DE739817C - Vorrichtung zum fortlaufenden elektrischen Widerstandsnahtschweissen von stumpfgestossenen Blechkanten - Google Patents

Vorrichtung zum fortlaufenden elektrischen Widerstandsnahtschweissen von stumpfgestossenen Blechkanten

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DE739817C
DE739817C DER94619D DER0094619D DE739817C DE 739817 C DE739817 C DE 739817C DE R94619 D DER94619 D DE R94619D DE R0094619 D DER0094619 D DE R0094619D DE 739817 C DE739817 C DE 739817C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K11/00Resistance welding; Severing by resistance heating
    • B23K11/06Resistance welding; Severing by resistance heating using roller electrodes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arc Welding In General (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum fortlaufenden elektrischen Widerstandsnahtschweißen von stumpfgestoßenen Blechkanten Bei dem fertlaufenden elektrischen Widerstandsnahtschweißen von stumpfgestoßenen Blechkanten ist es notwendig, die Stoßflächen der Fuge über ihre ganze Tiefe auf Schweißtemperatur zu bringen, damit auch die Verschweißung über ihre ganze Tiefe einwandfrei gelingt. Besonders wichtig ist dies bei allen derartigen Schweißverbindungen, die später einer Beanspruchung unterliegen, z. B. auch bei Schlitzrohren. Diese Rohre stehen bei Gebrauch zumeist unter einem inneren Überdruck und neigen dazu, in der. Naht aufzureißen, wenn die Stoßflächen der Fuge nicht über ihre ganze Tiefe einwandfrei durchgeschweißt (wurzelgeschweißt) sind.
  • Die Erfordernisse einer guten Schweißung stellen also die Bedingung, dag der die Erwärmung der Stoßflächen der Fuge. veranlassende Schweißstrom dieselben in ihrer ganzen Tiefe und möglichst gleichmäßig durchdringt.
  • Es sind nun elektrische Widerstandsnahtschweißverfahren bekannt, bei denen der Schweißstrom- in der Nähe der Stoßfuge, in den Blechrändern selbst, durch Induktion erzeugt wird. Der hier als Wirbelstrom auftretende Schweißstrom nimmt aber seiner Natur entsprechend einen sehr eigenwilligen Verlauf, auf den man durch entsprechend angeordnete Magnete o. dgl. nur einen geringen Einfluß ausüben kann. Der Stromfluß entspricht deshalb nicht den Erfordernissen einer guten Schweißung, weshalb auch die Erwärmung bzw. Verschweißung der Stoßflächen der Fuge sehr ungleichmäßig ausfällt.
  • Es-sind dann weiter elektrische Widerstandsnahtschweißverfahren bekannt, bei denen der SchweiB.strom den Blechrändern durch Kontakte (Elektroden) zugeführt wird, die auf oder beiderseits der Stoßfuge an den Blechoberflächen anliegen. Hier fließt der Schweißstrom in der Hauptsache .dicht unter der Blechoberfläche hin und durchdringt nur die oberen Teile. der Stoßflächen der Fuge. Der Stromfluß entspricht also auch hier nicht den Erfordernissen einer guten Schweißung, weshalb auch nur die oberen Teile der Stoßflächen der Fuge richtig erwärmt und verschweißt werden.
  • Es ist schließlich noch ein elektrisches Widerstandsnahtschweißverfahren bekannt, bei dem der Schweißstrom den Blechrändern durch Kontakte zugeführt wird, die innerhalb der geöffneten Stoßfuge an den Stoßflächen anliegen. Hierbei ist es nun dem Zufall überlassen, ob der Schweißstrom die oberen, mittleren oder unteren Partien vier Stoßflächen durchdringt. Der Stromfluß entspricht also auch hier nicht den Erfordernissen einer guten, Schweißung, weshalb auch die Erwärmung bzw. Verschweißung der Stoßflächen der Fuge nur an stets wechselnden Partien der Stoßflächen gelingt.
