DE73715C - Einrichtung, um Mäntel oder Umhänge auf beiden Seiten zu tragen - Google Patents

Einrichtung, um Mäntel oder Umhänge auf beiden Seiten zu tragen

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DE73715C
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DE
Germany
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cloth
fur
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leather
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT73715D
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English (en)
Original Assignee
E. PRADEL in Köln, Reinholdstr. 8
Publication of DE73715C publication Critical patent/DE73715C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D5/00Fur garments; Garments of fur substitutes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Outer Garments And Coats (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Viele, besonders Damenkleidungsstücke, die namentlich als Ueberkleider dienen, sind auf der Aufsenseite aus Stoffen gefertigt, die in ungünstiger Witterung leicht Einbufse erleiden oder ganz verderben; dahin gehören z. B. Pelzwerk, Federpelz, Sammt, Plüsch, Seide u. s. w.
Meine Erfindung bezweckt daher, Kleidungsstücke so herzustellen, dafs diese auf beiden Seiten tragbar sind.
Auf der Zeichnung ist ein Damenwinterumhang mit Pelzlage auf der einen und Tuchlage auf der anderen Seite in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 das . Kleidungsstück flach ausgebreitet (abgewickelt) auf der linken Hälfte mit Pelzlage aufsen und Tuchlage innen, auf der rechten Hälfte mit Tuchlage aufsen und Pelzlage innen, während Fig. '2 einen Schnitt durch die linke Hälfte, Fig. 3 einen solchen durch die rechte Hälfte der Fig. 1 veranschaulicht. Die Fig. 4 und 5 zeigen im doppelten Mafsstabe die besondere Anordnung der beiden Stofflagen zu einander und zum Futter, sowie in Verbindung mit der Einrichtung am unteren Rande des Kleidungsstückes, und zwar in Fig. 4 bei nach aufsen gekehrter Pelzseite, in Fig. 5 bei nach aufsen gekehrter Tuchseite. Fig. 6, 7 und 8 zeigen Details.
Würde man die Tuchseite am unteren Rande mit dem Leder des Pelzes durch eine Naht verbinden, so würden bei nach aufsen gekehrter Tuchseite die Haare des Pelzes darunter hervortreten. Im anderen Falle, falls man die Tuchlage so lang machen würde, dafs sie sämmtliche Pelzhaare verdeckte, so würde bei nach aufsen gekehrter Pelzseite das Tuch durch die Pelzhaare sichtbar werden. Meine Einrichtung ist die folgende:
Die Tuchseite ist so lang, dafs, wenn sie nach aufsen liegt, die Haare des Pelzes nicht sichtbar werden. Um nun auch dafür zu sorgen, dafs bei aufsen getragener Pelzlage von der Tuchseite nichts sichtbar wird, wird die Tuchseite durch Umklappen eines hinreichend breiten Streifens längs des unteren Randes so weit verkürzt, dafs die nunmehrige untere Tuchkante mit der Pelzlederkante abschneidet oder noch ein wenig hinter letzterer zurücktritt. Da nun durch Umschlagen des Tuchrandes nach der inneren Kleidseite der Tuchrand kraus werden würde und die Gefahr nahe läge, dafs beim Anziehen des Kleidungsstückes oder durch die Körperbewegung beim Gehen und das dadurch entstehende Reiben der inneren Kleidseite am Körper der Tuchrand wieder zurückgedrängt und wieder unterhalb des Pelzes sichtbar würde, ist die Einrichtung getroffen, dafs der Tuchrand nach aufsen hin, jedoch unterhalb des Pelzleders liegend, umgeschlagen wird, zu welchem Zwecke das Tuch mit dem Pelzleder nicht am Lederrande, sondern weiter oberhalb verbunden wird, so dafs Pelz und Tuch einige Centimeter breit frei auf einander liegen. Von der Verbindungsstelle an bis zum Tuchrande einerseits und bis zum Lederrande andererseits läuft dann noch eine Futterlage von dünnem Stoff, etwa Seide u. dergl. Damit der einmal eingeschlagene Tuchrand nicht von selbst zurückschlägt, andererseits bei nach aufsen gekehrtem Tuch nicht infolge häufigen Zurückschlagens sich eine Knickfalte bemerklich macht,
sondern der Tuchrand straff und glatt in der Fläche des Kleidungsstückes gehalten wird, werden am Tuchrande ringsherum passende Federmechanismen angebracht; diese Federmechanik liegt mit einem Ende über, mit dem anderen unter der Knickfalte des Tuchrandes und ist entsprechend befestigt. Die Fig. 7 und 8 zeigen eine besonders zum vorliegenden Zwecke gezeichnete Feder, bestehend aus dem festen Blatt a, dem umklappbaren Blatt b mit dem in den Ausschnitt c von α reichenden Scharnierende d und der auf α befestigten und auf d drückenden Blattfeder e. Das Blatt a wird durch die an seinem oberen Ende angeordneten Löcher ff zwischen beiden Stofflagen festgenäht, das untere Ende b aber wird, um dem Stoff beim Einknicken freie Beweglichkeit zu lassen, nur zwischen dem Tuch und dem vorerwähnten dünnen Futterstoff eingeschlossen.
