DE756325C - Anordnung zur Messung elektrischer Stroeme oder Spannungen in einer sich selbsttaetig abgleichenden Kompensationsschaltung - Google Patents

Anordnung zur Messung elektrischer Stroeme oder Spannungen in einer sich selbsttaetig abgleichenden Kompensationsschaltung

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DE756325C
DE756325C DES133608D DES0133608D DE756325C DE 756325 C DE756325 C DE 756325C DE S133608 D DES133608 D DE S133608D DE S0133608 D DES0133608 D DE S0133608D DE 756325 C DE756325 C DE 756325C
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bolometer
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Otto Dr-Ing Mueller
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge
    • G01R17/02Arrangements in which the value to be measured is automatically compared with a reference value
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
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Description

  • Anordnung zur Messung elektrischer Ströme oder Spannungen in einer sich selbsttätig abgleichenden Kompensationsschaltung Wenn ein elektrischer Strom oder eine elektrische Spannung nach einem Kompensationsverfahren gemessen und die Meßgröße mit Tintenschrift fortlaufend aufgezeichnet werden soll, so muß man in der Regel besondere als Verstärker wirkende Hilfseinrichtungen benutzen, da die Energie des zur Verfügung stehenden Ausgleichs stromes im allremeinen zum Betrieb eines Tintenschreibers nicht ausreicht. Zu diesem Zweck benutzt man in der Regel einen absatzweise wirkenden mechanischen Verstärker in Gestalt einer sog. Fallbügelanordnung, wobei die Ausschläge eines von der Meßgröße gesteuerten Galvanometermeßwerkes periodisch von dem Fallbügel abgetastet werden.
  • Bei einer bekannten Anordnung dieser Art ist ein Differentialgetriebe vorgesehen, das die Differenz der Geschwindigkeiten zweier motorisch angetriebener Wellen bildet, wobei das Differentialglied des Differentialgetriebes das Regelglied der Kompensationsschaltung einstellt. Mittels des in gewissen Zeitabständen periodisch betätigten Fallbügels wird nun von dem Zeiger des Nullgalvanometers je nach seiner Abweichung von der Abgleichlage die eine oder die andere der beiden Wellen stillgesetzt, so daß das Differentialglied sich in der einen oder anderen Richtung bewegt, und zwar so lange, bis der Kompensationszustand wieder erreicht ist.
  • Diese bekannte Anordnung hat den Nachteil, daß die Einstellung und damit auch die Aufzeichnung in der durch den Antrieb des Fallbügels gegebenen zeitlichen Folge absatzweise vor sich geht, so daß schnellere Änderungen der Meßgröße nicht erfaßt werden.
  • Eine fortlaufende Aufzeichnung erhält man dagegen, wenn man als Null instrument in der Kompensationsschaltung einen phasenabhängigen Umkehrmotor benutzt, der je nach der Abweichung von dem Abgleich in dem einen oder anderen Sinne in der einen oder anderen Richtung umläuft, das Schreibwerk des Tintenschreibers bewegt und zugleich das Regelglied der Kompensationsschaltung wieder in die Abgleichstellung bringt.
  • Diese bekannten Anordnungen arbeiten vorzugsweise mit Induktionszählermeßwerken als Nullmotoren und sind daher nicht ohne weiteres zum Messen von Gleichströmen oder -spannungen geeignet. Dies wird in einer Anordnung zur Messung elektrischer Ströme oder Spannungen in einer sich selbsttätig abgleichenden Kompensationsschaltung, bei welcher das Regelglied durch ein Differentialgetriebe verstellt wird, insbesondere zur kontinuierlichen Aufzeichnung der Meßgröße mittels eines Schreibgerätes, gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die Geschwindigkeit mindestens einer der beiden in dauerndem Umlauf befindlichen Wellen des Differentialgetriebes durch den Auslgleiclllsstrom dler Sompensationsschaltung gesteuert wird.
  • Die Anordnung gemäß der Erfindung hat außerdem noch den Vorteil, daß der verstärkte Ausgleiclisstrom nicht zum Antrieb des. Regelgliedes der Kompensationsschaltung dient, sondern nur zum Beeinflussen der aus einer Hilfsstromquelle gespeisten, die Wellen antreibenden Motoren. Infolgedessen genügt ein Verstärker mit wesentlich geringerem Verstärkungsgrad, so daß z.B. zum Messen einer Thermospannung od. dgl. ein Bolometerverstärker der üblichen Bauart ohne weitere Verstärkung ausreicht.
