DE77252C - Gaslampe mit Ober- und Unterflamme - Google Patents

Gaslampe mit Ober- und Unterflamme

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DE77252C
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DE
Germany
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flame
gas
lower flame
lamp
burner
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Expired
Application number
DENDAT77252D
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English (en)
Original Assignee
F. butzke & CO., aktiengesellSCHAFT für Metall - Industrie, Berlin S., Ritterstr. 12
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE77252C publication Critical patent/DE77252C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • F23D99/002Burners specially adapted for specific applications
    • F23D99/004Burners specially adapted for specific applications for use in particular heating operations
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D2206/00Burners for specific applications
    • F23D2206/0078Gas burners adapted for use in lamps with preheated air

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gas Burners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die nachstehend beschriebene Lampenconstruction zeigt neue technische Effecte in zweierlei Hinsicht.
Erstens ist von jeder Anordnung zur Erwärmung der Luft aufserhalb der Glasglocke und des Cylinders, in welchen die Flammen brennen, Abstand genommen worden, und zweitens besitzt die Lampe in compendiöser Anordnung eine frei nach oben und eine frei nach unten wirkende Flamme. Jede dieser Flammen ist für sich bethätigt und wirksam.
Der bei den bisher bekannt gewordenen Intensiv- und Regenerativlampen vorhandene Uebelstand, dafs dieselben infolge des durch den ober- oder unterhalb der Flamme befindlichen undurchsichtigen Luft- bezw. Gaserhitzapparat verursachten Schattens entweder die Decke oder einen grofsen Theil des Fufsbodens im Dunkeln liefsen, ist durch Construction dieser nach oben wie nach unten eine gleich leuchtende Flamme besitzenden Lampe beseitigt worden. Während man bisher von der Flamme räumlich getrennte Heizkammern oder Kanäle verschiedenster Form, und zumeist aus "metallischen bezw. feuerfesten undurchsichtigen Materialen anwendete, um in denselben durch die abziehenden Verbrennungsproducte oder die strahlende Wärme der Flamme das derselben zugeführte Gas oder die Brennluft oder beides zusammen bis zu einem hohen Grad vorzuwärmen und sogar zu überhitzen suchte, wird bei der vorliegenden neuen Construction von einem derartigen Verfahren, vollständig abgesehen. Gas und Luft finden aufserhalb der Glasglocke bezw. des Glascylinders, in welchem die Flammen der Lampe brennen, eine Vorwärmung nur in dem Mafse, wie es durch das Vorbeistreichen an den erwärmten äufseren Theilen der Lampe unvermeidlich ist (wodurch diese gleichzeitig abgekühlt werden). Die im Innern der Lampenglocke bezw. des Cylinders, in welchem die Flammen der Lampe brennen, vorhandenen bezw. diese Glocke und den Cylinder begrenzenden bezw. abschliefsenden Metalltheile werden durch die strahlende Wärme der Flammen vollständig ausreichend erwärmt, um der einströmenden Brennluft und dem zufliefsenden Gas eine Temperatur zu geben, welche genügend ist, eine schön leuchtende Flamme zu entwickeln. Durch den Fortfall der hierdurch überflüssig werdenden undurchsichtigen Theile aufserhalb; der Glocke und des Cylinders ist es möglich, Ober- und Unterflamme gleichzeitig zur Verwendung zu bringen und dadurch den zweiten, eingangs erwähnten neuen technischen Effect zu erzielen, nämlich die Vermeidung unnöthiger 'Schattengebung nach unten und nach oben.
Des Weiteren ermöglicht diese Anordnung eine decorative Behandlung der Lampe, welche den bisher bekannten Intensivlampen nicht oder nur in sehr beschränktem Mafse zu Theil werden konnte. . Während bei diesen fast nur das Gaszuführungsrohr in Form eines Bügels, einer Lyra etc. die Basis für die Anbringung von Verzierungen bot und aufier der Flamme der Lampe ein Lichteffect nur durch Anbringung von seitlichen Aufsenflammen zu erreichen war, die ihres gegen die Intensivlampenflamme. gelben Lichtes wegen aber nur einen geringen Eindruck hervorbringen konnten, lassen sich bei der nachstehend geschilderten Construction durch Verdeckung der schönen oberen Leuchtflamme durch helle oder farbige Schalen, Tulpen etc. die mannigfachen, bei ge-
wohnlichen Gas-, Petroleum- oder elektrischen Lampen bekannten, bei Intensivlampen bisher aber nicht oder nur sehr beschränkt erreichbaren Lichteffecte auf die allereinfachste. Weise erzielen. Den Salon vermochten sich Gasintensivlampen bis heute nicht zu erobern, sie dienten in der Hauptsache in Geschäftslocalen, Restaurants etc. dem Bedürfnifs einer guten, sparsamen Beleuchtung. Neben dieser bietet die im Folgenden beschriebene Construction die Möglichkeit, den Beleuchtungskörper zu einem Zimmerschmuck zu gestalten und gute Plafonds zur Geltung zu bringen. Dafs man durch getrennte Verwendung der oberen und unteren Flamme je nach Bedarf Licht nur nach oben oder nur nach unten erzielen, also sowohl ökonomisch, als bei Benutzung beider Flammen wirkungsvoll beleuchten kann, mag nicht unerwähnt bleiben.
