DE747477C - Bremswirkungsregler fuer Eisenbahnbremsen - Google Patents

Bremswirkungsregler fuer Eisenbahnbremsen

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DE747477C
DE747477C DEH164913D DEH0164913D DE747477C DE 747477 C DE747477 C DE 747477C DE H164913 D DEH164913 D DE H164913D DE H0164913 D DEH0164913 D DE H0164913D DE 747477 C DE747477 C DE 747477C
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braking
brake
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DEH164913D
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English (en)
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Dipl-Ing Richard Leuchter
Dipl-Ing Anton Vedral
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HARDY GEB MASCHF AG
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HARDY GEB MASCHF AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/321Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration deceleration
    • B60T8/3235Systems specially adapted for rail vehicles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Regulating Braking Force (AREA)

Description

  • Bremswirkungsregler für Eisenbahnbremsen Gegenstand ,der vorliegenden Erfindung ist eine Steuereinrichtung für Bremsen, insibesondere die Üblichen Kl:otzibremsen für Eisenbahnfahrzeuge, bei :der jede Änderung des Reibungswertes zwischen Bremsklotz und Radreifen während des Bremsvorganges selbsttätig durch eine entsprechende Änderun.g :des Klotzdruckes @ausgeglichen wird, zu dem Zwecke, einer jeden Zustandsänderung in der durchgehenden Luft- oder Steuerleitung eine ganz bestimmte Änderung der Bremswirkung .zuzuordnen; und zwar unabhängig von Fahrgeschwindigkeit und Reibungswert. D:ie Einrichtung ist dabei so ausgelegt,. daß die Bremswirkung, @d. ,i. der auf .die Schiene übertragene BewegungswIderstan:d, bei Schnellbremsungen dauernd oftuf dem mit Rücksicht auf die Haftreibung zwischen Rad und Schieine zulässigen Höchstwert gehalten wird und bei gelöster B,rem.se die Bremswirkung gleich Null ist. In allen Zwischenwerten besteht .eine lineare Abhängigkeit zwischen Zustandsänderung .der Bremsleitung und Bremswirlvumg.
  • Da die Steuereinrichtung sowohl die Füllung als auch die Entleerung des Bremszyliin-;ders bewirkt, wird z. B. bei Sc'hneI:lbrems@ungen im Gegensatz zu .den bekannten Ausführungen der kürzestmögliche Bremsweg bei größtmöglicher Sicherheit gegen Festsetzen ,der Räder erreicht. Ersteres wird .durch die dauernde Beibehaltung ödes höchstzulässigen Klotzdruckes, letzteres durch .die mit steigen-;dem Reibungswert ;zwischen Klotz und Rad selbsttätig,durchgeführte Senkung des Bremszyl.inderdruckes erzielt.
  • Die ,der Erreichung dieser Arbeitsweise entgegenstehendeSchnwierigkeit liegt bekanntlich in der Ungleichheit :des Reibungswertes zwischen Klotz. Bund Rad bei verschiedenen Geschwindigkeiten. Um nun auch bei hohen Fahrgeschwindigkeiten einigermaßen zulässige Bremswege zu erhalten, mußte die A:b--bremsun,g der Fahrzeuge auf Zoo °% und @darüber gesteigert «-erden. Diese hohe Abbremsung darf jedoch nicht bis zum Stillstand beibehalten werden, ,da die Räder infolge ides mit abnehmender Geschwinrü:gkeit zunehmenden Reibungswertes zwischen Klotz und Rnd schon bei einer mittleren Geschwindigkeit blockiert würden. Die Abbremsung muß daher mit sinkeirder Geschwindigkeit bis auf etwa So °/Q des Fahrzeuggewichtes werden. .
  • Zur Verininderuiiig der Ahbrernsung finit s:nlcender Geschwindigkeit wurden verschiedene '\-erfahren angcwendet.
