DE766103C - Anordnung zur Ausschliessung der Fremdstrom- (Triebstrom-) Gefahr bei Steuerung von Signalen od. dgl. - Google Patents

Anordnung zur Ausschliessung der Fremdstrom- (Triebstrom-) Gefahr bei Steuerung von Signalen od. dgl.

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DE766103C
DE766103C DEV39095D DEV0039095D DE766103C DE 766103 C DE766103 C DE 766103C DE V39095 D DEV39095 D DE V39095D DE V0039095 D DEV0039095 D DE V0039095D DE 766103 C DE766103 C DE 766103C
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DE
Germany
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relays
relay
current
harmonic
drive current
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Expired
Application number
DEV39095D
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English (en)
Inventor
Gotthold Rehschuh
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Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH
Original Assignee
Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/18Railway track circuits
    • B61L1/181Details
    • B61L1/187Use of alternating current

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Anordnung zur Ausschließung der Fremdstrom- (Triebstrom-) Gefahr bei Steuerung von Signalen od. dgl. Es ist bekannt, im Eisenbahnsicherungswesen, z. B. beim Betrieb von Gleisstromkreisen, die Beeinflussung von Signal- bzw. Blockrelais durch Fremdströme, z. B. Triebstrom, dadurch zu verhindern, daß man durch entsprechende Wahl der Signal- bzw. Blockfrequenz einen Abstand dieser Frequenz von der Frequenz der Oberwellen des Triebstromes erzielt, der sicherstellt, daB durch die Oberwellen -des Triebstromes eine Beeinflussung der Signalrelais nicht erfolgen kann. Hierbei ist es jedoch schwierig, auch etwaigen Frequenzschwankungen zu begegnen, - weil in diesem Falle, wenn. z. B. die Triebstromfrequenz schwankt, die Signalfrequenz dagegen sich nicht ändert, die Oberwellen des Triebstromes sich der Grundwelle des Signalstromes so weit nähern können, daB die Signaleinrichtung beeinfluBt wird.
  • Die Erfindung bezweckt, auch diesem Fall gerecht zu werden und erreicht dies dadurch, daB zwei verschiedene Signalfrequenzen und zwei Relais verwendet werden, die auf diese verschiedenen Frequenzen ansprechen, wobei die Frequenzen so gewählt werden, daB sie verschiedenen Abstand von der Grundwelle einerseits und den benachbarten Oberwellen des Fremdstromes andererseits aufweisen. Hierdurch wird bewirkt, daß eine Frequenzschwankung nach oben oder nach unten immer nur zu einer Fremdbeeinflussung eines der beiden Relais führen kann, während das andere Relais nicht b,-; influßt wird.
  • Im- folgenden wird Bierfür ein Beispiel gegeben, und zwar für einen Gleisstromkreis auf einer mit Wechselstrom betriebenen Bahn.
  • Angenommen der Triestrom habe die Frequenz T = 16,66 Hz, so haben die Oberwellen folgende Frequenzen: zweite Oberwelle 0@ = 33,33 Hz, dritte Obertvelle 0" = 511,- Hz, vierte Oberwelle 0, = 66,66 Hz, fünfte Oberwelle 0; = ß3>33 Hz, sechste Oberwelle 011 = iooä Hz, siebente Oberwelle 0,; = 116,66 Hz usw.
  • Wählt man nun zum Betrieb des Gleisstromkreises und der beiden Gleisrelais R1 und R. die Frequenzen 55 und 6i und berücksichtigt hierbei Frequenzschwankunge.n des Triebstromes z. B. bis zti -_ i11 so kommt die dritte Oberwelle des Triebstromes bei einer Frequenzsch:ankung um - i11 °_ o in den Frequenzbereich des Relais R1, so daß zwar R1 durch die Oberwelle 0, des Triebstromes beeinflußtwerden könnte. Das Relais R.# liegt jedoch weder im Einflußbereich der dritten noch der vierten Oberwelle. Umgekehrt ist es bei einer Frequenzschwankung des Triebstromes um -i11° o. Dann hat zwar die vierte Oberwelle etwa 611 bis 61 Hz und R., ist durch diese Oberwelle gefährdet, dafür liegt aber nun R1 weder im Einflußbereich der dritten noch dem der vierten Oberweile und wird also durch den Triebstrom nicht beeinflußt.
  • Ein anderes Beispiel: Wählt man für R1 = 95 Hz und für R. = 1o5 Hz, so würde bei einem Sinken der iriebstromfrequenz um beispielsweise 5111a die sechste Oberwelle etwa 95 Hz haben, und das Relais R1 könnte also von ihr beeinflußt werden. Dafür aber liegt dann das Relais R., außerhalb des Einflußbereichs sowohl der sechsten als auch der siebenten Oberwelle. Steigt die Triebstromfrequenz um 511-o, so hat die sechste Oberwelle zwar etwa 1o5 Hz und das Relais R. liegt im Einflußbereich der siebenten Oberwelle, dafür aber Lit nun wieder das Relais PI gegen Beeinflussung durch den Triebstrom geschützt, da die beiden benachbarten Oberwellen, nämlich die fünfte und sechste, weit genug von seinen Ansprechgrenzen entfernt liegen. Ähnlich liegen die Verhältnisse, wenn der Blockstrom in seiner Frequenz schwankt, oder wenn sowohl Triebstrom als auch Blockstrom gleichzeitig Frequenzschwankun:en haben.
