DE759599C - Zuendkerze fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents

Zuendkerze fuer Brennkraftmaschinen

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DE759599C
DE759599C DES135844D DES0135844D DE759599C DE 759599 C DE759599 C DE 759599C DE S135844 D DES135844 D DE S135844D DE S0135844 D DES0135844 D DE S0135844D DE 759599 C DE759599 C DE 759599C
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Germany
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spark plug
poles
spark
combustion
combustion chamber
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DES135844D
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English (en)
Inventor
Wijtze Beije Smits
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T13/00Sparking plugs
    • H01T13/52Sparking plugs characterised by a discharge along a surface

Landscapes

  • Spark Plugs (AREA)
  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Zündkerze für Brennkraftmaschinen Die Lösung des Problems der einwandfreien Zündung von Brennkraftmaschinen durch elektrische Zündsysteme, insonderheit solche mit Hilfe der Zündkerze, gab der ganzen technischen Entwicklung des Motorenbaues einen gewaltigen Auftrieb.
  • Diese Entwicklung führte nach vielfachen Mißerfolgen zu der Überzeugung, daß, je größer oder länger der Zündfunke ist, desto besser die Zündung des explosiven Gasgemisches erfolgt. Die Länge des Funkens zwischen zwei Elektroden durch Luft war aber beschränkt durch .die mit der Erhöhung der Hochspannung des Zündfunkens sich ganz erheblich steigernden Schwierigkeiten bei der Isolierung.
  • An verschiedenen Stellen wurde die Vereinigung einer Gleitfunkenentladung mit der bekannten Elektrodenentladung durch Luft vorgeschlagen. Es wurden auch Hilfselektroden verwendet, um die Länge des Zündfunkens zu vergrößern. Dadurch sollte auch eine erhöhte Sicherheit gegen Verschmutzung gegeben sein; der praktische Betrieb hat jedoch gezeigt, daß solche Zündkerzenkonstruktionen den Zündfunken durch die Mehrfachteilung schwächen und den an sie gestellten Erwartungen keineswegs entsprochen haben, sondern frühzeitig zu Versagern führten und deshalb unbrauchbar sind.
  • Bei bekannten Hochspannungszündkerzen wurde auch versucht, den Überschlag der Hochspannung zwischen den Elektroden zu erleichtern, indem auf den Isolator eine radioaktive Substanz aufgebracht wurde, die den Gasraum ionisieren sollte. Ein Erfolg konnte diesen Bestrebungen allerdings auch nicht beschieden sein, da die Ionisierungsgeschwindigkeit nicht groß genug und vor allem nicht weitreichend genug war.
  • Es sind ferner Kerzen bekannt, deren Funken durch reine Kondensatorentladung entstehen. Diese Zündungsart ergibt gegenüber den heutigen allgemein üblichen Hochspannungszündanlagen den Vorteil, daß mit niedrigeren Spannungen gearbeitet werden kann als es bisher der Fall war.
  • Eine weitere Erniedrigung der Zündspannungen wird durch Verwendung von sehr kleinen Elektrodenabständen erreicht, wobei gleichzeitig die Vorteile einer reinen Gleitfunkenentladung ausgenutzt werden. In dem Bestreben, die Zündspannungen weitmöglichst zu erniedrigen, auch unter 25o Volt, ergaben sich bei Polabständen von unter o, i mm jedoch fabrikatorische Schwierigkeiten, weil der enge Polabstand auch bei Herstellung größerer Serien immer genau gleich sein muß. Die Gleichheit der Produkte verlangt aber ein Übermaß von Präzision, wodurch in der Fabrikation eine Verteuerung eintritt, die die an sich billige Herstellung von. Niederspannungs-Zündkerzen wieder aufhebt.
  • Dieser Nachteil soll durch die vorliegende Erfindung behoben werden.