  • Ein älteres Verfahren benutzt den in den 13renislclotzliätigeeisen auftretenden Tangeni:aliu", wobei :die Hängeeisen eines Rades an einem zweiarmigen Hebel angreifen, so rd,aß l@M Eintritt einer Breiasung an diesem Hebel ein Drelnnonierit entsteht, welchem durch eine an einem Ende des Hebels befestigte vorgespannte Feder entgegengewirkt wird. Wird im `'erkaufe einer Bremsung die Kraft dieser Feder durch Zunahme des Reibungswertes zwischen Klotz und Fad überwunden, so ein Entlüftungsventil des Breniszy-linders betätigt und damit die -%1->1>remsun@g des Fahrzettges vermindert. Bei .dieser Konstruktion wird die Anpassung des Klotzdruckes an den Reihungswert nur in einer Richtung vorgenomane:n, da die Einrichtung nur auf das Entlüften des Breinszvliiiders, nicht aber auch auf dessen Füllung in _\#blhäitgigl;eit vorn Reibungswert und damit der Fahrgeschwindigkeit Eitifluß nimmt. Sie kann also mir eine hglxe Abbrenisung vermindern und tritt daher bei kleineren Bremsstufen überhaupt nicht in @@'irksaml;eit. Überdies eignet sich die Emr:clitung nur für Steuerventile älterer Batia.rt, bei welchen Luftverluste .des Bremszvl"n#ders nicht selbsttätig ersetzt werden. I In Abb. i ist die Bremswirkung dieser Eirir:chtwng ze:chtieriscli dargestellt, und zwar in vier Linienzügen i bis d., entsprechend -a5 50 °/o, ; 5 °/o und ioo °(a des höchsten Zylinderdruckes. Beim höchsten Zvlinderdruch wurde die A!bbrerns:ung des Fahrzeu"es, der wirklichen Ausführung entsprechend, mit 130 °/o (res Fahrzeuggewichtes angenommen. Dabei :st auf der Ahszissenacbse. die Geschwindigkeit in hilorneterstunden und auf der Ordinatetiacai.e -der auf die Schiene übertragene Widerstand in Kilogramm je Tonne Fahrzeuggewicht, also die eigentliche Bremswirkung, aufgetragen. Aus dem Kurvenverlauf ist zunächst die weitgehende Unterschiedlichkeit der Bremswirkung bei verschiedenen Geschwindigkeiten zu erkennen. Die Wirkungsweise der vorgenannten bekannten Einrichtung er-@ibt die stärker ausgezogene Linie auf 13o kg je Tonne, so daß Blockieren der Räder finit Sicherheit vermieden wird, da der Haftrei- . lxungswert an der Schiene mindestens 170 kg je Tonne beträgt.
  • Eine neuere Konstruktion läßt den Reibungswert Klotz-Rad und geht nur von der Gesclxwindigl;eit aus. Bei linker Geschwinidigkeit wird eine hohe breni3ung angewendet, welche bei Durchla-ufen einer mittleren Geschwindigkeit mittels eines Fl.ielikraftreglers auf etwa So °/, «-irl. Die Füllung des Bremszylinders wird bei dieser Einrichtung durch eiii zwischen Steuerventil und Zylinder geschaltetes Füllventil besorgt, so daß bei Geschwi.nd'.gl;eiten u=nterhalb der Schaltgrenze ctes I# l:ehl;i-aftreglers jeder Bremsstufe ein besthninter Breniszvlinderdrucl; bis zu einen 1-löc:listwei-t von etwa So % entspricht. Bei Cleschwindighe:ten oberhalb der Scli,alt"reiize besteht die gleiche Gesetzmä@ühlceit, doch ist die .@lalxreinung lin Verhältnis der -Norixiillabbreinsung von (go°/o zur gewählten Höchstabbremsung höher. lrifol.ge der Änderung des I@eilxungswertes am Bremsklotz nimmt auch hier die zu je=der Bremsstufe gehörige Bremsinnerhalb der beiden Intervalle mit zunehmender Geschwinci.igl;eit ab.