  • Alle diese Mängel vermeidet die vorliegende Erfindung dadurch, daß der Fluß des Schweißstromes gezwungen wird, die Stoßflächen der Fuge in ihrer ganzen Tiefe möglichst gleichmäßig zu durchdringen und dementsprechend zu erwärmen. Zu diesem Zweck ist bei der Vorrichtung nach der Erfindung unter Benutzung von mehr als zwei Elektroden, von denen mindestens zwei Elektroden beiderseits der Stoßfuge angeordnet sind, mindestens eine weitere Elektrode in Vorschubvorrichtung vor den beiden anderen angeordnet, deren Kontaktflächen unterteilt sind oder einen anderen Winkel bilden- oder schmaler bemessen sind als die Stoßflächen der Fuge.
  • In einer einfachen Ausführungsform wird beispielsweise in drei Teilströmen unterteilter Strom, z. B. Drehstrom, angewandt, und die Stoßflächen der Fuge werden in zwei. parallel zur Schweißgutoberfläche versaufende Tiefenzonen, eine obere und eine untere, unterteilt.
  • Es wird je eine Phase der Drehstromquelle an eine Elektrode angeschlossen, und es fließt alsdann ein. Teilstrom über die beiden beiderseits der Stoßfuge angeordneten Elektroden quer durch die Fuge, während die beiden anderen Teilströme vermittels der in die Fuge eintauchenden Elektrode einer bestimmten Tiefenzone der beiden Stoßflächen zugeführt werden. Es werden also tatsächlich drei Teil-.ströme zur Anwendung gebracht und drei verschiedene Teile der Stoßflächen der Fuge getrennt voneinander mit Strom versorgt. Dabei wird nun die ganze Anordnung so getroffen, daß die in die Fuge 'eintauchende Elektrode nur diejenigen Tiefenzonen der Stoßflächen mit Strom versorgt, welche durch die nachfolgenden zwei beiderseits der Fuge angeordneten Elektroden nicht oder doch nicht genügend Strom zugeführt erhalten, so dah zum Schluß, entsprechend den Erfordernissen einer guten Schweißung, die Stoßflächen der Fuge in ihrer ganzen Tiefe fast gleichmäßig mit Strom durchdrungen wurden.
  • Handelt es sich nun bei der vorzunehmenden Schwfißung um die Verschweißung der Ränder von stumpfgestoßenen ebenen oder ;;ekriiminten Blechen oder um die- Stoßfuge eines Schlitzrohres, so fließt der Teilstrom, der durch die zwei beiderseits der Fuge angeordneten Elektroden zugeführt wird, in der Hauptsache durch die obere Zone der Stoß-Flächen, und es darf dann die in die Fuge eintauchende Elektrode nur mit der unteren Zone der beiden Stoßflächen in Berührung gebracht werden, damit zum Schluß eine gleichmäßige Durchdringung der Stoßflächen der Fuge über ihre ganze Tiefe bewirkt ist.
  • Handelt es sich aber beispielsweise um die Verschweißung zweier unter einem Winkel von 9o° zueinander gestoßenen Bleche, deren Ränder unter einem Winkel von 4s'- zueinander abgeschrägt sind, oder um Bleche, bei denen der eine Blechrand unter einem Winkel von go° über die Kante des anderen gelegt ist, oder um Schlitzrohre von flachovaler oder zwei- oder mehreckiger Querschnittsform, so bedingt oft die , zweckmäßige Anlegung der zwei beiderseits der Stoßfuge angeordneten Elektroden, dadurch daß sie nicht direkt neben der Stoßfuge laufen können, einen Stromfluß quer durch nur die untere Zone der Stoßflächen. Im Gegensatz zu den oben geschiiderten Beispielen darf dann also hier die in die Fuge eintauchende Elektrode nur mit den oberen Zonen der Stoßflächen in Berührung gebracht werden, damit zum Schluß eine gleichmäßige Durchdringung der Stoßflächen der Fuge über ihre ganze Tiefe bewirkt ist.