  • Als Verstärkungsmittel können im übrigen Verstärker beliebiger Art benutzt werden, wie sie insbesondere für Meßeinrichtungen bekannt sind, z. B. auch Photozellenverstärker. Man kann unter Umständen aber auch Anordnungen verwenden, bei denen der Ausgleiclhsstrom ein richitungsrempfindlliches Relais steuert, das beim Abweichen von dem Ahgleich einen verstärkten Strom einschaltet.
  • Die Beeinflussung der Geschwindigkeit der betreffenden Wellen - kann in verschiedener Weise erfolgen. Wenn die Wellen durch Elektromotoren angetrieben werden, so kann man z. B. die Felderregung mindestens einer der beiden Elektromotoren durch den Ausgleicahssltrom beei,n,flussen, wobei dieser vorzugsweise ein richtungsempfindliches Relais erregt, das eine zusätzliche Feldwicklung des betreffenden Elektromotors speist.
  • Im allgemeinen wird man es jedoch vorziehen, einen Verstärker, insbesondere einen Bolometerverstärker, zu benutzen und die Geschwindigkeit mindestens einer der beiden Wellen durch eine von dem verstärkten Ausgleichsstrom gesteuerte Bremse zu verändern.
  • Als solche könnte z. B. eine elektromagnetisch gesteuerte mechanische Bremse benutzt werden. Besonders vorteilhaft ist aber die Verwendung von Wirbelstrombremsen. Bei einer Wirbelstrombremse ist nämlich die Wirkung proportional dem Quadrat der magnetischen Feldstärke B des die Wirbelströme erzeugenden Magneten. Wird nun die z. B. durch eine von einem konstanten Strom gespeiste Erregerwicklung erzeugte Vormagnetisierung mit Bo bezeichnet, die durch eine von dem verstärkten Aulslglleichss,trom in einer Zusatzwicklung erzeugte Feldstärke B1 je nach der Stromrichtung verstärkt oder geschwächt wird, so ist die Wirkung der Wirbelstrombremse proportional (Bo + B1)2 oder proportional Bo2 + 2 Bo B1 + B12. Beim Verschwinden der zusätzlichen Feldstärke Bl wird nun der Unterschied (Bo 1 B1)2 - B02 = bs2 + 2 Bo B1 wirksam. Daraus ergibt sich, daß die für die Verstellung des Regelgliedes in Betracht kommende Wirkung bei gleichem Wert von Bt mit wachsender Vormagnetisierung Bo zunimmt und die Abhängigkeit von der Stärke des Abgleicllfisstromes sich um so mehr einer linearen Beziehung nähert, je größer die Vormagnetisierung ist. Man kann daher die Wirkung der Anordnung durch Steigerung der Vormagnetisierung wesentlich erhöhen und günstiger gestalten.
  • Die Verwendung von Wirbelstrombremsen bietet außerdem den Vorteil, daß man auch eine Wechselstromgröße unmittelbar, also ohne vorherige Gleichrichtung, zur Kompensation verwenden kann. Man muß dann allerdings zur Vormagnetisierung einen synchronen Wechselstrom entsprechender Phasenlage benuten. Man kann dlan,n denAu.sgl eich s strom über einen einfachen Wechselstromverstärker an die Zusatzwicklung der Wirbelstrombremse anschließen.
  • Benutzt man zum Antrieb der beiden Wellen je einen Elektromotor, so werden diese vorzugsweise aus dem gleichen Leitungsnetz gespeist. Dann haben Schwankungen der Netzspannung keinen Einfluß auf die Messung, da sich die Umlaufgeschwindigkeiten der beiden Motoren in gleichem Sinne ändern. Aber audl Unterschiede der Umlaufgeschwindigkeiten, die z. B. durch Änderungen der Lagerreibung od. dgl. bedingt sind, werden innerhalb gewisser Grenzen durch eine entsprechende Feldregelung des Motors selbsttätig ausgeglichen.
