DE78255C - Sicherheitsthürverschlufs an Fahrstühlen - Google Patents

Sicherheitsthürverschlufs an Fahrstühlen

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DE78255C
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Authority
DE
Germany
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door
slide
bolt
elevators
elevator
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT78255D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. SHEPHERD u. j. M. SHEPHERD, Edinburgh, Midlothian, North Britain
Publication of DE78255C publication Critical patent/DE78255C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B13/00Doors, gates, or other apparatus controlling access to, or exit from, cages or lift well landings
    • B66B13/02Door or gate operation
    • B66B13/06Door or gate operation of sliding doors
    • B66B13/08Door or gate operation of sliding doors guided for horizontal movement

Landscapes

  • Elevator Door Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Vorrichtung dient dazu, Unglücksfälle an Fahrstühlen zu verhüten bezw. zu verringern. Bei Anwendung derselben können die in den verschiedenen Höhen befindlichen Thüren nur dann geöffnet werden, wenn der Fahrstuhl in Höhe der betreffenden Thür angehalten worden ist, und der Fahrstuhl kann nicht wieder in Bewegung gesetzt werden, so lange die Thür offen bleibt. Erst nach erfolgtem Schliefsen der Thür kann der Fahrstuhl weiter bewegt werden, und die Thür bleibt dann auch so lange verschlossen, bis der Fahrstuhl wieder vor derselben hält.
Das Handseil, mit Hülfe .dessen der Fahrstuhl gesteuert werden kann, wird, falls es sich im Innern des Stuhles befindet, von einem hülsenartigen Gehäuse umgeben, an welchem sich ein Handloch befindet. Hängt das Seil aufserhalb des Stuhles, so ist in der Wandung des letzteren ein entsprechendes Handloch vorhanden. Das Handloch ist durch einen Schieber verschliefsbar, welcher in Verschlufsstellung die Erreichung des Handseiles unmöglich macht. Jede Thür wird, so lange sie geschlossen bleibt, von einem Bolzen festgehalten, welcher nur selbstthätig durch einen am genannten Schieber vorgesehenen Stab oder Stift behufs Freigabe der Thür angehoben werden kann.
Die Einrichtung ist bei allen Arten von Schiebethüren, Hängethüren, Flügel- oder drehbaren Thüren, wie sie an Fahrstühlen oder Elevatoren beliebiger Construction Anwendung finden, verwendbar.
Fig. ι der Zeichnung zeigt die Vorrichtung in Ansicht und Fig. 2 in waagrechtem Schnitt, und zwar an einer in waagrechter Richtung beweglichen Schiebethür; Fig. 3 zeigt eine vordere Ansicht, Fig. 4 eine obere Ansicht der Verriegelungsvorrichtung in der Offenstellung und Fig. 5 eine vordere Ansicht desselben Theiles der Einrichtung in der Schlufsstellung. Fig. 6 zeigt eine Ansicht der Einrichtung an einem Fahrstuhl angebracht, an welchem sich unter dem Stuhl ein besonderer Raum zur Aufnahme von Gepäck befindet. Die Fig. 7 bis 9 zeigen Abarten. Die Fig. 10 und 11 zeigen eine Thür, an welcher die in den Fig. 1 bis 7 dargestellte Einrichtung angebracht werden kann.
An geeigneter Stelle, zweckmäfsig in einem lothrechten Pfosten des Gerüstes oder Gestelles, ist ein Schlofskasten A angebracht, in welchem ein drehbarer Bolzen oder eine Falle B vorgesehen ist, deren freies Ende abgeschrägt ist. Der Bolzen B besteht aus Blei oder Eisen oder einem anderen geeigneten Material und kann an seinem abgeschrägten Ende durch einen entsprechend geformten Schubstab C angehoben werden, um den Thürriegel oder den Bolzen D durch das Schlbfs durchtreten zu lassen und somit die Thür zu öffnen bezw. zu entriegeln.
Die hier beispielsweise gewählte Thür ist eine zusammenschiebbare Lattenthür (Fig. 10 und 11). Die lothrechten Latten oder Stäbe X und Y gleiten oben und unten in Nuthen W