  • In Abb. a ist die läreinswirkung dieser Einrichtung in gleicher Weise wie bei _M)b. t zeichnerisch dargestellt. Oberhalb der Schaltgesc@t@-ind@:gl;e@t liegen die Linien li<3>lier als he: Abb. r, da die starke Abbreinsung zti aoo °/o des @ahrzett@`geivichtes anreix-nnine,n wurde. Die. mit abnehmender- @iesclii@-indig_ ke:t zuticlnneiide Bremswirkung ieder B rein,-stufe innerhalb der beiden Inter%--.ille ist aus dein Kurvenverlauf deutlich zu ersehen. Ferner ist aus crem Verlauf der Liriie I zu elitn ehmen. ,d.aß die Bremswirkung an der Schiene bei der üblichen Schaltgrenze von 6o kin/Stdri. einen Wert von -20o kg je Tonne erreicht, also bereits über dein unteren Wert der Haftreibung an der Schiene liegt. Hier ist allerdings folgendes zu bemerken: Aus der Fachliteratur und der Erfahrung ist lxkannt. daß der Reb@ungswert zwischen Bremsklotz und Radreifen mit zunehmender spez.ifischerFlächenpress.u,ngahni:nint. Ebenso nimmt der Reibungswert mit zunehmender hlotzteinperatur ab, da sich der Klotz bei Erwär-niung streckt und dann nur eine geringere _\uflagefl<iclie am Radreifen verbleibt. Dies ergibt aber eine höhere Flächenpressung und damit einen geringeren Reibungswert. Der Verlauf der Linie .1 ist also im oberen Litervall nur mit der Einschränkun=g richtig, daß sich ,deren Werte auf den Bremsbeginn beziehen sollen. Der wirkliche Verlauf der Bremswirkung bei einer Schnell.breinsung aus 15o 1;ni/Stdn. wird vielmehr infolge der Er- i wärmung der Bremsklötze und der damit sinkenden Anlagefläche und des ebenfalls sinkenden Reibungswertes etwa den Verlauf nach Linie-' haben, so daß praktisch der untere H.aftre:bungswert nicht überschritten wird. `\',esentlicli ungünstiger liegen dagegen die Verhältnisse bei Schnellbr'emsumgen aus ioo oder 8o km/Stdn., da die danngiiltigen Linien d" bzw. d'" zur Gänze über dem unteren Haftwert liegen, also häufig Festbrems-en der Achsen eintreten muß. Es sind diaher umständliche Zusatzeinrichtungen erforderlich, um in desem Falle :die Bremse sofort zu lösen un!d nach dem Wiederanrolleri :der Achsen wieder in vermindertem Umfange anzuziehen. Diese Überschreitung des Haftreibungs.wertes erscheint .daher als ein wesentlicher Nachteil dieser Einrichtung.
  • Vortiegende Erfindung hat sich nun die A=ufgabe gestellt, jeder Bremsstufe eine bestimmte Bremswirkung zuzuordnen, und zwar unabhängig von der Geschwindigkeit. Dabei soll außerdem die Breanswirkung mit der Bremsstufe linear zunehmen. Dieser Kurvenverlauf ist in -AM. 3 dargestellt. Es soll also bei einer Y'o11- oder Schnellibrems:ung an der Schiene eine Bremswirkung von 16o kg je Tonne bei allen Geschwindigkeiten ausgeübt «-erden. Zu einer Bremsstufe van 75 % .der vorgenannten so11 auch nur eine 75 °foige Breanswirk:ung 4hören. usw. Es ist klar, d:aß eine derartige Einrichtung eine für den Betr:eli erwünschte Geset;zmäßi:gleeit zwischen Bremsstufe und Brems-wr!kung liers:tellt u.nd zugleich den kürzestmöglichen Breinsweg ergilrt, da die Bremswirkung bis zum Stillstand auf dem zulässigen Höchstwert gehalten wird.
