. Seils auf Bremsbacken einwirkenden Kniehebeln, dadurch gekennzeichnet, dafs die Bremskräfte durch zweiarmige Hebel (c) auf nachstellbare Zug- und Druckstangen (d bezw. f) übertragen werden, deren elastische Verlängerungen bezw. Verkürzungen den Widerlagern der Kniehebel ein Nachgeben gestatten, zum Zwecke, ein stofsfreies Fangen des Fahrstuhles zu bewirken.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78280C true DE78280C (de) |
Family
ID=351015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78280D Expired - Lifetime DE78280C (de) | Fangvorrichtung für Förderanlagen mit mehreren bei Bruch des Seils auf Bremsbacken einwirkenden Kniehebeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78280C (de) |
-
0
- DE DENDAT78280D patent/DE78280C/de not_active Expired - Lifetime
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