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Bindung für Schneeschuhe, Wass'erskier od. dgl. mit einer Sicherheitsvorrichtung
Die Erfindung betrifftSicherheitsbindüngen für Schneeschuhe, Wasserskier od. dgl.
Bekanntlich bieten derartige Bindungen für den Skiläufer dadurch eine Gefahr, daß
bei -Stürzen eine winkelmäßige Verlagerung zwischen dem Körper und dem vom Schnee
zurückgehaltenen Ski auftritt. Diese winkelmäßige Verlagerung ruft .an der schwächsten
Stelle des vom Ski;, deim Fuß und dem Bein: gelyildeten Systems eine Bruchgefahr
hervor. -Um einen Beinbruch zu verhindern; wird also der schwächste Punkt dieses-
Systems zwischen dem Fuß und dem Ski liegen müssen.
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Man kennt bereits. Sicherheitsvorrichtungen für Bindungen von Schneeschuhen,
Wasserskiern öd. dgl., die es gestatten, die Bindung zwischen Fuß und Skiern zu
lösen, sobald auf ein bewegliches Element der Bindung in einer gewissen Richtung
eine Beanspruchung von einem gewissen -Mindestwert ausgeübt wird. Ganz allgemein
muß dieser Mindestwert dieser Beanspruchung groß genug sein; damit verhindert wird,
daß die Bindung sich zur Unzeit, d. h. bei den üblichen, normalen Man& vrnerbewegungen
des. Skiläufers, lösen kann.
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Man hat ferner festgestellt, daß es unter diesen Bedingungen häufig
vorkommt; daß die Sicherheitsvorrichtung bei gewissen gefährlichen Bewegungen nicht
wirksam wird, d. h. daß die zum Lösen der- Bindung notwendige Beanspruchung so groß
sein muß, daß bei gewissen Stürzen kein oder kein rechtzeitiges
Lösen
des Skis vom Fuß des Skiläufers erfolgt, so daß starke Verzerrungen, Knochenbrüche
od. dgl. entstehen, die gerade durch solche Sicherheitsvorrichtungen vermieden werden
sollen.
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Es besteht also ein Widerspruch zwischen den Bedingungen, die ein
Lösen der Bindung bei gefährlichen Lagen des Skiläufers gewährleisten sollen, und
denjenigen Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit die Bindung bei den richtigen
Manövrierbewegungen noch fest geschlossen bleibt.
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Man hat andererseits festgestellt: t. Wenn das Gewicht des Körpers
nach hinten verlagert ist, so erreichen die seitlichen, auf die den Stiefel umklammei-tvden
Backen der Bindung ausgeübten Beanspruchungen bei den Kehrbewegungen den größten
Wert; denn die Gegenwirkung oder der Widerstand des Schnees wirkt über die gesamte
Länge des Skis, und das Drehmoment greift hinter den Zehenbecken an.
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2. Wenn der Skiläufer Vorlage einnimmt, wird sein Gewicht nach vorn
verlagert, und der mögliche Höchstwert der auf die Bindungsbacken wirkenden Beanspruchungen
nimmt sofort erheblich ab, da das Drehmoment vorn am verkürzten Hebelarm angreift
und außerdem der Widerstand oder die Gegenwirkung des' Schnees nicht mehr auf der
gesamten Skilänge zur Wirkung gelangt, da dessen hinterer Teil hierbei stark entlastet
oder gar- etwas angehoben wird.
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Im übrigen ist festgestellt worden, daß die meisten durch Verdrehungen
hervorgerufenen Knochenbrüche, welche am gefährlichsten sind, während der Stürze
oder am Ende der Sturzbewegungen auftreten, durch welche der Körper auf die Seite
und nach vorn geschleudert wird, so daß der Körper in bezug auf den Ski zunächst
in eine Lage gelangt, die der sogenannten Vorlage entspricht, welche aber dabei
unfreiwillig starke übertrieben ist. Es genügt also; daß in: diesem Augenblick grade
detr Widerstand der Sicherheitsvorrichtung gegen das Läsen der Bindung in so ausreichendem
Maß vermindert wird; damit diese Sicherheitsvorrichtung den Fuß unter der Einwirkung
einer Torsionsbeanspruchung freigibt, die kleiner ist als diej enige Beanspruchung,
welche ohne-diese Freigabe einen Knochenbruch her-"v orrufen -würde.
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Die Erfindung stellt es sich daher nur zur Aufgabe, diesen Widerstand
gegen das Lösen der Bindung veränderlich zu machen, damit der eben erwähnte Widerspruch
zwischen der Bedingung des Lösens der Bindung bei gefährlichen Lagen des Skiläufers
und der Bedingung des Festhaltens der Bindung bei den richtigen Manövrierbewegungen
beseitigt wird. Dieser Widerspruch konnte bei den bisher be--kannten Sicherheitsvorrichtungen,
welche dem öffnen, d. h. dem Lösen der Bindung, nur einen konstanten und demnach
gewissermaßen blinden Widerstand entgegensetzten, nicht völlig beseitigt werden;
vielmehr konnte hierbei nur ein Kompromiß zwischen einer zu harten und demnach unwirksamen
Freigabe und einer zu leichten und demnach gefährlichen Freigabe der Bindung erzielt
werden.