  • Es soll also- jeder Bremsstufe einebesti:mmte Bremswirkung 'an der Schiene, also eine bestimmte Tangentialkraft am Radreifen zugeordnet "werden. Da die Tangentialkraft als Produkt aus Bremsklotzdruck und Reibungswert am Radreiden entsteht, muß bei hohem Reibungswert ein kleiner Bremsklotzidruck eingestellt werden und umgekehrt. Diese Einstellung kann ntm bei gleichbleibender 13re,mskraft, z. B. der Kraftwirkung eines der üblichen Breins!zylinder, durch Anpassung der zwischen Brernszylinder und Bremsklotz eingeschalteten Übersetzung an - den Reibungswert zwischen Klotz und Rad vorgenommen werden. Es m@uß also bei hoher F.ahrgeschwindigkeit eine hohe Übersetzung eiregestellt «,-erden und umgekehrt. Es kann aber auch bei gleichibIeibender Übersetzung der Br.eins.zylin:derdruch so eingesteuert werden, daß jeder Bremsstufe eine bestimmte TangentiaIkr.aft zugeordnet ist. Ist dabei bei Einleitung der Bremsung :die Geschwindigkeit hoch und @dami,t -der Reibungswert zwischen Breins!klotz und Radreifem niedrig, so wird ein hoher Zylinderdruck eingestellt und umgekeln-t. Dar während der Bremsung die Geschwindigkeit sinkt, nimmt &r Reibungswert zwischen Klotz und Raid zu. Da damit auch der Tan:gentialzug steigt, gibt die Steuereinrichtung nach der Erfindung einen Auslaßduerschnitt für den Bremszylinder in solchem Maße frei, daß der Anstieg des Reibungswertes,durch die Senkung des Zylin-derdrucdces ausgeglichen und so der Tangentialzug konstant gehalten wird. Damit wird ,auch die bei der bekannten Ausführung nach Abb. 2 in den beschriebenen Fällen bestehende Blockiergefahr vermieden, da auch bei Schnell!breinsttngen während .des ganzen Verlaufes der Bremsung der auf die Schiene übertragene Bewegungswiderstand n:einals die Haftreibung zwischen Rad und Schiene überschreitet.
  • Eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgegenstandes mit Regelung des Zylinderdruckes ist in Abb. d. dargestellt und sei ,in folgenden näher beschrieben.
  • Am Wagenrahmen ist über der -Mitte der Achse ein zweiarmiger Hebel 5. 6 gelagert, an «-elchen in gle:cheni Abstand von der Lagerung mittels der Hängeeisen 7 bzw. 8 die Bremsklötzegbzw. io gehängt sind. Der rechte Arm 6 des Hebels ist verlängert und greift mit einem Bolzen 12 in eine Gabel 13 des im Gehättse des Bremskraftreglers 1,4 gelagerten dreiarmigen Hebels i5. Die beiden anderen Enden dieses Hebels 15 sind an Bolzen 16, 17 im Gehäuse derart gelagert, daß jeweils einer cl.ieser Bolzen als Drehpunkt dient. Im Gehäuse 14 ist ferner ein 18 so gelagert, d@aß sein rechtes Ende ig in einen Schlitz2o einer Kolbenstange21 eingreift und das obere Ende 22 gegen den Hebel 15 in der Mitte seiner Lagerung drückt. Ani unteren Ende der Kolbenstange 21 ist der Kolben 23 befestigt. Dieser Kolben wird auf seiner Oberseite von Außenluft, auf der Unterseite vom Druck einer Vorsteuerkaminer 25 bea.ufschtagt. Dias obere Ende der Kolbenstange 21 .ist im Gehäuse z9 abgedichtet und trägt auf seiner Oberseite den Sitz für das Auslaßve:ntil.3o. Im Anschluß an .diesen Sitz enthält die Kolbenstange 21 eine axiale Bohrung 31 zur Ab;führu.ng der Br:emszyliinderluft. Zum Ausgleich der Reibungswiderstände drückt auf die Oberseite der Kolbenstange die Feder 32. Ein- und Auslaßventil 35 bzw. 30 sind aus einem Stück ausgeführt, wobei sich der Sitz des Einlaßventils in einer Zwischenwand des Gehäuses befindet. An den Raum 33 über dem Einlaßv.entil 35 ist der Luftbehälter 28 und an den Raum unterhalb des Ventils 35 der Bremszylinder 36 ange-schlossen.
  • Ferner enthält die Bremsiausrüstung das Steuerventil 26, den Luftbehälter 28 und den Vorsteuerbehälter 25, die in bekannter Weise zusammenarbeiten, wobei der Vorsteuerbehälter 25 den Bremiszylinder der normalen Bremse ersetzt.
