DE745893C - Piezoelektrischer Druckindikator - Google Patents

Piezoelektrischer Druckindikator

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DE745893C
DE745893C DED82985D DED0082985D DE745893C DE 745893 C DE745893 C DE 745893C DE D82985 D DED82985 D DE D82985D DE D0082985 D DED0082985 D DE D0082985D DE 745893 C DE745893 C DE 745893C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L23/00Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid
    • G01L23/08Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid operated electrically
    • G01L23/10Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid operated electrically by pressure-sensitive members of the piezoelectric type

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  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Piezoelektrischer Druckindikator Die Erfindung betrifft einen piezoelektrischen Druckindikator, dessen Quarz in ein Gehäuse so eingespannt ist, daß die vom Druck beaufschlagte Seite eine Abschlußwand des Raumes für das Druckmittel bildet, während die andere Seite zur Ladungsabführung mit einer oder mehreren isolierten Elektroden verbunden ist und nicht mit dem zu messenden Mittel in Verbindung steht.
  • Die Erfindung besteht darin, daß bei Verwendung eines Hohiquarzes der hydrostatische Druck von außen auf den Quarz einwirkt und die Elektroden innerhalb des Ouarzes angebracht sind. Hierbei wird die Quarzwand auf Druckfestigkeit beansprucht, die bei Quarz sehr hoch ist. Die Wände können daher sehr dünn ausgeführt werden.
  • In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Nach Abb. I werden die dünnen Seitenflächen a, a bei einem von außen wirkenden hydrostatischen Druck (die Stirnflächen müssen natürlich verschlossen sein, was der Übersichtlichkeit halber nicht gezeichnet ist) besonders stark auf Druck beansprucht, da sie die Last der großen Flächen b, b tragen müssen. Legt man die Kristallrichtung in a so, daß die elektrische Achse parallel der Vorderkante b, also senkrecht auf der Flächea verläuft, und die neutraleAchse in Richtung senkrecht auf b, so überwiegt die durch den Quereffekt (Druck in Richtung neutraler Achse) erzeugte Ladung diejenige durch den Längseffekt (Druck in Richtung elektrischer Achse) um ein Vielfaches. Man wird zweckmäßigerweise nun den Kristall nicht aus einem einzigen Stück herausarbeiten, weil die Ladungen der beiden Flächena,a innen entgegengesetztes Vorzeichen besitzen, sondern man wird jede Seitenfläche einzeln herstellen und das Ganze zusammenkitten oder -schmelzen. Nun kann jede Fläche eine solche Kristallorientierung erhalten, daß sie eine Ladung desselben Vorzeichens nach innen abgibt. Dann kann das Innere des Hohlquaders metallisiert und die Ladung dort abgenommen werden.
  • Den Abschluß der beiden Stirnflächen können weitere Quarzplatten bilden. wobei der ladungsführende Leieter in eine der Stirnflächen luftdicht eingeschmolzen oder gekittet wird. Vorzugsweise wird der Hohlkristall dann luftleer gepumpt, damit bei Temperaturerhöhung kein innerer Uberdrucli entstehen kann. Für den praktischen Gebrauch wird es jedoch günstiger sein, den Abschluß nach vorn und hinten aus Metallplatten zu bewerkstelligen, welche durch Schraubenbolzen zusammengehalten werden; die Spannung dieser Schraubenbolzen is ohne Einfluß auf die elektrische Ladung, da sie den Kristall nur in den optischen Achse belastet. In diesem Falle verbindet man den inneren Raum vorzugsweise durch Bohrungen mit der Atmosphäre.
  • Entsprechend der Temperaturabhängigkeit des Piezoeffektes wird auch die Empfindlichkeit eines solchen Indikators mit der Temperatur etwas abnehmen. Eine Wasserkühlung in den inneren Raum hineinzubringen, ist deshalb ungünstig, weil die Isolation der abzuführenden Ladung dadurch schwierig, wenn nicht unmöglich gemacht wird.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung läßt sich jedoch eine Wasserkühlung entsprechend Abb.2 durchführen, wobei unter Voraussetzung gleicher Wandstärken für die Platten cr, a und c, c die Empfindlichkeit im ganzen auf die Hälfte herabgesetzt wird. Der Hohlkristall ist wieder aus einzelnen Platten zusammengesetzt, wobei die Platten a, a und b, b dieselbe Funktion wie in Abb. I erhalten.
  • Vor diese Platten sind weitere Platten c, c gesetzt, so daß durch den nun gebildeten Zwischenraum d, d Kühlwasser geleitet werden kann. Die Ladungsabnahme erfolgt nach wie vor an den inneren Flächen der Platten a, a.
  • Der beschriebene Indikator kann bei praktisch ausführbaren Diemensionen mit rund I cm Breite schon Empfindlichkeiten von etwa I x 10-10 Clb/at erreichen also das Doppelte bis Dreifache der bisher üblicher Indikatoren. Dabei ist der Ladungsanteil, den die Flächen b,b bringen, völlig unerheblich, die Raumausnutzung also nicht sehr günstig.