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Gemäß derErfindung werden alle vorstehend erwähnten Schwierigkeiten
der bekannten Bindungen dadurch gelöst, daß beliebigen Sicherheitshindungen ein
bewegliches Glied zugeordnet wird, dessen Verlagerungen lediglich durch das Anheben
des Fußes bestimmt werden. Dieses bewegliche Glied wirkt dabei seinerseits in einer
beliebig geeigneten Weise, die jeweils von der Natur der benutzten Bindung sowie
von der Art und Weise, in der es wirken soll, abhängt, auf die Sicherheitsvorrichtung
derart, daß der Widerstand dieser Vorrichtung gegen Öffnen oder Lösen der Bindung
geändert wird.
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Diese Wirkung jenes beweglichen Gliedes erfolgt dabei in dem Sinmi,
daß beim Aufschwenken des Fußes vom Ski der Widerstand gegen Lössen der Bindung
abnimmt; dadurch wird eine selbsttätige Abhängigkeit zwischen den Änderungen der
Größe der Aufschwenkbewegungen des hinteren Teiles des Fußes und den Änderungen
des Widerstandes der Sicherheitsvorrichtungen erreicht, welch letztere durch die
verschiedenen Lagen des Körpers bedingt werden, die letzten Endes jene Änderungen
der Größe der Aufschwenkbewegung des hinteren Teils des Fußes selbst lenken, da
jedem Grad der Vorlagestzldung und um so eher nach vorn gerichteten Sturzlage ein
bestimmter Grad der Hebung des hinteren Fußteils entspricht.
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Die Erfindung sieht ferner eine unmittelbare Einwirkung der Aufschwenkbewegung
des Fußes zum Lösen der Bindung vor, derart, daß beim Aufschwenken des Fußes über
eine bestimmte Höhe hinaus unmittelbar das Öffnen oder Lösen der Bindung hervorgerufen
wird.
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Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung
und den Zeichnungen hervorgehen.
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Nachstehend sollen mehr im einzelnen lediglich beispielshalber an
Hand der Zeichnungen einige Ausführungsformen der Erfindung beschrieben werden,
die sich insbesondere auf Sicherheitseinrichtungen beziehen, welche die am häufigsten
vorkommenden, durch Verdrehung eintretenden Knochenbrüche vermeiden.
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Fig. r zeigt schaubildlich eine erste Ausführungsform, bei welcher
die Aufschwenk- -bewegung des Fußes ein bewegliches Glied
steuert,
das seinerseits das Lösen der Bindung vom Schneeschuh lenkt; die. Fig. i a zeigt
eine Ansicht von. unten, die Fig, ib eine Seitenansicht, die Fig. i c einen Schnitt
gemäß- der Ebene i c in Fig. i a und. die Fig.-i deine weitere schaubildlicheDarstellung
dieserAusführungs= formen; Fig. 2 zeigt ebenfalls schaubildlich eineTeil-Ansicht
einer etwas abweichenden Ausführungsform ; Fig. 3 .zeigt im lotrechten Schnitt eine
Teilansicht, die eine abweichende Sperrvorrichtung, darstellt; Fig:4 zeigt schaubildlich
die Anwendung des Grundgedankens-- der-Erfindung auf eine ändere Art Bindungen;
Fig. 5_ zeigt schaubildlich noch eine andere Ausführungsform einer Sicherheitsbindung;
Fig..6 zeigt im Schnitt .eine Teilansicht, die eine abweichende Art der Sperrung
darstellt. Gemäß Fig. i wird 'die erfindungsgemäß :zu vervollkommnende Sicherheitseinrichtung
von zwei Platten. z, i gebildet, die auf der Zeichnung teilweise von den Zehenbackenauflageschenkeln
verdeckt sind und in fester Verbindung mit diesen stehen.--- Diese Platten sind
durch Schrauben 4. mit. dem Ski verbunden, dieals Schwenkachsen dienen. Man sieht,
daß beim Verschwenken: der Platten z, i oder-- einer dieser Platten um die Achse
4 eine Spreizung der Zehenbacken .und :damit ein Lösen. der festen.Einfassung- des
_ Fußes erfolgt. Eine kräftig an dem Schneeschuh durch vier Sehraub_en 5, 5: befestigte
Platte :2 ist auf beiden.Seiten umgebördelt.und bildet rnit. Ausbuchtungen:6 (Fig.
i b) versehene Zungen 3, welche die Lager für die Achsstümpfe.7 ;darstellen, die
mit Gewalt von vorn --in die Öffnung eingeführt sind, die zwischen -jeder Zunge-3
.und dem oberen- Teil der- Platte 2 ausgespart ist..
