DE7528C - Neuerungen an Wassermessern - Google Patents
Neuerungen an WassermessernInfo
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- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
- G01F3/02—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
- G01F3/04—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls
- G01F3/14—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body
- G01F3/16—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body in stationary cylinders
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Description
PATENTSCHRIFT
Klasse 42.
CHARLES CASIMIR BARTON in ROCHESTER (Nord-Amerika). Neuerungen an Wassermessern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. April 1879 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf diejenige Klasse von Wassermessern, bei welchen
die den Wechsel des Wasserstromes hervorbringenden Ventile durch einen seine Bewegungsrichtung
abwechselnd ändernden Kolben bei' jedem Hube bewegt werden. Dieselbe bezieht sich ferner auf Neuerungen in der Construction
und Anordnung des Gehäuses der Ventile und der nachstehend zu beschreibenden Be wegungstheile.
In der beiliegenden Zeichnung stellen die Fig. ι und 2 Verticalquerschnitte des vorliegenden
Wassermessers nach den punktirten Linien x-x und y-y der Fig. 4 dar.
Fig. 3 ist eine Oberansicht vom Cylinder allein.
Fig. 4 zeigt einen Horizontalschnitt des Wassermessers nach der Linie y x-y', Fig. 1, und
Fig. 5 stellt den Bewegungsmechanismus in vergröfsertem Mafsstabe dar.
Auf dem Gehäuse A, am besten aus Gufseisen, dessen Wandung stark genug ist, um dem
Druck des durch dasselbe fiiefsenden Wassers widerstehen zu können, ist der Ventilkasten B
mittelst der Schraubenbolzen α befestigt, welche durch den Deckel D und die Flantschen des
Gehäuses hindurchgehen.
In dem Kasten B befinden sich die Ventile und der Mechanismus, wodurch dei" einfliefsende
Strom abwechselnd über die eine und unter die andere Fläche des Kolbens gelangt. Auch
enthält derselbe den Registrirapparat, welcher hier nicht angegeben und aus jeder beliebigen
zweckentsprechenden Construction bestehen kann.
Innen am Boden des Gehäuses A sind eine Anzahl Ansätze e angegossen, deren innere
Flächen nach dem Durchmesser des oberen, innen im Cylinder vorstehenden Flantsches ausgedreht
sind. Der äufsere Durchmesser des Mefscylinders /, aus Rothgufs oder einem anderen
nicht rostenden Material, entspricht ganz genau der Ausbohrung des inneren Flantsches und
der Ansätze e, so dafs derselbe, wenn darin eingesetzt, in seiner Lage gut erhalten bleibt,
und der Mefscylinder beim Gebrauch des Wassermessers mit Wasser unter gleichem Druck wie im Innern desselben umgeben ist.
Der Mefscylinder / ist kürzer als die innere Länge des Gehäuses A und ruht auf den Ansätzen
e, wodurch ein freier Durchgang j' am Boden gebildet wird.
Der Kolben C besteht aus einem cylindrischen Holzstück, welches oben und unten Lederscheiben
C1 C1 trägt, deren abgebogener Rand die Liderung des ' Kolbens im Mefscylinder /
herstellt und welche durch die Metallplatten C1 C1 festgehalten werden.
Die im Ventilkasten B befindlichen Durchgänge
c und c', wovon der eine für den Zuflufs,
der andere für den Abfiufs des Wassers aus dem Apparat bestimmt ist, sind in gleicher
Höhe angeordnet, um den Wassermesser in die schon vorhandene Rohrleitung leichter einschalten
zu können.
Der Zuflufskanal c steht mit einer Kammer in Verbindung, welche durch eine verticale
Scheidewand d, Fig. 4, in zwei Räume b und b'
getheilt wird, in deren ersteren b der Kanal c führt.
In dem Boden dieser Räume b und b1 befinden
sich Oeffnungen / und /', welche die Verbindung derselben mit dem Theile des Cylinders oberhalb des Kolbens C herstellen.