  • Wenn die beiden Elektromotoren in Parallelschaltung an das Netz angeschlossen sind, so übt die Regelung der Drehzahl des einen Motors keinen Einfluß auf die Drehzahl des anderen aus. Bei einer Reihenschaltung dagegen verteilt sich die Leistung auf die beiden Motoren entsprechend der Drehzahl. Dadurch erhöht sich die Differenz der Geschwindigkeiten selbsttätig, so daß die Wirkung verstärkt wird.
  • Wenn man einen Bolometerverstärker benutzt oder einen anderen mit thermischer Trägheit behafteten Verstärker, so können infolge der thermischen Trägheit störende Pendelungen auftreten. Dies kann man jedoch durch eine bei derartigen Verstärkern an sich bekannte differenzierende elastische Rückwirkung beseitigen. Im übrigen kann es erwünscht sein, noch weitere Mittel zur elastischen Rückführung zu benutzen, insbesondere wenn die Anordnung größere Schwungmassen enthält. Zu diesem Zweck kann von dem Differentialglied des Differentialgetriebes über eine Schlupfkupplung das unter dem Einfluß einer Federkraft in einer Mittelstellung gehaltene Regelmittel eines im Kompensationskreis liegenden - Widerstandes gesteuert werden. Dabei kann die Schlupfkupplung ebenfalls auf dem Prinzip der Wirbel stromerzeugung beruhen. Noch wirksamer ist eine Anordnung, bei der das zur elastischen Rückführung dienende Regelmittel eines im Kompensationskreis liegenden Widerstandes durch in eine zähe Flüssigkeit eintauchende Mitnehmer mit dem Differentialglied gekuppelt ist.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
  • Bei der in Fig. I gezeichneten Anordnung ist angenpmmen, daß ein Gleichstromnetz I zur Verfügung steht, an das zwei Gleichstrommotoren 2, 3 angeschlossen sind. Die Feldwicklungen der beiden Motoren sind mit 4 und 5 bezeichnet. Die Motoren 2 und 3 treiben über Räder 6, 7 die Sonnenräder 8, 9 eines Differentialgetriebes an, dessen Differentialglied 10 iiber ein Schneckengetriebe 11 mit dem Kontaktarm 12 eines Regelwiderstandes I3 gekuppelt ist.
  • Der Regelwiderstand I3 ist an eine Gleichstromquelle 14 angeschlossen, die einerseits 'mit einer Klemme 15 für den Anschluß einer zu messenden Spannung Ux verbunden ist.
  • Die andere Klemme I6 steht über die Erregerwicklung I7 eines polarisierten Relais I8 mit dem Kontaktarm.I2 in Verbindung. Der Anker des Relais I8 spielt zwischen zwei festen Kontakten I9, 2p, die über einen an die Netzleitungen I angeschlossenen Widerstand 21 miteinander verbunden sind. An einen Abzweigpunkt des Widerstandes 21 ist eine zusätzliche Erregerwicklung22 für das Feld des Motors 2 angeschlossen, die andererseits mit dem Ankerhebel I8 des Relais verbunden ist.
  • Steht der Ankerhebel Ig in der Mittellage, so daß die zusätzliche Erregerwicklung 22 stromlos ist, so mögen die Motorwellen und damit auch die beiden Sonnenräder 8 und 9 gleich schnell umlaufen. Somit befindet sich das Differentialglied 10 in Ruhe. Wenn nun aber die zu messende Spannung Ux durch die an dem Regelwiderstand I3 abgegriffene KompensationsspannungUk nicht abgeglichen ist, so fließt ein AbglSeicihbs,strom Ja in der einen oder anderen Richtung in dem Kompensationskreis und somit auch in der Relaiswicklung I7, so daß der Anker 18 einen der Kontakte I9, 20 berührt und somit einen verstärkten Strom Jv einschalbtet, der, je nachdem der Kontakt 19 oder 20 berührt wird, in der einen oder anderen Richtung die zusätzliche Erregerwicklung 22 durchfließt. Dadurch wird das Magnetfeld des Motors 2 in seiner Stärke verändert und die Umlaufgeschwindigkeit der betreffenden Motorwelle verringert bzw. vergrößert. Infolgedessen bewegt sich das Differentialglied io des Differentialgetriebes entsprechend der Differenz der Geschwindigkeiten der Motorwellen 2, 3 und verstellt den Kontaktarm I2 im Sinne einer selbsttätigen Kompensation. Die jeweilige Stellung des Kontaktarmes I2 bildet also ein Maß für die zu messende Größe Ux, und man kann z. B. das Schreibwerk eines Tintenschreibers mit dem Kontaktarm 12 kuppeln, um eine fortlaufende Aufzeichnung der Meßgröße zu erhalten.
