DE745164C - Blankgluehofen - Google Patents
BlankgluehofenInfo
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- DE745164C DE745164C DEW103784D DEW0103784D DE745164C DE 745164 C DE745164 C DE 745164C DE W103784 D DEW103784 D DE W103784D DE W0103784 D DEW0103784 D DE W0103784D DE 745164 C DE745164 C DE 745164C
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- gas
- space
- glow
- annealing furnace
- protective gas
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
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Description
- Blankglühofen Bei Schutzgasöfen zur Wärmebehandlung von metallischem Gut, insbesondere solchen zum Blankglühen und Normalisieren, wird es vielfach als nachteilig empfunden, daß das wärmeisolierende Ziegelmauerwerk gasdurchlässig ist und in seinen Poren oxydierende Gase und andere das Schutzgas verunreinigende Bestandteile festhält. Man könnte vielleicht diesen Nachteil dadurch vermeiden, daß man einen völlig undurchlässigen keramischen Baustoff oder eine hochhitzebeständige metallische Umhüllung verwendet. Hiergegen spricht jedoch, daß die hochhitzebeständigen Metalle sehr kostspielig sind, während der völlig gasundurchlässige keramische Baustoff bei wiederholter Erhitzung und Abkühlung leicht Sprünge erhält und unbrauchbar wird.
- Die Erfindung bezweckt, einen Ofen, insbesondere einen kontinuierlichen Elektroofen; zur Wärmebehandlung von metallischem Gut unter Schutzgas zu schaffen, der die angegebenen Nachteile nicht aufweist. Dieser Zweck wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß der Glühraum eine gasdurchlässige, vorzugsweise feuerfeste Wandung besitzt, die mit Zwischenraum von einer gasundurchlässigen metallischen Hülle umgeben und mittels einer die gasdurchlässige Wandung sowie die gasundurchlässige Metallhülle durchsetzenden Gasleitung mit einem Vorratsbehälter für gereinigtes Schutzgas verbunden ist. Zweckmäßig wird dabei der Druck, unter welchem das Schutzgas in den Glühraum eingeleitet wird; höher als Atmosphärendruck gewählt, während im Zwischenraum ein niedrigerer Druck als im Glühraum aufrechterhalten wird. Um beim Öffnen der Gutein- und -austrittsstellen ein Eindringen von Luft in den Behandlungsraum mit Sicherheit zu verhindern, erweist es sich ferner als vorteilhaft, zwischen dem Glühraum und dem Außenraum kanalartige Durchlässe vorzusehen, die im Zwischenraum zwischen der gasundurchlässigen Wandung des Glühraumes und der gas-
Schätzgas bestehenden Zwischenschicht gesichert, die Glas Eindringen sauerstoffhaltiger Luft und damit eine Beeinträchtigung des Glühgutes verhindert.undurchlässigen -#letallliflle einen Spalt au weis,-n, durch welchen sie mit dem genau Zwischenraum in Verbindungsfellen. diese Weise wird in den Durchlässen für &£n Gutein- und -austritt die Bilduneiner AN, - In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i einen elektrisch beheizten Schutzgasofen gemäh der Erfindung ini Längsschnitt, während Abb. 2 einen Schnitt nach II-II der Abb. i darstellt.
- D;.r mit lo bezeichnete hlani@5lüliofen ist finit einem Glührauin 12 und einet- diesen ümschlieiieil,lce nen gasdiirclllasrigen Wandung 1q. aus feuerfestem Baustoff versehen. Diese Wandung bestellt in ihrem äußeren Teil aus einet- ;-erliältnisinäßig dicken Schicht i8 leichten Isoliermauerwerks -, an welche sich nach dem Glühraum zu eine dünnere Schicht 16 aus schwereren feuerfesten Ziegeln anschließt, die ihrerseits eine dünne Schicht 2o von beispielsweise 3 bis 12 inm Stärke eines hochfeuerfesten dichten Füllstoffes umschließt, der -weniger gasdurchlässig als das Ziegelinau2rwerlz ist. Die zuletzt genannte SchlCht 20 verhindert daher, daß die üblicherweise sich in den Poren und Zwischenräumen cles Z iegelinatierwerks - aufhaltenden Gase in ,ien Glühraum durchsickern. Die feuerfeste Wan:sun,; i.I des Glühraumes 12 ist ihrerseits in ein--in gewissen Abstand von einer gasdichten metallischen Hülle 24 umgeben. Um den Zwischenraten 2i, zwischen dieser Hülle und dem -#lau@r-#verl; 14 aufrechtzuerhalten, sind auf der l_'ntcrseite des genannten lJIauert:-erlze-s 1 r.#ger 22 von Doppel-T-Querschnitt ein.gel°bt.
