DE75971C - Schleudermaschine zur ununterbrochenen Abscheidung der festen Bestandtheile aus schlammigen Flüssigkeiten - Google Patents
Schleudermaschine zur ununterbrochenen Abscheidung der festen Bestandtheile aus schlammigen FlüssigkeitenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B11/00—Feeding, charging, or discharging bowls
- B04B11/02—Continuous feeding or discharging; Control arrangements therefor
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
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- B04B11/08—Skimmers or scrapers for discharging ; Regulating thereof
- B04B11/082—Skimmers for discharging liquid
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
schlammigen Flüssigkeiten.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Schleudermaschine, welche dazu
bestimmt ist, als Ersatz der Filterpressen zur Abtrennung von Kalkschlamm und Saccharaten
aus Zuckersäften zu dienen, um eine ununterbrochen fortlaufende Arbeit und Ersparnifs der
Filtertücher zu erzielen.
Zu diesem Zwecke ist die Maschine so gebaut, dafs sich an das Auslaufende ihrer vollwandigen
Trommel eine am Rande mit Durchgangsspalten versehene Scheibe und an diese eine Erweiterung der Trommel anschliefst, in
welcher der durch die Spalten gelangte Schlamm infolge der erhöhten Fliehkraft eine nochmalige
Pressung erfährt. Das in der Erweiterung getrennte Gut wird dann von Schälrohren oder
Schabern abgenommen.
Die Schleudermaschine ist auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt einen senkrechten Längenschnitt,
Fig. 2 einen senkrechten Querschnitt und
Fig. 3 eine in Fig.' 1 von rechts nach links gesehene Stirnansicht.
Die Fig. 4 und 5 geben zwei zu einander senkrechte Schnitte durch ein Schälrohr.
Der Kalkschlamm oder Saccharat führende Saft tritt durch das in der Hohlwelle A, Fig. 1
links, concentrisch gelagerte Rohr B in die rotirende, vollwandige, sieblose Trommel C,
an deren Innenwandung D sich die specifisch schwereren festen Bestandtheiie unter dem Einflufs
der Centrifugalkraft anlagern und durch die nachströmende Flüssigkeit vorwärts geschoben
werden.
Der bedeutend leichtere Saft füllt den Innenraum der Trommel und läuft durch das dem
Rohr B gegenüberliegende Rohr E ab. Mittelst des Ventils F, Fig. 1 rechts, wird der Abflufs
derart geregelt, dafs die äufsere Schlammschicht stets die nöthige Stärke behält. Der Zwischenraum
zwischen den Zu- und Abflufsrohren B und E und den hohlen Trommelwellen AA
dient zur Kühlung der Lager, indem durch diesen Raum mittelst der an den Wellen A A
angebrachten rasch rohrenden Fangohren G G immerfort frische Luft hindurchgetrieben wird.
Für das Endlager H des Ablaufrohres E ist Wasserkühlung vorgesehen.
Die vollwandige Trommel ist am Auslaufsende durch eine sich mit ihr drehende Trennungsscheibe
I abgeschlossen, zwischen welcher und der Trommelwand schmale, sich nach
aufsen konisch erweiternde Spalten JJ, Fig. 1
und 2, gelassen sind, durch welche der an der Trommel-Innenwand D gelagerte Schlamm in
den erweiterten, vorn offenen Trommeltheil KK
hinausgedrückt wird. Um den Schlamm regelmäfsig diesen Spalten zum Austreten zuzuführen,
ist die Trommel an der Austrittsstelle elliptisch geformt (Fig. 2).
Der herausgeprefste Schlamm wird mittels schaufelartiger Rohre L L oder mittels Abstreifer
M, Fig. 4 und 5, wie auf einer Drehbank abgedreht. Deshalb müssen die Rohrmündungen
oder Abstreif kanten gegen die Bewegungsrichtung der Trommel gekehrt und
messerartig scharf sein. Es müssen mindestens zwei Schaufel- oder Schälrohre oder ein Ab-
streifer und ein Schälrohr vorgesehen sein, da bei dem erhöhten Druck am Umfange des
erweiterten Trommeltheiles ein Nachpressen des Schlammes und infolge dessen eine nochmalige
Trennung der festen und flüssigen Stoffe eintritt, so dafs eine gesonderte Abführung
nöthig ist.
Um dieses zu bewerkstelligen, ist jedes Rohr L mittelst eines auf ihm aufgekeilten Schneckenrades
N und einer in dieses eingreifenden Schnecke O, Fig. 3, genau ein- und feststellbar.
Der abgetrennte Schlamm wird mittelst einer Transportschnecke, welche man an die äufsere
Rohrausmündung anschliefst, sammt dem ununterbrochen in den Schneckentrog geregelt
zufliefsenden Aussüfs- oder Waschwasser vermaischt und einer zweiten Schleudermaschine
zugeführt, in welcher die Trennungsarbeit wiederholt -wird.
Dem Bedürfnifs, möglichst trockenen Kalkschlamm zu erzeugen, trägt man in der Weise
Rechnung, dafs man die für die zweite Trennungsoperation bestimmte Schleudermaschine
rascher umlaufen läfst. In Rücksicht auf den festeren Kalkschlamm ist bei dieser Maschine
die Transportschnecke Q, Fig. 4 und 5, bis an die Trennungsscheibe / eingebaut, und der
Kopf des Schneckentroges P zu einem Abstreifer M ausgebildet, der den Schlamm unmittelbar
in die Schnecke Q fördert.
Die wie beschrieben gebaute vollwandige, sieblose Schleudermaschine bietet
Vortheile:
Vortheile:
a) Ununterbrochenen Betrieb der Schlamm-
folgende und Saccharat-Station, im Gegensatz zur intermittirenden Arbeitsweise mittels Filterpressen.
b) In weiterer Folge die Ersparung der Filtertücher.
c) Wegfall der Pumpen, welche die schlammigen Säfte und Waschwässer in die Filterpressen
drücken, da in der Schleudermaschine sowohl die Druck - als auch die Trennungsarbeit gleichzeitig
durch die Centrifugalkraft verrichtet wird.
d) Da bei Behandlung schlammiger Säfte in der Schleudermaschine ein bedeutend höherer Druck
als bei Filterpressen wirkt, welche bei 4 Atmosphären nicht mehr dichten, so erzielt man
bedeutend trockeneren Schlamm, vermindert die Zuckerverluste, welche sonst durch anhaftende
Flüssigkeit entstehen, und verringert die Menge des Waschwassers, sowie in weiterer
Folge die Verdampfungskosten.
Claims (2)
1. Eine Schleudermaschine mit vollwandiger Trommel, welche an dem Auslauf-Ende
eine sich mit ihr drehende, mit Spalten versehene Trennungsscheibe besitzt, an welche
sich eine Trommelerweiterung anschliefst, in der infolge der erhöhten Fliehkraft, eine
nochmalige Pressung stattfindet, wobei das in der Erweiterung getrennte Gut von
Schälrohren oder Schabern
wird.
2. Bei der durch Anspruch 1. gekennzeichneten Schleudermaschine die Einstellbarkeit der
Schälrohre oder Schaber durch Schneckenräder (N) und Schnecken (O).
abgenommen
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75971C true DE75971C (de) |
Family
ID=348896
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75971D Expired - Lifetime DE75971C (de) | Schleudermaschine zur ununterbrochenen Abscheidung der festen Bestandtheile aus schlammigen Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75971C (de) |
-
0
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