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.Das Feststellen der Plätten-- z, i wird durch Zusammenpressen
ihrer hinteren Teile zwischen der Achse 7 und der Halteplatte 2 erreicht. Diese
Platte 2 enthält herv-ergepxägte Warzen 9, die den Vertiefungen B. iii den Platten
i, 1 - entsprechen (vgl. den Schnitt der Fig. 3): Der- erfindungsgemäß -
vorgesehene bewegliche .Teil wird. von einem Fußhebel iovon an diesem seitlich sitzenden,
umgebogenen Armen- 14, deren Achsstumpfen 7=7 und einem diese Achsstümpfe_ exzentrisch
verbindenden Teil i i (Fig.: i b und i c) gebildet. Dieser bewegliche Teil io-i4=7-ii-7-i4.7-io
kann mit Laschen- i2 :oder` 13 zusammenwirken, . die regelbar analen Platten
i,. z befestigt sind.
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Wenn der Fuß fest auf dem Ski aufliegt, so senkt er den Bügel iö sowie
dessen seitliche Arme 14, die dabei die Laschen 12; 13 von außen her angreifen und
sie ,am Spreizen . verhindern: - Auf diese 'Weise wird ein Spreizen -der den Vorderteil
des : Fußes- haltenden Zehenbackens und- damit ein Lösender Verbindung zwischen
Fuß und Skiunter dem Einfluß seitlich gerichteter Drehbeanspruchungen od. dgl. verhindert.
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Wenn der Fuß nufschwenkt, so wird der. Fußhebel io dieser Bewegung
nach oben folgen können, entweder weil ein nicht in der Figur dargestellter Riemen
den Fuß mit :diesem Hebel verbindet oder weil ein um den Absatz gelegtes.- Fersenzug§ei1.25
unter das seitlich über den Schneeschuh ,vorspringende . Kniestück 15 des beweglichen
Bügels 10-14-7-i1-7-14.-10 gelegt ist, .der .'demnach beim Anlheben des. Stiefelabsatzes
mitgenommen wird.
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Man sieht, daß beim Anheben des Fußes durch Anheben des . beweglichen
Bügels io dessen seitlichem Arme, 14 bei einer gewissen Höhenlage desi Bügels ro
hinausgehoben werden. aus dem Bereich .der Laschen 13, 12, deren Höhenlage einstellbar
ist und auf diese Weise. eine -Regelung des Augenblicks . der Lösung der
Sperrung der Bindung gestattet.. Für den Anstieg kann jedoch jegliches Öffnen -der
Bindung durch Betätigung des Hebels io verhindert. werden, indiem man beispielsweise
bei Verwendung eines an diesem Hebel iö unddem Fuß befestigten Riemens diesen Riemen
löst oder indem: man das Fersenzugseil 25 in üblicher Weise aus, seiner Ablenkklaue
2o löst :und. über einen nicht dargestellten Haken legt, so daß es. nicht mehr unter
dem Bogen 15 des Hebels io entlang führt: Wenn durch Heben des. Hebels 10-14 die
Sicherung der Bindung entriegelt worden ist, sind die Platten i, i nur noch durch
die Stärkeder Pressung zwischen. der Platte .2 und den Achsstümpfen7 oder vielmehr.dem.die
Achsstumpfe 7. verbindenden. Teil i i , in. ihrer Lage5 festgehalten,. indem dieser
Teil i i infolge seiner exzentrischen Anordnung bei der mit dem Heben des Fußes
verbundenen Bewegung des Bügels 10-14-7-11-7-14-1o selbsttätig. den Andruck der
-Platten i, i gegen- die Platte 2 vermindert.
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An den umgebördelten Rändern 17 der Platten- i',- -i ist bei zg der
Halter 1$ artgelenkt, der seinerseits die Laschen 12 und die Ablenliklaue 2ö trägt;
unter welcher das Seil 2,5
entlanggeführt ist, - um einen diagonalen Tief.-zug
auf den Stiefelabsatz hervorzurufen. Diese Klaue 2o ist dabei nur auf demselben
Halter i8. angeordnet, dessen Bedeutung :später beschrieben -ist: Eine abweichende
Ausführungsform der Sperrung der Sicherung der Bindung: wird durch den Lappen
13 gebildet, der am hinteren .Teil der Platten- z, i gebildet ist und dessen
rechtwinklig umgebogenes Ende 23d (Fig. l s. und i b) durch eine Fensteröffnung
16 der
Platte 2 hindurchreicht, wie ohne weiteres aus der oberen
Hälfte der Fig. i ersichtlich ist, wobei diese Lasche 13 in der gleichen Weise wie
die Lasche 12 beim Senkens des Armes i¢ blockiert wird.
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Es kann in gewissen Fällen zweckmäßig sein, daß man eine gewisse Möglichkeit
der Freigabe des Fußes bei einer heftigen seitlichen Beanspruchung behält. In diesem
Fall wird die Lasche 12, statt lotrecht angeordnet und unbiegsam ausgebildet zu
sein,; aus. Federstahl hergestellt werden, und ihr freies Ende wird derart schräggeneigt
sein, daß es sich unter Biegung bei einer starken, vom Fuß ausgeübten seitlichen
Beanspruchung von den Armen 1q. des Bügels io lösen kann, selbst wenn der Fuß gesenkt
ist. Statt einer Verriegelung erhält man dabei eine starke Bremsung durch Überdruck,
deren Wirkung sehr rasch beim Anheben des Fußes verschwinden wird. Die gleiche Bremsung
durch Überdruckwirkung wird --bei der auf dem oberen Teil der Fig. i dargestellten
abweichenden Ausführungsform erhalten werden können, wenn man das Ende 23 des Lappens
13 entsprechend geneigt anordnet, so daß es durch elastische Biegung unter dem Arm
14 abgleiten kann.