Beiliegende Zeichnung zeigt den Verticalschnitt der Lampe.
Die Gaskammer ist getheilt in eine obere Hälfte E, welcher das Gas durch die vermittelst des Hahnes A abzuschliefsende Bügelhälfte C zugeführt wird, und in eine untere Hälfte F, welcher durch die Bügelhälfte D, verschliefsbar durch den Hahn B, das Gas zugeführt wird. Aus der oberen Hälfte der Gaskammer führen Röhrchen g nach oben, aus der unteren Hälfte Röhrchen h nach unten. Diese Röhrchen sind im Kreise angeordnet und bilden oben und unten einen Ringbrenner. Durch beide Brenner zieht sich centrisch das als Abzug für die Verbrennungsproducte der Unterflamme dienende Rohr G, welches so hoch geführt ist, dafs der durch den Abzug der Verbrennungsproducte der Unterflamme entstehende Auftrieb die Oberflamme nicht beeinträchtigt.
Diese brennt in einem Raum, welcher nach unten abgeschlossen ist, durch die Platte / mit dem Ringansatz K. Auf dieser Platte / ruht der Glascylinder H, welcher das Rohr G centrisch umgiebt. Die Platte J ist mit kreisförmig angeordneten Löchern L versehen und reicht nach innen nur bis an die Brennerröhrchen g. Der Raum zwischen dem Brennerröhrchen g und dem Rohr G ist offen gelassen. Die Platte J ist durch die Stege M an der Gaskammer befestigt.
Die Brennluft für die Oberflamme tritt zwischen den Brennerröhrchen g und zwischen diesen und dem Rohr G, sowie durch die Löcher L zur Flamme, deren Verbrennungsproducte durch den Cylinder H abziehen; die Luft wird nicht aufserhalb des Brennraumes, sondern erst innerhalb des Cylinders H vorgewärmt.
Die untere Flamme brennt in einem Raum, welcher nach oben abgeschlossen ist, durch die Platte N mit dem Ringansatz O, die ebenfalls mit kreisförmig angeordneten Löchern L versehen ist und ebenfalls nur bis an die Brennerröhrchen h reicht, den Raum zwischen diesen und dem Rohr G offen lassend. In dem Ringansatz O haftet federnd ein Drahtbügel P, über welchen ein mit Oese und nach unten mit Gewinde versehener Stift Q geschoben ist. Durch Aufschrauben der mit Feder versehenen Fassung R auf. dieses Gewinde wird die Glocke S gegen die Platte N gedrückt und dadurch der Verschlufs des Brennraumes für die Unterflamme herbeigeführt.
Die Brennluft für diese tritt auch hier durch die Löcher L und den freien Raum zwischen den Brennerröhrchen h und dem Rohr G zur Flamme, deren Verbrennungsproducte durch das Rohr G und den oberen Theil des Cylinders H abgeführt werden; die Luft wird erst innerhalb der Glocke S vorgewärmt.
Auf den unteren Rand des Rohres G wird der Metallring T geschoben und mit versenkten Schrauben befestigt; von oben wird auf das Rohr G ein gleicher Metallring U bis zu entsprechender Höhe über der Flamme geschoben und ebenfalls mit versenkten Schrauben befestigt. Diese Ringe dienen dazu, die Flammen angemessen zu spreizen.
Das Anzünden der Oberflamme erfolgt nach Oeffnung des Hahnes A entweder wie bei den gewöhnlichen Argandbrennern dadurch, dafs man über die Mündung des Cylinders H ein Flämmchen bringt, oder dadurch, dafs man dieses Flämmchen unter die Löcher L der Platte / hält. Die Unterflamme entzündet sich nach Oeffnung des Hahnes B an der Oberflamme. Die Oberflamme entzündet sich auch an der Unterflamme.
An der Platte / ist der Tragring V befestigt, welcher die Schale X hält, die natürlich in verschiedensten Formen als Tulpe, Ampel etc. gewählt werden kann. Die Befestigung eines Schirmes für die Unterflamme auf Platte N macht keine Schwierigkeiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Gaslampe, welche zum Zweck gleichzeitiger Lichtwirkung nach unten und oben und behufs leichterer Erzielung decorativer Effecte mit einer Ober- und einer Unterfiamme brennt, gekennzeichnet durch einen nach oben gerichteten Ringbrenner gg und einen nach unten gerichteten Ringbrenner h h und durch eine Gaskammer, welche in zwei Hälften so getheilt ist, dafs jede Hälfte einen der Brenner speist und für sich vom Gasrohr abgesperrt werden kann, und ferner durch die Anordnung, dafs das Abzugsrohr G der Unterflamme durch den oberen Brenner centrisch hindurch- und oberhalb desselben hinausgeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT77252D Gaslampe mit Ober- und Unterflamme Expired DE77252C (de)

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DE77252C true DE77252C (de) 1900-01-01

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DENDAT77252D Expired DE77252C (de) Gaslampe mit Ober- und Unterflamme

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