  • Diesen Nachteil verbessert die Ausführung nach Abb. 3, bei welcher sechs Platten, deren Kristallrichtung und Funktion der Platte a in Abb. I und 2 entspricht, in Form eines sechseckigen Prismas zusammengesetzt, d.h. gekittet oder an den Rändern verschmolzen werden. Die Belastung des Hohlzylinders durch hydrostatischen Druck ist bekanntlich durch Überwiegen einer reinen Druckspannung in Richtung der Tangente and die Mantelfläche gekennzeichnet. Diese Druckspannung läßt wieder die Ausnutzung des Quereffektes (Druck in neutraler Achse) günstig erscheinen. und hier wird im Gegensatz zu den Ausführungen (Abb. I und 2) die gesamte Fläche des Hohlzylinders zur Ladungsabgabe ausgenutzt. Aus Festigkeitsgründen empfiehlt sich eine exakte Hohlzylinderausführung nach Abb.4 bei der die einzelnen Kristallplatten a' mit entsprechender Krümmung geschliffen sind.
  • Man kann nun zu sehr geringen Wandstärken von I mm oder Bruchteilen davon heruntergehen und erhält z. B. bei einem Durchmesser von I cm. einer LänRe von 2 cm und 0.3 mm Wandstärke eine Empfindlichkeit von rund 20 X I0-10 Clb/at, also beinahe das Ioofache der üblichen Indikatoren: diese Ausführung kann bis zu Ioo atü belastet werden, gibt also veo I00 pF Kapazität über 1000 Volt ab, und kann damit unmittelbar, d.h. ohne Verstärker, ein Kathodenstrahlrohr aussteuern. Auch hier läßt sich eine Wasserkühlung vorsehen, indem der Unterschied zwischen iiinerem und äußerem Durchmesser erheblich vergrößert und die Wände dann mit Bohrungen c, c (Abb. 5) versehen werden. durch welche Kühlwasser fließt. Dadurch wird allerdings die Empfindlichkeit wieder etwas herabgesetzt.
  • Die Herstellung eines solchen Hohlkristalls nach Abb.4 und 5 ist naturgemäß nicht einfach und ziemlich teuer. Auch bei der Einspannung in eine Halterung hesteht die Gefahr, daß die Kannten splittern. Aus diesem Grunde ist noch eine weitere Ausführung mit Querschnitt nach Abb.6 vorgesehen, welche zwar weniger Empfindlichkeit in Clb/at liefert, dafür sehr einfach herzustellen ist.
  • Der Kristall wird nicht zusammengesetzt, sondern aus einem einzigen Stücl; ausgebohrt und ausgedreht. wobei der äußere und innere Kreismittelpunkt exzentrisch liegen. Auf diese Weise entsteht auf der einen Seite eine sehr dünne Wandstärke; hier wird eine Metallisierung f aufgebracht und die entstehende Ladung abgenommen. Die entgegengesetzte Ladung, welche auf der gegenüberliegenden Seite erscheint, ist erheblich geringer, weil dort die Wandstärke höher ist und kann außerdem nicht stören, da dort keine SIetallisierung vorhanden ist.
  • Al-ib. 7 zeigt schließlich die praktische Ausführung eines solchen Indikators mit Halterung. In diesem Falle ist auf einen unmittelbare Wasserkühlung verzichtet worden und nur eine indirelite Kühlung durch Strahlung angewendet. Der Kristall g ist deshalb mit Rücksicht auf Schutz gegen Bechädigungen ganz in einen wassergekühlten Metallzylinder h zurückgezogen, welcher das Einschraubgewinde i für den ganzen Indikator trägt. Die Ausbildung des Zwischenraumes ist so, daß der entstehenden Luftsäule zwischen i und g die Möglichkeit von Resonanzsdiwingungen genommen wird. In Abb. 7 zeigt die linke Seite eine exponentielle Abrundung der Innenseite des Mantels 1t, während die Form der rechten Seite einfacher herzustellen ist und in vielen Fällen in zylindrischer Ausführung ausreicht. Durch Zwischenringe k, k aus Gummi, Novotext, Blei oder Kupfer oder ähnlichem wird eine Abdichtung des Kristallitmeren gegenüber dem Druckraum erreicht; andererseits steht das Innere durch Bohrungen 1 I mit der Atmosphäre in Verbindung.
  • Durch den ventilförmigen Bolzen m, der mit der Mutter n angezogen wird, entsteht der für die Abdichtung notwendige Anpreßdruck; er hat (wie schon oben erwähnt) auf elektrisehe Ladungen keinen Einfluß, da er in Richtung der optischen Achse des Kristalles wirkt.
  • Der Bolzen m wird vorteilhaft aus Invar hergestellt, damit seine Wärmedehnung von der des Quarzes nicht allzu verschieden ist und nicht etwa zu starke Wärmespannungen auf den Quarz einwirken können. Die elektrische Ladung wird durch den Draht o abgenommen, der über die Bernsteinisolation p und q zu dem Stift r führt und durch den Federdruck den Kontakt herstellt.
  • Bei einer Sonderausführung kann der Bolzen m so gestaltet werden, daß er nicht verschraubt, sondern durch eine Feder angepreßt wird. Er läßt sich dann durch Gegendruck auf die Feder leicht abheben und öffnet dadurch das Kristallinnere gegenüber dem Druckraum. Werden durch andere bekannte WIittel gleichzeitig die Bohrungen I, 1 geschlossen, so läßt sich auf diese Weise sehr einfach die Atmosphärenlinie im Druckdiagramm herstellen, da nach Druckausgleich inner- und außerhalb des Quarzzylinders der Druck Null gleich Atmosphäre angezeigt wird.
  • PÅTENTANSPRUCEZE: 1. Piezoelektrischer Druckindikator, dessen Ouarz in ein Gehäuse so eingespannt ist, daß die vom Druck beaufschlagte Seite eine Abschlußwand des Raumes für das Druckmittel bildet, während die andere Seite zur Ladungsabführung mit einer oder mehreren isolierten Elektroden verbunden ist und nicht mit dem zu messenden Mittel in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Hohlquarzes der hydrostatische Druck von außen auf den Ouarz einwirkt und die Elektroden innerhalb des Quarzes angebracht sind.