  • In Fig. 2 sind ebenfalls zwei Wellen 23, 24 vorgesehen, die z. B. durch aus einem Wechselstromnetz 25 gespeiste Induktionsmotoren 26, 27 angetrieben werden. Die Wellen 23, 24 sind über Stirnräder 6, 7 mit den Sonnenrädern 8, 9 eines Differentialgetriebes gekuppelt, dessen Differentialglied I0 über ein Schneckengetriebe II den Kontaktarm I2 eines von einer Gleichstromquelle 14 gespeisten Regelwiderstandes I3 antreibt. Der Kompensationskreis ist über die Drehspule 28 eines Galvanometers, einen zur elastischen Rückführung dienenden Regelwiderstand 29, dessen Kontaktarm 30, ein zur Temperaturmessung dienendes Thermoelement 31 den Kontaktarm 12 und den von diesem abgegriffenen Teil des Widerstandes I3 geschlossen.
  • Jede der beiden Wellen 23, 24 trägt nun eine Metall scheibe 32 bzw. 33, wobei diese sich zwischen den Polen von Elektromagneten 34 bzw. 35 bewegen. Jeder dieser Magneten ist mit einer aus dem Gleichstromnetz gespeisten Erregerwicklung 36 bzw. 37 versehen sowie mit je einer Zusatzwicklung 38 bzw. 39.
  • Die beiden Zusatzwicklungen 38, 39 werden ebenfalls aus dem Gleichstromnetz I gespeist, jedoch unter Vorschaltung von in an sich bekannter Weise durch Luftströme gekühlten Bolometerwiderständen 40 bzw. 4I, die durch das Galvanometermeßwerk gesteuert werden.
  • Zu diesem Zweck ist in der üblichen Weise mit der Drehspule 28 eine Fahne +2 gekuppelt.
  • Steht diese in der Mittelstellung, so sind die Widerstände 40 und 41 gleich groß und somit auch die Ströme Jvr in den Wicklungen 38 und 39. Bei einer Abweichung von der Kompensation in dem einen oder anderen Sinne entsteht aber eine Ablenkung der Drehspule 28 in der einen oder anderen Richtung, und die Fahne 42 declst die Bolometerwiderstände 40 bzw. 41 mehr oder weniger ab. Dadurch ändern sich deren Widerstandsbeträge, und es entsteht ein Unterschied zwischen den StrömenJvl und J,,2 wobei die Wicklungsrichtung so gewählt ist, daß die Bremsung z. B. der Welle 23 zunimmt und die Bremsung der Welle 24 abnimmt. Dies hat eine Differenz der Umlaufgeschwindigkeiten zur Folge, so daß das Differentialglied 10 sich entsprechend bewegt und den Kontaktarm 12 im Sinne einer selbsttätigen Kompensation verstellt.
  • Zur elastischen Rückführung trägt die Welle des Differentialgliedes 10 auf der anderen Seite eine Metallscheibe 43. Gleichachsig dazu ist eine Welle 44 gelagert, die über ein Schneckengetriebe 45 mit dem Kontaktarm 30 verbunden ist. Die Welle 44 trägt Magneten 46, die die Scheibe +3 umfassen, so daß durch die bei der Drehung der Welle des Differentialgliedes 10 in der Scheibe 43 entstehenden Wirbelströme ein Drehmoment auf die Welle ausgeübt wird. Der Kontaktarm 30 steht unter dem Einfluß einer Federanordnung +7, 48, die bestrebt ist, ihn in einer Mittelstellung zu halten.
  • Wenn nun bei einer Störung des Abgleichs das Differentialglied 10 sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit dreht, so wirkt auf den Kontakt 30 ein Drehmoment, das der Größe der Geschwindigkeiten proportional ist.
