DE754394C - Anordnung zur Wechselstrom-Energieuebertragung auf weite Entfernungen - Google Patents

Anordnung zur Wechselstrom-Energieuebertragung auf weite Entfernungen

Info

Publication number
DE754394C
DE754394C DES147826D DES0147826D DE754394C DE 754394 C DE754394 C DE 754394C DE S147826 D DES147826 D DE S147826D DE S0147826 D DES0147826 D DE S0147826D DE 754394 C DE754394 C DE 754394C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
arrangement
line
long
constant current
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES147826D
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Dipl-Ing Harz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG, Siemens Corp filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
Priority to DES147826D priority Critical patent/DE754394C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE754394C publication Critical patent/DE754394C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JCIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/04Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks for connecting networks of the same frequency but supplied from different sources

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Electrical Variables (AREA)

Description

  • Anordnung zur Wechselstrom-Energieübertragung auf weite Entfernungen Bei der Energieübertragung mit Wechselstrom über weite Entfernungen setzen die Leitungswiderstände, besonders die Blindwiderstände, der Größe der übertragbaren Leistung eine vorzeitige Grenze. Man kann diese Grenze hinaufdrücken, wenn man die Leitung durch zusätzliche Mittel kompensiert. Ein schon lange bekanntes Mittel besteht darin, durch Drosselspulen parallel zur Leitung die natürlichen Parallelkapazitäten der Leitung auszugleichen. Dies erfordert jedoch mit zunehmender Last das Abschalten der Drosselspulen, weil sich dann die Reiheninduktivitäten der Leitung nachteilig bemerkbar machen. Man kann zwar auch diese durch Reihenkondensatoren ausgleichen, doch besteht bei mit konstanter Spannung betriebenen Leitungen die Gefahr, daß sie bei Kurzschlüssen auf der Leitung durch die an ihren Klemmen auftretende hohe Spannung zu Schaden kommen. Man hat neuerdings vorgeschlagen, diese Reihenwiderstände durch umlaufende Maschinen auszugleichen, doch ist dieser Weg verhältnismäßig kostspielig. Ein weiterer Weg, die mit der üblichen Übertragung verbundenen Nachteile zu vermeiden, besteht darin, die mit Drehstrom erzeugte Energie mit Gleichrichtern in Gleichstrom umzuformen und am Empfangsort wieder in Drehstrom konstanter Spannung rückzuverwandeln. Für diese Lösungen liegen bereits Ausführungen mit konstanter Spannung und mit konstantem Strom auf der Fernleitung vor. Auch diese Lösungen verursachen einen erheblichen Kostenaufwand. Ferner kann eine mit Gleichrichtern betriebene Fernleitung nicht mehr die gleiche Betriebssicherheit aufweisen wie eine einfache Fernleitung, die höchstens mit zusätzlichen Drosselspulen arbeitet.
  • Die Erfindung zeigt, wie man eine Fernleitung sowohl in bezug auf die Parallelblindwiderstände als auch auf die Reihenblindwiderstände vollständig kompensieren kann, ohne Gefahr zu laufen, daß im Kurzschlußfall Beschädigungen an Reihenkondensatoren auftreten. Dies geschieht dadurch, daß die durch Drosseln und Kondensatoren völlig kompensierte Fernleitung durch Anordnungen bekannter Art mit konstantem Strom und veränderlicher Spannung betrieben wird. Da bei einer derart betriebenen Fernleitung auch im Kurzschlußfall der Strom nicht größer werden kann als im Normalzustand, entfällt die Gefährdung der Reihenkondensatoren durch Überstrom. Bei leerlaufender Leitung sind wohl die vollen Stromverluste vorhanden, dafür fehlen hierbei die Koronaverluste, die sich erst mit zunehmender Belastung bemerkbar machen. Die Anordnung arbeitet nur mit einfachsten ruhenden Geräten, Drosseln, Kondensatoren und Umspannern und ist dadurch im Vorteil gegenüber den mit Maschinen oder Stromrichtern arbeitenden Anordnungen.
  • Ein Ausführungsbeispiel läßt den Erfindungsgedanken besser erkennen. In Fig. i bezeichnet i ein Drehstromnetz konstanter Spannung, aus dem über eine Fernleitung 2 Leistung in ein Netz 3 ebenfalls mit konstanter Spannung übertragen werden soll. Dies geschieht über je eine ruhende Konstantstromanordnung bekannter Art, bestehend aus Drosselspule d., Kondensator 5 und Umspanner 6 am Netz i bzw. 7, 8, 9 an Netz 3, die die Drehstromleistung konstanter Spannung und veränderlicher Stromstärke in konstante Stromstärke bei veränderlicher Spannung umwandelt, und umgekehrt. Die Fernleitung 2 ist mit Parallelkapazitäten io und Reiheninduktivitäten i i behaftet. Beide werden durch Paralleldrosseln i2 und Reihenkondensatoren 13 ausgeglichen, so daß sich die Fernleitung für die speisende Konstantstromanordnung wie ein Ohmscher Widerstand verhält. Der Spannungsabfall in diesem Widerstand hat aber auf die Spannung im Netz 3 keinen Einfluß. Diese hängt nur von dem Strom l., in der Zweitwicklung des Umspanners 9 af, der bei völlig kompensierter Fernleitung gleich dem Strom am Anfang der Leitung ist. Durch die