DE76890C - Verfahren und Apparat zum Abheben einzelner Bogen von einem Stöfs für Maschinen der Papier- und Druckindustrie - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Abheben einzelner Bogen von einem Stöfs für Maschinen der Papier- und Druckindustrie

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DE76890C
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DENDAT76890D
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A, REISSER in Wien I, Fichtegasse 11
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H3/00Separating articles from piles
    • B65H3/22Separating articles from piles by needles or the like engaging the articles

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE IS: Druckerei,
ADOLF REISSER in WIEN.
Papier- und Druckindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. August 1893 ab.
Das Verfahren des Abhebens und der an jeder Maschine der Papier- und Druckindustrie anzubringende Apparat zum Abheben der einzelnen Bogen eines regelmäfsig nachgerückten Papierstofses ist nachfolgend beschrieben und in beiliegender Zeichnung in Fig. 1 in der Ansicht, in Fig. 2 in der Draufsicht dargestellt.
Der Papierstofs α ruht auf einer Platte b, welche mit Hülfe einer der bekannten Steuervorrichtungen regelmäfsig in der Richtung des Pfeiles 1 nachgerückt wird.
Die Nadeln c, welche in je einem an der Querschiene d verstellbaren Nadelträger e festgespannt werden, sind nach der Ausschubrichtung hin geeignet gekrümmt oder schief eingespannt und haben die Bestimmung, den obersten Bogen an einer Seite des Papierstofses zu pikiren, worauf dieser Bogen in einer später zu beschreibenden Weise derart zurückgezogen wird, dafs er, ohne eingerissen zu werden, längs der Nadeln c aufwärts gleitet, mit anderen Worten einfach abgehoben wird und einem gleichfalls später beschriebenen Theiler gestattet, in die entstandene Spalte einzudringen, worauf der Bogen wieder vorgeschoben und im weiteren Verlaufe von der Vorschubwalze erfafst und in üblicher Weise weiter befördert wird. Nach dieser Kennzeichnung des Verfahrens mag der dazu dienende Apparat beschrieben werden.
Eine unrunde Scheibe f (deren auch zwei angeordnet sein können), welche in dem Gestell der Maschine geeignet gelagert und angetrieben wird, bringt durch ihren Buckel g alle diese zeitlich verlaufenden Bewegungen mit Hülfe von nach einander bethätigten Rollen T1 r2 hervor, und zwar hebt der Buckel g bei seiner Drehung im Sinne des Pfeiles 2 zuerst die Rolle T1, welche an dem Ende eines um i drehbaren Hebels h angeordnet ist,- dessen anderes Ende mit Hülfe des Hebels H1 die Nadelträger e bezw. deren Schiene d in einer um beiläufig 45 ° gegen die Horizontale geneigten Richtung auf- und abbewegt.
Die Nadeln c kommen dadurch auf den obersten Papierbogen zu sitzen, ohne denselben jedoch durchzudrücken. Aus diesem Grunde sind die Nadeln möglichst nachgiebig in ihrem Träger befestigt, z. B. mit Hülfe einer Feder k (Fig. 2 a), welche den Nadelstift I vertical federn läfst, und deren Spannung durch eine Schraube m geregelt werden kann. Der Kanal für den Nadelstift ist ein Langloch, und wird dieser Stift / durch eine Feder ki seitlich nachgiebig festgehalten.
Bei weiterer Drehung der unrunden Scheibe^/ hebt deren Buckel g die zweite Rolle r2 an, wodurch der an der Welle I1 befestigte Hebel /?2 in der Pfeilrichtung 3 zurückgeschoben wird. Um Z2 drehbar ist an dessen Ende ein Hebel ρ derart federnd angeordnet, dafs dessen mit einem Kautschukbuffer 0 versehenes Ende gegen den Papierstofs gedrückt wird. Bei der Rückwärtsbewegung des Hebels h2 wird daher der erste Bogen von diesem Buffer 0 in gleicher Richtung zurückgezogen, wodurch der von der Nadel c pikirte Bogen längs derselben aufwärts

Claims (2)

gleitet und gegenüber dem zweiten Bogen die eingangs erwähnte Spalte bildet. An derselben Welle Z1 sind weitere Hebel hB befestigt, welche daher gleichfalls die ihr durch Heben der Rolle r.2 mitgetheilte Bewegung mitmächen. Um i3 drehbar sind mit diesen Hebeln A3 die Schleifenhebel Zz4 verbunden, welche die Schiene q der verstellbaren Theiler s erfassen und derart bewegen, dafs die Theiler nach Oeffnen der Spalte in dieselbe eindringen und den abgehobenen Bogen gesondert erhalten. An der Theilerschiene q sind die die Nadeln c gabelförmig umgebenden Abstreifer t gleichfalls verstellbar, aber entsprechend höher als die Theiler s befestigt, so dafs erstere über den abgehobenen Bogen zu liegen kommen. Gleitet die Rolle r, von dem ■ Buckel g der unrunden Scheibe^ wieder herab, so werden die Nadelträger e mit Hülfe deren Schiene d, somit auch die Nadeln c wieder gehoben und treten diese, da der abgehobene Bogen von den Abstreifen! t niedergehalten wird, wieder aus demselben aus; gleich darauf gleitet aber auch die Rolle r2 vom Buckel g herab, wodurch einerseits der gesonderte Bogen wieder vorgeschoben und von den Vorschubwalzen u erfafst und weiter befördert wird, andererseits durch den Rückgang des Hebels hs bezw. hi der Theilerträger q zurückgeschoben und in seine Anfangsstellung gebracht wird, um zur Wiederholung des beschriebenen Vorganges zum Abheben des nächsten Bogens Raum zu geben. Wenn auch für vorliegende Construction nebensächlich, ist es nicht unwichtig, zu erwähnen, dafs alle beschriebenen Theile verstellbar sind, um den Apparat für alle Papiergröfsen geeignet zu machen. Patenτ-Ansprüche:
1. Ein Verfahren zum Abheben der einzelnen Bogen für Maschinen der Papier- und Druckindustrie, dadurch gekennzeichnet, dafs der abzuhebende Bogen von geneigt stehenden Nadeln (c) pikirt und dann derart zurückgeschoben wird, dafs er längs der Nadeln (c) aufwärts gleitet, worauf dieser Bogen durch in die entstandene Spalte eingedrungene Theiler (s) von dem darunter befindlichen Bogen getrennt und wieder vorgeschoben wird, um von Vorschubwalzen (u) erfafst und weiter befördert zu werden.
2. Zur Ausführung des durch i. gekennzeichneten Verfahrens ein Apparat, bestehend aus einer oder zwei unrunden Scheiben (f) mit Buckeln (g), welche einerseits mit Hülfe von Rollen frj und Hebeln (InIn1) die Schiene (d) der Nadelträger fe), andererseits mit Hülfe von Rollen (rj an einer Welle (ij angeordnete Hebel (Ji2 hs) derart bethätigen, dafs der von den Nadeln (c) pikirte erste Bogen von an federnden Hebeln (p) angebrachten Buffern (o) zurückgezogen' wird, während gleichzeitig die von den Hebeln (hj bethätigten Theiler (s) und Abstreifer ft) unter und über den abgehobenen Bogen gebracht werden, worauf beim Rückgang der Hebel die Nadeln (c) austreten und der von den Buffern (o) wieder vorgeschobene Bogen von den Vorschubwalzen (u) erfafst und weiter befördert wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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