DE73654C - Vorrichtung, um Nähfäden in einem Zuge mit Knoten versehen und dieselben hinter dem Knoten abschneiden zu können - Google Patents
Vorrichtung, um Nähfäden in einem Zuge mit Knoten versehen und dieselben hinter dem Knoten abschneiden zu könnenInfo
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- DE73654C DE73654C DENDAT73654D DE73654DA DE73654C DE 73654 C DE73654 C DE 73654C DE NDAT73654 D DENDAT73654 D DE NDAT73654D DE 73654D A DE73654D A DE 73654DA DE 73654 C DE73654 C DE 73654C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B65/00—Devices for severing the needle or lower thread
- D05B65/003—Devices for severing the needle or lower thread the thread being engaged manually against the cutting edge of a fixedly arranged knife
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 33: Hand- und Reisegeräthe.
GEORGE HENRY RAYNER in LONDON.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Mai 1893 ab.
Die im Nachfolgenden beschriebene Erfindung beruht auf dem folgenden Princip:
Wenn man in einem Faden eine gewöhnliche einfache Schleife bildet und dieselbe zuzieht,
so wird ein Knoten hergestellt, durch welchen das eine Fadenende hindurchläuft, und zwar derart, dafs man dieses Ende in dem
Knoten entlang ziehen kann. Wird nun die Schleife durchgeschnitten, so kann man das
erwähnte Fadenende aus dem Knoten herausziehen, so dafs dann nur das andere Fadenende
mit dem Knoten zurückbleibt. Dies soll mittelst dieser Vorrichtung auf mechanischem
Wege bewirkt werden, wozu die folgende Einrichtung getroffen ist.
Es wird zunächst der Körper der Vorrichtung durch das verticale Stück B und das an dieses
sich anschliefsende horizontale Stück C gebildet. Mittelst des Theiles B wird die Vorrichtung in
der centralen Höhlung der Garnrolle A befestigt und ist jener Theil zu diesem Zweck
federartig ausgebildet, wie dies aus den Fig. 8 und 9 ersichtlich ist. Der Theil C dagegen
befindet sich direct auf der Rolle und erstreckt sich von der centralen Höhlung nach dem
Rande, macht dann eine Biegung und geht wieder nach der centralen Höhlung zurück,
welcher Theil mit C1 bezeichnet ist. An diesem Theil C1 befinden sich die Vorsprünge c2
und c3, welche zweckmäfsig durch Herausstanzen gebildet werden. Ferner aber trägt
der Theil C selbst am oberen Rand einen nach C1 sich erstreckenden Ansatz c, welcher, wie
die Fig. 5 und 7 zeigen, nur oberhalb des Theiles B mit C zusammenhängt, während im
übrigen zwischen C und c ein Schlitz c1 verbleibt.
Zwischen den Theilen c und c1 ist ein Hebel D
angebracht, dessen Form aus den Fig. 10 und 11
hervorgeht. Dieser Hebel D wird von einer winkelartigen Feder F gehalten, welche sowohl
in ihrem Scheitelpunkt als auch an den beiden Endpunkten wieder umgebogen ist, und zwar
im ersten Falle durch eine Durchbrechung Z)2, Fig. 10, und eine entsprechende Durchbrechung
in dem Theil C nach aufsen hervortritt, so dafs hierdurch der Drehpunkt für den Hebel D
gebildet wird. Die anderen beiden, wie erwähnt, ebenfalls winkelförmig gebogenen Enden
der Feder F treten durch einen Lä'ngsschlitz c4,
Fig. 2, in der Platte C nach aufsen, Und wirkt hierbei der obere Arm der Feder F auf den
Hebel D in solcher Weise, dafs der rechtsseitige Ausläufer d desselben beständig durch
den Schlitz c\ Fig. 5, nach oben heraustritt (Fig. 6).
An der linken Seite besitzt der Hebel D eine Schulter d\ oberhalb deren dieser Hebel einen
horizontalen Ansatz, ähnlich dem Ansatz c der Platte C, besitzt, welcher jedoch, wie Fig. 11
zeigt, an seinem rechten Ende hakenartig gestaltet ist. Dieser Haken wird durch die Feder F
beständig gegen den Ansatz c geprefst, in welcher Lage dann die Schulter d1 des Hebels D
an der linken Seite über die Platte C hervorsteht, wie es Fig. 1 darstellt. Im übrigen befindet
sich auch zwischen dem hakenförmigen Theil von E und dem oberen Ausläufer d
ebenso ein schmaler Schlitz, wie in dem oberen Rand der Platte C bei dem Ansatz c.