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Die Lasche 12 ist bei zq. (vgl. den unteren Teil. der Fig. i) regelbar
an die Schiene 18 so angelenkt, daß ihre Höhe durch Verschwenken am Teil 18 eingestellt
werden kann; falls diese Lasche elastisch ausgebildet und geneigt an geordnet ist,
läßt sie sieh auch in ein mit veränderlicher:Stärke wirkendes Überdruckmittel umwandeln.
Es kann aber auch durch dieses Verschwenken die Wirkung der Lasche 12 vollständig
ausgeschaltet werden: Fig. z zeigt schaubildlich den hinteren Teil einer der Fig.
i entsprechenden Sicherheitseinrichtung, bei welcher aber die Pressung der Platten
x zwischen der (teilweise fortgehrochenen) Platte 2 und einer nicht dargestellten
Platte erfolgt, welch letztere auf dem Ski liegt und die Wirkung der Achse 7-11-7
der Ausführungsform gemäß Fig. i ersetzt. Bei Fehlen einer solchen Achse wird, falls
der Schneeschuhläufer ständig einen starken Diagonalzug anwendet, der auf diese
Weise ein Anheben seines Fußes begrenzt; die erfindungsgemäß vorgesehene Vervollkommnung
auf eine Verriegelung oder auf eine sich mit dem Anheben des Fußes rasch ändernde
Bremswirkung durch Überdruck begrenzt werden können.
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Die in Fig. 2 und 3 gezeigten Ausführungsformen geben hierfür Beispiele
an.
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Bei der Ausführungsform gemäß Fig.2 wird der Überdruck durch Zuordnung
einer Federstah,lklinge 26- erzielt, die um die Achse 27 schwenken kann, welche
in den Seitenwandungen der Platte :2 verankert ist. Die aneinanderstoßemden Kanten
der ' rückwärtigen Teile der Platte i, i sind bei 28 nach innen unten hin abgeschrägt;
die Klinge 2E ist an dieser Stelle, d. h. an ihmem vorderen Ende, gespaJten, und
jede Randkante 2£ ihres Spaltes. ist ebenfalls nach untten hin abgeschrägt, um der
schrägen Neigung der Plattenränder 28 zu entsprechen. Das hintere Ende der Federstahlklinge
26 bildet den Fußhebel io, der wiederum durch die Aufschwenk-Bewegung des Fußes
gesteuert wird.
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Wenn der Fuß gesenkt wird, stützt er sich auf diesem Fußhebel io ab
und zwingt die Schrägränder 29 der Klinge 26, sich kräftig gegen: die Schrägränder
28 der Platten i, i zu legen. Dadurch wird ein Überdruck erzeugt, der die ursprünglich
von der Sicherheitsvorrichtung ausgeübte Pressung verstärkt und der von einem seitlichen,
vom Fuß ausgeübten Überdruck wird überwunden werden müssen, nm ein Spreizen der
Zehenbackenplatten i, i zu ermöglichen. Ein geringes Anheben des Fußes wird rasch
diesen Überdruck vermindern, dessen Stärke durch die Stärke der Schrägung der Ränder
28 und 29 und durch die Federkraft der Klinge 26 geregelt wird. Dieselbe
Klinge 26 würde statt eines Überdrucks eine Sperrung hervorrufen, wenn an Stelle
der abgeschrägten Ränder 28, 29 Stifte angeordnet werden würden, die im vordern
Teil der Klinge 26 befestigt wären und in entsprechende Löcher der Platten z, i
eingreifen werden. Man würde dann eine Anordnung erhalten, die der in Fig. 3 dargestellten
Ausführungsform ähneln würde.
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Diese Fig.3 zeigt nämlich einen Längsschnitt durch eine abweichende
Ausführungsform einer Sperrvorrichtung. Bei 2 sieht man wiederum den oberen Teil
der Halteplatte mit ihrer vorspringenden Warze 9, der eine Ausbuchtung 8 in der
Platte i entspricht, welch letztere zwischen der Platte :2 und irgendeinem anderen
nicht dargestellten Teil gepreßt wird.
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Das erfindungsgemäß vorgesehene Steuermittel beschränkt sich bei dieser
Ausführungsform auf eine Stahlklinge 3o, die nach oben hin eine Federwirkung ausübt
und durch Niete 31 befestigt ist. Diese Klinge 30 trägt einen Knopf 32, der
auf der Unterseite in eine Spitze 33 ausläuft, die mit einer Bohrung 3¢ der Platte
i zusammenwirkt; falls zwei Platten i, i vorgesehen sind, müssen natürlich zwei
derartige Löcher und zwei Spitzen vorgesehen werden.
