DE768096C - Modell zur Erfuellung einer Schwingungsgleichung - Google Patents
Modell zur Erfuellung einer SchwingungsgleichungInfo
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Description
Zur Untersuchung von Schwingungsvorgängen werden häufig Modellversuche angestellt. Es sei
hingewiesen auf das Gebiet der Schiffsstabilisierung. Hier werden z. B. das Schiff und die
Stabilisierungsanlage, z. B. Tankstabilisierungsanlage, durch Modelle nachgebildet, und es
werden an diesen die Vorgänge untersucht. Es gibt weiterhin auch Meß- und auch Steuergeräte,
die ein schwingungsfähiges System enthalten, das eine bestimmte Schwingungs.gleichung erfüllt.
Damit ein Modell eine bestimmte Schwingungsgleichung
erfüllt, müssen die die Eigenschwingungszahl des Modells bestimmenden Größen, nämlich das Massenträgheitsmoment 8,
der Dämpfungskoeffizient R und das Rückstellmoment D, bestimmte Werte haben. Es bietet
häufig große Schwierigkeiten, den erforderlichen Wert des Massenträgheitsmomentes zu erzielen.
Es würden hierzu z. B. auf dem obengenannten Gebiet der Schiffsstabilisierung unter bestimmten
Bedingungen Schwungräder von etwa 2 m Durchmesser und mehr erforderlich sein.
Dieser für den vorliegenden Zweck überaus erhebliche Gewichtsaufwand und Raumaufwand
läßt sich wesentlich dadurch verringern, daß erfindungsgemäß das Modell zur Bildung des nach
der Schwingungsgleichung erforderlichen Trägheitsmomentes einen mit seiner Präzessionsachse
elastisch an die Nullstellung gefesselten Kreisel enthält.
Es wird also nach dem Gegenstand der Erfindung das durch die Massenverteilung relativ
zur Schwingungsachse bedingte körperliche
Massenträgheitsmoment ersetzt oder ergänzt durch das scheinbare Trägheitsmoment einer
Kreiselanordnung, und zwar auf Grund der Erkenntnis, daß es für das Schwingungsverhalten
des Modells gleichgültig ist, ob das nach der zu erfüllenden Schwingungsgleichung erforderliche
Massenträgheitsmoment durch die Massenverteilung tatsächlich gegeben oder nur ein
scheinbares ist.
ίο Es ist bekannt, physikalische Gewichtspendel
durch Kreiselpendel zu ersetzen, besonders wenn es sich darum handelt, Schwingungsdauern zu
erzielen, deren Länge mit einem gewöhnlichen Pendel kaum erreichbar ist. Hierum handelt es
sich indes bei der Erfindung nicht, denn die das (scheinbare) Trägheitsmoment liefernde
Kreiselanordnung braucht keineswegs als Pendel aufgehängt zu sein, sie hat vielmehr an sich nur
ein sonst erforderliches Gewichtsschwungrad od. dgl. zu ersetzen. Der Unterschied wird noch
deutlicher, wenn man beachtet, daß die erfindungsgemäße Kreiselanordnung zusätzlich bei
einem Kreiselpendel Anwendung finden kann, z. B. um dieses mit einem weiteren Trägheitsmoment
zu koppeln. Zudem läßt sich durch Änderung der Federfesselung das (scheinbare) Trägheitsmoment der erfindungsgemäßen Kreiselanordnung
und damit auch die Schwingungsdauer des Modells bequem ändern, was sich sonst nur durch den Austausch eines das Trägheitsmoment
liefernden Schwungrades gegen ein anderes Schwungrad erzielen läßt.
Von besonderer praktischer Bedeutung ist die Erfindung dann, wenn es sich darum handelt,
ein möglichst großes Rückstellmoment D zu benutzen, wie das nötig ist, wenn man an das
Modell Meßvorrichtungen von starker Rückwirkung anschließt. Soll in einem derartigen
Fall die Schwingungsdauer nicht zu kurz werden, so müssen große Trägheitsmomente aufgebracht
werden. Das läßt sich in vielen Fällen nur mit der erfindungsgemäßen Kreiselanordnung
erreichen.