  • Dabei ist die Bewegungsrichtung des Kontaktarmes 30 so gewählt, daß die entsprechende Verstellung des Regelwiderstandes 29 der Verstellung des Regelwiderstandes 13 durch den Kontaktarm 12 entgegenwirkt. Sobald das Differentialglied zur Ruhe kommt, geht der Kontaktarm 30 infolge der Federkraft wieder in die Mittellage zurück. Bei entsprechender Bemessung der Gegenkraft der Federanordnung 47, 48 kann nun ein Uberpendeln, was unter Umständen infolge der großen Trägheit der Getriebeteile zu befürchten ist, verhindert werden.
  • Bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung sind zwei durch in Reihe geschaltete Induktionsmotoren 26, 27 angetriebene Wellen 23, 24 vorgesehen, die mit den Sonnenrädern 8, 9 eines Differentialgetriebes gekuppelt sind, und die Wellen 23, 24 werden durch in den Scheiben 32 bzw. 33 Wirbelströme erzeugende Magnete 34, 35 gebremst, deren Zusatzwicklungen 38, 39 ebenso wie in dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 über eine Bolometeranordnung 40, 4I von einem Gleichstromnetz I gespeist werden. Zur Vormagnetisierung dienen die Erregerwicklungen 36 und 37.
  • Im Gegensatz zu der Anordnung nach Fig. 2 trägt aber hier das Differentialglied I0 des Differentialgetriebes einen als kreisförmig gebogene Drahtwe'ndel ausgebildeten Regelwiderstand 49, der ebenso wie der Regelwiderstand I3 in der Anordnung nach Fig. 2 aus einer Gleichstromquelle 14 gespeist wird.
  • Der als Schleiffeder ausgebildete Abgriffkontakt 50 ist nun auf einem Bügel 51 befestigt, der in Lagern 52, 53 ruht, so daß sich der Kontakt 50 vorzugsweise gleichachsig zu der Drahtwendel 49 drehen kann. Die beiderseitig durchgeführte Welle des Differentialgliedes I0 trägt zwei Metallscheiben 5ß, 55, die von zwei an dem Bügel 5I befestigten Magneten 56, 57 umfaßt werden. Die besonderen Bremsscheiben 5, 55 sind entbehrlich, wenn man die Magneten 56, 57 unmittelbar auf die Bremsscheiben 32, 33 einwirken läßt. Durch eine nicht gezeichnete Federanordnung, ähnlich der in Fig. 2 mit 47, 48 bezeichneten, wird der Bügel 51 in einer Mittellage gehalten.
  • Nimmt man zunächst an, daß der Bügel 5I feststeht, so wirkt die Anordnung in der gleichen Weise, wie es bei der Ausführung nach Fig. 2 beschrieben ist. Der Unterschied besteht nur darin, daß der Abgriffkontakt 50 feststeht und der Drehwiderstand 49 sich bewegt. Die Anordinung nach Fig. 3 hat aber bezüglich der elastischen Rückführung den Vorteil, daß ein besonderer zusätzlicher Regelwiderstand nicht erforderlich ist. Die Anordnung wirkt vielmehr in der Weise, daß der Abgriffkontakt 50 des Regelwiderstandes 49 sich unter dem Einfluß der Drehmomente bewegt, die durch die in den. Scheibe 54, 55 erregten Wirbelströme erzeugt werden, so daß der Betrag des Widerstandes 49 entsprechend verändert wird. Da auch in diesem Fall die Bewegung des Kontaktes 50 von der Geschwindigkeit des Differentialgliedes 10 abhängig ist und nach erfolgtem Abgleich der Kontaktarm sich wieder in die Ruhelage einstellt, können in der gleichen Weise wie bei der Anordnung nach Fig. 2 störende Pendelungen vermieden werden.
  • Die in Fig. 4 dargestellte Anordnung hat den Vorteil, daß nur ein einziger Motor 57' erforderlich ist, der z. B. auch als Synchronmotor ausgebildet und an ein nicht gezeichnetes Wechselstromnetz angeschlossen werden kann. Statt dessen kann aber auch ein beliebiges anderes Triebwerk benutzt werden. Der Motor 57' treibt über Stirnräder 58, 59 das aus Kegefrädern 6o, 6I bestehenade Differenz tialglied eines Differentialgetriebes an, dessen Sonnenräder 62, 63 auf je einer Welle 64 bzw. 65 befestigt sind, wobei die Welle 64 als Hohlwelle die Welle 65 umschließt.
