DE76363C - Verfahren zur Herstellung von verzuckertem, aromatischem Malz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von verzuckertem, aromatischem Malz

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DE76363C
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A. BEHR in Halle a. s., Gr. Steinstr. 33
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein von dem gewöhnlichen abweichendes Verfahren zur Verzuckerung von Grünmalz sowohl als von Darrmalz. Der besseren Uebersicht wegen soll zuerst das Verzuckern von Grünmalz beschrieben werden.
Das fertig gekeimte Grünmalz, welches von der Tenne oder aus der mechanischen Mälzerei kommt, kommt in einen geschlossenen Apparat, den Verzuckerungskessel. Dieser hat einen doppelwandigen Mantel zur Kühlung oder Heizung mittels Wasser bezw. Heifswasser oder Dampf, unten einen Siebboden und oben eine verschliefsbare Oeffnung nebst einem darunter befindlichen Siebe. Man füllt nun den Apparat mit . kaltem Wasser bis über das Malz an, schliefst ihn und erzeugt in ihm durch Einlassen von Prefsluft einen gewissen Druck (ζ. Β. ι Atmosphäre Ueberdruck). Dadurch wird das Malz gezwungen, eine gewisse Flüssigkeitsmenge in sich aufzunehmen; auch wird etwaiger ihm anhaftender Staub oder Schmutz gelockert. Nachdem das Wasser eine kurze Zeit unter Druck auf das Grünmalz eingewirkt hat, wird es abgelassen, und zwar rasch, damit es den gelockerten Schmutz mit sich herausreifst.
Auf diese Weise hat das Malz in kurzer Zeit eine nicht unbedeutende Wassermenge aufgesaugt, was durch Nachwiegen des Malzes leicht - festgestellt werden kann.
Nun soll das Malz stufenweise verkleistern, dabei in dem Mafse, wie sein Volumen zunimmt, mit Feuchtigkeit gesättigt und zugleich sowohl gereinigt als veredelt werden.- Dies geschieht mit Berücksichtigung der Thatsache, dafs die Verkleisterung (Anschwellen der Körner) des Malzes bei etwa 400 C. bis 58° C. vor sich geht in folgender Weise:
Nachdem der Apparat geschlossen ist, läfst man warme, ozonhaltige und feuchte Prefsluft unter dem Siebboden ein. Der Druck derselben soll etwa 0,5 bis 1 Atmosphäre Ueberdruck betragen und richtet sich nach der Menge des Malzes, sowie der Höhe der Füllung. Die Prefsluft vertheilt sich durch die zahlreichen kleinen Löcher des unteren Siebes gleichmäfsig in der Masse, durchdringt diese von unten nach oben und sammelt sich unter der Oeffnung an, bevor sie durch dieselbe entweicht. Durch das obere Sieb, welches mit dem unteren übereinstimmt, wird die Prefsluft gezwungen, überall in senkrechter Richtung und gleichmäfsig durch das Malz zu streichen, statt etwa nach der Oeffnung zu in convergirender Richtung zu gehen. Dabei giebt die Prefsluft ihre Wärme und Feuchtigkeit an alle Malzkörner gleichmäfsig ab, während erforderlichen Falles der Mantel des Apparates entsprechend geheizt wird, um die Temperatur überall auf der richtigen Höhe (etwa 40 bis 550 C.) zu halten. Das Ozon wirkt energisch und veredelnd auf das Malz ein. Die Art und Weise, wie die obere Oeffnung des Apparates so weit geschlossen wird, dafs der Druck im Apparat die richtige Gröfse behält und die verbrauchte Prefsluft entweichen kann, richtet sich nach den Umständen. Man kann z. B. die Prefs-
luft aus der Oeffnung durch ein Rohr in ein mit Wasser gefülltes Gefäfs leiten, um den obigen Zweck zu erreichen.
Wenn die Verkleisterung vollzogen ist und das Malz die zur Verzuckerung nöthige Feuchtigkeit besitzt, soll die Stärke mit Hülfe der Diastase in Dextrin und Zucker umgewandelt werden, jedoch im Korne selbst und ohne dafs die, Korngestalt sich ändert. Da die Verzuckerung bei einer Temperatur von etwa 55 bis 70° C. stattfindet, so wird statt der warmen jetzt entsprechend heifse, ozonhaltige und feuchte Prefsluft durch den Apparat geleitet, wobei der Mantel desselben entsprechend stärker geheizt werden kann, um die Temperatur überall gleichmäfsig zu halten und Wärmeverlust durch Ausstrahlung zu vermeiden. Dies geschieht so lange, bis die Verzuckerung beendigt ist.
Die Anwendung des Ozons während der Verzuckerung hat den Zweck, veredelnd auf die Substanz einzuwirken, so dafs sich ein bisher unbekanntes Fruchtaroma entwickelt. Das Korn wird hiernach durchscheinend, enthält eine dicke, süfse Flüssigkeit und ist geneigt, mit Leichtigkeit zu platzen.
Anstatt das Grünmalz im Korn zu verzuckern, kann es in der folgenden Weise auch in breiiger Gestalt verzuckert werden.
Nachdem das fertig gekeimte Grünmalz wie oben in einem geschlossenen Gefäfse kurze Zeit in kaltem Wasser unter Druck gelegen hat, wird es herausgenommen, zerschnitten, zermalmt oder zerstampft und durch einander gemengt. Der . entstehende gleichmäfsige Brei wird in den Verzuckerungsapparat gegeben und hier genau in derselben Weise wie vorher erst verkleistert, dann verzuckert. Die Verzuckerung von Darrmalz und anderem Malz geschieht in derselben Weise, wie die oben beschriebene Verzuckerung von Grünmalz.
Das verzuckerte Malz, welches sich durch besondere Reinheit und ein überaus angenehmes Aroma auszeichnet, wird hauptsächlich zur Bierbereitung verwendet, indem man es direct in Bierwürze umwandelt oder zu Farbmalz verarbeitet. Solches Malz oder ein daraus hergestellter Extract kann auch als Arzneimittel u. dergl. Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung verzuckerten aromatischen Malzes, dadurch gekennzeichnet, dafs man Grühmalz oder Darrmalz im ganzen Korn unter Wasser setzt, es zur Aufnahme von Wasser einem Drucke unterwirft urtd darauf das Malz nach der Entfernung des überschüssigen Wassers, sowie nach eventueller Zerkleinerung mittelst Hindurchleitens möglichst, feuchter und entsprechend warmer, ozonhaltiger Prefsluft allmälig verkleistert, es verzuckert und durch die Wirkung des Ozons aromatisch macht.
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