  • Von den bisher bekanntgewordenen Gleitfunkenzündkerzen, bei denen auf höchste Isolation an allen Bauteilen der größte Wert gelegt wurde, unterscheidet sich die Zündkerze nach der Erfindung dadurch, daß sie eine Isolation besitzt, die an allen Stellen -elektrisch betrachtet - so groß wie möglich ausgeführt ist bis auf die Isolation zwischen den Polen, an denen die Entladung stattfinden soll. Nur zwischen den Polen und sonst an keiner Stelle soll die Grenzfläche des isolierenden Stoffes unter gewissen Voraussetzungen eine gewisse Leitfähigkeit besitzen oder während des Betriebes bekommen. Hierbei kann die Isolationsschicht - da dieselbe im Verbrennungsraum elektrisch leitend wird - zwischen den Polen stärker gewählt werden als bei der oben beschriebenen Gleitfunkenzündkerze, und es fallen daher die Fabrikationsschwierigkeiten fort.
  • Zur Erreichung der von der Erfindung angestrebten Ziele können bestimmte Materialeigenschaften ausgenutzt werden bzw. den verwendeten Materialien Eigenschaften übertragen werden, die sie dann für die Erfindung ganz besonders geeignet machen. Hierzu seien einige Beispiele für die Ausführung von besonders geeigneten Isolationsformen und Arten angeführt: Als Isolator für die Gleitfunkenstrecke wird ein sehr gut isolierendes Porzellanröhrchen oder ein ähnlicher Körper verwendet, welcher an der Stirnseite, mit der er dem Verbrennungsraum zugekehrt ist, mit einem eingebrannten Überzug, ähnlich wie eine Glasur aus einem Thorium-Präparat oder einem sonstigen radioaktiven Material versehen ist. Durch den radioaktiven Zerfall in dem Überzug entstehen an der gewünschten Grenzfläche schwach leitende Schichten, die die Funkenbildung verbessern. Die Form der Pole ist zweckentsprechend auszubilden.
  • Es gibt ferner gesinterte, keramische Körper, die an sich die Eigenschaft besitzen, bei normaler Temperatur völlige Nichtleiter zu sein, also gute Isolatoren, die jedoch bei Temperaturen von einigen hundert Grad Celsius bereits über eine erhebliche elektrische Leitfähigkeit verfügen. Es sei in diesem Zusammenhang auf den Nernststift hingewiesen, bei welchem diese typische 'Materialeigenschaft technisch ausgenutzt wird. Im übrigen besitzen die Erdalkalioxyde alle mehr oder weniger diese Eigenschaften, z. B. das Magnesiumoxyd und ähnliche keramische Körper. Isolatoren mit derartigen Eigenschaften, in den besagten Zündkerzen angebracht, ergeben große Vorteile, da auch sie in der Lage sind, den Gleitwiderstand zwischen den Polen an der Verbrennungsseite zu verringern und damit die elektrische Leitfähigkeit zu erhöhen, wodurch die Funkenentladung wesentlich verbessert wird.
  • Auch durch Verwendung von sehr hochschmelzenden, organischen Substanzen als Isolierschicht kann ein ähnlicher Effekt erzeugt werden. Wenn eine solche organische - den elektrischen Strom isolierende -Substanz an ihrer Grenzfläche, die dem Verbrennungsraum zugekehrt ist, der hohen Temperatur der Verbrennung ausgesetzt wird, so erleidet dieselbe eine sehr langsame Zersetzung unter Bildung von mehr oder weniger grafitischer Kohle, wodurch diese Grenzfläche eine gewisse elektrische Leitfähigkeit erlangt und damit andererseits die Funkenbildung stark verbessert.
  • Ein ähnliches Ergebnis wird erreicht, wenn poröse, keramische oder sonstige isolierende Substanzen, wie z. B. Asbest, verwendet werden, und zwar dann, wenn diese Körper mit hochschmelzenden schwer zersetzlichen organischen Substanzen infiltriert «-erden. Es wurden z. B. sehr gute Ergebnisse erzielt bei Verwendung von Asbest als Isolator und a1 Infiltrationssubstanz eine Lösung von Benzin mit Kopal-Harz, welche von der Explosionsseite aus einseitig infiltriert wurde.
