DE76298C - Vorrichtung zur Befestigung von Böden an Fässern - Google Patents
Vorrichtung zur Befestigung von Böden an FässernInfo
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- DE76298C DE76298C DENDAT76298D DE76298DA DE76298C DE 76298 C DE76298 C DE 76298C DE NDAT76298 D DENDAT76298 D DE NDAT76298D DE 76298D A DE76298D A DE 76298DA DE 76298 C DE76298 C DE 76298C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D45/00—Clamping or other pressure-applying devices for securing or retaining closure members
- B65D45/32—Clamping or other pressure-applying devices for securing or retaining closure members for applying radial or radial and axial pressure, e.g. contractible bands encircling closure member
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsweise von Fafsböden, Böden von
Trommeln und von ähnlichen Gefäfsen. Die Befestigung derselben wird gegenwärtig dadurch
erreicht, dafs bei Fässern einige Reifen gelöst werden und den Dauben die Ausdehnung
gestattet wird, worauf der Boden eingesetzt und die Reifen wieder angetrieben
werden. Bei Trommeln wird die Befestigung durch Flantschen des Bodenraumes erzielt,
worauf der Boden in oder auf der Trommel durch Niete oder dergleichen verbunden wird.
Bei Ausführung vorliegender Erfindung kommt folgendes Verfahren zur Anwendung:
Das Fafs, die Trommel oder dergleichen Gefä'fs wird in ähnlicher Weise wie bisher mit einer
ringförmigen Nuth L versehen, deren Haltefläche jedoch nicht wie bei Fässern gewöhnlich
schräg, sondern zur Achse des Fasses senkrecht oder nahezu senkrecht ist. Der Fafsböden wird genau in solcher Gröfse hergestellt,
das er knapp über den Rand öder die Eingriffstelle der Nuth hinweggeht. Der Fafsböden
A ist mit einem Band oder Ring B versehen, der aus Bandeisen oder anderem
passenden Material bestehen kann. Ein Theil oder Abschnitt dieses Bandes, ungefähr der
dritte Theil desselben, wird durch Schrauben B1 oder dergleichen am Fafsböden gut befestigt.
Bei eisernen Fässern kann das Band oder der Ring mit dem Boden aus einem Stück Metall
hergestellt sein. Die anderen zwei. Drittel C des Ringes von ungefähr gleicher Länge sind
mittelst eines Gelenkes C1 mit einander verbunden, doch ist der Bolzen oder Zapfen D,
auf welchem sie sich drehen, in dem Fafsböden befestigt, und an Stelle eines Loches ist
in den zwei verbundenen Theilen ein Schlitz C2 angebracht, und statt dafs die beiden Hälften
wie bei einem gewöhnlichen halbirten Endstücke geformt sind, kann das ganze Endstück
auch schräg wie eine Blattung geformt sein. Jede der beiden beweglichen Theile C des
Ringes kann einen oder mehrere längliche Einschnitte E haben, durch welche Bolzen F,
die mit Köpfen F1 versehen sind, hindurchgehen. Für jeden der beiden Ringsegmente
ist ein Ein.fallhaken H in Anwendung gebracht, der an dem inneren Umfang der Segmente in
eine entsprechende Anzahl Zähne G eingreift. Diese Vorrichtung dient dazu, beim Ausdehnen
oder Zusammenziehen des Fasses infolge von Witterungsverhältnissen oder selbst in dem
Falle,- dafs der Fafsböden nicht genau passen sollte, einen festen Verschlufs zu erreichen.
Aufserdem kann der Fafsböden noch mit Pflöcken K versehen sein, die als Stützpunkt
für einen Hebel dienen können, dessen freies Ende auf passende Einschnitte J in der inneren
Peripherie der Ringsegmente als Angriffspunkte gerichtet ist. ·
Der Arbeitsgang ist folgender:
"Wenn der Boden eingesetzt ist, werden die Ringsegmente durch einen Hebel oder ein anderes passendes Instrument nach aufsen gedrückt, so dafs dieselben in die im Fasse angebrachte Nuth L eindringen, während die Einfallhaken H die Segmente in dieser Lage festhalten. Es können aber auch andere Mittel zum Festhalten der Segmente, wie Schraubenbolzen und dergleichen, wenn erwünscht, angewendet werden, oder die Bolzen in den
"Wenn der Boden eingesetzt ist, werden die Ringsegmente durch einen Hebel oder ein anderes passendes Instrument nach aufsen gedrückt, so dafs dieselben in die im Fasse angebrachte Nuth L eindringen, während die Einfallhaken H die Segmente in dieser Lage festhalten. Es können aber auch andere Mittel zum Festhalten der Segmente, wie Schraubenbolzen und dergleichen, wenn erwünscht, angewendet werden, oder die Bolzen in den
Schlitzen C2 und E können fest zugeschraubt
werden, um die Segmente festzuhalten. Beim Zurückziehen der Segmente und Oeffnen des
Fasses kann ein Hebel, der seinen Stützpunkt an einem der Pflöcke K findet, gegen eines
der Ringsegmente in Angriff kommen, um den Einfallhaken H frei zu machen, der dann zur
Seite geschoben wird. Dasselbe geschieht dann mit dem anderen Ringsegment. Nachdem die
Ringsegmente frei gemacht sind, kann die Hebelkraft entgegengesetzt auf dieselben in Anwendung
gebracht werden, um sie nach innen zu zwängen, während die freien Enden C5 der
Segmente sich auf den festen Ringtheil B aufschieben, da diese Verbindungstheile gleichfalls
mit schrägen Flächen auf einander liegen. Wenn die Ringsegmente genügend nach innen,
gezwängt sind, wird der Fafsboden frei und kann mit Hülfe eines -Handgriffes A1 herausgehoben
werden.