  • Wird zum Zwecke der Erreichung einer bestimmten Bremswirkung der Druck in der Bremsleitung 27 ermäßigt, so stellt das Steuerventil.26 einen bestimmten Druck im Vorsteuerbehälter 25 ein, der nur von der Druckermäßigung in der Hauptleitung und der Charakteristik des Steuerventils abhängig ist. Der Druclz des '\,"orsteuerbehälterS 2; teilt sich der Kammer 24 unter dem Kolben 23 mit, so daß sich der Kolben 21 in nie gezeichnete obere Endlage einstellt. Bei dieser Kolbenbewegung wurde zunächst das Auslaßventil 30 geschlossen und hierauf das Einlaßventil35 geöffnet und so eine Verbindung zwischen dem Luftbehälter 28 und dem Bremszylinder 36 hergestellt. Der Bremszylinderkolb:en preßt die Bre ns:k.lötze 9 und io an den Radreifen. Der hierbei entstehende Bremsklotzdruck erzeugt durch die Reibung am Radreifen eine Tangentialkraft, die sich durch die Hängeeisen 7 und 8 .dem doppelarmigen Hebel 5, 6 mitteilt. Es entsteht dann ein Drehmoment in der Größe --. T. a, das über den Bolzen 1a am Ende des Hebels dem dreiarmigen Hebel 15 mitgeteilt wird. Dieiser kippt je nach der Fahrtrichtung um einen der Bolzen 16 oder 17 und sucht den Winkelhebel 18 zu verdrehen, welcher Verdrehung -aber -die Druckkraft des Kolbens 23, im folgenden kurz als Hilfskraft bezeichnet, entgegenwirkt. Die Füllung des Bremszylinders 36 und damit die Zunahme ,der Kräfte sowie der Tangential:kräfte wird also so lange andauern, bis diese ein kleines Übergewicht über die Hilfskraft des Kolbens 23 erlangt haben. Dann wird der Kolben 23 so weit nach abwärts geschoben, bis durch Schließen des Ei.nlaßventils 35 die. Luftzufuhr zum Bremszylinder 36 unterbrochen wird. Die Fläche der Kolbenstange 21 ist so klein bemessen, daß :der auf deren Oberseite wirkende Bremszylinderdruck praktisch keinen Einfluß auf die Einstellung des Bremszylinderdruckes ausübt. Die Einstellung .des Bremszylindendruckes erfolgt also nur nach :Maßgabe des Druckes der Hilfskraft und des Tangentialzu:ges der Bremsklötze. Wenn bei hoher Fahrgesch.windigkeit der Reibungswert zwischen K1 .tz lind I2a:d klein ist-, wird zu einer bestimmten Bremsstufe bzw. Hilfskraft ein hoher Zvlinderdruck eingestellt. Wird die gleiche Bremsstufe bei niedriger Geschwindigkeit ausgefiihrt und damit auch die gleiche Hilfskraft eingestellt, so stellt 4er Brems-,virkungsregler entsprechend dem dann höheren Reibungswert selbsttätig einen niedrigeren Druck im BremszvIinder ein. Wird- zum Zwecke einer Verstärkung der Bremswirkung der Leitungs-(Iruck ermäßigt und damit der Druck f:inVor-Steuerbehälter erhöht, so überwiegt wieder die Hilfskraft, verschiebt die Kol-benstatige 21 nach oben und öffnet dabei neuerlich das Einlaßventil35. Damit wird de Füllung des Bremszylinders, wie oben beschrieben, bis zum Ausgleich des Kraftzuwachses am Kolben =3 durch Zunahme der Kraft am Winkelliebel 18 fortgesetzt. Wird umgekehrt zum Zwecke der Verringerung der Bremskraft der Leitungsdruck erhöht und damit der Druck im Vorsteuerbehälter 25 erniedrigt, so überwiegt nun die von den Klötzen kommende Kraft am Winkelhebel 18 und drückt Kolben 23 und Kolbenstange 21 nach unten. Dabei wird :der Aus.laßventilsitz von dem Auslaßventil 3o abgezogen und eine Entleerungsverbindung für den Bremszylinder 36 hergestellt. Diese bleibt so lange bestehen, bis die Kraftabn:ahme am Kolben 23 durch Abnahme der Kraft .am Winkelhebel 18 ausgeglichen ist, worauf der Kolben 23 die Kolbenstange 21 wieder bis zum Schluß des Auslaßventils 30 anhebt. Sinkt während einer Bremsung bei gleichbleibender Hilfskraft die Fahrgeschwindigkeit, so nimmt der Reibungswert und damit auch die Tangentialkraft an den Klötzen zu. Damit wird das Gleichgewicht an dein Hebel 18 gestört und die Kolbenstange =i samt Kolben 23 und dem :",u.slaßventilsitz nach unten gedrückt. Datnit ist, wie oben beschrieben, die Löseverbindung des Bremszylinders hergestellt, die so lange offen gehalten wird, bis die Zunahme des Re4bungswertes durch Abnahme des Bremsz_vlinderdruckes ausgeglichen ist und dann das Kolbensvstein wieder in die Abschlußstellung zurückgeschoben wird.