Paralleldrosseln 12 wird der Fehler ausgeglichen, der durch Leitungskapazitäten io verursacht wird. Die Reihenkondensatoren 13 könnten auch entbehrt werden, da der Strom J, in den Induktivitäten i i nur Spannungsabfälle verursacht, die von der Konstantstromanordnung selbsttätig aufgebracht werden; doch läßt sich nachweisen, dafi die Bemessung der für die Konstantstromanordnungen benötigten Drosseln und Kondensatoren am günstigsten wird, wenn nur Wirkleistung über die Fernleitung übertragen wird. Drosselleistung und Kondensatorleistung werden dann in jeder Konstantstromanordnung gleich groß und gleich der übertragenen Wirkleistung. Es muß also beim Erzeuger wie beim Verbraucher die übertragene Leistung noch je zweimal in Kondensatoren und Drosseln untergebracht werden, ferner muß die Fernleitung durch Paralleldrosseln und Reihenkondensatoren kompensiert sein. Diesem Aufwand stehen aber die Vorteile der Anordnung gegenüber, die weder umlaufende Maschinen noch Stromrichter benötigt und mit unbedingter Kurzschlußsicherheit arbeitet. Dadurch ergeben sich auch wesentliche Vorteile für die Schalter, die nicht mehr die außerordentlich großen Kurzschlußleistungen bewältigen müssen. Ein unzulässiger Betriebszustand ergibt sich nur bei Unterbrechung der Leitung, jedoch nicht für diese selbst, sondern nur für die speisende Konstantstromanordnung, bei der die Spannung am Kondensator, Drossel und Umspanner bei Wegfall des Zweitstrorns ansteigt. Aber einmal ist einem Ansteigen ins Ungemessene eine natürliche Grenze durch die in den magnetischen Kreisen auftretende Sättigung gesetzt. Außerdem kann man durch die über einen gewissen Betrag ansteigende Spannung den unterbrochenen Urnspannerstromkreis der Konstantstromanordnung kurzschließen lassen, so daß für diese wieder der Leerlaufzustand besteht (Spannung Null beim normalen Strom). Der Kurzschlußschalter muß hierbei nicht große Kurzschlußleistungen abschalten, sondern nur dem \ enrrstrom einen Kurzschlußweg geben, der für ihn über die unterbrochene Fernleitung nicht mehr besteht. Der Schalter arbeitet also unter günstigsten Verhältnissen.
  • Der Strom in der Fernleitung bestimmt die Höhe der Spannung am Verbrauchsort. Man kann daher durch Steigerung der Spannung am Erzeugungsort auch die Spannung am Verbrauchsort steigern, unabhängig von den Spannungsabfällen auf der Leitung. Man kann aber auch die Spannung am Verbrauchsort dadurch regeln, daß man das Übersetzungsverhältnis des Stromtransformators 9 ändert.
  • Sollen aus einer Fernleitung mehrere Verbraucher gespeist werden, so müssen sie über je eine Konstantstromanordnung angekuppelt werden, deren Zweitseite in Reihe zur Fernleitung liegt. Eine derartige Schaltung ist in Fig. z angedeutet, wo zu dem vorhandenen Verbrauchernetz 3 noch ein weiteres Verbrauchernetz 14 zugeschaltet ist; dieses wird über die Drossel 15, den Kondensator 16 und den Umspanner 17 in Reihe zur Fernleitung geschaltet.. Das Zu- und Abschalten erfolgt über den Kurzschlußschalter 18.
  • Um die Stromwäi#meverluste in Zeiten schwacher Belastung herabzusetzen, kann man die Leitung mit kleinerem Strom betreiben. Man muß dann aber die Spannung in den Netzen 1, 3 und 14 durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses der Umspanner 6, 9, 17 wieder auf den alten Wert bringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anordnung zur Wechselstrom-Energieübertragung auf weite Entfernungen, bei der die Wechselstromfernleitung durch parallelgeschaltete Drosselspulen und durch in Reihe eingeschaltete Kondensatoren sowohl bezüglich der Kapazitätsströme als auch bezüglich des induktiven Spannungsabfalls kompensiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Fernleitung mit konstantem Strom und veränderlicher Spannung betrieben wird. =. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Unterbrechung der Fernleitung die Konstantstromanordnungen artd der der Fernleitung zugekehrten Seite kurzgeschlossen werden. 3. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anschluß von mehreren Verbrauchern an die Fernleitung diese über je eine Konstantstromanordnung in Reihe mit der Fernleitung geschaltet sind. Anordnung nach Anspruch i, bei der der Strom der Konstantstromanordnung über einen Stromtransformator der Fernleitung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung am* Verbrauchsort durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses am Stromtransformator der zugehörigen Konstantstromanordnung geregelt wird. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift N r. 622 264.
DES147826D 1941-11-23 1941-11-23 Anordnung zur Wechselstrom-Energieuebertragung auf weite Entfernungen Expired DE754394C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES147826D DE754394C (de) 1941-11-23 1941-11-23 Anordnung zur Wechselstrom-Energieuebertragung auf weite Entfernungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES147826D DE754394C (de) 1941-11-23 1941-11-23 Anordnung zur Wechselstrom-Energieuebertragung auf weite Entfernungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE754394C true DE754394C (de) 1953-02-23