An Stelle eines losen Hebels und der Stützpflöcke K kann natürlich auch eine aridere
Vorrichtung, wie Kniehebel oder dergleichen, zur Anwendung kommen; ein Ansatz oder excentrischer
Ring mit Sperrvorrichtung würden denselben Zweck erfüllen.
Obgleich die beweglichen Ringsegmente als zusammengegliedert beschrieben sind, so würde
es schon genügen, wenn sich dieselben nur berühren, vorausgesetzt, dafs passende Schlitze
angebracht sind, um die die Segmente haltenden Bolzen aufzunehmen, und die Segmente
können, wo nöthig, abgeschnitten sein, um freien Spielraum zu haben. Die Segmente
brauchen sich nicht zu überlappen, wenn dies nicht gerade gewünscht wird.
In den beiliegenden Zeichnungen stellt'Fig. ι
eine Draufsicht dar, welche einen Fafsboden mit der beschriebenen Einrichtung zeigt.
Fig. 2 ist ein Durchschnitt eines Theiles des Fasses mit dem eingesetzten Boden mit der beschriebenen
Einrichtung.
Fig. 3 zeigt eine abgeänderte Form eines Theiles der in Fig. ι und 2 dargestellten Einrichtung.
Fig. 4 zeigt die Draufsicht einer abgeänderten Einrichtungsform.
A stellt einen Fafsboden vor,' der mit einem Handriff A1 versehen ist um denselben bequem
zu handhaben. B ist das durch Schrauben oder Bolzen B1 am Fafsboden befestigte Segment
eines eisernen oder dergleichen Ringes. C sind bewegliche Segmente des Ringes, die
bei C1 durch ein passendes Glied, am besten in der Form eines Scharnieres mit einander
verbunden sind, doch ist an Stelle eines runden Loches ein durch beide Segmenttheile C gehender
Schlitz C2 angewendet, durch welchen ein in den Fafsboden A eingeschraubter Bolzen D
hindurchgeht. Die beiden Theile des Verbindungsgliedes C1 können halbirt und, wie bei
C3 dargestellt, zu einem Endstück geformt sein, wie ein gewöhnliches Stiftscharnier; es ist jedoch
besser, die beiden Theile an den Enden überlappend wie eine Blattung herzustellen,
wie in Fig. 2 bei C4 und in Fig. 1 bei dem aus- , gebrochenen Theile der Fafsdaube dargestellt
ist. Eine solche Verbindung ist vorzuziehen, weil die ganze Vorrichtung nothwendigerweise
sehr roh gearbeitet ist und das Glied in' dieser Weise leichter gemacht und eingepafst
werden kann. Indessen ist es nicht unbedingt nöthig, die Segmente C überhaupt mit einander
zu verbinden, dieselben können vielmehr jedes besonders am Fafsboden durch Schrauben,
Bolzen D oder dergleichen, welche durch Schlitze C2 hindurchgehen, wie in Fig. 3 dargestellt,
angebracht werden.
Jedes der Segmente C hat einen oder mehrere längliche Schlitze E, durch welche Bolzen
oder Stifte F, die im Fafsboden befestigt sind, hindurchgehen, welche mit Köpfen oder Muttern
versehen sind, so dafs die Segmente nicht herausgleiten können. An der Verbindungsstelle
der Segmente C und B werden beide Theile gleichfalls am besten in einer Blattung
zugeschrägt, wie in Fig. 1 bei C5 und B2 dargestellt,
so dafs, wenn sich der Ring zusammenzieht, die Enden der Segmente G sich auf die
Enden der Segmente B hinauf oder unter dieselben schieben können.
Jedes der Segmente C ist mit einer entsprechenden
Anzahl von Zähnen G versehen, in welche Einfallhaken H, die mit Bolzen oder Schrauben / am Fafsboden befestigt sind,
eingreifen.
Der Zweck dieser Vorrichtung ist, die Segmente C in ihrer ausgespreizten Lage zu halten
und den Fafsboden fest im Fasse anzuschliefsen.
