DE76358C - Französischer Rundfangstuhl mit Vorrichtung zur Herstellung von Ränderwaare mit beliebig breitem Doppelrand - Google Patents

Französischer Rundfangstuhl mit Vorrichtung zur Herstellung von Ränderwaare mit beliebig breitem Doppelrand

Info

Publication number
DE76358C
DE76358C DENDAT76358D DE76358DA DE76358C DE 76358 C DE76358 C DE 76358C DE NDAT76358 D DENDAT76358 D DE NDAT76358D DE 76358D A DE76358D A DE 76358DA DE 76358 C DE76358 C DE 76358C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rim
chair
needles
goods
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT76358D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. TERROT in Cannstatt, Württemberg
Publication of DE76358C publication Critical patent/DE76358C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/06Circular knitting machines with independently-movable needles with needle cylinder and dial for ribbed goods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
0Λ
KLASSE
- und Strickmaschinen.
breitem Doppelrand.
Vorliegende Erfindung bezweckt bei Herstellung von Rändern (Anstöfser für gewirkte Jacken und Hosen) auf dem französischen Rundfangstuhl die Erzielung eines schöneren Doppelrandes, als dies bislang auf fraglichen Maschinen möglich war.
Der Doppelrand wurde bisher dadurch hergestellt, dais die Stuhlnadeln für sich allein glattes Gewirke arbeiteten, während die Maschinennadeln unthätig in der letzten Fangmaschenreihe hängen blieben. Die Herstellung glatten Gewirkes auf den Stuhlnadeln hatte jedoch mit sechs, allerhöchstens acht Maschenreihen ihr Ende erreicht, weil die Maschen nicht mehr abgeschlagen werden konnten, da das Gesammtgewirke in den Maschinennadeln hing und deshalb das Abzuggewicht nicht mehr an dem Abschlagen der glatten Maschen mitwirken konnte.
Um diesem Uebelstand abzuhelfen, ist hinter dem die glatte Waare bildenden Maschenrad ein zweites maschenbildendes System dadurch dafs den Maschinennadeln ein g wird, welchen., dieselben auf
den Spitzen der Stuhlnadeln in Schleifen legen, kuliren; gleichzeitig werden die Spitzen der Maschinennadel geprefst, wodurch die alten Maschen dieser Nadeln über die neuen Schleifen abgeworfen werden. Auf diese Weise entstehen gleichzeitig zwei glatte Waarenschläuche, einer auf den Stuhl-, der . andere auf den Maschinennadeln, welche, nachdem sie mittelst einer gemeinsam auf Stuhl- und Maschineneingeschaltet,
Faden zugeführt
nadeln hergestellten Maschenreihe verbunden worden sind, einen schönen, beliebig breiten Rand ergeben.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 das eingeschaltete Maschenbildungssystem von der Seite gesehen dar, und zwar bezeichnet hier B die Maschinenachse, um welche sich der Nadelkörper A dreht, b ist die Tragscheibe, auf welcher die Vorrichtung mittelst Trägers a montirt ist. Diese selbst besteht im wesentlichen aus dem Winkel w, an welchem die von Daumen s beeinflufsten Hebel cdg, sowie c, Cl1 und £fj, Fig. 1 bis 6, montirt sind. Hebel c und Gegenhebel C1 bewegen den Fadenführer f, Fig. 1 bis 6. Der Winkelhebel h, Fig. ι bis 6, vermittelt das Schliefsen und Oeffnen der Scheere i, und zwar bewirkt der Hebel d, Fig. 2, das'Oeffnen der Scheere dadurch, dafs das hintere Ende des Winkelhebels h herabgedrückt wird; Hebel dl schliefst die Scheere. Der Hebel g beeinflufst das Prefsrad r, Fig. 2, 3, 4 und 6, und zwar geschieht dies in folgender Weise: Auf der gleichen Achse mit Hebel g sitzt der Hebel k fest. Wenn nun der Hebel g an seinem Fufse gehoben wird, wie Fig. 2 zeigt, so hebt sich auch der Hebel k in wagerechte Lage, wodurch die Stellschraube des um die Verticalachse at drehbaren Armes q auf der Erhöhung kn Fig. 3, des Hebels k gleitet. Auf dem Arm q aber sitzt das Prefsrad r, welches infolge der Drehung des Armes gegen die Nadeln gedrückt wird. Der Hebel gl ruft die entgegengesetzten
Bewegungen hervor, η sind die Stuhlnadeln und m die Maschinennadeln, welch letztere mittelst der Excenter e e} und e.2, Fig. 3 und 4, bewegt werden.
Die Herstellung eines Doppelrandes geht nun in folgender Weise vor sich: Wenn man nach Beendigung eines sogenannten Rechts- und Rechtsstückes zur Herstellung eines Doppelrandes die Maschinennadeln nicht mehr mit den Stuhlnadeln zusammen arbeiten läfst, dann bilden sich auf den Stuhlnadeln unter dem Maschenrad glatte Maschenreihen. Gleichzeitig aber wird von dem bislang neben den Nadeln gestandenen und nun von dem Hebel c in Thä'tigkeit gebrachten Fadenführer / auf die Stuhlnädeln ein neuer Faden geführt. Dieser Faden wird von den Maschinennadeln, bei ihrem Vorgehen gegen die Spitzen der Stuhlnadeln erfafst und auf diesen Spitzen in Schleifen gelegt. Die Scheere i wird von ihrem entsprechenden Hebel geöffnet und lä'fst das bisher festgehaltene Fadenende los. Gleichzeitig wird aber auch das Prefsrad r gegen die Maschinennadeln gedrückt, infolge dessen deren Spitzen während des Abwärtsgehens der Nadeln geprefst (Fig. 3) und die alten Maschen über die soeben kulirten Schleifen abgeschlagen werden. Es können also auf diese Weise zwei beliebig lange, in einander hängende glatte Waarenschläuche hergestellt werden.
Will man den Rand schliefsen, so wird die Thätigkeit der Maschinennadeln wieder eingeschaltet, d. h. an die letzte auf den Stuhlnadeln und die letzte in den Maschinennadeln hängende glatte Maschenreihe wird ein neues Rand- bezw. Rechts- und Rechtsstück angearbeitet.' Unterdessen löst der von einem Zählwerk beeinflufste Daumen s die Hebel c, dx und g-, der Reihe nach wieder aus, infolge dessen der Fadenführer/ neben den Nadeln schwingt und seinen Faden zwischen die Scheere bringt, welche ihn abschneidet und festhält (Fig. 5 und 6). Ebenso wird auch das Prefsrad r von den Maschinennadeln entfernt (in Fig. 4 punktirt gezeichnet), so dafs jetzt deren Spitzen ungeprefst bleiben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein französischer Rundfangstuhl, auf welchem die Herstellung von Ränderwaare mit beliebig breitem Doppelrand dadurch ermöglicht wird, dafs bei Bildung des letzteren beide Nadelsysteme für sich flache Waarenstücke arbeiten und der Stuhl zu diesem Zweck mit einem zweiten System (Fadenführer /, Prefsrad r, Scheere i und Nadelexcenter e) ausgestattet ist, welches beim Beginn des Doppelrandes eingerückt wird und die Maschinennadeln veranlafst, aus dem über die Stuhlnadelhaken gelegten zweiten Faden glatte Waare zu bilden. :
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT76358D Französischer Rundfangstuhl mit Vorrichtung zur Herstellung von Ränderwaare mit beliebig breitem Doppelrand Expired - Lifetime DE76358C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE76358C true DE76358C (de)

