DE74082C - Verfahren zum Einheften von Schriftstücken und anderen Papieren in Aktendeckel, Sammelmappen und dergl - Google Patents

Verfahren zum Einheften von Schriftstücken und anderen Papieren in Aktendeckel, Sammelmappen und dergl

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DE74082C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT74082D
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English (en)
Original Assignee
TH. HILLER in Berlin, Jägerstr. 4II
Publication of DE74082C publication Critical patent/DE74082C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F11/00Filing appliances with separate intermediate holding means
    • B42F11/02Filing appliances with separate intermediate holding means engaging folds

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 11: Buchbinderei.
THEODOR HILLER in BERLIN.
Sammelmappen u. dergl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Juli 1893 ab.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist das bisher allgemein übliche, mit grofsem Zeitaufwand und vieler Mühe bewirkte Einnähen der Papiere in den Aktendeckel durch ein einfacheres, wesentlich schnelleres und daher billigeres Verfahren zu ersetzen. Gleichzeitig wird aber durch letzteres noch erreicht, dafs das Herausnehmen und Wiederheften einzelner Aktenstücke aufserordentlich leicht, bequem und schnell ausführbar ist, wobei die ungleich gröfsere Dauerhaftigkeit der nach diesem neuen Verfahren behandelten Akteneinbände und ihr besseres Aussehen wesentlich den Vorzug derselben vor den durch die im Aktenrücken bisher nothwendigen zahlreichen Nadelstiche geschwächten und unschön, oft sogar unordentlich aussehenden Einbänden erhöhen.
Fig. ι stellt einen Aktendeckel noch ohne Inhalt dar, so wie er zur Neuanlegung des Aktenstückes eingerichtet und vorbereitet ist. α ist der vordere Deckel; derselbe ist. nur als leeres Kartonblatt zu verstehen, bietet also nichts Besonderes. Dagegen ist die andere Hälfte c des Aktendeckels mit dem aufgenähten Rückenfutter b versehen.
Fig. 2 zeigt verschiedene Formen der anzuwendenden Heftnadeln, Fig. 3 einen Längsschnitt nach x-x der Fig. 1, jedoch unter Voraussetzung der schon stattgefundenen Einheftung.
In Fig. 4, 5 und 6 ist eine Sonderausführung dargestellt, welche dem Zwecke dient, Bündel einzelner loser Blätter einzuheften, welche bis. an den äufsersten Rand vollgeschrieben sind und daher das Umbrechen eines eigentlichen Heftrandes nicht gestatten.
Der neue Aktendeckel besteht aus einem dem bisherigen gleichen Umschlagsdeckel α c, Fig. ι (siehe auch c in Fig. 3), an welchem auf der Innenseite ein etwa 5 bis 10 cm breiter Heftrücken b befestigt ist. Dieser Heftrücken besteht seinerseits aus einer Unterlage bx von sehr dünnem Metallblech oder von sonstigem mittelst der Nadeln (Fig. 2) schwer durchstechbarem Material, sowie aus einer Auflage i>2 von Leinwand oder anderem gewebeartigen, leicht durchstechbaren Material. Bei Befestigung des Rückens b an dem Umschlagdeckel, was durch Aufnähen in Längs- und Quernähten d geschehen kann, kommt also die Unterlage b1 zwischen Deckel c und Leinwand b2 zu liegen. Diese drei Theile des Rückens sind eng mit einander verbunden. Lediglich der Deutlichkeit halber ist in Fig. 3 der Aktendeckel c im Schnitt unschraffirt geblieben, die Unterlage bl schwarz ausgezogen, während die Auflage b2 wieder unschraffirt geblieben ist.
Zum Einheften der Aktenblätter in den Deckel dienen Heftnadeln efghimnop, Fig. 2, welche je nach dem besonderen ins Auge gefafsten Zwecke verschiedene Formen erhalten, χ bedeutet die Einstichstelle, wenn die Nadel vollständig eingeführt ist, y und yl drücken das Schriftstück an dem Rücken fest, und zwar sind y und y* hinter der Einstichstelle x.