Einige Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2 umfaßt das Modell eine an den Lagerböcken 1 und 2
drehbeweglich gelagerte Achse 3, 3'. An ihr greift eine Schraubenfeder 4 an, die mit ihrem
anderen Ende an einem gerätefesten Teil eingespannt ist. In die Achse 3, 3' ist ein Rahmen 5
eingeschaltet, an dem ein Kreisel 6 mit der Präzessionsachse 7,7'gelagert ist. DieAchsen3,3'
und 7, 7' schneiden im Ausführungsbeispiel einander senkrecht. Durch die Federn 8 und 9, die
einerseits an einem auf der Achse 7, 7' sitzenden Hebel 10 und andererseits an dem Rahmen 5
angreifen, ist der Kreisel 6 elastisch an die dargestellte Nullstellung gefesselt, in der seine Umlaufachse
senkrecht zu der durch die Achsen 3,3' und 7, 7' bestimmten Ebene verläuft.
Wird das Modell beispielsweise über den Achsenteil 3 zu Schwingungen angeregt, so
präzediert der Kreisel 6 bei diesen Schwingungen ähnlich wie ein Wendezeiger um die
Achse 7, 7'. Die Federn 8 und 9 wrerden wechselweise gespannt, das heißt, es wird Energie zeitweise
in den Federn 8 und 9 aufgespeichert und wieder aus ihnen entnommen.
Es kann durch eine einfache Rechnung gezeigt werden, daß sich das dargestellte Modell
hinsichtlich seiner Schwingungseigenschaften so verhält, wie ein Modell, bei dem die Teile 5 bis 10
durch eine starre Masse, z. B. ein Schwungrad mit dem Massenträgheitsmoment (1?,, ersetzt sind;
jedoch tritt an die Stelle der Größe (h. bei dem
dargestellten Modell die Größe ~-; hierbei ist /
der Impuls des Kreisels 6, f ist die Federkonstante der Federanordnung 8 und 9. Sie er-
gibt also multipliziert mit dem Präzessionsausschlag des Kreisels 6 das auf diesen um die
Präzessionsachse 7, 7' wirkende Rückstellmoment. Ist die Gleichung
in der R den Dämpfungskoeffizienten und D das Rückstellmoment bezeichnet, durch ein Modell
zu erfüllen, so tritt gemäß der Erfindung an die Stelle von (S) der Wert -^-, so daß also die
Schwingungsgleichung bei Einsetzen dieses Wertes in die Form übergeht
^- ά + Ra + Da = 0 .
α ist der Ausschlag der Schwingungsachse 3,3' aus der Nullstellung, ά die erste Ableitung und ά die
zweite Ableitung der Größe α nach der Zeit. Muß beispielsweise zur Erfüllung der vorgeschriebenenSchwingungsgleichung
dieGröße (S) den Wert α haben, so läßt sich dieser Wert
mittels des Erfindungsgegenstandes mit viel geringerem Gewichtsaufwand erzielen, als wenn man
ihn mit Hilfe des körperlichen Trägheitsmomentes eines Schwungrades od. dgl. erreichen möchte.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß man den Wert α auch nach Bedarf leicht ändern kann,
und zw^ar entweder durch Änderung der Drehzahl des Kreisels (Veränderung von /) oder no
durch Änderung der Federkonstante f.
Statt der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungen mit einem Kreisel sind natürlich auch
solche mit mehreren Kreiseln möglich. Fig. 3 und 4 zeigen in Seitenansicht und Draufsicht
ein Ausführungsbeispiel mit zwei Kreiseln. Bei diesem ist an zwei Lagerböcken 20 und 21 eine
Achse 22, 22' gelagert. In diese Achse ist ein Rahmen 23 eingeschaltet, an dem zwei Kreisel 24
und 26 mit zur Achse 22, 22' quer verlaufender Präzessionsachse 25, 25' bzw. 27, 27' gelagert
sind. Die Läufer der beiden Kreisel laufen, wie
aus Fig. 4 hervorgeht, mit Bezug aufeinander entgegengesetzt um. Durch auf den Präzessionsachsenteilen
25' und 27' sitzende Zahnbogen 28 und 29 sind die beiden Präzessionsachsen 25, 25'
und 27, 27' so'miteinander gekuppelt, daß die beiden Kreisel 24 und 26 jeweils spiegelbildlich
zueinander präzedieren. Das schwingungsfähige System wird vervollständigt durch die Feder 30,
die einerseits an einem gerätefesten Teil 31 und andererseits an dem Achsenteil 22' angreift.