Claims (1)

  1. 2. Indikator nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einzelnen günstig orientierten Platten zusammengekittet oder -geschmolzen ist.
    3. Indikator nach Ansprudi 1 und 2, gekennzeichnet durch Hohlzylinderform, wobei die optische Achse in Richtung der Hohlzylinderachse liegt und die neutrale Achse soweit als möglich in Richtung der Tangente an den Zylinder.
    4. Indikator nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger hohlzylinderförmiger Kristall mit exzentrischen Mittelpunkten für Innen- und Außenmantelfläche verwendet und an dessen dünnster Stelle die Ladung abgenommen wird.
    5. Indikator nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeiclmet, daß an ihm Aussparungen (d) oder Bohrungen (e) vorgesehen sind. durch welche Kühlwasser geleitet wird.
    6. Indikator nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß er luftdicht verkittet oder verschmolzen und evakuiert ist.
    7. Indikator nach Anspruch I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Umschalteventil (X1) wahlweise den zu messenden Druck oder den Atmosphärendruck in das Innere des Hohlkristalls eintreten läßt, wodurch die Anzeige der Atmosphärenlinie ermöglicht wird.
    Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
DED82985D 1940-07-21 1940-07-21 Piezoelektrischer Druckindikator Expired DE745893C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1166506B (de) * 1959-01-26 1964-03-26 Svenska Flygmotor Aktiebolaget Vorrichtung zum Messen von Druecken und Differenzdruecken stroemungsfaehiger Medien
DE2831939A1 (de) * 1977-07-27 1979-02-01 List Hans Messwertaufnehmer mit einem piezoelektrischen messelement

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

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