  • Das vorstehend erläuterte Beispiel stellt nur eine der möglichen Ausführungsformen der Erfindung dar; es sind.insbesondere Ausführungsformen möglich, bei denen mehr als drei Elektroden überhaupt und mehr als eine in die auseinanderklaffendeFuge eintauchende Elektrode zur Anwendung gelangen. Es sind also Ausführungsformen möglich, bei denen die Stoßflächen der Fuge in mehr aas zwei parallel zur Schweißgutoberfläche verlaufende Tiefenzonen und der Schweißstrom in mehr als drei Teilströme unterteilt werden; auch können andere Stromarten als der beispielsweise gewählte Dreiphasenwechselstroin (Drehstrom) zur Anwendung gelangen Um nun die in die Fuge eintauchende Elektrode zur Anwendung bringen zu können, i werden die Blechränder abgeschrägt auseinander- oder hochgebogen bzw. wird das Schlitzrohr geöffnet oder in noch nicht fertiggeformtem Zustand zugeführt; erst nach Durchgang dieser Elektrode werden die Blechränder gestoßen oder beigebogen bzw. wird das Schlitzrohr geschlossen oder fertiggeformt. Damit diese Elektrode nur bestimmte Tiefenzonen der Stoßflächen der Fuge berührt, werden ihre Kontaktflächen zweckmäßig unterteile oder schmaler bemessen als die Stoßflächen der Fuge oder aber zu einem spitzeren oder stumpferen Winkel, als ihn die Stoßflächen der Fuge bilden" geformt.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist die Vorrichtung in einer einfachen Ausführungsform, so- wie vorstehend beschrieben; sowie die in 'die Stoßfuge eintauchende Elektrode und. die erforderliche Vorbereitung der Blechränder bzw. des Schlitzrohres beispielsweise dargestellt.
  • Fig. i zeigt die in die auseinanderklaffende Stoßfuge eintauchende Elektrode, wobei die Stoßflächeft der Fuge rechtwinklig zur Blechoberfläche verlaufen. Es bedeuten i und 2 die beiden Bleche, deren Stoßflächen verschweißt werden sollen, und 3 die Elektrode, welche hier beispielsweise als Scheibenelektrode ausgebildet ist und deren Kontaktflächen unterteilt sind, wie dies Fig.7 zeigt (Fig.7 ist weiter unten erläutert).
  • Fig. 2 zeigt die. beispielsweise beschriebene einfache Ausführungsforte der Erfindung. :f und 5 bedeuten die beiden Bleche, deren Stoßfuge verschweißt werden soll, 6 die in die auseinanderklaffende Stoßfuge. eintauchende und hier nur die untere, parallel zur Schweißgutoberfläche verlaufende Tiefenzone der Stoßflächen berührende Elektrode, deren l:ontaktflächen beispielsweise unterteilt sind, und 7 und 8 die zwei beiderseits der Stoßfuge auf der Schweißgutoberfläche laufenden Elektroden. Mittels der Zuleitungen j, io und i i wird den Elektroden: Drehstrom aus dem Netz 12, 13 und 14 zugeführt._Der durch die Elektroden 7 und 8 zugeführte und quer durch die Stoßfuge fließende Teilstrom durchdringt hier nur die obere, parallel zur Schweißgutoberfläche verlaufende Tiefenzone der Stoßflächen, weshalb durch die vor diesen beiden laufende, in die auseinanderklaffende Stoßfuge eintauchende Elektrode 6 nur der unteren Tiefenzone der beiden: Stoßflächen Strom zugeführt wird. Dies geschieht im vorliegenden Beispiel dadurch, daß die als Kontaktflächen benutzten Seitenflächen der Elektrode 6 unterteilt sind, wie dies Fig. 7 zeigt.
  • Die Stoßflächen der Fuge können, statt mit der Schweißgutoberfläche einen rechten Winkel zu bilden, auch unter einem anderen Winkel zu diesen stehen, wie Fig. 3 zeigt. Hier bedeuten i5 und 16 die beiden Bleche und 17 die in die auseinanderklaffende Fuge eintauchende Elektrode, welche dann. schräg angeordnet ist. Falls das Öffnen der Fuge bei ebenen Blechen Schwierigkeiten macht, ist es ratsam, nicht nur die Stoßflächen der Fuge finit der Schweißgutoberfläche einen anderen Winkel als go° bilden zu lassen, sondern darüber hinaus noch die Blechränder abzubiegen, wie Fig. 4. zeigt. Hier ist Blech 18 nach oben und Blech ig nach unten abgebogen, so daß die Elektrode 2o in Schräglage in die Fuge eintauchen kann. Die Kontaktflächen der Elektroden 17 und 2o sind, . entsprechend Fig.7, unterteilt (Fig.7 ist weiter unten erläutert). Fig. 5 zeigt die in die Fuge eines geöffneten Schlitzrohres eintauchende Elektrode 22, deren Kontaktflächen beispielsweise einen anderen Winkel bilden als die Stoßflächen des geöffneten Schlitzrohres 21. Im gezeichneten Zustand bilden diese Kontaktflächen einen größeren Winkel als die Stoßflächen der Fuge, und es berührt hier die Elektrode 22 nur die obere Tiefenzone der Stoßflächen. Würde diese Elektrode 22 als überall gleich dicke Scheibe ausgebildet sein, so würden ihre Kontaktflächen (Seitenflächen) einen kleineren Winkel bilden als die Stoßflächen der Fuge, und die Elektrode würde alsdann nur die unteren Tiefenzonen der Stoßflächen berühren. Die strichpunktierten Kreise stellen das Schlitzrohr in nicht geöffnetem, also geschlossenem Zustand dar.