Durch die Federn 32 und 33, die einerseits an einem auf dem Achsenteil 25' befestigten Hebel
34 und andererseits an dem Rahmen 23 angreifen, sind die beiden Kreisel 24 und 26 mit
Bezug auf den Rahmen 23 an eine Nullage elastisch gefesselt.
Die Anordnung nach Fig. 3 und 4 verhält sich grundsätzlich genau so wie die Anordnung nach
Fig. ι und 2, jedoch ist in dem obigen Ausdruck
für das scheinbare Trägheitsmoment -~- an
Stelle von / die Summe der Impulse der beiden Kreisel 24 und 26 einzusetzen. Der genannte
Ausdruck geht also in die Form über
(Ji + hY
f '
wenn J1 der Impuls des einen und J2 der Impuls
des anderen der beiden Kreisel 24 und 26 ist. Im allgemeinen wird man Kreisel verwenden,
deren Impulse einander gleich sind.
Fig. 5 und 6 zeigen in Seitenansicht und in Draufsicht ein Modell, das ein Doppelpendel
darstellt. An zwei Lagerböcken 40 und 41 ist eine Achse 42, 42' gelagert. In sie ist ein
Rahmen 43 eingeschaltet, an dem zwei Kreisel 44 und 46 mit quer zur Achse 42, 42' verlaufender
Präzessionsachse 45, 45' bzw. 47, 47' gelagert sind. Die Kreisel 44 und 46 sind mit
Bezug auf den Rahmen 43 an die dargestellte Nullage elastisch gefesselt, und zwar mittels der
Federn 48 und 49. Diese greifen einerseits am Rahmen 43 und andererseits an einem auf dem
Achsenteil 45' bzw. 47' befestigten Hebel 50 bzw. 51 an. Mit dem Achsenteil 42 ist eine
Schiene 52 verbunden. An ihr ist, vorzugsweise in ihrer Längsrichtung verstellbar, eine Lagergabel
53 gehaltert. An dieser ist mittels der Achse 54, 54' ein Rahmen 55 aufgehängt. Am
Rahmen 55 ist mit der quer zur Achse 54, 54' verlaufenden Präzessionsachse 57,57' ein Kreisel
56 gelagert. Durch die Feder 58, die einerseits im Rahmen 55 und andererseits an einem auf
dem Präzessionsachsenteil 57' sitzenden Hebel 59 angreift, ist der Kreisel 56 an die dargestellte
Nullstellung bezüglich des Rahmens 55 elastisch gefesselt. Die Teile 54 bis 59 bilden ein Pendel,
das seinerseits an dem durch die Teile 42 bis 53 gebildeten Pendel aufgehängt ist. An der
Schiene 52 kann unten noch ein vorzugsweise längs verschiebbares Gewicht 52' angebracht
sein. Entsprechend ist auf der zum Rahmen 55 gehörenden Schiene 55α ein Gewicht 60 verschiebbar.
Durch die Aufhängung der beiden schwingungsfähigen Systeme, nämlich Teile 42 bis 53 einerseits und Teile 54 bis 60 andererseits,
als Pendel ist das Rückstellmoment gegeben, das bei den schwingungsfähigen Systemen
nach Fig. 1 bis 4 durch die Feder 4 bzw. 30 geliefert wird. An sich ist es naturgemäß gleichgültig,
welche Mittel zur Lieferung des Rückstellmomentes verwendet werden.
Bei der Ausführung nach Fig. 5 und 6 ist für das eine Schwingungssystem die Anordnung
nach Fig. 3 und 4, also eine Anordnung mit zwei Kreiseln, verwendet, während bei dem
zweiten schwingungsfähigen System gemäß der Ausführung nach Fig. 1 und 2 eine Anordnung
mit einem Kreisel benutzt ist. Die Frage, ob man für das einzelne Schwingungssystem eine
Ein- oder Mehrkreiselanordnung verwendet, ist im allgemeinen abhängig von dem Trägheitsmoment, das nach der zu erfüllenden Schwingungsgleichung
erforderlich ist.