  • Durch die Anordnung des dre,iarinigen Hebels 15 ist die Arbeitsweise der Einrichtung unabhängig von der Fahrtrichtung.
  • In Abb. 5 ist eine weitere Ausführungsform des Bremswirkungsreglers dargestellt. Die Einstellung der Abschlußstellung nach Erreichung des Gleichgewichtes am Hebel r8 erfolgt nämlich infolge der Trägheit der l)ewe.gten Massen mehr oder minder ruckweise, so daß die Gefahr gegeben ist. daß das Kolbensvstem nicht in der Abschlußstellung ste'henbleibt; söndern an eine Bremsstufe unmittelbar eine nicht gewollte Lösestufe anschließt und umgekehrt. In der nach Abb. 5 ist @daher durch Teilung des Ein-und Auslaßventils 35 bzw. 30 und Einfügung eines Leerganges zwischen beiden Ventilen 35 bzw. 3o die Abschlußstellung verlängert. Zugle.ich ist der waagerechte Arm des Hebels 18 verlängert und an dessen Ende ein Stoßdämpfer 38 angeschlossen, der so ausgebildet ist, daß er während des mittleren Drittels der Abschlußstellung des Reglers einen großen Bewegungswiderstand besitzt, sich in allen anderen Stellungen dagegen leicht bewegen läßt. Damiit werden die ruckartigen Bewegungen des Bremsgestänges und des Hebels 18 in der Mitte der Abschlußstellung abgefangen. Irri Interesse des ruhigen Verlaufes einer Bremsung muß der Beginn derselben möglichst rasch erfolgen. Falls der Stoßdämp£er 38 bei Eintritt einer Bremsung sich -gerade in der schwergängigen Stellung befindet, würde der Beginn -der Steuerbewegung verzögert werden, da der Stoßdämpfer aus .dieser Stellung nicht rasch herausbewegt werden kann. Zur Vermeidung dieses Übelstandes ist :im Unterteil des Stoßdämpfers eine Feder 39 angeordnet, .die den Kolben 4o bei gelöster Bremse nach oben drückt, so daß sich dieser bei Eintritt einer Bremsung aus dem vollgelösten Zustand immer in der obersten Stellung befindet. Damit das Kolbensystem auch bei oberster Lage des Hebels 18 die Lösestellung einnehmen kann, ist in dem Schlitz 2o der Kolbenstange 21 ein Leergang vorgesehen. Die Arbeitsweise des Reglers wird durch diese Maßnahmen nicht beeinträchtigt, da bei den eigentlichen Regelvorgängen das runde Ende i9 ödes Hebels 18 immer am unteren Ende des Schlitzes 2o anliegt.
  • Beiden neuzeitlichen Bremsen wird im Interesse der Erreichung kürzester Bremswege eine kurze Bremszylinderfüllzeit angewendet. Dabei kann bei Benutzung dieses Bremswirkungsreglers insofern eine Schwierigkeit entstehen, als die Einstellung des Bremszylinderdruckes erst auf dem Umwege über den Bremszylinder, das Bremsgestänge und das Klotz;gehänge erfolgt. Es kann dann bei kurzer Füllzeit des Bremszylinders der Fall eintreten, daß bei Ei:nstell:ung der Abschlußstellung der Druck im Bremszylinder inzwischen zu hoch angestiegen ist und das Kolbensystem trotz des Stoßdämpfers langsam in die Löseetellung gedrückt wird. In Abb.5 ist links eine Einrichtung dargestellt, die in den Füllweg des Bremszylinders geschaltet ist. Es handelt sich um eine Weiterbildung des bekannten Mindestdruckventils, die dieses Ventil außer, wie bekannt, bei der ersten auch bei allen weiteren Bremsstufen zur Wirkung bringen und damit obigem Übelstand aibhelfen soll.