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. Wenn der Fuß in seiner gesenkten Lage auf den Steuerknopf 32 drückt,
so hält er die Spitze 33 gesenkt, die durch Eingriff in die Bohrung 3¢ der Platte
i diese sperrt und auf diese Weise ein Lösen der Skibindungsbacken verhindert. Durch
entsprechende Wahl
der Länge der Spitze 33 kann< der Augenblick
des Lösens der Sperrung geregelt werden.
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Die. üblichen Haltemittel sind sehr verschiedener Art. Daher müssen
natürlich die lediglich beispielshalber beschriebenen und dargestellten Einrichtungen
entsprechend diesen Teilen ausgebildet und abgeändert werden.
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Fig. ¢ zeigt eine Aüsführungsfoim einer Bindung, die lediglich an
den Skiern befestigte Bügel sowie eine den ganzen Absatz überdeckende,; biegsame
Klinge enthält, ahnlieh wie die sogenannten Lenksohlenbindungen.- Um bei derartigen.
Bindungen - eine Sicherung gegen übermäßig starke Torsionsbeanspruchungen zu erzielen,
wird erfindungsgemäß vorgesehen, diese biegsame Sohle oder Klinge in ' Querrichtung
in zwei Teile zu ' teilen, deren vorderer Teil,; wie in Fig. 4 gezeigt, bei 4 schwenkbar
auf dem Ski befestigt ist und die beiden, den Stiefelsolhlenrand umfassenden . Klammern
oder Zehenbacken 35 trägt während der hintere Teil 40. durch ein Kabel 43 elastisch
vor der-Bindung mit dem Ski verbunden ist und -kräftig nach vorn gezogen wird.
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Die- Zehenbacken oder Klammern 35, deren Abstand zum. guten .Festhalten
der Sohlenränder einstellbar ist, sind, wie oben erwähnt, auf dem bei ¢ schwenkbarangeordneten
Vorderteil der biegsamen Sohle befestigt. Über das hintere Ende des Vorderteils
der Sohle ist eine Halteschiene z .gelegt, die, mit nach unten gerichteten Warzen
g, welche mit entsprechenden Einbuchtungen 8 in der Sohle zusammenwirken, auf diesen
Sohlenteil eine Pressung ausübt. Die Halteschiene 2 ist durch Schrauben 5;-5 sowie
durch eine mittlere Schraube 36 auf den Ski aufgeschraubt. Diese Schraube 36 führt
durch. eine Bogenschlitzöffnung 37 des vorderen Teils der-Sohlenklinge. Die hinteren
seitlichen Ränder des Vorderteils: der biegsamen Sohle sind nach oben und innen
zur Bildung einer Gleitführung 3,8 umgebogen, die das vordere Ende 39 des. hinteren
Teils 40 der Sohle aufnimmt. Die Länge dieses hinteren Sohlenteils 4o kann durch
-eine. nicht dargestellte Einrichtung. in sich bei 4a verstellt werden. Der hintere
Teil des Sohlenstücks 40 bildet einen Kranz 42" der in, die Hohlkehle des Stiefelabsatzes
eingreift und- ihn dadurch fest umklammert. Der hintere Sohlenteil 46 wird durch
das schon erwähnte Kabel 43 nach vorn gezogen, das an einem an dem Sohlenteil 4o
befestigten, hakenartigen Teil q.4- festgemacht ist dem eine Vertiefung 45
in'! Ski entspricht. Am vorderen Ende des Kabels .43 " ist eine Feder 46
vorgesehen;- die an dem unteren- Arm 47 eines Winkelhebels 48 befestigt ist, der
zwischen den am Skirücken .befestigten -Laschen 49 schwenkbar gelagert- ist. -Das
Spannen der- Feder und :des Kabels 43 -wird dadurch erreicht, daß der Hebel 48 nach
rückwärts, umgelegt wird. Ein Zurückspringen des Hebels nach vorn wird durch eine
Falle 50 verhindert, die sich unter eine Klinke 51 einhakt, welche bei 52 zwischen
den am Skirücken befestigtenLaschen53schwenkbar gelagert ist.
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Die Klinke 5 z ist aus elastischen Armen eq:, 57 gebildet; durch Aufstütze,
des Armes 54 auf einen schmalen Teil 55 des Vorderteils der biegsamen Sohle wird
eine Federwirkung hervorgerufen. Bei einer kleinen Schwenkbewegung des Vorderteils
der Sohle wird von dessen schmalem Stück 55 eine Vertiefung 56 im Ski freigelegt,
in welche sich dabei der vorher elastisch gespannte Schenkel 54 der Klinke einsenken
kann, während der andere elastische Arm. 57 der Klinke den Hebel' 4'8 freigeben
kann.' Dadurch, daß man mit dem Finger auf die Verlängerung 58 des Schenkels 57
der Klinke 51 drückt, kann man auch absichtlich- die Freigabe des Hebels 48 bewirken.
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Die Länge des hinteren Sohlenteils 4ö wird bei 41 derartgeregelt,
daß der Haltekranz 42 fest den Absatz umgreift und daß gleichzeitig der V-förmige
vordere Randteil 59 des Sohlenteils 4o mit dem entsprechenden V-förmig ausgebildeten
Randteil 6o der Halteschiene z in Eingriff -kommt und sich fest gegen diesen klemmt.