Da die Ausführung nach Fig. 5 und 6 ein Doppelpendel darstellt, so ist sie unter anderem
geeignet, die Wirkungsweise von Schiffsstabilisierungsanlagen zu untersuchen. Bekanntlich
stellt das auf dem Wasser schwingende Schiff ein Pendel dar, und die in das Schiff eingebaute
Stabilisierungsanlage, z. B. Tankstabilisierungsanlage, bildet ein am Schiff gelagertes Pendel.
Um die wirklichen Verhältnisse nachzubilden, wären in dem letztgenannten Anwendungsfall
bei der Ausführung nach Fig. 5 und 6 Momenterzeuger vorzusehen, um auf das Schiffsmodell
(42 bis 53) und auf das Modell (54 bis 60) der Stabilisierungsanlage Momente auszuüben. Der
erste Momenterzeuger wäre so anzubringen, daß er sich gegen das Fundament oder die mit
diesem verbundenen Lagerböcke 40 und 41 abstützt, während der zweite Momenterzeuger,
der zur Übertragung von Momenten auf die Achse 54, 54' dient, sich an dem Schiffsmodell, beispielsweise
an der Schiene 52, abzustützen hätte.
Um durch die Ausführung nach Fig. 5 und 6 die Schwingungseigenschaften eines bestimmten
Schiffes und einer für dieses Schiff bestimmten Stabilisierungsanlage modellmäßig nachzubilden,
sind verschiedene Einstellmöglichkeiten vorgesehen; so kann zur Einstellung des erforderlichen
Trägheitsmomentes, wie schon oben erwähnt, die Drehzahl der Kreisel 44 und 46 und/oder die Federkonstante f der Federn 48
und 49 geändert werden. Weiterhin läßt sich das Rückstellmoment des durch die Teile 42
bis 53 gebildeten.. Schiffsmodells durch Verschieben
des Gewichtes 52' längs der Schiene 52 einstellen. Das gleiche gilt hinsichtlich des durch
die Teile 54 bis 60 gebildeten Modells der Stabilisierungsanlage, z. B. einer Tankstabilisierungsanlage.
Um hierbei das Rückstellmoment
zu ändern, kann das Gewicht 60 längs der mit dem Rahmen 55 verbundenen Schiene 55 a verschoben
werden. Um weiterhin die Lage der Stabilisierungsanlage auf dem Schiff, d. h. die
Lage der Schwingungsachse der Stabilisierungsanlage relativ zum Schiff durch das Modell
richtig erfassen zu können, ist die Lagergabel 53 längs der Schiene 52 einstellbar. Es kann also
durch Verschieben der Lagergabel 53 längs der Schiene 52 und der Gewichte 52' und 60 längs
der Schiene 52 bzw. der Schiene 55 a jedes gewünschte
Verhältnis der Rückstellmomente eingestellt werden.
Es ist ersichtlich, daß mit dem Modell nach Fig. 5 und 6 auch das Verhalten von geplanten
Anlagen und überhaupt die bei verschiedenen Verhältnissen gegebenen Schwingungseigenschaften
eines Doppelpendelsystems untersucht werden können. Um die Dämpfungsverhältnisse
nachzubilden, sind schließlich noch regelbare Dämpfungsvorrichtungen für das Schiffsmodell
42 bis 53 und das Modell der Stabilisierungsanlage 54 bis 60 vorzusehen. Diese Dämpfungsvorrichtungen
werden im allgemeinen der Achse 42, 42' bzw. 54, 54' zugeordnet, obgleich auch andere Möglichkeiten für die Anbringung und
Ausbildung der Dämpfungsvorrichtungen gegeben sind. Zum Beispiel könnten sie den
Präzessionsachsen der Kreisel zugeordnet sein. Entsprechendes gilt auch für die Ausführungen
nach Fig. 1 bis 4 und für die verschiedenen Anwendungen.