  • Es ist nun hierbei nicht erforderlich, daß die beiden Blockfrequenzen zwischen zwei Oberwellen liegen, z. B. wie beim ersten Beispiel zwischen der dritten und vierten Oberwelle oder iiie beim zweiten Beispiel eine der beiden Frequenzen unterhalb der sechsten Oberwelle des Triebstromes und die andere oberhalb derselben, sondern sie können auch, «-as unter Umständen mit Rücksicht auf etwa erforderliche Abstimmglieder zweckmäßig ist, weiter entfernt voneinander liegen. So könnte man z. B. die Frequenzen 55 und 95 zum Betrieb der beiden Relais R1 und R., wählen.
  • Die Relais werden so gewählt und ausgebildet, daß ihr Ansprechbereich zwar den zu erwartenden Frequenzschwankungen des Blockstromes entspricht, da ß er aber andererseits so klein ist, daß auch bei großen Frequenzschwankungen immer wenigstens eines der beiden Relais unbeeinflußt bleibt. Werden also z. B. zum Betrieb der beiden Relais R, und R., die Frequenzen 95 und i115 verwendet, und rechnet man mit einer Schwankung der Triebstromfrequenz von -'50;'11, d. h. also mit einem Absinken der siebenten Oberwelle auf etwa iio Hz, so muß die obere Ansprechgrenze des Relais R., bei etwa log Hz, seine untere bei etwa ioi Hz liegen. Da die fünfte Obert#,-elle hierbei auf etwa Sj,5 Hz steigt, muß die untere Ansprechgrenze des Relais R, bei etwa SB Hz, die obere etwa bei 99 Hz liegen. Würde man mit größeren Triel>strcmscliwankungen rechnen, z. B. mit 7,5 ° t,, dann würde bei einem Absinken der Triebstromfrequenz um 7,511,#o die sechste Oberwelle etwa 92,5 Hz haben, während die siebente Oberwelle etwa i11; ,5 Hz hat. Dann müßten die Relais so ausgebildet sein, daß sie auf die Triebstromfrequenz auch dann noch nicht ansprechen. Sie erhalten also einen Frequenzansprechbereich %-11n etwa -!- 2,0 °, ¢. Bei geeigneter Ausbildung der hekannten Zweiphasenmotorrelais ist dies ohne Schwierigkeit möglich, wenn man dafür sorgt, daß der Hilfswicklung jedes der beiden Relais nur die eine Blockfrequenz, auf die es ansprechen soll, zugeführt wird. Verwendet man nun beide Relais für die Erzeugung ein und desselben Signals, so wird sichergestellt, daß, wenn nur ein Relais anspricht, z. B. als Folge einer Triebstrombeeinflussung, dieses Signal nicht hervorgerufen wird. Bei den bekannten Gleisstromkreisen heißt das, daß ein Fahrtsignal nur entstehen kann, wenn beide Gleisrelais R1 und R_ gleichzeitig angezogen sind. Umgekehrt wird das Haltesignal bereits erzeugt, wenn nur ein Relaisanker abgefallen ist. Da nun durch den Triebstrom im ungünstigsten Falle nur ein Relais zum Anzug gebracht werden kann, so kann der Triebstrom keinesfalls ein falsches Frei- oder Fahrtsignal hervorrufen. Man kann jedoch auch die beiden Relais für die Steuerung mehrerer Begriffe verwenden, wobei dann noch durch jedes Relais für sich ein Begriff gesteuert werden muß. Hierbei muß aber die Zuordnung der Begriffe zu den Relais so erfolgen, daß im Störungsfall, also bei Ansprechen {Abfallen oder Anziehen ) eines Relais in Folge einer Triebstromoberwelle, ein beschränkenderes Signal erzeugt wird.
  • Man kann hierbei die Anordnung auch so treffen, daß die Anker beider Relais auf einen gemeinsamen Kontaktsteg einwirken und auf diese Weise die entsprechenden Signale steuern. Man kann die beiden Relais auch benutzen, um eine gegenseitige Abfallüberwachung herbeizuführen.
  • Die Anwendung der Erfindung. ist nicht auf Gleisstromkreise beschränkt, sie kann sinngemäß auch auf alle anderen Einrichtungen des Sicherungswesens, bei denen Schutz gegen Fremdstrom erforderlich ist, angewendet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Ausschließung der Fremdstrom- (Triebstrom-) Gefahr bei Steuerung von Signalen od. dgl., im besonderen beim selbsttätigen Block, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Relais verwendet werden, die mit verschiedenen Frequenzen gespeist werden, wobei die Frequenzen so gewählt sind, daß eine Frequenzschwankung nach abwärts oder aufwärts immer nur die Frequenz eines der beiden Relais in den Bereich einer Oberwelle des Fremdstromes bringt, so daß eines der beiden Relais bei Fremdstromgefahr stets unbeeinflußt bleibt.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Relais für die Erzeugung mehrerer Begriffe verwendet werden, wobei jedoch die Zuordnung der Begriffe zu den Relais so gewählt ist, daß die Beeinflussung eines Relais durch die Oberwelle des Fremdstromes ein beschränkenderes Signal gegenüber dem normalen Arbeiten der beiden Relais hervorruft.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktanker beider Relais auf einen gemeinsamen Kontaktsteg einwirken. q.. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Relais in an sich bekannter Weise sich gegenseitig auf Abfall überwachen.
DEV39095D 1942-08-18 1942-08-18 Anordnung zur Ausschliessung der Fremdstrom- (Triebstrom-) Gefahr bei Steuerung von Signalen od. dgl. Expired DE766103C (de)

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