- Zur Einfiiliru:ig des Schutzgases in möglichst reinem Zustand ist eine Zuführungsleitung 28 vorgesehen, die bi, unmittelbar in den Glühraum 12- führi. Diese Zuleitung ist durch den Zwischrnraurn 26 so hindurchgeführt, daß das eintretend,- Gas nicht in diesen Z#wischenraui=i und zur feuerfesten Wanilulig 1d. des Gliilirauni:#s i= gelangen kann. Die Wandung des Ztileitungsrolires 2,9 besteht zweckmäßig außerhalb der Metallhülle 2d aus Metall und innerhall) der 3Ietallhülle 2.4 aus dem gleichen Baustoa wie die innerste Schicht 2o der feuerfesten Wandung i-. des Glühr aunle5 Der Ein- und Austritt des zu behandelnden Glühgutes wird durch Ein- undAuSlaßstutzen 30 bzw. 32 bewerkstelligt, die an ihren Enden durch schwingbar aufgehängte Klappen 31
36, welche die den Glühraum umgebende feuerfeste Wandung durchsetzen und zweckmäßig aus dem gleichen Baustoff wie deren innerste Schicht 2o hergestellt sind. Die Durchlässe 3d. und 36 gehen in die Ein- und Austrittsstutzen 3o bz-,V. 3 2 nicht unmittelbar über, sondern sind von diesen durch einen schmalen Spalt getrennt, dessen Brite zweckmäßig geringer als die des Zwischenraume 26 gehalten wird. Dadurch wird das Entweichen einer geringen Gasmenge aus Ller Glühkammer 12 durch die Durchtrittsöffnungen 3.I und 36 hindurch in den Zwischcurauin 26 hinein ermöglicht.w . 33 abgeschlossen «erden können und kmäßig aus dem gleichen Baustoff wie ,Metallhülle 2.4 hergestellt sind. Den Ein- ''u@; , Auslaßstutzen 3o und 32 gegenüber b;- ,.fm.den sich Durchführungsöffnungen 3d. bz«-. - Zur Erhitzung des in dein Glühraum zu behandelnden Metalls dient eine beispielsweise aus einer Chrom-Nickel-Legierung bestehende Heizwicklung 38, die an eine :iul.lere Stromquelle angeschlossen wird. Diese lleiz«-icklung kann entweder in die Wandung (lcs Glühraumes eingebettet sein oder voni Schutzgas umspült werden.
- Der Zwischenraum 2f' ist durch eine Anzahl Auslässe d.o mit dein Außenraum verbunden. Sie dienen zum Anschlul:) an eine (nicht dargestellte) Pumpe, durch welelie das verunreinigte Schutzgas abgesogen und nach Durchlauf eines Reinigers dem Glühraum i= wieder zugeführt werden kann.
- Als Schutzgas kann Wass@rstoit o ler cili anderes geeignetes Gas verwundet «-erden. Es wird zweckmäßig dem Gli.ihrauin 1-2 unter einem Druck zugeführt, der ein wenig höher ist als der Atmosphärendruck. Beim Absaugen der verunreinigten Gasmenge aus (Ion! Zwischenraum 26 durch die Auslässe -o c111-steht in dem Zwischenraum 26 ein Druck. der zwar im allgemeinen über Atmosphärendruck gehalten werden kann, aber etwas geringer ist als der Gasdruck im Glühraum 12. Infolgedessen sickert das iin Glühraum enthaltene Schätzgas durch die gasdurchlässige Wandung des Glühraumes bis zunl Zwischeilrauni _26 hindurch wobei es alle oxydierenden bestandteile und anderen gas- oder dampfförmigen -\'erunreinigungen aus dein porösen Mauerwerk entfernt. Der Durchtritt der GUse durch die innerste Schicht 20 der Gliihrauniwandung wird dabei durch die in dieser unvermeidlich enthaltenen kleinen Spalten und Sprünge bewirkt. Da deren Gesamtquerschnitt aber inl Vergleich zur gesamten inneren Ob"-rfläclie der Wandung klein ist, so ergibt sich eine verhältnismäßig liolie Durchtrittsgeschwindigkeit der Gase in diesen Spalten und Sprüngen, wodurch die Diffusion oder das Durchsickern der Verunreinigungen aus dein Mauerwerk in den Glühraum verhindert wird.