Diese ganze Einrichtung geht aus den Fig. 4 und 5 deutlich hervor. A ist die Pelzlage, B die Tuchlage, C die Blattmechanik, D die punktirten Linien und E das dünne Futter, welches von der Vereinigungsstelle von Tuch und Leder bei m zum Tuchende η und der Lederkante 0 geht. Wie oben beschrieben, schneidet die Lederkante 0 mit der Tuchknickfalte ρ ab, so dafs die Aufsenseite um die Pelzhaare länger ist als die Innenseite (Fig. 4), während bei gestrecktem Tuch (Fig. 5) die Kante η etwas weiter unten liegt als die Spitzen der Pelzhaare. Die Verbindung zwischen beiden Stofflagen bei m kann durch Naht erfolgen, geschieht aber am besten unter Zuhülfenahme von sogenannten Kautschukbeilagen, damit aufsen die Naht nicht störend sichtbar wird; z. B. könnte bei Pelz- und Tuchlage eine einzige Kautschukbeilage auf das Tuch geleimt und auf das Leder genäht, bei zwei verschiedenen Stofflagen, wie Sammet und Tuch, an jedes eine Kautschukbeilage geleimt und die beiden Beilagen dann zusammengenäht werden.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, können die . Federn C einzeln, d. h. ohne Verbindung unter einander in gewissen Abständen von einander ringsum angeordnet sein, und habe ich durch Versuche gefunden, dafs zwischen Pelz und Tuch ein Anbringen der Federn von je 10 zu 10 cm genügt, um den Tuchrand sowohl umgelegt wie gestreckt vollständig glatt zu halten. Wie man aber statt der von mir gezeichneten Federn C auch andere Federn verwenden kann, so kann man auch beliebige Abstände derselben von einander nehmen und den Stoff in geeigneter Weise noch durch Leder-, Gummioder dergleichen Einlagen, Corset- oder Uhrfederstahlstangen , Fischbein u. s. w. versteifen.
In Fig. ι und den beiden Schnitten Fig. 2 und 3 ist auch die von mir für den Kragen getroffene Einrichtung zu sehen. Dieselbe besteht darin, dafs die Tuchlage am Kragen doppelt angeordnet und am oberen- Rande bei q vernäht ist, so dafs der Tuchkragen eine Art Kapotte F bildet, welche bei nach aufsen getragenem Pelz (s. Fig. 2) zwischen Pelzkragen G und Hals liegt, bei nach aufsen gekehrtem Tuch jedoch den Pelzkragen G in sich aufnimmt und so vor der Witterung schützt (Fig. 3). Damit die Kapotte F bei hineingelegtem Pelzkragen G glatt sitzen bleibt, wird ihr Rand s, Fig. 3, durch Haken und Oesen bezw. entsprechende sonstige Befestigung, wie Handschuhmechanik u. dergl., auf der Pelzlederoberseite befestigt. Auch kann z. B. bei mehr umgelegten Kragen, die bei nach aufsen gekehrtem Pelz auch auf der inneren Fläche noch Pelz stehen lassen sollen, auqh die Kapotte nur beim Kragenanfang r angenäht und somit ganz in das Mantelinnere ^zürückklappbar sein, wie in Fig. 2 punklirt gezeichnet.
Bei solchen ärmellosen Damenwinterurnhängen, wie gezeichnet, befindet sich gewöhnlich auf der Innenseite in den unteren Ecken des Kleidungsstückes je eine Tasche zum Hineinstecken der Hand. Da diese Tasche beim Nachaufsenkehren der Mantelinnenseite sichtbar würde, wird sie, wie in Fig. 6 gezeichnet, durch ein diagonal über die Ecke laufendes Band H ersetzt, welches an der Vorder- und Unterkante zwischen den beiden verschiedenen Stofflagen eingenäht ist. Beim Umwenden des Mantels wird nun die Ecke durch das Band gezogen, so dafs letzteres stets auf der Innenseite liegt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Einrichtung an Mänteln, Umhängen u. dergl. zum Tragen derselben auf beiden Seiten, dadurch gekennzeichnet, dafs die innere linke Stofflage (Futter) länger als die äufsere genommen wird und dieser verlängerte Theil des Futters beim Tragen des Umhanges auf der rechten Seite an der Innenseite mittelst verdeckter federnder Scharniere nach oben, beim Umwenden des Mantels aber nach unten geklappt werden kann, wobei der der rechten Seite des Kleidungsstückes entsprechende Kragen in den sackartig ausgeführten der Futterseite gesteckt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT73715D Einrichtung, um Mäntel oder Umhänge auf beiden Seiten zu tragen Expired - Lifetime DE73715C (de)

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