DE740101C - Kohle enthaltender Feueranzuender - Google Patents

Kohle enthaltender Feueranzuender

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DE740101C
DE740101C DEN42297D DEN0042297D DE740101C DE 740101 C DE740101 C DE 740101C DE N42297 D DEN42297 D DE N42297D DE N0042297 D DEN0042297 D DE N0042297D DE 740101 C DE740101 C DE 740101C
Authority
DE
Germany
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coal
dust
tablets
fire lighter
briquettes
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Expired
Application number
DEN42297D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Hugo Krueger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Niederschlesische Bergbau A G
Original Assignee
Niederschlesische Bergbau A G
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L11/00Fire-lighters
    • C10L11/04Fire-lighters consisting of combustible material

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Kohle enthaltender Feueranzünder Ein Vorschlag, der noch nicht zum Stande der Technik gehört, enthält die Zusammensetzung von geformten Feueranzündern, mit denen man Kohlen und Koks in Haushalts-und Industriefeuerstätten direkt entzünden kann. Diese bestehen aus- Tabletten, Stäbchen oder gekörntem Gut, die aus Gemischen von 5o bis 8o% fein gemahlener Kohle (Stein-und Braunkohlen oder ihren Gemischen) mit 2o bis 5oo,'o Teererzeugnissen, die einen Erstarrungspunkt über 65° haben, hergestellt sind. Eine Zumischung von mindestens 2o01o Teererzeugnissen erschien bisher unbedingt erforderlich, Umeine helle Flanfme des Zündbrennstoffes zu erzielen und eine einwandfreie schnelle Zündung der Kohlen zu gewährleisten.
  • Um so überraschender war es, daß Feueranzünder aus Braunkohle sich vorzüglich zur Entzündung von Kohlen und Koks in Feuerstätten eignen. Solche Feueranzünder' bestehen aus gepreßtem, sehr fein gemahlenem Braunkohlenstaub, dem noch Steinkohlenstaub zugegeben werden kann und der zum Zwecke der Formung zu einer Körnung von o bis i mm vermahlen ist, wobei aus dem Staub Formlinge wie Tabletten gepreßt werden. Derartige Tab'.etten können von verschiedener Größe sein, vorteilhaft sind z. B. gewölbte Tabletten von i 5 mm Durchmesser und 8 nun Höhe. Geeignete Stäube haben beispielsweise folgende Körnungen:
    Körnung - Staub I Staub II
    mm °(n .°/n
    o bis o,o6o - 6o
    o,ö6o - 0,075 14 io
    0,075 - 0,088 6 7
    0,088 - 0,200 25 1i
    0,200 - 0,500 45 12
    0,500 - 4000 8 -
    über 1,000 2 -
    Aus solchen Stäuben lassen sich Tabletten bei den gebräuchlichen Preßdrucken ohne Schwierigkeiten herstellen.
  • Vergleichsversuche im Kachelofen ergaben z. B., daß schon mit 2o g Tabletten des Staubes I 3 kg Braunkohlenbriketts in 8 bis 9 Minuten und mit 2o- Tabletten degl Staubes II dieselbe Menge Briketts sogar in 5 bis ; Minuten zur Entzündung gebracht werde n--- Es tritt dann bei den- erfindungsgemäßen Zündtabletten beim Entzünden;- z. B. mit einem Fidibus, zunächst im Gegensatz zu Teererzeugnisse enthaltenden Zündtabletten keine Flammenbildung auf, sondern die Tabletten glimmen zunächst an, schwellen dann und blähen sich auf, worauf nach kurzer Zeit Flammenbildung eintritt , und die umliegenden Briketts oder Stein- ` kohlen sofort entzündet werden. ,je feiner der zur Tablettenherstellung verwendete Staub ist, desto schneller und deutlicher ist die für die Verbrennung vorteilhafte Auflockerung. Auch bei Zumischung von fein zerkleinerter Steinkohle oder Schwelkoks lassen sich noch feste Preßlinge herstellen, die ebenso leicht zünden wie die aus reiner Braunkohle. Statt der gewölbten Tabletten kann man auch Preßlinge mit anderem Format herstellen, z. B. Pillen, Kugeln, Zylinder. Hohlkörper, Würfel, flache Tabletten, Briketts, Stäbe usw.