Bei diesen ebengenannten Ausführungsformen werden die einzelnen oder in Bündel zusammengefafsten Aktenblätter, Beläge, Postkarten u. s. w. in derselben Aufeinanderfolge und in derselben Art des Umfalzens eingeheftet wie beim bis-
herigen Verfahren des Nähens. Die Heftnadeln (Fig. 2) werden durch die Falzrinne in nahezu paralleler Lage oder in einem möglichst stumpfen Winkel zur Längsseite des Deckelrückens in die Leinwand eingeführt. Die Spitze der Nadel gleitet, nachdem sie die Auflage durchstochen hat, vermöge der fast parallelen Stellung zur Unterlage und vermöge der Undurchdringlichkeit der letzteren auf der Oberfläche derselben und klemmt sich so zwischen Auf- und Unterlage fest, während der Kopf oder die Schleife der Nadel das Schriftstück fest gegen den Rücken drückt. Je mehr die Auf- und Unterlage durch möglichst viele Längs- und Quernähte d fest gegen einander geprefst werden, je mehr wird auch die Nadel selbst und durch sie das Schriftstück eingeklemmt werden.
Zu jedem einzuheftenden Aktenblatt oder Bündel mehrerer Blätter werden jedoch zwei Nadeln verwendet, die unter sich in entgegengesetzter Richtung, also entweder Spitze gegen Spitze oder Kopf gegen Kopf durch das Schriftstück durch in die Auflage eingeführt werden. Hierdurch wird das Herausziehen der Blätter ohne vorheriges Lösen der Heftnadeln nach der einen oder anderen Seite unmöglich gemacht.
Das Herausnehmen einzelner Schriftstücke aus dem neuen Aktenhefter geschieht somit leicht und schnell durch einfaches Herausziehen der beiden Heftnadeln, welche jedoch wieder verwendet werden können, da sie ihre einmal erhaltene Form unverändert beibehalten.
Um Aktenblätter geringerer Gröfse oder Postkarten, bei denen die Anwendung zweier Heftnadeln unbequem wäre, leicht und schnell einheften zu können, ist die Nadel /2, Fig. 2, so construirt, dafs sie beide in entgegengesetzter Richtung einzuführende Nadeln in sich selbst durch einen Schiingenkopf vereinigt. Diese Nadel wird an irgend einer Stelle des betreffenden Schriftstückes durch entsprechendes Andrücken des Schlingenkopfes durch das Blatt in die Auflage eingeführt, indem sich die beiden Spitzen in entgegengesetzter Richtung unter der Auflage einklemmen, während die Schlinge das Blatt fest gegen die Auflage drückt.
Die Klemme k, Fig. 6, dient dem besonderen Zwecke, einzelblätterige Schriftstücke vorerst in ein Bündel zu vereinigen, ohne wie bisher die Schriftstücke umfalzen zu müssen, wodurch ein Theil der Schrift unsichtbar würde. Zwei der Klemmen k werden mit ihrem einen spitzen Schenkel durch die einzuheftenden Blätter (Fig. 5) durchgestochen, über denselben umgebogen und, indem man eine Heftnadel von der in Fig. 2 durch i bezeichneten Form durch das den Blättern nun zunächst liegende Loch / des anderen Schenkels hindurch in die Auflage auf oben beschriebene Art einführt, an dem Heftrücken des Aktendeckels befestigt. Das Ausheften des so befestigten Bündels geschieht wieder durch das oben beschriebene Ausziehen der Nadeln. Das Herausnehmen einzelner Blätter aus dem Bündel geschieht nun durch Aufbiegen des spitzen Schenkels der Klemme k.
Bei einiger Uebung wird nach diesem System ein Aktenstück oder Bündel einzelner Schriftstücke, Beläge, Postkarten u. s. w. in kürzester Zeit leicht, bequem und zweckdienlich befestigt werden können. .
Dieses neue Verfahren wird sich natürlich aufser bei Aktendeckeln ebenso gut beim Scripturensammeln, bei Musik-, Zeitungs- und Zeichenmappen für Comptoir und Bureau verwenden lassen.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zum Einheften von Schriftstücken und anderen Papieren in Aktendeckel, Sammelmappen u. dergl. in der Weise, dafs die einzelnen Theile der einzuheftenden Blätter oder Bogen nicht wie bisher unmittelbar an dem Aktendeckel befestigt, sondern mittelbar an eine Rückeneinlage (b2) geheftet werden, die von dem Aktendeckel (c) durch eine Zwischenlage (bl) getrennt ist, welch letztere so beschaffen ist, dafs sie dem Durchstechen einer Nadel (efg hi mn op) einen deutlich merkbaren Widerstand entgegensetzt, und dafs bei dem Versuch, die Nadel unter sehr stumpfem Winkel einzustechen, dieselbe genöthigt wird, mit der Spitze auszurutschen, ohne einzudringen.'
