DE758121C - Aufbewahrungs- und Entnahmegefaess fuer chirurgisches Nahtmaterial - Google Patents

Aufbewahrungs- und Entnahmegefaess fuer chirurgisches Nahtmaterial

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DE758121C
DE758121C DEP81240D DEP0081240D DE758121C DE 758121 C DE758121 C DE 758121C DE P81240 D DEP81240 D DE P81240D DE P0081240 D DEP0081240 D DE P0081240D DE 758121 C DE758121 C DE 758121C
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DE
Germany
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DEP81240D
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English (en)
Inventor
Bruno Seltner
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Gustav Pirazzi & Co
Original Assignee
Gustav Pirazzi & Co
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Expired legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/04Surgical instruments, devices or methods for suturing wounds; Holders or packages for needles or suture materials
    • A61B17/06Needles ; Sutures; Needle-suture combinations; Holders or packages for needles or suture materials
    • A61B17/06114Packages or dispensers for needles or sutures

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Surgery (AREA)
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Description

Bei den üblichen Aufbewahrungs- und Entnahmegefäßen für chirurgisches Nahtmaterial befindet sich dieses Material in einer Aufbewahrungsflüssigkeit. Hierdurch wird jedoch die Festigkeit des Materials vermindert. Daher ist für die genannten Zweckebereits eine Sturzfiasche bekannt, welche bei einer Kippbewegung um i8o° die Aufbewahrungsflüssigkeit von dem Nahtmaterial entfernt. Derartige Vorrichtungen weisen jedoch wiederum den erheblichen: Nachteil auf, daß dabei das Auf treten von Sekundärinfektionen durch insterile Luft, die sich im Verschlußteil zum mindesten vom zweitmaligen Gebrauch an befindet, unvermeidbar ist.
Sobald nämlich bei diesen bekannten Sturzflaschen das Verschlußteil erst einmal abgenommen worden ist, füllt es sich mit insteriler Außenluft, die sich dann nach Wiederverschließen der Vorrichtung mitder im Flaschenraum befindlichen Luft vermischt, zumal durch den anschließenden Kippvorgang die Luft aus dem Verschlußteil in den Flaschenraum verdrängt und so zwangsläufig mit der darin vorhandenen Luft vermengt wird. Dieser Vorgang wiederholt sich mit jedem neuerlichen Gebrauch solcher Sturzflaschen, so daß dabei immer wieder neue Sekundärinfektionen und damit immer mehr steigende Anreicherungen an Sporen u. dgl. auftreten,
Die Erfindung überwindet diese Übelstände dadurch, daß bei dem aus einer Standflasche bestehenden erfindungsgemäßen1 Gefäß die Flasche an ihrem oberen Teil mit einem seit-
lieh angesetzten Raum versehen ist, welcher beim Kippen der Flasche bis zu 90° die Aufbewahrungsflüssigkeit aufzunehmen vermag, so daß nach dem Kippvorgang das Nahtmaterial trocken liegt. Vorzugsweise wird dieser Ansatz so angeordnet und ausgebildet, daß er gleichzeitig als Auflage nach der Kippbewegung dienen kann. Ferner kann auch der Flaschenboden an der Seite des Ansatzes bzw. unterhalb desselben in der gleichen Richtung um ein der jeweils gewünschten Kippstellung entsprechendes Stück verlängert werden, so daß die gekippte Flasche auf der Seitenwand des Ansatzes und der Kante des verlängerten Flaschenbodens in der jeweiligen, durch das Ausmaß der Verlängerung bedingten Winkelstellung bis zu 90° sicher ruht.
Die untere Wand des Seitenraumes kann
zur Begünstigung eines ruhigen Abfließen« der Aufbewahrungsflüssigkeit als schiefe Ebene und gegebenenfalls verdickt ausgebildet werden.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Seitenraum durch eine von oben herabgehende und nicht ganz bis zum Flaschenboden durchgeführte Zwischenwand von dem eigentlichen Flaschenraum getrennt, so daß eine Art kommunizierende Röhre entsteht. Dies bewirkt, daß die Aufbewahrungsflüssigkeit beim Kippen durch einen engen Kanal zum Seitenraum abfließen muß. Daher kann beim Kippen kein plötzlicher Unterdruck im Flaschenraum entstehen, auf Grund dessen Luft von außen in den Flaschenraum angesaugt werden könnte. Naturgemäß ist bei dieser Ausführungsform der Seitenraum durch einen geeigneten Druckausgleich mit dem Flaschenraum zu verbinden.
Das neue Aufbewahrungs- und Entnahmegefäß gestattet so bei allen seinen verschiedenen Ausführungsformen, durch eine Kippbewegung nur bis zu 900 das Nahtmaterial trockenzulegen oder es wieder mit der Aufbewahrungsflüssigkeit inBerührung zu bringen. Die Entnahme des Nahtmaterials erfolgt im wesentlichen in der üblichen Weise, wofür die nachstellend geschilderten Ausbildungsformen sich besonders bewährt haben. Der Flaschenraum wird an seiner oberen Öffnung mit einer elastischen Abschlußplatte versehen, welche eine öffnung für den Faden aufweist und als zusätzliche Sicherung gegen das Ansaugen unsteriler Außenluft dient. Es kann auch innerhalb des Flaschenraumes ein Führungsrohr für den Faden angeordnet werden. Dieses Führungsrohr ist dann oberhalb der Aufbewahrungsflüssigkeit unterbrochen und der obere Teil des Rohres an seiner unteren Öffnung durch eine Gummi- od. dgl. Kappe, welche eine Durchtrittsöffnung für das Nahtmaterial aufweist, abgeschlossen. Auch hierdurch ist ein völliger Schutz vor der Außenluft gegeben. Ferner wird auch ein Auslaufen der Aufbewahrungsflüssigkeit beim Stoß der Flasche verhütet. Die Entnahmeöffnung für das Nahtmaterial innerhalb des Entnahmekopfes wird zweckmäßig derart ausgebildet, daß die im Nahtmaterial vorhandenen Knoten hemmungslos die öffnung durchlaufen können.