-Außer der zur Überwindung der durch die Schiene ,2 erzielten Pressung oder Klemmüng
nötigen Kraft wird eine vom Fuß oder Körper auf die Bindung, ausgeübte seitliche
Beanspruchung auch noch die Kraft besitzen müssen, um entgegen der Wirkung des festen
V-förmigen Teils 6o den beweglichen V-förmigen Teil $9 des hinteren Sohlenteils
4o und damit diesen Sohlenteil selbst nach hinten unter Überwindung der von dem
Kabel 43 und der Feder 4'6 nach vorn gerichteten Zugkraft zurückzuschieben. Durch
entsprechende Wahl der Neigung der Schenkel der ineinandergreifenden V-förmigen
Teile 59 und 6o wird die Stärke des Überdrucks geregelt, der eine Verriegelung bilden
kann.
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Die Sicherung der vorstehend beschriebenen Ausführungsform einer Bindung
gemäß Fig. 4 wird vorzugsweise wie bei den früheren Beispielen durch die lotrechte
Aufschwenkbewegung des -Fußes gesteuert. Erfindungsgemäß wird daher ein Mittelvorgesehen,
das es gestattet, das Spreizen des vorderen und hinteren Teils der Sohle durch die
Anhebebewegung des Fußes zu beschleunigen oder zu erleichtern. Dieses Mittel besteht
aus einer über die Schiene a und die Verbindung zwisehen .dem vorderen und dem hinteren
Teil der Sohle gesetzten Kappe mit einer nach hinten gerichteten Zunge 61 und seitlichen
Teilen 62, die. bei 63 an Plättchen 64 angelenkt sind,
welche ihrerseits
an den Skiwangen festgeschraubt sind. Diese Plättchen 64 enthalten einen Riegel
65, der die Ausschaltung der Diagonalzugwirkung gestattet oder eine Einstellung
der Stärke dieser Schrägzugwirkung mit Hilfe der Rasten 66 ermöglicht, wobei zu
berücksichtigen ist, daß diese Diagonalzugwirkungen durch die für- das Plättchen
64 gewählte Lage veränderlich sind. Je weiter dieses Plättchen nämlich nach rückwärts
angeordnet ist, um so mehr muß sich- der hintere biegsame Sohlenteil krümmen, und
um so rascher wird der durch dien Berührungsdruck der ineinandergreifenden Teile
59 und 6o hervorgerufene überdruck verschwinden.
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.-An- Stelle des Seils 43 kann ein Seil vorgesehen werden,
das oberhalb des -Kranzes 42 um- den Absatz gelegt wird und unter der Stiefelsohle
bis zu der Feder 46 weitergeführt und an dieser befestigt ist.
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Das Seil oder Kabe143 kann auch durch ein übliches Kabel oder Seif,
wie das Seil 25, gemäß Fig. i ersetzt werden, welches dem Absatz umspannt und um
den Kranz.42 herumgeführt ist und auf diese Weise die Verlagerung der ineinandergreifenden
V-förmigem: Teile 59 und - 6o gestattet, dereni Schwenkbewegeng die Entspanmung
des, nach vorn gerichteten Zuges herbeiführen wird.
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Auf der Fig: 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der es keinerlei
freien Platz oder Zwischenraum zwischen der auf dem Ski befestigten Platte 69 und
der daraufgesetzten Halteplatte 2 gibt: Erfindungsgemäß wird wiederum ein bewegliches
Steuermittel, wie ein schwenkbarer Fußhebel io; vorgesehen, auf den sich der Fuß
des Skiläufers in der niedergesenkten Lage abstützt. Dieser Fußhebel io wirkt mit
seiner Walze 75 auf ein Bogengleitstück 76 und schiebt- durch dieses eine Schiene
7ain einer Führung 71, entgegen der Wirkung einer. Rückholfeder 79ä nach vorn. -Auf
der Oberseite der Schiene 72 ist ein Teil mit .einer geneigten Fläche 7o befestigt,
deren abgeschrägte Seitenränder73 mit Vorsprüngen 74 in Berührung kommen, die auf
der Unterseite einer schwenkbaren Platte i durch Stanzen gebildet sind und der Schwenkbewegung
dieser Platte einen zusätzlichen Widerstand durch Überdruck entgegensetzen. Diese
Platte i entspricht dabei dem schwenkbaren Vorderteil der Sohle (vgl. Fig.4), an
welchem die den Vorderteil des Stiefels umklammernden Bügel sitzen. Der hintere
Teil 77
des die geneigte Fläche 7o aufweisenden Teils bildet einen Riegel
in einer Ausnehmung 78 jener Platte i. Der Fußhebel, io dient als Steuermittel zum
Regeln des öffntingswiderstandes der Bindung, während die Schiene 72 ein Verbindungsmittel
bildet und die geneigte Fläche des auf dieser Schiene 72 sitzenden Teils eine Klemmwirkung
ausübt, wie die ineinandergreifenden Teile 59, 6o bei der Ausführungsform gemäß
Fig. 4. Man sieht, daß beim Anheben des Fußes die Feder 79 die Schiene 72 zurückholen
und damit die Sperrung der Platte i auf dem Teil 70, 77 lösen kann. Die die
Sperrung bewirkende Klemmung wird dabei dank der geneigten Klemmfläche
70 anfänglich beim Heben des Fußes fortschreitend vermindert.
