DE76838C - Zugregulator für Dampfkessel - Google Patents

Zugregulator für Dampfkessel

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DE76838C
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Germany
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boiler
draft regulator
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reservoir
water
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT76838D
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English (en)
Original Assignee
F. BECK in Verviers, Belgien
Publication of DE76838C publication Critical patent/DE76838C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N3/00Regulating air supply or draught
    • F23N3/02Regulating draught by direct pressure operation of single valves or dampers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Steam Boilers And Waste-Gas Boilers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der neue Zugregulator besteht aus einem Kasten k, welcher durch zwei Röhren α und b mit dem Dampfraum und dem Wasserraum des Dampfkessels in Verbindung steht.
Der Deckel des Kastens trägt ein an beiden Enden offenes Rohr c; durch dasselbe geht eine Stange, die ein Quecksilber enthaltendes, cylindrisches Gefäfs / trägt. Die Stange hängt mit ihrem oberen Ende an dem einen Arm des zweiarmigen Hebels x1, während an dem anderen Arm eine Stange t hängt, welche die den Zug des Kessels regelnde, doppelt wirkende Klappe m trägt. Die Klappe m ist eine cylindrische Trommel, welche oben und unten vermittelst Ansätze in den Gleitstücken d und ρ Führung besitzt.
Der steigende Dampfdruck im Kessel hebt die Quecksilbersäule im Rohr c, und gleichzeitig steigt das durch die hierdurch entstandene Quecksilberentnahme leichter gewordene Gefäfs / nach oben, welche Bewegung auf die Zugklappe m durch den zweiarmigen Hebel x1 übertragen wird.
Ist wegen Mangels an Druck die Klappe m oben, so strömt die Luft durch den Kanal \ zu dem Feuer und bringt dasselbe zu gröfserer Lebhaftigkeit. Ist dagegen das Luftventil m wegen zu hohen Dampfdruckes nach unten geschoben, so dringt die Luft durch den Kanal χ in die Heizkammer des Kessels und erniedrigt die Temperatur des letzteren, während die Lebhaftigkeit des Feuers nicht mehr erhöht wird.
Der' Kasten k enthält aufserdem einen Schwimmer s, welcher durch das Gegengewicht ν schwimmend im Gleichgewicht gehalten wird. Sobald der Wasserstand im Kessel sinkt, wird der Schwimmer 5 auch sinken und das Gegengewicht ν steigen. Das Verbindungsglied des Schwimmers mit dem Gegengewicht (Schnur, Kette oder dergleichen) trägt eine Stange n, welche alsdann das Gefäfs / nach oben stöfst, wodurch die Klappe m nach unten geschoben und somit die Lebhaftigkeit des Feuers auch bei Wassermangel vermindert wird.
Sollte jedoch aus irgend einer Ursache trotz . des vorstehend beschriebenen Zugregulators der Dampfdruck zu hoch steigen, so wird hierdurch das Wasser aus dem Kessel durch ein in den letzteren bis einige Centimeter über die obersten Feuerrohre reichendes Standrohr e in einen auf diesem Rohr über dem Kessel befindlichen Raum f gedrückt; dadurch sinkt der Wasserspiegel im Kessel dermafsen, dafs der Schwimmer s sich theilweise aufser Wasser befindet und dann durch seine Gewichtszunahme die Luftklappe m in der gewünschten Weise in Thätigkeit setzt.
Wenn die Feuerglut nicht rasch genug durch den Zugregulator bekämpft wird, so könnte der Dampfdruck den zulässigen Grad übersteigen. Um dieses zu verhindern, ist folgende Einrichtung angebracht: Ein nicht eingemauerter, mit Wasser gefüllter Behälter r steht unten mit dem Kessel und oben mit dem Gefäfs f durch ein kleines Rohr in Verbindung. Bei normalem Betrieb bleibt das Wasser kalt; bei steigendem Dampfdruck hebt sich der Wasserstand in den Röhren q und e, · und werden sich die beiden Wassersäulen mischen. Infolge des hierdurch bedingtem
Wasserumlaufes dringt das kalte Wasser des Behälters r so lange in den Kessel, bis die Temperatur so weit gesunken ist, dafs der Wasserstand sich im Gefä'fs f wieder unter dem Rohr q befindet, und der Wasserumlauf unterbrochen ist.
h ist ein Ueberlaufrohr des Raumes f nach aufsen.
Durch Veränderung des an der Stange t hängenden Belastungsgewichtes w kann man die Höhe des Dampfdruckes, welchen man erzielen will, regeln.
ist eine Glasscheibe, welche die Wasserstandshöhe im Kessel beobachten läfst.
Dieser Zugregulator kann auch für Kessel zu Warmwasserheizungen Verwendung finden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Zugregulator für Dampfkessel, dadurch gekennzeichnet, dafs bei unzulässiger Steigerung des Dampfdruckes aus einem an dem einen Arm eines zweiarmigen Hebels hängenden Gefäfs (I) Quecksilber in ein feststehendes, in das Gefäfs (I) reichendes, an beiden Seiten offenes Rohr (c) gedrückt wird, und infolge der hierdurch eintretenden Gewichtsverminderung des Gefäfses (I) die an dem anderen Arm des Hebels hängende Zugklappe (m) so verstellt wird, dafs das Feuer gegen die Aufsenluft abgesperrt ist, und die letztere direct zum Kessel tritt.
  2. 2. In Verbindung mit dem in Anspruch i. gekennzeichneten Zugregulator ein durch ein Gegengewicht (v) ausbalancirter Schwimmer (s), welcher bei eintretendem unzulässig niedrigem Wasserstand so tief sinkt, dafs ein an dem über eine Rolle gehenden Verbindungsglied des Schwimmers und seines Gegengewichtes befestigter Stift (n) das Gefäfs (I) hochhebt, wodurch die entsprechende Verstellung der Zugklappe (πι) erfolgt..
  3. 3. In Verbindung mit dem in Anspruch 1. gekennzeichneten Zugregulator ein in den Dampfkessel bis nahe über die Feuerrohre reichendes, an seinem äufseren oberen Ende zu einem Reservoir (f) sich erweiterndes Standrohr (e), in welches bei Ueberschreitung des zulässigen Dampfdruckes das Kesselwasser gedrückt wird, wodurch der Wasserstand dermafsen sinkt, dafs der in Anspruch 1. gekennzeichnete Zugregulator in Thätigkeit tritt.
  4. 4. In Verbindung mit dem in Anspruch 1. gekennzeichneten Zugregulator ein mit dem Kessel und dem Reservoir (f) vermittelst Rohre communicirendes Reservoir (r), aus welchem kaltes Wasser in den Kessel dringt und die Temperatur erniedrigt, sobald das Kesselwasser durch den Dampfdruck in dem Reservoir (f) so hoch gestiegen ist, dafs die Circulation des Kesselwassers eintritt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT76838D Zugregulator für Dampfkessel Expired - Lifetime DE76838C (de)

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