  • In einem Gehäuse 43 .ist ein Stufenkolben 44, 45 luftdicht eingepaßt, dessen kleine Kalbenffäche 44 vom Druck des Vorstener'behälters beaufschlagt wird. Die Ringfläche ist mit Außendruck, diie obere Fläche des großen Kolbens 45 dagegen mit Bremszylinderdruck beaufschlagt. Die Kolbenbe-,vegung wird auf ein Drosselventil 46 übertragen, das in den Füllweg des Bremszylinders aingesc'haltet ist und dessen Ventilsitz durch eine parallel geschaltete Drosselbohrung 47 umgangen wird. Durch diese Konstruktion wird also immer ein bestimmter, durch das Flächenverhältnis der Kolben 44 und 45 gegebener Prozentsatz der in den Zylinder gelangenden Druckluft bei offenem Ventil und daher mit großer Geschwindigkeit den Zylinder füllen. Der Rest kann bei geschlossenem Ventil nur über die Bohrung 47 langsam in den Zylinder übertreten, so d'aß die Einregelung .des Zylinderdruckes durch den Bremswirkungsregler immer bei langsamerer Zylinderfüllung erfolgt. Da das Drosselventil 46 als Rückschlagventil ausgebildet ist, wird der beim Lösen zurückströmenden Zylinderluft kein Widerstand entgegengesetzt..

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bremswirk :ungsregler für Eisenbahnbremsen mit einem die Bremszylinderfiillung und -entleerung überwachenden Regelventil, @dadurch gekennzeichnet, daß dieses Regelventil sowohl unter dem Einfluß einer von dem Hauptleitungsdruck beeinflußten Steuerkraft als auch unter der beim Bremsen auftretenden Umfangskraft em Radreifen steht, ,zu dem Zwecke, jeder Größe der Steuerkraft eine bestimmte Größe der Umfangskraft, unabhängig vom Reibungswert zwischen Bremstlotz und: Radreifen, zuzuordnen. z. Bremswirkun:gsregler nach Anspruch i, dadurch: gekennzeichnet, daß die Steuerkraft durch den Druck eines Vorsteuerbehälters hervorgerufen wird, der an Stelle des Bremszylinders der normalen Bremsen verwendet wird. 3. Bremswirkungsregler nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkraft im Sinne der Öffnung des Einlaßventils und die-Umfangskraft im Sinne der öftnung des Auslaßventils auf das Regelventil einwirkt. 4:. Brems@wir!kungsregler nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dämpfunigseinrichtung (38) so angeordnet isst, daß sie in der Mitte des zu diesem Zwecke verlängerten Abstandes der beiden Arbeitsstellungen der Bewegurig des Regelventils einen starken Widerstand entgegensetzt. 5. B.remswirkungsregler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Dämpfungseinrichtung und Regelventil ein Leergang (2o) geschaltet und der Därnpfungseinrichtung eine Tendenz zur Einnahme der einen Endlage gegeben ist, zu dem Zwecke, die Dämpfungseinrichtunä bei einer Bremsung aus dem gelösten Zustande unwirksam zu machen. 6. Bremswirkungsregler nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß di:e Zunahme des Bremszvlinderdruc1:es dauernd durch ein an sich be@kanntes Mindestdruckventil (44 bis 47) derart überwacht wird, daß das Anwachsen des Zylinderdruckes bei einer jeden Bremsstufe zunächst schnell, im weiteren Verlauf aber verlangsamt erfolgt. Zur Abgrenzung des @lnmeldungsgegenstandes vorn Stand der Technik sinc1 im Ert Aun 11,1 e# gsverfahren folgende Driiel#sclir;fteii » Hetracht gezogen v-orden: deutsche Patentschriften , . . . -N r. 231 348, 25 3 982. 264396. 30-182r. 622 128, 678 196. 692 931: schweizerische Patentschrift \r. i05 2r0.
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