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Die Fig. 6 zeigt im lotrechten Schnitt eine etwas abweichende Ausführungsform;
bei welcher das Halteglied beispielsweise vor den die Sohle umklammernden Bügeln
angeordnet ist. In diesen Fällen liegen natürlich die Schwenkachsen der Platten
i, i oder die Achse der einzigen Platte i unter-den Bügeln. Bei dem Beispiel gemäß
Fig. 6 wird das Halteglied von einer kräftigen Schiene 8o ge-bildet, die bei
81: in Laschen 82 einer am Skirücken befestigten Platte 83 angelenkt ist.
Die Schiene 8o ist dabei etwas federnd ausgebildet und enthält hinten auf ihrer
Unterseite eine Warze 9, die in eine entsprechende Einbuchtung 8 des Vorderteils
der Platte i eingreifen kann. Die das Festhalten dieser Platte bewirkende Pressung
wird durch Anheben des vorderen rechten Endes der Schiene 8o erzielt, das sich auf
einer Schraube 84 abstützt, die zur Regelung der Pressung oder Klemmeng auf dieser
Platte 83 dient.
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Die gleiche Art der Pressung oder Klemmeng kann auch durch eine starke
Feder bewirkt werden, die in einem Gehäuse untergebracht ist, das auf einen starken,
am Ski befestigten Flansch angenietet ist. Diese Feder würde dabei mit einem Kopfteil
auf die Vertiefung 8 drücken.
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Bei diesen beiden Beispielen wird der überdruck durch einen Nocken
85 hervorgerufen, der mit einer Einbuchtung 86 der Platte i zusammenwirkt. Dieser
Nocken 85 ist an seiner Berührungsstelle mit der Einbuchtung 86 der Plattei mehr
oder weniger abgerundet, je nachdem, ob man eine kleinere oder stärkere L'`berdruckklemmung
erhalten will. Das Verschieben dieses Nockens 85 erfordert eine gewisse Kraft; es
ist vorteilhaft, eine Steuerung und eine Verbindung durch eine Schiene j 72, wie
auf Fig.5 gezeigt, hierfür vorzunehmen.
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Wie bei einer Einrichtung gemäß Fig, i kann sich die vorbereitende
Wirkung auf die Entriegelung der Sicherheitsvorrichtung, d. h. i der die Spreiztmg
der Bügel gestattendenTeile beschränken. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 wird
eine Entriegelung durch das hintere Ende 67 des hinteren biegsamen Sohlenteils 4o
erzielt, das sich beim- Senken des Fußes zwi- i sehen die Schenkel @68 eines am
Ski befestigten U-förmigen Teils legt.
Bei den früheren Befestigungseinrichtungen
der in Fig. rund 5 gezeigten Art würde eine ähnliche Verriegelung dadurch hergestellt
werden, daß man am Ski zwei mit einem Haltekranz f,2 für den Absatz versehene Plätten
befestigt, die aber nicht gebogen sind, und welche seitlich den Absatz festlegen
würden, solange er :sich nicht über die Höhe dieser Kränze erhoben hat. Umgelehrt
könnte man auch an den Absatz eine oder zwei Krampen befestigen, die in entsprechende
Ausnehmungen im Ski eingreifen. Man könnte die gleiche Vorrichtung auch als Überdruckklemmittel
benutzen. In diesem Fall würden die beiden Kränze auf zwei Scheiben befestigt werden,
die drehbar auf einer Klinge befestigt sind, deren Drehzapfen in der Mitte des Fußes
liegen würde und durch- eine Halteschiene hinter dem Fuß gehalten wird. Solange.
der F'uß sich nicht über diese Haltekränze hebt, müßte die seitliche Beanspruchung-den
durch diese zweite Halteeinrichtung erzielten Überdruck- und- die gewünschte Pressung
öder Klemmung überwinden.
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Für diese vereinfachte Verriegelung könnte bei der Ausführungsform
-der Fig.5 die Schiene 7z auch sehr verkürzt werden und nur den den Riegel 77 bildenden-
Teil -enthalten. Die- Schiene 72 wird dabei durch eine Rückhoffeder 'immer nach
vorn gezogen. Sobald der Fuß sich über eine bestimmte Höhe gehoben hat, wird dieser
Teil77 durch ein kleines- Seil 2r nach hinten gezogen, das am Fuß befestigt ist
und über eine Rolle 22 läuft, die hinter dem Fuß< am Ski angeordnet ist, wie
auf dem rechten. Teil der Fig. i gezeigt ist.