Family

ID=349255

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT76358D Expired - Lifetime DE76358C (de) Französischer Rundfangstuhl mit Vorrichtung zur Herstellung von Ränderwaare mit beliebig breitem Doppelrand

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE76358C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3520623C2 (de)
DE854688C (de) Strickverfahren auf Rundstrickmaschinen
DE1115111B (de) Verfahren zum maschinellen Ketteln von regulaeren Warenkanten und Maschine zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE76358C (de) Französischer Rundfangstuhl mit Vorrichtung zur Herstellung von Ränderwaare mit beliebig breitem Doppelrand
DE116098C (de)
DE64109C (de) Französischer Rundwirkstuhl mit Ringelapparat zum selbstthätigen Auswechseln und Abschneiden verschiedenfarbiger Fäden in der Futtermailleuse zur Erzeugung gestreifter Futter waare
DE1200463B (de) Fadenschneidvorrichtung fuer Einzylinder-Strumpfrundstrickmaschinen
DE566120C (de) Naehmaschine mit in zwei verschiedenen Richtungen beweglicher Stoffklemme
DE280517C (de)
DE177575C (de)
DE599067C (de) Schuhnaehmaschine mit gebogener Hakennadel, Fadeneinleger und Fadenfinger
DE405820C (de) Maschine zur Herstellung von Sohlenverstaerkungen
DE78560C (de) Vorrichtung zum Regeln der Bewegung der Einschliefsplatinen bei Rundstrickmaschinen
DE551990C (de) Verfahren und Rundstrickmaschine zum Stricken von als flache Warenstuecke formgerecht gearbeiteten Struempfen
DE284468C (de)
DE641835C (de) Flache Kulierwirkmaschine zur Herstellung von Kulierplueschwirkware
DE31831C (de) Maschine zur Erzeugung von Futteroder Pelzbesatz auf Stoffen
AT117321B (de) Knüpfteppichwebstuhl.
DE57730C (de) Flacher Kulirwirkstuhl mit einzeln beweglichen Nadeln und feststehender Presse
DE87081C (de)
DE39361C (de) Kettenwirkstuhl
DE12289C (de) Neuerungen an mechanischen Wirkstühlen
AT155907B (de) Flachstrickmaschine.
DE32609C (de) Stoffrückvorrichtung für das Nähen von Knopflöchern auf Nähmaschinen
DE431893C (de) Flacher Wirkstuhl zum Aufarbeiten von Ziernahtstreifen auf Strumpfwaren