  2. 2. Zur Ausübung des unter 1. beanspruchten Verfahrens eine Rückeneinlage (b) in dem Aktendeckel oder in der Scripturensammelmappe (a cj, bestehend aus einer Zwischenlage von Metall oder einem anderen schwer durchstechbaren Material und einer Auflage von gewebeartigen oder anderen leicht durchstech baren Stoffen, welche beide Theile mit dem Aktendeckel oder der Scripturensammelmappe derart, am besten durch Vernähen in Längs- und Quernähten, verbunden sind, dafs sie ein zusammenhängendes Ganzes bilden, zu dem Zwecke, um die einzuheftenden Papiere mittelst Nadeln an der leicht dürchstechbaren Auflage feststecken zu können, ohne mit der Nadelspitze auf die Aufsenseite des Aktendeckels zu kommen, wobei die eingestochenen Nadeln zwischen Blech und Gewebe infolge der streng zusammenhaltenden Kreuz- und Quernähte (d) oder der sonstwie gearteten Verbindung der genannten beiden Theile (Blech und Gewebe) derart festgeklemmt werden, dafs ein festhaltender, dauerhafter Einband entsteht.
  3. 3. In Verbindung mit .der unter 2. beanspruchten Rückeneinlage Nadeln (efg h i
    mn ο ρ) zum Festhalten der Papiere an die Gewebeauflage in der Weise, dafs man je zwei solcher Nadeln in entgegengesetzten Richtungen einsticht und demzufolge ein selbsttätiges Hinausrutschen der eingehefteten Papiere nach allen Richtungen hin verhindert, gekennzeichnet durch eigenthümlich gestaltete Kopfenden, welche entweder federnd umgebogen sind (wie etwa e und g), zu dem Zwecke, um nicht nur eine bequeme Handhabe für das Ein- und Ausheften zu bieten, sondern auch die eingehefteten Papiere klammerartig festzuhalten und so die Sicherheit der Heftung zu erhöhen, oder aber eine zweite Nadelspitze bilden, welche gleichgerichtet mit der ersteren ist und gegen diese zurücksteht, zu dem Zwecke, um einerseits die Festhaltung noch kräftiger bewirken zu können, als es mittelst einspitziger Nadeln möglich ist, andererseits dagegen das Wiederausheften von unberufener Hand zu erschweren.
  4. 4. Eine Sonderausführung der unter 3. beanspruchten Nadeln, bestehend aus einer Zwillingsnadel (h) aus weichem Draht mit sich kreuzenden Spitzen zum Einheften kleinerer Zettel und Postkarten, bei denen die Anwendung zweier Nadeln so, wie unter 3. beschrieben, nicht gewünscht wird, wobei die beiden Spitzen gleichzeitig eingestochen werden und, auf der glatteri Oberfläche der unter 2. genannten Metallblechzwischenlage Führung findend, nach zwei entgegengesetzten Richtungen hin sich spreizen, so dafs auch hier ein selbstständiges Hinausgleiten des eingehefteten Papiers nach allen Richtungen hin verhindert ist.
    In Verbindung mit der unter 2. beanspruchten Rückeneinlage Heftklammern k, Fig. 6, bestehend in schmalen Blechstreifen, welche an dem einen Ende zugespitzt, an dem anderen Ende mit Löchern zum Durchstechen einer Nadel versehen sind, zu dem Zwecke, um einzelblätterige Schriftstücke vorerst in ein Bündel zu vereinigen, ohne wie bisher die Schriftstücke umfalzen zu müssen, so dafs unter Anwendung der Klammern (k) die Schrift bis nahe an den äufsersten Rand sichtbar bleibt, wobei die so gebildeten Bündel mittelst der Nadeln i, Fig. 2, in die Rückeneinlage b, Fig. 1, eingeheftet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT74082D Verfahren zum Einheften von Schriftstücken und anderen Papieren in Aktendeckel, Sammelmappen und dergl Expired - Lifetime DE74082C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7132005B2 (en) 2001-11-06 2006-11-07 Cyprus Amax Minerals Company Molybdenum metal
US7192467B2 (en) 2001-11-06 2007-03-20 Climax Engineered Materials, Llc Method for producing molybdenum metal and molybdenum metal
US20070173750A1 (en) * 2006-01-26 2007-07-26 Hudock Anne L Massage apparatus with spherical elements

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