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Eine andere Ausführungsform dieser Verriegelung, die sich: wie früher
für jede Sicherheitsvorrichtung gegen Verdrehungsbeanspruchung eignet, wird durch
einen einfachen Sperrhaken od. dgl. gebildet, der an einer Aushöhlung des Oberteils
des Ski angebracht ist und durch ein. Seil, wie vorher, gesteuert wird. -Die Erfindung
bezieht sieh ferner darauf;-daß allen Sicherheitseinrichtungen fürübermäßige Torsiönsbeanspruchungen,
die schon grundsätzlich keine andere. Sicherheit gewähren können, die Möglichkeit
einer unmittelbaren Schutzwirkung zuerteilt wird, die bei starken, lediglich nach
vorn erfolgenden Stürzen wirksam- wird. Dies wird von .einem Mittel erreicht; das
durch dieAnhebebewegung des Fußes gesteuert wird und eine unmittelbare Sicherheitswirkung
auslöst,- sobald die Anhebebewegung- eine gewisse Höhe erreicht, die nur bei einem
Sturz nach vorn auftreten kann. .
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Wie man auf Fig. i sieht, wird sich das Seil :2i spannen, sobald der
weiter unten beschriebene Sperrhaken 89 in die am weitesten rechts liegende Lage
gebracht ist, und wird dadurch den an jenem Seil befestigten Spannhebel- unmittelbar
oder mittelbar durch die Einwirkung eines anderen Teils öffnen.
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Bei dem obenerwähnten Beispiel, in welchem die Schiene 72 (vgl:
Fig. 5) verkürzt und bis auf den Riegel 77 beschrankt ist, wird die gleiche
Sicherheitswirkung erreicht, sobald diese Schiene ihr Hubende erreicht hat.
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Wenn, der Spannhebel 48 voir den 7.ehenbacken auf dem Ski befestigt
ist, so würde das unmittelbar an dem Absatz befestigte Seil 2 i um die Rolle 22
und- in .einer Rille. des Skis laufen, um zu einem nicht dargestellten-Kniehebel
zu führen, der unter dem Spannhebel gelagert ist, und diesen öffnen, sobald die
Anhebebewegung des Fußes eine gewisse Höhe erreicht hat.
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Diese verschiedenen Vorrichtungen gestatten es also, sobald die Anhebebewegung
des Absatzes. eine gewisse, vorher bestimmbare Höhe erreicht hat, die größer ist
als jegliche normale, beim Skilauf übliche Bewegung dieser Art; die Bindung zu öffnen,
und'durch diese. genaue Abgrenzung wird jedes unzeitige, nicht gewollte Öffnen der
Sicherheitsvorrichtung, das bei den meisten anderen bekannten Sicherheitsbindungen
vorkommen kann, - unbedingt vermieden. Bei diesen bekannten Sicherheitsbindungen
wird nämlich das Lösen der Bindung durch eine einfache Verstärkung der Spannung
des Seils bewirkt, die nur eine Folge der Anhebebewegung des Fußes ist und darum:
nicht genau eingestellt werden kann; da die Erhöhung der Spannung auf verschiedene
Ursachen zurückgehen kann, wie die Abnutzung des Löseteils, den Verschleiß des Sohlenrandes,
die Ermüdung der Feder des Spannhebels, die vom Skiläufer ausführbare veränderliche
Einstellung, die Wirkung der Temperatur. auf das Seil usw.
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Die unmittelbare Wirkung kann auch, wenn die Diagonalspannung gering
ist, auf folgende Weise erreicht werden-:: So wird z. B., wie in dem Ausführungsbeispiel
der Fig. z, im Fall eines stärken Sturzes nach vorn der Fuß sich so weit anheben,
daß die von dem Exzenter i i auf die- Platten i, i ausgeübte Pressung derart vermindert
wird, daß die den Sohlenrand umklammernden Backen sich öffnen können; insbesondere
wenn sie leicht nach innen geneigt sind.
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Ein ebenfalls in der Fig.. i dargestelltes Mittel :87-88-89. ermöglicht
eine unmittelbare Ausschaltung des Diagohalzuges, wie nachstehend gezeigt werden
soll: Der früher schon beschriebene Teil 18 mit der Klammer 2'o wird durch den Sperrhaken
89r auf dem Ski festgehalten, indem die beiden Arme 87, 88 dieses Teils an ihren
sich übereinanderlegenden Enden von dem Sperrhaken 89 zurückgehalten
werden,
der -durch eine gegebene Anhebebewegung- des Fußes von dem Seil zi betätigt wird;
sobald der Absatz sich genügend hoch anhebt, zieht das Sei12i an dem Sperrhaken
89, der durch seine Drehung die beiden Arme 87-88 freigibt, so daß sich der
ganze Teil 18-87-88 um die Achse ig drehen kann und damit die beiden Klammern 2o
anhebt, wobei der Diagonal'zug des Seils 25 .aufgehoben wird. Falls nun der Skiläufer
in seine normale Stellung zurückkehrt, ohne gefallen zu sein, wird der Teil- i8-87-88
durch den Fuß wieder in seine normale Stellung zurückgedrückt, und der Spannhalten
89 schnappt ein, sobald die Arme 87 und 88 wieder mit ihren Enden übereinander
zu liegen kommen.