Durch die oberen Oeffnungen g und ^1 communiciren
diese Räume mit der Kammer E und durch den Durchgang w mit dem Theile des
Cylinders / unterhalb des Kolbens C.
Der Raum b' steht mit dem Ausflufskanal c'
in Verbindung.
Die doppelt balancirten Ventile h V und iil
sind in Beziehung auf die gedachte Kammer paarweise so angeordnet, dafs durch das eine
Paar die oberen Oeffnungen g gl der Räume b bl,
durch das andere Paar die unteren Oeffnungen//1 derselben abwechselnd geschlossen werden. Wenn
die obere Oeffnung in einem der Räume b b' geöffnet ist, so mufs die untere in dem gleichen .
Räume befindliche geschlossen sein und umgekehrt.
Die beiden unteren sowohl als auch die oberen Ventile h h* und ti1 bestehen aus
runden Lederscheiben, welche an den Enden der beiden etwas gebogenen Platten k k ange-
bracht sind. Die Platten k k sind in ihrer
Mitte mit Schneiden m m versehen.
Diese Schneiden ruhen in entsprechend geformten und angeordneten Einschnitten in der
oberen und unteren Wandung der die Räume b b ' darstellenden Kammer. Die so angeordneten
Ventile sind mittelst der Gelenkstücke // solid mit einander zusammengekuppelt.
Da die Entfernung der beiden Schneiden von einander kleiner ist, als diejenige der Ventilsitze,
so wird durch diese Anordnung die Abflufsöffnung nach dem Theile · des Cylinders
oberhalb des Kolbens hin geschlossen und die. entsprechende Einflufsöffnung geöffnet sein und
umgekehrt.
.Das Eigenthümliche dieser Ventile besteht darin, dafs unter allen Umständen zwei Ventile
immer auf ihren Sitzen ruhen müssen und dafs kein Wasser durch den Wassermesser strömen
kann, ohne den Kolben in Bewegung zu setzen.
Die Reibung und die dadurch entstehende Abnutzung wird auf ein Minimum reducirt, da
jedes Paar der Ventile um die Schneide m oscillirt.
Im unteren Theil des Ventilkastens ist ein Hebel r, welcher das Schliefsen und Oeffnen
der Ventile bewirkt. Derselbe ist in der Richtung der Platten k k angeordnet und an seiner
oberen Seite mit einer U-förmigen Gabel versehen, deren Arme ί in Schneiden auslaufen,
die in der Verlängerung des Einschnittes für die Schneide m der unteren Platte k ruhen.
In seiner Lage wird der Hebel r durch eine an beiden Enden abgebogene Feder η erhalten.
Die Enden dieser . Feder schwingen um die im oberen Theil des Ventilkastens angeordneten
Stifte ο o. Der lange Arm des Hebels r trägt an seinem Ende eine Frictionsrolle v, Fig. ι,
welche durch die Kette u mit dem Kolben C verbunden ist.
Die Wirkung dieses Wassermessers ist folgende :
Nimmt man den Kolben C in seiner höchsten Stellung, wie in Fig. ι angegeben, an, so stehen
die Ventile, welche unmittelbar vorher in ihrer Lage verändert worden sind, mit folgenden
Räumen in Verbindung. Die Oeffnung/, welche den Zuflufsraum b mit dem Cylindertheile oberhalb
des Kolbens verbindet, wird geöffnet und die Oeffnung /l, die Verbindung des letztgenannten
Cylindertheiles mit dem Abflufsraum b' herstellend, wird geschlossen sein.
Das Wasser, welches alsdann durch die Oeffnung / in den oberen Theil des Cylinders
fliefsen kann, drückt den Kolben C auf den Boden des Cylinders, wodurch das unterhalb
des Kolbens C befindliche Wasser durch den Durchgang w, Fig. i, in den oberen Raum E,
von da durch die Oeffnung g'1 in den Ausflufsraum
b' geprefst wird, um durch den Durchgang c' in die Abflufsröhre gelangen zu können.