Es ist oben erläutert, daß gemäß der Erfindung das zur Erfüllung einer Schwingungsgleichung
erforderliche Trägheitsmoment ganz oder teilweise durch das scheinbare Trägheitsmoment
einer an einem schwingungsfähigen System angebrachten Kreiselanordnung ersetzt bzw., genau gesagt, ergänzt wird. Dieser Gedanke
kann, wie schon gesagt, Anwendung finden bei Einrichtungen, die zur. modellmäßigen
Untersuchung von Schwingungsvorgängen dienen, wie auch bei Steuergeräten und Meßgeräten,
die ein eine bestimmte Schwingungsgleichung erfüllendes schwingungsfähiges System enthalten.
Da an die Stelle des durch die Massenverteilung relativ zur Schwingungsachse 3, 3',
22, 22' usw. gegebenen körperlichen Trägheitsmomentes das durch die Kreiselanordnung bedingte
scheinbare Trägheitsmoment nur dann tritt, wenn der Kreisel präzedieren kann, so folgt
daraus umgekehrt, daß sich bei einer Feststellung der Präzessionsachse des Kreisels bzw.
der Kreisel die Schwingungsdauer des Systems verkürzt, und zwar so, wie sie sich bei Einsetzen
des körperlichen Trägheitsmomentes in die in Betracht kommende Formel ergibt.
Die Erfindung bezieht sich nicht nur auf Demonstrationsmodelle, sondern allgemein auf
die Nachbildung schwingungsfähiger Gebilde nach den Gesetzen der mechanischen Ähnlichkeit.
Derartige Nachbildungen werden z. B. zur Ermittlung von Steuergrößen in Steuergeräten
od. dgl. benötigt.
Claims (6)
1. Modell zur Erfüllung einer Schwingungsgleichung, dadurch gekennzeichnet, daß
es zur Bildung des nach der Schwingungsgleichung erforderlichen Trägheitsmomentes
einen mit seiner Präzessionsachse elastisch an eine Nullstellung bezüglich des Schwingungssystems
gefesselten Kreisel enthält.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Schwingungssystems
einen Rahmen enthält, an dem der Kreisel mit quer zur Schwingungsachse verlaufender Präzessionsachse gelagert und
hinsichtlich seiner Präzessionsbewegung elastisch gefesselt ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Kreisel,
vorzugsweise zwei Kreisel, vorgesehen sind, deren Läufer relativ zueinander entgegengesetzt umlaufen und deren Präzessionsachsen
parallel und so miteinander gekuppelt sind, daß die Kreisel spiegelbildlich präzedieren.
4. Anwendung der Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Bildung
eines Modells eines Doppelpendels, indem eine Einrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche an einer zweiten ebensolchen Einrichtung gelagert wird.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Änderung des scheinbaren Trägheitsmomentes die Drehzahl des Kreisels und
bzw. oder die Federkonstante der zur Fesseiung dienenden Federanordnung regelbar
ist.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß, z. B. mittels verschiebbarer Gewichte, das Rückstellmoment und weiterhin auch die Dämpfungsvorrichtung regelbar ist.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren
folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden:
Deutsche Patentschriften Nr. 134597,317661;
Prof. Dr. S chuler, ^Schlingertank und Schiffskreisel, die Mittel zur Verringerung der
Schlingerbewegung«· ;
Zeitschrift >'Werft, Reederei, Hafen«, 9. Jahrgang,
Heft 14 vom 22. Juli 1928.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
O 509 521 6.55
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES127103D DE768096C (de) | 1937-05-05 | 1937-05-05 | Modell zur Erfuellung einer Schwingungsgleichung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES127103D DE768096C (de) | 1937-05-05 | 1937-05-05 | Modell zur Erfuellung einer Schwingungsgleichung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE768096C true DE768096C (de) | 1955-06-23 |
Family
ID=7537379
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES127103D Expired DE768096C (de) | 1937-05-05 | 1937-05-05 | Modell zur Erfuellung einer Schwingungsgleichung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE768096C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE134597C (de) * | ||||
| DE317661C (de) * |
-
1937
- 1937-05-05 DE DES127103D patent/DE768096C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE134597C (de) * | ||||
| DE317661C (de) * |
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