  • Jede der beiden Wellen 64, 65 trägt eine Metallscheibe 66 bzw. 67, wobei diese sich zwischen den Polen zweier Elektromagneten 68 bzw. 69 bewegen. Die Felder der Magneten werden durch Erregerspulen 70 bzw. 7I erzeugt, die aus einem Gleichstromnetz I gespeist werden. Außerdem ist der Eisenkern des Elektromagneten 68 noch mit einer zusätzlichen Wicklung 72 versehen, die über die Primärwicklung73 eines Transformators 74 an den Ausgang einer Bolometerbrücke 75 angeschlossen ist. Die Bolometerbrücke wird aus einer an die Klemmen 76, 77 anzuschließenden Gleichstromquelle gespeist.
  • Um die Differenz der Geschwindigkeite9 der Wellen 64 und 65 zu bilden, ist ein zweites Differentialgetriebe vorgesehen, das dem in den vorhergehenden Beispielen dargestellten Differentialgetriebe 8, 9, 10 entspricht.
  • Aus diesem Grunde sind auch hier die entsprechenden Teile mit den gleichen Ziffern bezeichnet, wobei das Differentialglied in diesem Fall als Stirnrädergetriebe dargestellt ist. Das Differentialglied 10 ist ebenso wie bei der Anordnung nach Fig. 2 über ein Schnekkerigetriebe 11 mit dem Kontaktarm 12 eines Regelwiderstandes I3 gekuppelt, der aus einer Gleichstromquelle 14 gespeist wird. Der Kompensationskreis enthält außer dem von dem Kontaktarm I2 abgegriffenen Teil des Regelwiderstandes 13 die Drehspule 28 eines die Bolometerbrücke 75 in der üblichen Weise mittels einer Fahne 42 steuernden Galvanometers, die Sekundärwicklung78 des Transformators 74 und ein Thermoelement 3I, dessen Spannung Ux mittels der an dem Widerstand 1-3 abgegriffenen Spannung Uk abgeglichen wird.
  • Wenn in dem Kompensationskreis kein Strom fließt, so sind die von den Wicklungen 70 und 71 erzeugten Felder an den Magneten 68, 69 gleich groß, und diese üben daher auf die Scheiben 66, 67 gleich große Bremsmomente aus. Infolgedessen sind die Geschwindigkeiten der beiden Wellen 64 und 65 gleich. Sobald aber die Kompensation gestört ist, fließt in der Zusatzwicklung 72 ein durch die Bolometeranordnung verstärkter Ausgieichsstrom, der je nach dem Abweichungsr sinn in der einen oder anderen Richtung fließt und somit die Bremswirkung verstärkt oder schwächt. Die Folge davon ist eine Differenz der Geschwindigkeiten der Wellen 64 und 65 und eine entsprechende Bewegung des DifferenMial(gliedes I0, So daß der Kontaktarm 12 im Sinne einer selbsttätigen Kompensation verstellt wird.
  • Der Transformator74 dient zur differenzierenden Rückführung, um Pendelungen infolge der thermischen Trägheit der Bolometeranordnung zu vermeiden. Dabei wird in der Sekundärwicklung 78 ein Strom erzeugt, der den Anderungen des verstärkten Stromes Jv entspricht und unmittelbar dem Meßwerk 28 des Galvanometers zugeführt wird. Bei entsprechender Bemessung des Transformators können dann die störenden Pendelungen vermieden werden.
  • PATENTÄNSPRÜCHE: I. Anordnung zur Messung elektrischer Ströme oder Spannungen in einer sich selbsttätig abgleichenden Kompensationsschaltung, bei welcher das Regelglied durch ein Differentialgetriebe verstellt wird, insbesondere zur kontinuierlichen Aufzeichnung der Meßgröße mittels eines Schreibgerätes, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit mindestens einer der beiden in dauerndem Umlauf befindlichen Wellen des Differentialgetriebes durch den Ausgleichs strom der Kompensationsschaltung gesteuert wird.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch eine bei fließendem Ausgleichsstrom pausenlos arbeitende Steuerung.