Ein Einschnitt J, dessen vorspringende Kanten J1 am besten nach innen abschrägend hergestellt
sind, ist in jedem der Segmente C angebracht und ein Stützpflock K befindet sich
in entsprechender Lage am Fafsboden A.
In der in Fig. 4 gezeigten Anordnung sind die beiden Segmente C durch Schrauben C6
oder ähnliche Vorrichtung am Fafsboden befestigt und mit vorzugsweise gebogenen Gleitschlitzen
E versehen, durch welche Kopfschrauben oder Bolzen FF1 hindurchgehen.
Die beiden Segmente C sind durch eine rechts- und .linksgä'ngige Schraubengewindevorrichtung
MM1 mit einander verbunden, wovon der mit
Mx bezeichnete Theil vierkantig oder von anderer
passender Form ist, um durch einen Schlüssel oder dergleichen gedreht zu werden. Die
Schraubengewinde M der Gewindeslange MM1
bewegen sich in den Muttern N, welche, wie bei N1 dargestellt, in den Segmenten C angebracht
sind. Die Gewindestange MM1 wird durch eine Klammer O oder dergleichen, die
im Fafsboden befestigt ist und in einen Ein-
schnitt der Gewindestange MM1 eingreift, in
ihrer centralen Lage gehalten, oder die beiden Segmente können auch in anderer passender
Weise übereinstimmend mit einander verbunden werden.
Der Arbeitsgang der in Fig. ι, 2 und 3 dargestellten
Einrichtungen ist folgender:
Wenn der Boden, wie in Fig. 1 dargestellt, im Fasse eingesetzt ist, wird eine passende
Hebelstange oder dergleichen in den Ausschnitt J eingesetzt, und nachdem man auf
dem Stützblock K einen festen Ansatz erlangt, wird das Segment C genügend ausgedehnt, um
den Sperrhaken H von den Zähnen G abheben zu können, worin derselbe festsafs. Das Segment
C ist dann von Druck befreit und kann nach Bedürfnifs bewegt werden. Ein gleiches
Verfahren wird dann auf das zweite Segment C ■ angewendet, oder die Freimachung des ersten
Segmentes wird voraussichtlich das zweite Segment bereits genügend gelockert haben, um
das Abheben des Einfallhakens H zu gestatten. Nachdem die Segmente frei gemacht sind,
werden dieselben einwärts nach der Mitte des Fafsbodens zu gezogen, und um dieses zu erleichtern,
können in bezw. auf den Segmenten entsprechende Griffe, Knöpfe oder Löcher angebracht
sein. Die Enden C5 der Segmente C werden sich bei dieser Bewegung auf die
Enden B2 des festen Segmentes B schieben,
da die lose Befestigung zwischen den Schraubenköpfen F1 und den Segmenten C dies gestaltet.
Der Durchmesser des Fafsbodens ist genügend, um einen freien Durchgang desselben
über die Nuth L zu gestatten, so dafs, wenn der Befestigungsring durch die Bewegung
der Segmente C nach innen zusammengezogen ist, der Fafsboden leicht aus dem Fasse gehoben
werden kann, indem das befestigte Segment, dessen Umfang der Nuth L angepafst ist
und das nur Y3 Theil des ganzen Kreises
einnimmt, leicht mit dem Fafsboden entfernt werden kann. Um den Fafsboden wieder einzusetzen
, wird zuerst das feste Segment B in die Nuth L eingesetzt, worauf ein Hebel mit
dem Stützpunkt an dem Pflocke K, mit dem freien Ende in dem Ausschnitt J eines der
beiden Segmente C gegen dieses zum Hinauspressen und Einsetzen des Einfallhakens H
in die Zähne G in Anwendung gebracht wird. Hierauf wird dasselbe Angriffsverfahren auf das
zweite Segment C ausgeführt, worauf das Fafs vollständig geschlossen ist.
Nach Fig. 4 werden die Segmente C auswärts zum Eingreifen in die Nuth L oder zur
Einwärtsbewegung durch die rechts- und linksgängige Schraubengewindevorrichtung M M1
bethätigt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Befestigen von Böden an Fässern, gekennzeichnet durch einen mit dem Fafsboden verbundenen, aus mehreren Theilen bestehenden Ring, dessen Segment B am Fafsboden angeschraubt und mit seinem Umfang in die rinförmige Nuth L der Fafsdauben eingepafst ist, und dessen vermittelst Bolzen D bezw. F1 in Schlitzen C2 bezw. E verschiebbare und mit Zähnen versehene Segmente C durch am Fafsboden befestigte Sperrhaken H in der jeweilig eingestellten Lage festgehalten werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76298C true DE76298C (de) |
Family
ID=349197
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76298D Expired - Lifetime DE76298C (de) | Vorrichtung zur Befestigung von Böden an Fässern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76298C (de) |
-
0
- DE DENDAT76298D patent/DE76298C/de not_active Expired - Lifetime
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