- Dadurch, daß aus dem Glühraum 12 unter der Wirkung der Pumpe Schutzgas durch die Durchtrittsöffnungen 34 und 36 hindurchströmt, bildet sich innerhalb der Gutein- und -austrittsstutzen 3o bzw. 32 eine Zwischenschicht reinen Schutzgases, welche die Verunreinigung des in der Glühkammer 12 enthaltenden Schutzgases durch von außen her (an den Klappen 31 und 33) eintretende Luft verhindert.
- Wenn mit dem Hindurchleiten des Schutzgases durch den Glühraum sowie mit der Erhitzung desselben auf eine bestimmte Temperatur begonnen wird, bevor der Glühraum mit Glühgut beschickt ist, wird dadurch in besonderer Weise die Entfernung von oxydierenden Verunreinigungen aus dem den Glühraum uiuschließenden Mauerwerk sichergestellt, ehe noch das Glühgut mit der Atmosphäre des Glühraumes in Berührung tritt. Nach Beendigung der Glühdauer kann das Glühgut innerhalb des von Schutzgas erfüllten Raumes gekühlt werden. Falls es erwünscht ist, kann natürlich auch zwischen der Glühzone und der Austrittsöffnung des Gutes eine besondere Kühlzone vorgesehen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Blankglühofen, insbesondere kontinuierlich betriebener Elektroofen, zur Wärmebehandlung von metallischem Gut unter Schutzgas, dadurch gekennzeichnet, daß der Glühraum (z2) eine gasdurchlässige, vorzugsweise feuerfeste Wandung (t4) besitzt, die mit Zwischenraum (26) von einer gasundurchlässigen metallischen Hülle (2d.) umgeben ist und mittels einer die gasdurchlässige Wandung sowie die gasundurchlässige Metallhülle (2q.) durchsetzenden Gasleitung (28) mit einem Vorratsbehälter für gereinigtes Schutzgas in Verbindung steht, während der Zwischenraum (26) durch eine oder mehrere Gasleitungen (q.0), welche die gasundurchlässige Metallhülle (24) durchsetzen, mit einem Gasabsaugeraum verbunden ist, von dem aus das Schutzgas gegebenenfalls nach Durchlaufen eines Gasreinigers im Kreislauf dem Glühraum (i2) wieder zugeführt wird. z. Blankglühofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck, unter welchem das Schutzgas in den Glühraum (z2) eingeleitet wird, höher als Atmosphärendruck ist, während im Zwischenraum (26) ein niedrigerer Druck als im Glühraum (z2) aufrechterhalten ist. 3. B-lankglühofen nach Anspruch z oder 2, .dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Glühraum (i2) und dem Außenraum kanalartige Durchlässe (30, 34., 32, 36) für den Gu_ tein- und -austritt vorgesehen sind, die im Zwischenraum zwischen der gasdurchlässigen Wandung (1.l) des Glühraumes (r2) und der gasundurchlässigen Metallhülle (24) einen Spalt aufweisen, durch welchen sie mit dem genannten Zwischenraum (26) in Verbindung stehen. q.. -Blankglühofen nach Anspruch= r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gasdurchlässige Wandung (i4) des Glühraumes (I2) aus einer äußeren Schicht aus feuerfesten Ziegeln (r8) und einer inneren Schicht (2o) aus feuerfester Füllmasse besteht, die eine geringere Gasdurchlässigkeit als die äußere Schicht besitzt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren keine Druckschriften in Betracht gezogen worden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US745164XA | 1937-06-26 | 1937-06-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE745164C true DE745164C (de) | 1944-02-28 |
Family
ID=22119977
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW103784D Expired DE745164C (de) | 1937-06-26 | 1938-06-26 | Blankgluehofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE745164C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1242661B (de) * | 1962-08-09 | 1967-06-22 | Combustion Eng | Verfahren zur Waermebehandlung im Gluehraum eines Ofens |
-
1938
- 1938-06-26 DE DEW103784D patent/DE745164C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1242661B (de) * | 1962-08-09 | 1967-06-22 | Combustion Eng | Verfahren zur Waermebehandlung im Gluehraum eines Ofens |
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