und sind paarweise angeordnet (Fig. ι i). Jedes zweite Paar Y ist mit inneren Längsnuthen y ausgerüstet, in welchen die Stifte ^1 der diagonalen Stäbe Z gleiten. Letztere sitzen mit ihren mittleren Zapfen χ drehbar an den Lattenpaaren X. Durch die Stifte ^1 werden die Enden von je zwei benachbarten Diagonalen verbunden, so dafs durch Verschieben einer Latte sämmtliche Latten sich einander nähern oder von einander entfernen, wobei das eine Endlattenpaar am Seitenpfosten festgelegt sein kann. Wird eine Latte derart festgehalten, dafs sie nicht bewegt werden kann, so können auch die übrigen Latten nicht verschoben werden. Der Riegel D ist daher zweckmäfsig an dem zweiten Lattenpaar befestigt. Wird derselbe daher verhindert, in die Wandung bezw. in das zu diesem Zwecke vorgesehene Schlofs A einzutreten, so können die Latten nicht zusammengeschoben, d. h. die Thür kann nicht geöffnet werden.
Der obengenannte Schubstab C zum Zurückschieben der Falle B sitzt an dem Schieber C1, welcher eine Oeffnung c besitzt, durch welche das Handseil E erfafst werden kann.· Der Schieber C1 wird derart geführt, dafs. die Oeffnung c mit Handloch für das Seil zusammenfällt, wenn das Schlofs zu und die Thür mithin verriegelt ist. Der Schieber C1 ist so grofs, dafs er, wenn der Stab C in das Schlofs eingedrungen und die Thür entriegelt ist, das Handloch verdeckt, so dafs es unmöglich ist, zu dem Handseil E zu gelangen, so lange die Thür geöffnet ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Ist der Fahrstuhl auf die gewünschte Höhe gegenüber der Thür, welche geöffnet werden soll, gebracht, so schiebt der Wärter den Schieber C1 bei Seite, wodurch das Handloch für das Seil E verdeckt wird. Dadurch dringt der Stab C, welcher an dem Schieber befestigt oder mit demselben aus einem Stück gefertigt ist, mit seiner Spitze in die Oeffnung a des Schlosses A, Fig. 3 bis 5, ein und hebt den drehbaren Bolzen B an, bis er in die Stellung Fig. 3 gelangt, wodurch der Riegel D der Thür durch die Oeffnungen α1 des Schlosses A und durch die Oeffnung c1 des Stabes C, Fig. 4, durchtreten kann. Es wird also die Thür selbst entriegelt, und dieselbe kann durch Zusammenschieben ihrer Stäbe geöffnet werden. Da diese Entriegelung also nur stattfinden kann, wenn der Schieber C1 so weit vorgeschoben ist, dafs' das Handloch für das Seil verdeckt ist, so kann man zum letzteren nicht gelangen, so lange die Thür offen ist. Der Schubstab C bleibt so lange in der eingenommenen Stellung (Fig. 3 und 4), als der Bolzen oder Riegel D in der Oeffnung c1 des Stabes C liegt. Ist jedoch der Schieber zur Seite geschoben, so dafs das Handloch freigegeben ist und man das Seil erfassen kann, so kann keine Thür geöffnet werden, da das Ende des Riegels oder Bolzens D gegen die Seitenfläche der Falle oder des Bolzens B drücken kann, welcher in diesem Falle die in Fig. 5 gezeigte Stellung einnimmt, in welcher er den Durchgang durch die beiden Oeffnungen des Schlofskastens versperrt. Es werden also die einzelnen Stäbe der Thür durch den Bolzen D aus einander gehalten.
Um zu verhindern, dafs bei Anwendung offener Gerüste oder Gestelle mit dem Bolzen unberufenerweise, gespielt wird, wird eine Kappe oder ein Deckel aufsen am Pfosten gegenüber der Oeffnung α1 angebracht (Fig. 2). Soll, verhindert werden, dafs der Riegel D der Thür durch den Schlofskasten gesteckt werden kann, ehe der Schieber C1 genügend weit vorgeschoben ist, um das Handloch zu bedecken, so wird das vordere Ende des Stabes C mit einem Ansatz oder Steg c2 ausgerüstet, an welchem der Bolzen oder Riegel D einen Anschlag finden würde, wenn der Riegel zu früh vorgeschoben werden sollte.