  • Leichtschmelzende Silikate, entweder verwendet als Glasurschicht auf einem besonderen Porzellanisolator, welcher als Hauptisolation dient, oder aber in Form einer Emaille, -die auf den Eisenkörper der Zündkerze, welcher auch aus einem anderen Material bestehen kann, als Isolation eingebrannt ist, können ebenfalls bei entsprechend niedrigen Schmelzpunkten an der dem Verbrennungsraum ausgesetzten Grenzfläche erweichen und in dem Zustand, infolge ihrer beginnenden, elektrolytischen Leitfähigkeit, die Funkenbildung zwischen den Polen erheblich verstärken. Es handelt sich stets nur um eine Vergrößerung der Leitfähigkeit der Grenzflächen zwischen den beiden Polen. Dazu kommt, daß Glasuren oder Emaille in dem erweichten Zustand bei einer bestimmten Temperatur die Eigenschaft haben, winzige Kohleteilchen aufzunehmen, die durch die Verbrennungen entstehen. Diese aufgenommenen Kdhleteilchen können in der verhältnismäßig -weichen Silikatmasse nur äußerst schwierig verbrennen und geben aber andererseits den zusätzlichen Vorteil, daß die Grenzflächenleitfähigkeit für den elektrischen Strom heraufgesetzt wird.
  • Auch gut isolierende Porzellanteilchen können an bestimmten Grenzflächen die elektrische Leitfähigkeit dadurch bedeutend heraufsetzen, daß diese Stellen mit feinverteilten Metallen nach an sich bekannten Brennverfahren überzogen werden.
  • Es sei in diesem Zusammenhang z. B. auf das bekannte Verfahren zum Einbrennen von Platin erinnert, unter Zuhilfenahme von einer Lösung von Platin-Chlorid in Lavendelöl.
  • Durch alle diese Ausführungsmöglichkeiten wird die Leitfähigkeit der Isolationsmasse in der Grenzfläche zwischen den eigentlichen Polen wesentlich vergrößert und dadurch die Funkenbildung verbessert.
  • Jede Erleichterung der Funkenentladung bringt aber die Möglichkeit, die Zündspannung selbst zu erniedrigen, und es war auf diesem Wege unter Ausnutzung aller bisher gegebenen Möglichkeiten schon möglich, Zündkerzen zu bauen, die mit einer Zündspannung von nur 48 Volt für eine bestimmte Zeit völlig regelmäßig arbeiten, und zwar mit festen Elektrodenabständen von solchen Abmessungen, die fabrikatonisch leicht serienmäßig herstellbar sind.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zündkerze für Brennkraftmaschinen, welche mit Gleitfunken arbeitet, hervorgerufen durch reine Kondensatorentladung, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper der Zündkerze zwischen den beiden Polen an der dem Verbrennungsraum zugekehrten Grenzfläche eine erhöhte elektrische Leitfähigkeit besitzt oder während des Betriebes bekommt.
  2. 2. Zündkerze nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Grenzfläche der Isolationsmasse zwischen den Polen im Verbrennungsraum entweder von Natur der Herstellung des Isolators aus, z. B. durch Verwendung eines radioaktiv wirkenden Überzuges, oder unter dem Einfluß der Flammen der entzündeten Gase durch Verwendung besonderer Isolatoren, die bei höherer Temperatur eine stärkere Stromleitung zeigen, elektrisch verhältnismäßig gut leitend wird.
  3. 3. Zündkerze nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolationsmasse zwischen den Polen im Verbrennungsraum sich entweder physikalisch ändert, z. B. durch Erweichung einer vorhandenen niedrig schmelzenden Glasur, wobei sich der Grenzflächenwiderstand entweder selbst oder unter Mitwirkung der durch die Verbrennung bedingten Kohleteilchen verringert, oder sich durch den Einfluß der Verbrennungswärme sehr langsam zersetzt, z. B. durch Verwendung'hochmolekularer organischer Substanzen als Isolator, unter Bildung von Substanzen, z. B. Kohlenstoff, die den elektrischen Widerstand zwischen den Polen wesentlich verringern. ZurAbgrenzungdes Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 24205, 375 502, 570 5o8, 644 496 USA.-Patentschriften Nr. 1962669, 2 129576.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE916137C (de) * 1944-05-28 1954-08-05 Bosch Gmbh Robert Gleifunkenzuendkerze

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DE214205C (de) *
DE375502C (de) * 1923-05-14 Eugen Knoedler Zuendkerze
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US1962669A (en) * 1931-08-12 1934-06-12 Jr Joseph W Parkin Spark plug
DE644496C (de) * 1937-05-05 Hans Navratiel Dr Ing Zuendkerze fuer Brennkraftmaschinen
US2129576A (en) * 1936-09-16 1938-09-06 Frank A Gorny Spark plug

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