Während der Abwärtsbewegung des Kolbens wird der lange Arm des Hebels r durch die
Kette u herabgezogen.
Der so um die Schneiden der Arme s schwingende Hebel r beschreibt an dem. Punkte, wo
derselbe mit der Feder η in Verbindung steht, einen Kreisbogen. Da der Radius des Bogens,
welcher von diesem Punkte des Hebels beschrieben wird, viel kürzer ist als der des
Bogens, welcher von der mitbewegenden Feder η beschrieben wird, während die Sehnen von
beiden Kreisbögen aber die gleichen sind, so folgt daraus, dafs die Spannung der Feder am
gröfsten ist, wenn dieselbe sich während ihrer Bewegung in der Mitte des zurückzulegenden
Weges befindet.
Unmittelbar nachdem die Feder die Hälfte des Weges zurückgelegt hat, wird der Hebel r
durch diese Feder schnell gegen das geöffnete Ventil geworfen, welches dann augenblicklich
infolge der Federkraft auf seinen Sitz aufgedrückt wird. Dadurch werden die Ventile,
welche vorher geöffnet waren, geschlossen und die geschlossenen geöffnet, und wird ein Wechsel
des Wasserstromes erhalten, ohne dafs der geringste Stofs in den Röhren entstehen kann, da
die Durchgänge in dem Wassermesser verhältnifsmäfsig grofs angenommen worden sind.
In der jetzigen Stellung der Ventile kann nun das zufliefsende Wasser unter dem Kolben
im Cylinder einströmen, wobei der Kolben in die Höhe getrieben wird. Derselbe nimmt bei
seiner Bewegung den langen Arm des Hebels r zugleich mit, wodurch die Ventile in der hier
oben beschriebenen Weise wieder verstellt werden.
Durch die Hublänge des Kolbens C im Cylinder / ist das Mafs des in den Apparat
eingeströmten Wassers gegeben, und dieses Mais hängt einzig von der Menge und nicht
von dem Drucke oder der Geschwindigkeit des Stromes ab, da beides durch die Construction
der Ventile vollkommen auszugleichen ist.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι. Die hier oben beschriebenen und durch die Zeichnung dargestellten Neuerungen an dem Mefscylinder, bestehend in dem hohlen Cylinder aus Rothgufs oder anderem nicht rostendem Material, welcher kürzer als das Gehäuse und in dem letzteren so angeordnet ist, dafs ein Durchgang für das Wasser im unteren Theil und zwischen dem inneren Rothgufscylinder und dem Gehäuse für den beschriebenen Zweck hergestellt wird.
- 2. Die durch eine Scheidewand in zwei Räume b und b\ Fig. i, getheilte Kammer, welche mit dem Cylindertheile über und unter dem Kolben in Verbindung steht, im wesentlichen und für den Zweck wie beschrieben.
- 3. Bei doppelt balancirten Ventilen die Neuerungen, welche darin bestehen, dafs diese Ventile in der oben beschriebenen Weise construirt und in Combination mit dem Zu-flufs- und Abflufsraum so angeordnet sind, dafs das Functioniren derselben wie beschrieben und für den angegebenen Zweck ausgeführt wird.
- 4. Die hier oben beschriebene und durch die Zeichnung dargestellte Combination dieser Ventile mit dem oben erläuterten Mechanismus, welcher das Oeffnen und Schliefsen derselben bei der Bewegung des Kolbens ausführt.Den obigen Wassermesser, welcher aus den in der Zeichnung dargestellten Theilen besteht und mit einem zweckentsprechenden Registrirapparate verbunden ist, indem alles in der oben beschriebenen Weise und für den angegebenen Zweck wirkt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7528C true DE7528C (de) |
Family
ID=285311
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7528D Active DE7528C (de) | Neuerungen an Wassermessern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7528C (de) |
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