Wird die Einrichtung an einem Fahrstuhl angebracht, bei welchem eine besondere Abtheilung für Gepäck vorgesehen ist (Fig. 6), so wird an dem Schieber C ein nach unten abzweigender Arm C2 angeordnet, welcher durch den Boden der oberen oder Hauptabtheilung reicht und unten einen Schubstab C3 trägt. Es kann somit der Fahrstuhl angehalten werden, wenn entweder die obere, Personenabtheilung, oder die untere, Gepäckabtheilung, auf eine Höhe mit dem zu betretenden Stockwerk gebracht worden ist, wobei die Thür entweder mit dem Schubstab C oder mit C3 entriegelt wird, während der jeweilige andere Schubstab in eine zu diesem Zwecke in der Wandung oder dem Pfosten angebrachte Kappe F1 eingreift.
Um Vorsorge zu treffen, dafs der Fahrstuhl auch angehalten und die Thüren geöffnet werden können, wenn der Fahrstuhl sich nicht genau auf einer Höhe mit dem Stockwerk oder Fufsboden befindet, wie es zuweilen erforderlich erscheint, wird ein breiterer Schubstab gewählt (Fig. 7), so dafs das Loch cl höher als der Bolzen D der Thür gemacht werden kann. Die Oeffnung α ist gleichfalls entsprechend höher gemacht. Der Bolzen B wird durch einen Stift oder einen Ansatz έ2 unterstützt.
Die Anwendung der Vorrichtung an einer Hängethür oder an einer in lothrechter Richtung verschiebbaren Schiebethür wird an Hand der Fig. 8 und 9 erläutert. Der in dem Schlofskasten A befindliche Bolzen B wird lothrecht gelagert, d. h. derselbe hängt an einem Zapfen, derart, dafs das untere Ende
auf dem oberen Ende einer Rippe oder eines Flantsches JD1 ruht, welcher in diesem Falle den Riegel der ThUr bildet und an der Kante der Thür entlang bis zu deren Unterkante reicht.
Der Schubstab C und somit auch der Schieber C) wird von dem Flantsch oder Riegel D1 dadurch festgehalten, dafs letzterer in einen Schlitz oder in eine Nuth c3 an dem Schubstab C eingreift. In dem Schlofskasten und in dem Pfosten sind entsprechende Schlitze oder Öeffnungen vorgesehen, durch welche der Flantsch oder Riegel durchgreifen kann.
Die Erfindung kann auch ebenso vortheilhaft an eingehängten oder Flügelthüren Anwendung finden. Bei Doppelthüren, welche mit Mechanismen ausgestattet sind, mit Hülfe deren die beiden Flügel sich gleichzeitig öffnen, reicht der Riegel oder Bolzen über die Anschlagstelle beider Thürhälften und ist derart mit einem geeigneten Gelenk ausgerüstet, dafs er mit einer Thürhälfte ausschwingt, wenn die Thür geöffnet wird.
Es wird also mit dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung geschaffen, welche die Möglichkeit von Unglücksfällen ganz bedeutend verringert, und zwar derart, dafs, so lange die Thür offen ist, der Fahrstuhl seine eingenommene Stellung vor der Thür nicht verändern kann; erst wenn die Thür geschlossen ist, wird das zur Bethätigung dienende Seil freigegeben, so dafs dasselbe gehandhabt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Sicherheitsthürverschlufs an Fahrstühlen, gekennzeichnet durch einen Schieber, welcher nur in zurückgeschobener Stellung das zum Steuerseil führende Handloch freigiebt und in vorgeschobener Stellung unter Verdeckung des Handloches eine Verriegelung der nach dem Fahrstuhl führenden Thür löst, wobei der an der Thür vorgesehene Riegel in einen Ausschnitt am Schieber eintritt, diesen dadurch festhält und das Freigeben des genannten Handloches, so lange die Thür geöffnet bleibt, verhindert.
    Sicherheitsthürverschlufs der unter Anspruch i. angegebenen Art für Fahrstühle mit mehreren Abtheilungen, dadurch gekennzeichnet, dafs der Schieber für jede Abtheilung einen besonderen Arm' besitzt, welcher für sich die Lösung der Thür und Verriegelung des Schiebers in der im Anspruch i. angegebenen Art ermöglichen kann, so dafs der Sicherheitsthürverschlufs in Wirkung tritt, wenn der Fahrstuhl init einer beliebigen Abtheilung in der Höhenlage des Fufsbodens hält.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78255D Sicherheitsthürverschlufs an Fahrstühlen Expired - Lifetime DE78255C (de)

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