    3. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wellen von je einem Elektromotor angetrieben werden, die in Reihenschaltung an ein Leitungsnetz angeschlossen sind.
    4. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wellen von je einem Elektromotor angetrieben werden und die Felderregung mindestens eines der beiden Elektromotoren durch den Ausgleichsstrom (Ja) beeinflußt wird.
    5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleichsstrom (Ja) ein richtungsempfindliches Relais (I8) erregt, das eine zusätzliche Feldwicklung (22) des Elektromotors (2) schaltet.
    6. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit mindestens einer der beiden Wellen durch den Ausgleichsstrom (Ja) über einen Verstärker, vorzugsweise einen Bolometerverstärker, beeinflußt wird.
    7. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit mindestens einer der beiden Wellen durch eine von dem Ausgleichsstrom (JX) über einen Verstärker gesteuerte Bremse verändert wird.
    8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeiten der beiden Wellen durch Wirbelstrombremsen beeinflußt werden und die die Wirbelströme erzeugenden Magneten bei mindestens einer der beiden Bremsen eine Wicklung tragen, die von dem verstärkten Ausgleichsstrom (Jv) gespeist wird.
    9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden die Wirbelströme erzeugenden Magneten (34, 35) eine von einer Gleichstromquelle (I) gespeiste Erregerwicklung (36, 37) und eine Zusatzwicklung (38, 39) trägt und die beiden Zusatzwicklungen an eine von dem Ausgleichsstrom (Ja) gesteuerte Bolometeranordnung (40, ßI) so angeschlossen sind, daß die Magnetisierung des einen Magneten geschwächt und gleichzeitig die Magnetisierung des anderen Magneten verstärkt wird.
    10. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wellen (64, 65) mit je einem Sonnenrad (62, 63) eines weiteren Differentialgetriebes gekuppelt sind, dessen Differentialglied (60, 6I) - von einem Motor (57') angetrieben wird.
    II. Anordnung nach Anspruch 8 oder I0, dadurch gekennzeichnet, daß einer der beiden Magneten (68) eine Zusatzwicklung (72) trägt, die an den Ausgang einer von dem Abgletchs strom (1a) gesteuerten Bolometerbrücke (75) angeschlossen ist.
    12. Anordnung nach einem der Ansprüche I bis II, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks elastischer Rückführung durch das Differentialglied (10) des Differentialgetriebes über eine Schlupfkupplung (43, 46) das unter dem Einfluß einer Federkraft (47, 48) in einer Mittelstellung gehaltene Regelmittel (30) eines im Kompensationskreis liegenden Widerstandes (29) gesteuert wird.
    13. Anordnung nach Anspruch 12 mit einem alsAbgleichmittel dienenden Schleifdrarh1twidersitanSd, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifdraht (49) unmittelbar und der Schleifkontakt (50) über eine oder mehrere Wirbelstromkupplungen (54, 55, 56, 57) mit dem Differentialglied (Io) verhunden ist.
    14. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das zur elastischen Rückführung dienende Regelmittel des im Kompensationskreis liegenden Widerstandes durch in eine zähe Flüssigkeit eintauchende Mitnehmer mit dem Differentialglied (I0) gekuppelt ist.
    15. Anordnung nach den Ansprüchen 6 bis 14 unter Benutzung eines mit thermischer Trägheit behafteten Verstärkers, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte differenzierende elastische Rückführung zum Vermeiden von Pendelungen.
    I6. Anordnung nach Anspruch 15 mit einem Bolometerverstärker, gekennzeichnet durch einen Transformator (74), dessen Primärwicklung (73) von dem Ausgangsstrom der Bolometeranordnung (75), und dessen Sekundärwicklung von dem Ausgleichsstrom (Ja) durchflossen wird.
    Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. I64 3IO; Keinath, »Die Technik elektrischer Meßgeräte«, I928, Bd. II, S. 174, Abb. 153.
DES133608D 1938-08-26 1938-08-26 Anordnung zur Messung elektrischer Stroeme oder Spannungen in einer sich selbsttaetig abgleichenden Kompensationsschaltung Expired DE756325C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1000453B (de) * 1953-11-28 1957-01-10 Siemens Ag Pilotgesteuerte Pegelregelung fuer Leitungsverstaerker

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE164310C (de) *

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