  • Zweckmäßig ist @es auch, dem zu brikettierenden oder zu tablettierenden Gut Stoffe zuzumischen, die bei verhältnismäßig niedriger Temperatur Sauerstoff abgeben, eine Maßnahme, die .an sich bekannt ist.
  • Da die .Gesamtoberfläche des Zündbrennstoffes anscheinend von besonderer Bedeutung ist, so ist es erforderlich, falls größere Formlinge wie Briketts verpreßt «>erden, diese zu zerkleinern. Das zerkleinerte Gut wird auf Kornfraktionen von beispielsweise io bis 15, 15 bis 20, 2o bis 25 mm und mehr abgesiebt. Es gelingt mit solchem Material, Kohle leicht zur Entzündung zu bringen; es genügen z. B: schon 3o bis 50g, um 2 bis 3 kg Steinkohlen oder Braunkohlenbriketts in einem Ofen in 6 bis i o Minuten zur sichren Entzündung zu bringen. Die kleinere Körnung von i o bis 15 mm entzündet dabei schneller als eine gröbere. Um z. B. in einem Kachelofen mit einem 15 " 30 cm großen Roste bei einem Zug von 1 mm WS 3 kg Braunkohlenbriketts zur Entzündung zu bringen, sind
    bei einer in einer Gesamt- Minuten
    .Menge von Körnung oberfläche erforderlich
    g mm in qem
    30 fobis 15 270 9
    30 20 - 25 120 20
    30 25 - 30 30 22
    ¢o 10 - 15 36o 7
    ¢0 20 - 25 16o II
    50 15 - 20 250 fo
    50 20 - 25 200 10
    Es sind zwar bereits Kohlenanzünder bekannt, die Kohlenanteile in Form von zerkleinerter Lokomotivlösche oder gekörnter Braunkohle .enthalten; die Kohlenanteile betragen hierbei jedoch nur etwa 334-1. Es ist auch schon das Verpressen sehr fein gemahlenen Braunkohlenstaubes zu Briketts belcannt. Die Erkenntnis jedoch, daß Formlinge oder auch zerkleinerte Formlinge, welche aus diesem feinen Braunkohlenstaub hergestellt werden, an Stelle des Holzes als Feueranzünder zu benutzen sind, ist neu und nicht zu erwarten. Man hat zwar schon darauf hingewiesen, daß man schon plattenförmige Briketts maschinell zu kleinen Stücken mit unregelmäßiger rauher Oberfläche gebrochen hat, um ein flüchtiges und leichtes Anbrennen für Ringofenstreufeuerung zu erzielen. Damit ist aber noch nicht die Lehre gegeben, gerade aus besonders fein gemahlenem Kohlenstaub Briketts zu pressen, die nach Zerkleinerung als Feueranzünder benutzt werden können. Die Brikettbereitung mit derartiger feiner Kohle bereitete Schwierigkeiten, weil diese zur Selbstentzündung neigt. Wird also solche feine Kohle zur Brikettierung verwendet, so wird sie normalerweise belüftet, um eine Absättigung der darin enthaltenen ungesättigten Kohlenwasserstofte zu erreichen. Soll aber ein Feueranzünder aus feinem Kohlenstaub hergestellt -werden, so wird gerade auf die Erhaltung der Reaktionsfähigkeit Wert gelegt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kohle :enthaltender Feueranzünder, dadurch gekennzeichnet, daß er aus gepreßtem, sehr fein gemahlenem Braunkohlenstaub besteht, dem noch Steinkohlenstaub zugegeben werden kann und der zum Zwecke der Formung zu einer Körnung von o bis i mm vermahlen ist, wobei die aus dem Staub gepreßten Formlinge aus Tabletten, Kugeln, Pillen, Zylindern u. dgl. bestehen.
  2. 2. Feueranzünder nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß er aus zerkleinerien Braunkohlenformlingen in einer Körnung von io bis 30 mm besteht.
  3. 3. Feueranzünder nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß er aus fein gemahlener Rohbraunkohle hergestellt ist. die mindestens go0'o unter o,5 mm Korn enthält. ,1. Feueranzünder nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er aus Tabletten von 1o bis 15 mm Durchmesser besteht.
DEN42297D 1938-08-05 1938-08-05 Kohle enthaltender Feueranzuender Expired DE740101C (de)

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