Die Benutzungsweise ist folgende: Es wird der Faden über die Nasen c2 und c3. hinweg
nach oben geführt (Fig. i), und zwar über den nach unten abfallenden Theil C1 der
Platte C und darauf vor dem Ausläufer d hinweg, so dafs der Faden nunmehr hinter diesen
Ausläufer und auch hinter die Platte C gelangt. Nachdem er dann hinter der ganzen Platte C
weiter geführt ist, tritt er um die Schulter d1 des Hebels D herum wieder nach vorn und
wird nun unterhalb des Hakens E hinweg weiter geführt, so dafs er schliefslich den
zwischen den Theilen C1 und C übergehenden Faden kreuzt, d. h. über denselben hinweggeht
und nun frei nach aufsen hervortritt. Dies also ist die Lage des Fadens in der Vorrichtung,
wenn ein Knoten geformt werden soll. Wird nun an dem Faden gezogen, so wirkt dieser Zug zunächst auf die Schulter d1
und bewirkt dadurch eine Drehung des Hebels D, so dafs zunächst der Haken E von dem Ansatz
c etwas zurückbewegt wird. Dabei wird aber gleichzeitig auch der Ausläufer d in den
Schlitz C1 hineingezogen, und es kann nun der Faden, welcher, wie erwähnt, vorher vor
diesem Ausläufer vorbeilief, in diesen Schlitz c1
hineingelangen, und zwar gelangt der Faden nunmehr über den Haken E. Bei weiterem
Ziehen an dem Faden G, Fig. 4, geht die Schlinge g1 vollkommen über die Schulter dl
hinweg und bewegt sich nun entsprechend dem Zug nach vorn, so dafs sie schliefslich
auch über den Theil g, Fig. 4, des Fadens gelangt, welcher von dem Haken E festgehalten
wird. Sobald nun die Schlinge über diesen Haken hinweggelangt ist, wird sie bei noch
weiterem Ziehen zugezogen, so dafs damit eine solche Schleife gebildet ist, wie dies in der
Einleitung erwähnt wurde. Es befindet sich hierbei der Knoten in demjenigen Theil des
Fadens, an welchem gezogen wurde, so dafs also durch diesen Knoten derjenige Fadentheil
g1, Fig. 7, hindurchläuft, welcher von
dem Garn auf der Rolle nach dem Haken E läuft. Wird nun schliefslich der Zug verstärkt,
so wird die vorher fest zugezogene Schleife von dem an der inneren Seite messerartig gestalteten
Haken durchschnitten, und es gelangt dann das gewissermafsen lose Fadenende aus dem Knoten heraus, so dafs also jetzt der abgewickelte Faden in der Hand verbleibt und
in gewünschter Weise mit dem Knoten versehen ist.
Die Fig. 12 und 13 zeigen eine Abänderung,
,bei welcher die vorerwähnte Schulter d1 nicht
durch einen Theil des. Hebels D, sondern durch einen entsprechend gestalteten Theil f
einer Feder F gebildet wird, welche ebenfalls das Anpressen des Hakens E an den oberen
Ausläufer c der Platte C bewirkt. Diese Feder geht mit ihrem oberen Ende hinter der Platte C
vorbei und greift dann in eine Oese d'2, welche sich an dem rechsseitigen Ende des Hebels D
befindet und durch einen Ausschnitt c4 nach aufsen hervortritt. Im übrigen ist aber die
Construction und Arbeitsweise genau die gleiche, wie vorbeschrieben.
Claims (5)
1. Eine Vorrichtung, um Nähfäden in einem Zuge mit Knoten versehen und dieselben
hinter dem Knoten abschneiden zu können, bestehend aus einer mit Ansatz (c) und
hinter demselben befindlichen Schlitz (c\) versehenen Platte (C) und einem an letzterer angeordneten,
mit Schulter (dl) und Haken (E) versehenen Hebel. (D), welcher aufserdem
einen durch den Schlitz (c1) heraustretenden Vorsprung (d) besitzt, der dem über ihn
nach hinten und über die Schulter (dl)
nach vorn zurückgeführten Faden dann den Eintritt in den Schlitz (cl) und zwischen
den Ansatz (c) und den Haken (E) erlaubt, wenn der Hebel (D) durch den Druck des
Fadens auf die Schulter (dl) bewegt wird, wobei eine Schleife entsteht, die vom
Haken .(E) erfafst, während des Zuziehens gehalten und darauf aufgeschnitten wird.
2. Eine Vorrichtung der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welcher die Platte (C) einen
Rückläufer (C1) besitzt, der nach dem Drehpunkt des Hebels (D) hin abfällt, wobei
der letztere zwischen dem Haupttheil der Platte (C) und ihrem Rückläufer (C1) gelagert
ist.
3. Eine Vorrichtung der unter !.gekennzeichneten
Art, bei welcher der Drehzapfen des Hebels (D) durch den Scheiteltheil einer
Winkelfeder (F) gebildet wird, welche den Haken (E) des Hebels (D) beständig gegen
den Ansatz (c) der Platte (C) zu, pressen bestrebt ist, wobei diese Feder durch den
Rückläufer (C1) in ihrer Lage gehalten wird.
4. Eine Vorrichtung der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welcher an der Platte (C)
ein Federbügel (B) angeordnet ist, mittelst dessen die Vorrichtung in der centralen
Bohrung einer Garnrolle befestigt werden kann.
5. Eine Abänderung der unter 1. gekennzeichneten
Vorrichtung, darin bestehend, dafs die das Niedergehen des Hebels (D), bewirkende
Schulter durch eine über die Platte (C) seitlich hervortretende Feder (f)
gebildet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73654C true DE73654C (de) |
Family
ID=346762
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73654D Expired - Lifetime DE73654C (de) | Vorrichtung, um Nähfäden in einem Zuge mit Knoten versehen und dieselben hinter dem Knoten abschneiden zu können |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73654C (de) |
-
0
- DE DENDAT73654D patent/DE73654C/de not_active Expired - Lifetime
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