Die gesamte Vorrichtung kann wie auch andere Aufbewahrungs- und Entnahmegefäße solcher oder ähnlicher Art in einer geeigneten Umhüllung vorzugsweise elastisch untergebracht werden. Diese wird vorteilhafterweise mit einem visierartigen Kappenverschluß oder sonstigen Schiebeverschluß versehen, der auch in geöffnetem Zustand die Entnahmeöffnung für das Nahtmaterial und zweckmäßig auch den gesamten Entnahmekopf überragt und so gegen Fallinfektion schützt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung schematisch wiedergegeben. Dabei stellen dar:
ι das gesamte Gefäß, 2 den Flaschenraum, 3 die Höhe, bis zu welcher die Aufbewahrungsflüssigkeit reicht, 4 den Seitenraum, 5 die Trennwand, 6 den Verbindungskanal zwischen Flaschen- und Seitenraum, 7 das Druckausgleichsrohr, 8 den verlängerten Flaschenboden, 9 das Nahtmaterial, 10 die go Aufbewahrungsflüssigkeit, 11 das Führungsrohr, 12 die Gummikappe auf dem Führungsrohr 11, 13 die Umhüllung bzw. Kassette,
14 den Schiebeverschluß an der Umhüllung 13,
15 die elastische Lagerung innerhalb der Umhüllung 13.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Aufbewahrungs- und Entnahmegefäß für chirurgisches Nahtmaterial, bestehend aus einer kippbaren Standflasche, dadurch gekennzeichnet, daß die Flasche (1) an ihrem oberen Teil mit einem seitlichen Raumansatz (4) versehen ist, welcher beim Kippen der Flasche bis zu 900 die Aufbewahrungsflüssigkeit (10) aufzunehmen vermag.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Wand des Seitenraumes (4) als schiefe Ebene und gegebenenfalls verdickt ausgebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Seitenraum (4) und Flaschenraum
    (2) durch eine von oben herabgehende und nicht ganz bis auf den Flaschenboden durchgeführte Zwischenwand (5) getrennt sind, so daß nur ein enger Kanal (6) die beiden Räume kommunizierend miteinander verbindet.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckaus-
    gleichsrohr (7) zwischen beiden Räumen (2 und 4) vorgesehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Flaschenboden unterhalb des Seitenraumes (4) in der gleichen Richtung um ein der jeweils gewünschten Kippstellung entsprechendes Stück (1S) verlängert ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehendenAnsprüche, dadurch gekennzeichnet, daß entweder der Flaschenraum (2) an seiner oberen Öffnung oder ein innerhalb desselben vorgesehenes unterbrochenes Fadenführungsrohr (11) an der unteren Öffnung1 seines oberen Teiles durch eine elastische Abschlußplatte oder -kappe (12) mit einer Fadendurchtrittsöffnung abgeschlossen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden'Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie vorzugsweise elastisch in einer kassettenartigen Umhüllung (13) angeordnet ist, die einen Schiebeverschluß (14) für die Entnahme aufweist, der auch in geöffnetem Zustand die Entnahmeöffnung und zweckmäßig auch dengesamten Entnahmekopf überragt.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht ,gezogen worden:
    Deutsche Patentschrift Nr. 660 376.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    5Ϋ18 1.54
DEP81240D 1940-09-13 1940-09-13 Aufbewahrungs- und Entnahmegefaess fuer chirurgisches Nahtmaterial Expired DE758121C (de)

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FR877459D FR877459A (de) 1940-09-13
NL57417D NL57417C (de) 1940-09-13
DEP81240D DE758121C (de) 1940-09-13 1940-09-13 Aufbewahrungs- und Entnahmegefaess fuer chirurgisches Nahtmaterial

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DE758121C true DE758121C (de) 1954-02-01

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FR (1) FR877459A (de)
NL (1) NL57417C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1014710B (de) * 1954-02-27 1957-08-29 Werner Heinig Catgutflasche

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE660376C (de) * 1934-05-12 1938-05-24 Braun Fa B Aufbewahrungs- und Entnahmegefaess fuer chirurgisches Nahtmaterial

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DE660376C (de) * 1934-05-12 1938-05-24 Braun Fa B Aufbewahrungs- und Entnahmegefaess fuer chirurgisches Nahtmaterial

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DE1014710B (de) * 1954-02-27 1957-08-29 Werner Heinig Catgutflasche

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FR877459A (de) 1942-12-08
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