DE7617C - Neuerungen an Drillsäemaschinen - Google Patents

Neuerungen an Drillsäemaschinen

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DE7617C
DE7617C DENDAT7617D DE7617DA DE7617C DE 7617 C DE7617 C DE 7617C DE NDAT7617 D DENDAT7617 D DE NDAT7617D DE 7617D A DE7617D A DE 7617DA DE 7617 C DE7617 C DE 7617C
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DE
Germany
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sowing
seeds
seed
lever
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DENDAT7617D
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English (en)
Original Assignee
FR. RAPP, Mechaniker, in Ulm, Württemberg
Publication of DE7617C publication Critical patent/DE7617C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C7/00Sowing
    • A01C7/08Broadcast seeders; Seeders depositing seeds in rows

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sowing (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
1878.
!J Klasse 45.'
FR. RAPP in ULM (Württemberg). Neuerungen an Drillsäemaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. November 1878 ab.
An den Reihensäe- oder Drillmaschinen, welche den Samen gleichmäfsig vertheilen, in geradlaufenden Reihen und gewünschter Tiefe in die Erde bringen, ohne Nachhülfe sicher bedecken sollen und deren Hauptvorzug bedeutende Samenersparnifs ist, sind folgende Bedingungen erforderlich: i. ein sicherer und einfacher Steuermechanismus; 2. bequeme Auswechselung der verschiedenen Triebräder, welche die Aussaatmenge bestimmen; 3. sichere und leicht verständliche Regulirung des Samenzuflusses; 4. gleichmäfsige Vertheilung der Samenkörner durch den Schöpfapparat; 5. leicht verstellbare, stets horizontale Stellung des Saatkastens, damit sich die Aussaatmenge beim Bergan- sowie Bergabfahren stets gleich bleibt; 6. ein einfaches zuverlässiges Saattrichtersystem; 7. ein leichter Säefufs, welcher in sehr lockerem und leichtem Boden durch sein eigenes Gewicht nicht zu tief einsinkt und die Saatfrucht hierdurch nicht vergräbt und erstickt; 8. eine Scharspitze, welche durch ihre Construction auch in schwerem Boden ohne besonders schwere Belastung auf die gewünschte Tiefe in die Erde eindringt und den Samen vollkommen zudeckt; 9. leichtes und rasches Heben der Säefüfse mit gleichzeitiger Ausrückung der Triebräder; 10. solide und dauerhafte Construction bei grofser Leichtigkeit bezw. Minimum des Maschinengewichts.
Hierdurch habe ich statt des Steuers mittelst Vordergestell, ein Hintersteuer an meiner Säemaschine angebracht, welches vermittelst einer Deichsel direct auf die hinteren Fahrräder einwirkt, indem letztere stets in dem durch vorhergehende Fahrt hinterlassenen Fahrgeleis nachgeführt werden, um eine ganz gleichmäfsige Reihenentfernung zu erlangen. Dieses Steuer ist nicht nur billig, sondern bewirkt auch einen leichteren und in hügeligen Gegenden viel sicheren Gang.
Zu i. Fig. i, 2 und 4 zeigen das Hintersteuer in Ansicht, Grundrifs und Durchschnitt.
Die leichte Deichsel a, welche in ein gufseisernes Gehäuse a' auf dem Tragbalken α 2 an einem Schraubenbolzen a3 drehbar eingelegt ist, wird vorn durch eine Schraube b, um welche sie sich behufs Seichter- oder Tieferstellen der Säefüfse auf- und abbewegt, und hinten durch den Vorstecker mit Handgriff b ' gehalten. Das Deichselgehäuse a' ist hinten in einem Bügel b -geführt, welcher unterhalb an dem Tragbalken a2 befestigt ist. Das Deichselgehäuse sammt der darin ruhenden Deichsel α wird an dem am hinteren Ende angegossenen Zahnsegment b3 mittelst des Zahntriebsegmentes i4 dirigirt. Letzteres ist sammt der daran gegossenen Säule c unten in einer Spurpfanne c\ welche auf dem Tragbalken ruht, gelagert. Diese Säule c ist oberhalb durch einen in derselben befestigten Hülsenzapfen <r2, welcher in dem Steg c3 seine Führung hat, mittelst des in dem Hülsenzapfen befestigten Steuerhebels ci drehbar, wodurch oben angeführte, leichte und sehr empfindliche Hintersteuerung bewerkstelligt wird.
