DE7556C - Dampfmaschinen-Steuerung mit kontinuirlich rotirenden Schiebern - Google Patents
Dampfmaschinen-Steuerung mit kontinuirlich rotirenden SchiebernInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L33/00—Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements, specially adapted for machines or engines with variable fluid distribution
- F01L33/02—Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements, specially adapted for machines or engines with variable fluid distribution rotary
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Description
1879.
NAPOLEON CONTI in PARIS. Dampfmaschinen-Steuerung mit continuirlich rotirenden Schiebern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom io. Januar 1879 ab.
Vorliegende Dampfmaschinensteuerung besteht wesentlich aus zwei cylindrischen hohlen Schiebern,
welche continuirlich rotiren.
Beiliegende Zeichnungen stellen diese Steuerung im Verticalschnitt, Fig. i, Querschnitt,
Fig. 2, und Horizontalschnitt, Fig. 3, dar.
Der Dampfcylinder H ist seitlich mit dem Schieberkasten / versehen, in welchem die
beiden rotirenden Schieber arbeiten; der Schieber K dient für die Einströmung des Dampfes
und ist zu diesem Zweck mit zwei rechteckigen Oeffnungen versehen. Der zweite Schieber K1
dient für die Dampfausströmung. Das Schiebergehäuse ist an einem Ende durch den Boden Z
geschlossen, am anderen mit Deckeln Z1 versehen, welche den Schieberstangen entsprechend
ausgebohrt sind und den letzteren als Führung dienen. Die Oeffnungen in den die Schieber
umgebenden Mänteln sind so angeordnet, dafs der Dampf-Zu- und Abflufs nach den Cylinderenden
gehörig erfolgt. Um die "Rotationsbewegung der Schieber hervorzubringen, sind
die beiden Schieberstangen aufserhalb des Schieberkastens mit den Zahnrädern M versehen
und wird einer der Schieber von der Schwungradwelle aus in continuirliche Drehung
versetzt. Eine seitlich an dem Schieberkasten bei JV, Fig. 3, angebrachte Schmiervorrichtung
dient zum Schmieren der äufseren Schieberflächen und der Flächen zwischen Deckel Z1
und Schieber.
Diese Schieber, welche wie Hähne functioniren, gestatten die Anwendung jedes Expansionsverhältnisses.
Der Dampf wird wenig gedrosselt und die Kanäle werden schnell geöffnet. Die Schieber sind in allen Stellungen im Gleichgewicht
und bilden sehr geringe schädliche Räume.
Die Schieber können, anstatt cylindrisch zu sein, auch eine etwas konische Form besitzen.
Fig. 4, 5 und 6 zeigen die Anwendung der Steuerung auf eine horizontale Maschine mit
Umsteuerung und variabler Expansion. Fig. 4 ist eine Längsansicht der Maschine, Fig. 5 und 6
sind Schnitte durch den Schieberkasten nach M-N und P-Q der Fig. 4.
Die beiden Schieber sind hier mit A und B bezeichnet; ihre Drehaxen sind mit zwei gleich
grofsen in einander greifenden Zahnrädern P- und P1 versehen; die Welle T des oberen
Schiebers erhält ihre rotirende Bewegung von der Schwungradwelle O durch die gleich grofsen
Kegelräder ρ ρ \ so dafs die Schieber A B dieselbe
Anzahl Umdrehungen machen, wie die Schwungradwelle O. Der Schieber A dient für
den Eintritt, der Schieber B für den Austritt des' Dampfes.
Um" die variable Expansion herbeizuführen, ist in dem Schieber A ein zweiter cylindrischer
Schieber C angebracht, der auf einer Stange a befestigt ist, welche aus der hohlen Welle des
Schiebers A herausragt und mit einer Feder r versehen ist, welche den Schieber C immer so
zu verdrehen sucht, dafs die Dampfeintrittsöffnungen geschlossen werden. Die Stange a
trägt ferner den Anschlag b. Der Cylinder C hat zwei Oeffnungen auf jedem Ende, also vier
im ganzen. Diese Oeffnungen werden durch den Daumen D, der auf der Welle T befestigt
ist, in eine Lage gebracht, dafs sie mit den Oeffnungen des Schiebers A ganz oder theilweise
zusammenfallen. Dieser Daumen D wirkt nämlich auf den Anschlag b und bringt so eine
Drehung des Cylinders C hervor. Der Daumen D ist so geformt, dafs es ermöglicht ist, eine
variable Expansion hervorrufen zu können. Die Stellung des Daumens wird durch die Stellschraube
f mit Mutter <? regulirt. Während der Daumen D für den Gang der Maschine in
einem Sinne dient, ist der Daumen D1 für den
Gang der Maschine im anderen Sinne bestimmt. In allen Fällen führt die Feder r den
Cylinder C in seine ursprüngliche Lage zurück, wenn der Daumen D aufgehört hat, auf den
Anschlag b zu wirken.
Der Umsteuerungsmechanismus ist wie folgt eingerichtet:
Die Welle T ist in der Nähe des Kegelrades p' durchschnitten, so dafs sie zwei stumpf
gegen einander stofsende Theile bildet; jedes Wellenende ist mit Ohren g versehen, welche
zur Aufnahme von Laschen h bestimmt sind.
Löst man diese Laschen, so ist die Welle T frei. Mit Hülfe des Handhebels L, der Stange F
und des Muffenhebels Z' verschiebt man die als Mutter gestaltete Muffe G; dies hat zur
Folge, dafs die freigewordene Stange T sich um ein Gewisses dreht, so dafs die Lage der
Schieber im Gehäuse und somit der Drehungssinn der Maschine sich ändert.
Claims (1)
- Patent-An sp ruch:
Eine . Dampfmaschmensteuerung mit zwei cylinderförmigen, hohlen und continuirlich rotirenden Schiebern in einem Schieberkasten, von denen der für die Dampfeinströmung bestimmte mit einem von Hand zu regulirenden Expansionsschieber versehen ist, wie vorstehend abgebildet und beschrieben.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7556C true DE7556C (de) |
Family
ID=285330
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7556D Active DE7556C (de) | Dampfmaschinen-Steuerung mit kontinuirlich rotirenden Schiebern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7556C (de) |
-
0
- DE DENDAT7556D patent/DE7556C/de active Active
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