  • Noch besser vermag die in die Fuge eintauchende Elektrode der Stromführung zu dienen, wenn das Schlitzrohr in noch nicht fertig geformtem Zustande zugeführt wird, wie Fig.6 zeigt. Bei dem hier dargestellten Schlitzrohr 23 sind die Randpartien 24 und 25 noch nicht zur Kreisform, die durch die strichpunktierten Linien angedeutet ist. gebogen. Die beiden Stoßflächen _ bilden hier beispielsweise einen Winkel von etwa go°, und die beispielsweise entsprechend schmaler als die Stoßflächen der Fuge bc,.nessenen Kontaktflächen der Elektrode 26 berühren hier nur die unteren Tiefenzonen der Stoßflächen. Diese. Kontaktflächen können bei Bedarf auch so bemessen werden, daß sie nur die oberen oder nur die mittleren Tiefenzonen der Stoßflächen der Fuge berühren. Die in der Fig. 6 dargestellte Anordnung eignet sich also besonders gut zur Stromführung int Sinne dieser Erfindung; sie läßt sich auch bei anderem Schweißgut, z. B. auch bei ebenen Blechen, zur Anwendung bringen, bei denen dann die beiden Blechränder im Sinne der Fig.6 hochgebogen werden.
  • Schließlich zeigt die Fig. 7 noch ein. Beispiel für die Unterteilung der Kontaktflächen der in die auseinanderklaffende Stoßfuge eintaucheriden Elektrode, wie sie z. B. in Fig. i bis 4 zur Anwendung gebracht wurde. Die Seitenfläche 27 ist mit kleinen Erhöltttttgen 2S versehen, deren Oberflächen gewölbt sind, entsprechend den gewünschten; Berührungswirkungen gegenüber den auseinanderklaffenden. sich aber hinter dieser Elektrode wieder zum Stoß nähernden Stoßflächen der Fttge.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum fortlaufenden elektrischen Widerstandsnähtschweißen voll stumpfgestoßenen Blechkanten unter Benutzung von mehr als zwei Elektroden, Von denen mindestens zwei Elektroden beiderseits der Stoßfuge angeordnet sind, insbesondere zur Herstellung von Rohren, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine weitere Elektrode in Vorschubrichtung vor clen beiden anderen in der auseinanderklatfenden Stoßfuge angeordnet ist, deren Kontaktflächen unterteilt sind, oder einen anderen Winkel bilden oder schmaler bemessen sind als die Stoßflächen der Fuge, so daß diese Elektrode nur bestimmte, parallel zur Schweißgutoberfläche verlaufende Tiefenzonen der ,Stoßflächen berührt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften .... Nr. 4.6o 615, ; 249 080; französische Patentschriften.. Nr.676923, 475872-
DER94619D 1935-11-01 1935-11-01 Vorrichtung zum fortlaufenden elektrischen Widerstandsnahtschweissen von stumpfgestossenen Blechkanten Expired DE739817C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE249080C (de) *
FR475872A (fr) * 1914-08-01 1915-06-21 William Colt Frick Appareil à fabriquer des tubes soudés (au blanc soudant)
DE460615C (de) * 1928-06-04 Edmund Schroeder Elektrisches Schweiss- und Loetverfahren
FR676923A (fr) * 1928-08-07 1930-02-28 Youngstown Sheet And Tube Co Perfectionnements aux procédés de soudure

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