Zu 2. Fig. ι bis 9 zeigen in verschiedenen Schnitten und Ansichten die neue Anlage der Treib- und Wechselräder. Hierbei fällt das beschwerliche Abnehmen des Fahrrades d, sowie die Entfernung und Auswechselung des Antriebrades d' als auch des Triebrades d2 auf der Säewelle ganz bei Seite.. Sämmtliche Räder bleiben stets auf ihrem Platze mit Ausnahme des Wechselrades d3, welches dasjenige auf der Säewelle sammt letzterer in Bewegung setzt. Sämmtliche sechs Wechselräder, welche zu verschiedenen Sämereien und verschiedener Aussaatmenge dienen, werden auf das Rädchen di aufgesteckt, das mit langer Nabe und einer Warze versehen ist, und somit ein Doppelrad bildet. Dieses dreht sich auf einem Bolzen, welcher mittelst einer Stellschraube e mit Schwalbenschwanz in dem Scheer- und Ausrückhebel i1 befestigt ist. Mit dieser neuen Räderanlage wird nicht nur ein rasches und bequemes Auswechseln der Räder erlangt und werden bei gleich verschiedenen Aussaaten zwei Wechselräder erspart, sondern wird auch viel an Einfachheit und leichter Handhabung gewonnen, indem das kleinste Wechselrad die wenigste Aussaat und das gröfste Wechselrad die meiste Aussaat bezweckt; ebenso fällt das bisher jedesmal nöthige Heben der Säewelle beim Umkehren der Maschine am Ende des Saatfeldes weg, indem sich das Doppelrad mit dem Scheerhebel beim Heben der Säefüfse während des Kehrens von selbst mit aufhebt und ausrückt.
Zu 3. Fig. ι giebt in Seitenansicht, Fig. 3 und 5 im Querschnitt und Ansicht die Verstellung des Saatkastens i an. Damit die sichere horizontale Stellung des Saatkastens i, welcher
um seine eigene Axe drehbar ist, leicht erkennbar wird, wurde am Seitenschild f des Saatkastens i einen Senklothy1 angebracht, welches bei richtiger horizontaler Stellung des Kastens stets auf die Zunge f2 hinweisen mufs. Der Saatkasten wird mittelst des Ausrückhebels f3 regulirt; letzterer ist an dem Bügel f* mittelst des Schraubenbolzens /5 befestigt und an demselben drehbar. Der Ausrückhebel f3 erfafst mit der an seinem oberen Ende angebrachten länglichen Oese g den Saatkasten an dem an demselben angegossenen Zapfen ^1, an welchem der Kasten leicht und sicher der vorhandenen Neigung des Terrains entsprechend gestellt werden kann. Die Scala ist derart angebracht, dafs der Hebel auf ebenem Feld auf ο bezw. in die Mitte zu stellen ist. Der Regulatorhebel f3 kann sich so viel durchfedern, dafs derselbe beim Verstellen blos nach hinten gedrückt und auf eine der betreffenden Kerben von g~ gestellt wird, worauf sich der Hebel von selbst wieder vordrückt und feststeht.
Zu 4. Fig. i, 3 und 5 zeigen die Regulirung des Samenzuflusses. Sämmtliche Schieber oder Samenabsteller h werden gleichzeitig mittelst des Regulatorhebels h' der Daumen Ji ~ an der Axe 3, der Schienen //4 und des Querstabes 5 auf- und zugestellt. Die Schieber sind je mit einer Stellschraube /20 befestigt und kann jeder durch Lösung der letzteren für sich, sowie auch jede Reihe einzeln abgeschlossen und der Zuflufs in den Schöpfraum abgestellt werden. Um dem Säemann einen sicheren Anhaltspunkt in der richtigen Aussaatmenge zu gewähren, ist die mit No. 1 bis 10 bezeichnete Scala angebracht, auf welcher der Hebel verstellt wird. Denn die Räderauswechselung würde allein noch keine sichere und gleichmäfsige Aussaatmenge bedingen, wenn nicht der Zuflufs des Samens in den Schöpfraum genau durch die Einlafsschieber h regulirt werden könnte, indem die Schöpfräder oder Säelöffel bei gröfserem Zuflufs oder höherer Anfüllung des Schöpfraumes oder umgekehrt mehr oder weniger in sich aufnehmen und ausstreuen.
Zu 5. Fig. i, 3, 4 und 5 stellten in Ansicht, Schnitt und Seitenansicht den Einlaufbecher mit Absperrklappe dar. An dem Einlaufbecher 2'1 befindet sich eine Klappe P, mittelst deren das Auswerfen von Samen durch Ab- bezw. Schrägstellen verhindert wird, wenn, wie es öfters beim Säen vorkommt, einzelne Säefüfse aufgehängt werden müssen, welche am Ende des Ackers über die Grenze hinaussäen würden, oder wenn nicht mit der vollen Reihenzahl gesät wird. Dieser Auf- und Zuschlufs ist dahin verbessert, dafs an der Klappe z2 oberhalb ein kleiner Gewichtshebel befestigt wurde, welcher beim Säen betreffende Klappe durch das Uebergewicht nach innen offen erhält und umgekehrt durch Herausschlagen des Gewichts dieselbe schrägstellt und abschliefst.