Family

ID=7542504

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES147826D Expired DE754394C (de) 1941-11-23 1941-11-23 Anordnung zur Wechselstrom-Energieuebertragung auf weite Entfernungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE754394C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE622264C (de) * 1928-08-28 1935-11-23 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Einrichtung zur Erhoehung der Leistungsfaehigkeit von Hochspannungsfernleitungen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE622264C (de) * 1928-08-28 1935-11-23 Siemens Schuckertwerke Akt Ges Einrichtung zur Erhoehung der Leistungsfaehigkeit von Hochspannungsfernleitungen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0152002B1 (de) Phasenschieber
DE744451C (de) Differentialschutzeinrichtung
DE754394C (de) Anordnung zur Wechselstrom-Energieuebertragung auf weite Entfernungen
EP0642201A1 (de) Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsanlage
DE892173C (de) Aus Einphasentransformatoren bestehender Grosstransformator hoher Leistung
DE568690C (de) Anordnung zur Erzielung einer symmetrischen Belastungsverteilung in den Phasen einesDrehstromnetzes, welches einen einphasigen Verbraucher speist
DE467403C (de) Einrichtung zur Erzeugung hochgespannten Gleichstroms aus einer Gleichstromquelle von geringer Spannung, insbesondere zum Betrieb von Roentgenroehren
DE592510C (de) Einrichtung zur Erhoehung der Stabilitaet von Wechselstromfernleitungen oder von parallel arbeitenden Maschinen oder Netzen
DE904917C (de) Anordnung zur Kommutierung von Zweiwegstromrichtern
DE690103C (de) Einrichtung zur Regelung der Spannung von Gleichstrommotoren, insbesondere Fahrzeugmotoren
DE920557C (de) Mit hochgespanntem Gleichstrom arbeitende Kraftuebertragungsanlage
AT134794B (de) Selektiver Erdschlußschutz für Kabel, Maschinen, Transformatoren und sonstige elektrische Apparate mit voneinander isolierten Leiterteilen.
DE334979C (de) Hochspannungs-Fernleitung mit zur Kompensation des kapazitiven Ladestromes eingebauten Drosselspulen
DE750359C (de) Einrichtung zur unmittelbaren Frequenzumformung mit Hilfe steuerbarer Entladungsstrecken
AT128203B (de) Einrichtung zum Schutze paralleler Leitungsstrecken, insbesondere in Wechselstrombahnnetzen.
DE661396C (de) Einrichtung zur Zwangskommutierung von Stromrichteranordnungen
DE544912C (de) Schaltung fuer einen mit einem Haupttransformator zusammenarbeitenden, in Dreieck geschalteten, an das Netz angeschlossenen Reguliertransformator
DE467489C (de) Einrichtung zum selektiven Abschalten kurzgeschlossener Einheiten von parallelgeschalteten Gleichstrom-Generatoren und Umformern
DE765251C (de) Selektivschutzeinrichtung fuer elektrische Leitungen
AT100393B (de) Einrichtung zum Erdschlußschutz von Hochspannungsnetzen mit geerdetem Nullpunkt.
DE758296C (de) Kontaktumformer mit Schaltdrosseln fuer grosse Leistung
AT157530B (de) Modulationsanordnung.
DE589087C (de) Transformatoranordnung zur Umformung von Drehstrom in Drehstrom mittels Einphasentransformatoren
DE909964C (de) Phasenabhaengiges Relais, insbesondere Leistungsrichtungsrelais
DE902884C (de) Verkettetes Mehrphasen-UEbertragungssystem