Zu 6. Fig. i, 3, 4 und 5 stellen in verschiedenen Ansichten den Saattrichter j dar. Derselbe bewährt sich trotz seiner Einfachheit und Unbiegsamkeit viel besser als die bisherigen vielgliedrigen Kettenbecher, Tubusröhren und Gummischläuche, welche stets reparaturbedürftig sind und sich infolge unrichtiger Stellung des Scharhebeldrehpunktes sowie des Trichtermantels am Säefufs beim Aufstofsen und Heben des letzteren zusammenknicken oder beim Niedergehen der Füfse sich verhängen und die Körner nebenbei werfen, oder gar die Ketten und Gelenke zerreifsen. Die Trichter sind von stärkstem Weifsblech und einfach an einem Haken des Einlaufbechers z'1 eingehängt, so dafs sie sich beim Heben des Säefufses nach allen Seiten bewegen und schieben können.
Zu 7. Fig. i, 2 und 3 zeigen in Seitenansicht, Grundrifs, Querschnitt und Hinteransicht den Säefufs k sammt Mantelrohr k' mit der neuen vorwärts gekrümmten Scharspitze k~, und Fig. 4 die neue leicht rückwärts gerundete Scharspitze k3 und die aufgezogenen Säefüfse in der Stellung zum Transport oder Umkehren. Der Trichtermantel k', welcher den Säetrichter j aufzunehmen hat, ist der Leichtigkeit halber aus Schwarzblech hergestellt. Der Säefufs k ist derart construirt, dafs sich der lange steife Saattrichter, selbst bei tiefster Einsenkung des Säefufses, noch tief genug in dem Mantel kl befindet, um ein Auswerfen der Saatkörner über denselben zu verhüten; ebensowohl nimmt dieser Mantel den langen Trichter/ auch beim höchsten Hub des Säefufses k und der Scharhebel fc* ohne Zwang leicht in sich auf, wodurch dem grofsen Uebelstand des Zerknickens der Säetrichter beim Heben und des Verhängens derselben beim Sinken der Säefüfse vorgebeugt ist. Die Scharspitze bezw. das Rillmesser, welches am Säefufs k mit einer versenkten Schlitzschraube befestigt ist, wurde aus folgenden Gründen für stein- und wurzelfreie Bodenarten verschieden von dem bisher zurückgerundeten Rillmesser hergestellt:
i. damit die bisherige schwere Belastung der Scharhebel k'' sowie der Säefüfse k durch verschiedene Anzahl von Gewichten i5 wegfällt, weil solche nicht nur den Gang der Maschine, sondern auch die Arbeit des Säemannes sehr erschweren, indem dadurch zur Bedienung der Maschine eine besonders kräftige Person zum Heben sämmtlicher belasteter Füfse beim Umwenden der Maschine erforderlich war; 2. um der bisherigen allzu raschen Abnutzung der Scharspitze am Rillmesser vorzubeugen, wurde derselben statt Belastung ein Selbstanzug in die Erde gegeben, dadurch, dafs die Scharspitze unten ca. 10 mm breit gemacht und vorn nach unten statt nach aufwärts gerichtet wurde; die Vorderkante des Rillmessers ist nach oben zurückgeschweift und zugespitzt, damit sich etwa an die Spitze anhängende Wurzeln in die Höhe schieben; 3. damit die Scharspitze eine sehr lockere, dem Reinigungsprocefs sehr förderliche Rillfurche hinterlasse und durch seine breite Spitze auch weit mehr Ackerkrume emporhebe,

Claims (1)

  1. welche hinter dem Streichlappen wieder auf die inzwischen in die Rillfurche gefallenen Saatkörner hineinfällt und dieselben zudeckt, wogegen die bisherigen keilartigen Rillmesserspitzen, welche blos durch Belastung in die Erde eingedrückt werden, eine glatte der Reinigungsentwickelung hinderliche Rillfurche erzeugen; dabei wirft die Spitze weniger Erdkrume auf und bedeckt infolge dessen die Körner weniger vollkommen; 4. drückt und hebt diese Scharspitze Steine und Erdschollen zur Seite, wäh- rend die bisherigen über jedenj/iiege übersteigen, sich aus der Erae herau die Saatkörner oben aufstre^en:;7)
    n.s.tan-d.-Mrir
    |L
    Patent-AnsρRüche|
    Das eigenthümliche Hintersteuer mittelst Deichsel ohne Vordergestell. Die verbesserte Anlage der Wechselräder. Die einfache Absperrklappe mittelst Gewichtshebel.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2498606A (en) * 1945-07-16 1950-02-21 John Deere Van Brunt Co Adjustable gearing

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