DE736252C - Verfahren und Einrichtung zur Zaehigkeitsmessung - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Zaehigkeitsmessung

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DE736252C
DE736252C DES147303D DES0147303D DE736252C DE 736252 C DE736252 C DE 736252C DE S147303 D DES147303 D DE S147303D DE S0147303 D DES0147303 D DE S0147303D DE 736252 C DE736252 C DE 736252C
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DE
Germany
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torque
braking torque
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DES147303D
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English (en)
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Dr-Ing Heinz Gruess
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N11/00Investigating flow properties of materials, e.g. viscosity, plasticity; Analysing materials by determining flow properties
    • G01N11/10Investigating flow properties of materials, e.g. viscosity, plasticity; Analysing materials by determining flow properties by moving a body within the material
    • G01N11/14Investigating flow properties of materials, e.g. viscosity, plasticity; Analysing materials by determining flow properties by moving a body within the material by using rotary bodies, e.g. vane

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Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Zähigkeitsmessung Zusatz zum Patent 702 089 Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Zähigkeitsmessung unter Verwendung eines umlaufenden Antriebsrotationskörpers, der über die auf ihre Zähigkeit zu prüfende Flüssigkeit einen zlveiten, einer Bremskraft ausgesetzten Körper mitnimmt. Die Erfindung des Hauptpatents besteht darin, daß im stationären Gleichgewicht gemessen wird, das sich einstellt, wenn der Folgekörper durch eine von seiner Drehzahl abhängige Bremskraft sich auf eine stationäre Drehzahl eingestellt hat.
  • Es wird hier also durch den Antri,ebsrotationskörper dern zweiten, konzentrisch angeordneten Rotationsfolgekörper abhängig von der Zähigkeit ein Drehmoment erteilt, während der Folgekörper zähigkeitsunabhängig mit einem Bremsmoment abgebremst wird, das von der Drehzahl des Folgekörpers abhängig, vorzugsweise ihr proportional ist.
  • Die im stationären Zustand sich einstellende Drehzahl n des Folgekörpers wird in an sich bekannter Weise durch eine- Tourendynamo gemessen.
  • Die Beziehung zwischen Zähigkeit # und Drehzahl n des Folgekörpers ist, wie im Hauptpatent schon dargelegt, E n t1= K N-n wobei K eine geometrische Konstante für das Antriebsmoment, E eine zähigleeitsunabhängige Konstante für das Bremsmoment und N die Antriebsdrehzahl ist.
  • Die Erfindung stellt nun eine Weiterbildung des Verfahrens nach dem Hauptpatent insofern dar, als das Maß für die Zähigkeit nicht die Geschwindigkeit des Folgekörpers, sondern das auf ihn wirkende Dreh- oder Bremsmoment venvendet wird. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß der zur Betätigung einer Wirbelstrombremse benutzte Magnet mit dem Rotationskörper starr verbunden wird, im Grenzfall diesen Rotationskörper selbst darstellt, und seine Rückwirkung auf die Bremsscheibe oder -trommel eines Tachometers als Bremsmoment gemessen wird. Die Rüclnvirkung auf eine Bremstrommel ist dadurch leicht mechanisch meßbar, daß diese drehbar gelagert und infolge ihrer Bremswirkung abgelenkt wird.
  • Ihr Bremsmoment wird durch die Verdrehung aus der Ruhelage entgegen einer die Verdrehung hindernden Feder als Drehwinkel gemessen.
  • Zur druckfesten Übertragung der Meßwerte aus einem druckfesten, die rotierenden Körper enthaltenden Meßraum wird man zweckmäßigerweise den Bremsmagneten von dem das aufzuwendende Bremsmoment messenden Gerät durch eine druckdichte Wand völlig abschließen. Erfindungsgemäß wird auch in diesem Fall das Bremsmoment, wenigstens zum Teil, durch die Tachometertrommel erzeugt und als Winkelverdrehung der drehbar gelagerten Bremstrommel entgegen einer Federkraft gemessen.
  • Es ist auch möglich, außer dem zaht gkeitsunabhängigen Bremsmoment noch weitere zähigkeitsabhängige Bremsmomente anzuwenden, die z. B. durch einen engen Spalt z vischen dem Folgerotationskörper und einer feststehenden konzentrischen Wand entstehen, wenn die zu prüfende Flüssigkeit diesen Spalt ausfüllt. Dieses Teilbremsmoment ist dann B = C# n, wobei C eine durch die Abmessungen des Gerätes gegebene Konstante ist. Der Zusammenhang zwischen derZähigkeit # und der Folgedrehzahl n ist dann n E # = (N-n)#K-n#C.
  • Es ergibt sich eine ähnlich verlaufende Abhängigkeit zwischen # und n wie in der erstgenannten Gleichung, nur ist für unendliche Zähigkeit die maximal errcichban Drehzahl K.N K + C.
  • Man erreicht damit, wenn das Bremsmoment des XVirbelstrombremsmagneten für bestimmte Drehzahlen aus konstruktiven Gründen gegeben ist, bei der Wahl eines genügend großen mechanischen Bremsmomentes C # # # n neben einer günstigen Kurvencharakteristik fiir die Beziehung zwischen Zähigkeit und Folgedrelizahl noch eine unter Umständen erhebliche Vergrößerung des Einstelirnomentes des rotierenden Folgekörpers.
  • Fig. 1 zeigt ein grundsätzliches Ausfühdargestellten Ausführung. Dabei sind die in ihrer Wirkungsweise gleichen Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • In Fig.r trcibt der Antriebsmotor 1 mit konstanter ' Drehzahl einen zylindrische Becher 2 an, in dem sich ein zylindrischer, drehbar angeordneter Magnet 3 und die zu prüfende Flüssigkeit 4 befinden. Der zylindrische Antriebsmotor 2 wird von einer Tachometertrommel 10 umschlossen, welche innerhalb eines Magnetfeldes gelagert ist, das sich zwischen dem Magneten 3 und einem feststehenden, geblätterten Weicheisenring 5 ausbildet. Die verschiedenen Rotationskörper sind auf.beiden Seiten in entsprechender, in der Figur nicht besonders dargestellter Weise gelagert. Die Feder 6 hält die Tachometertrommel IO in ihrer Nullage. Bei Antrieb des Motors I wird über die Prüfilüssigkeit der Folgekörper 3 mitgenommen und dadurch ein Drehmoment auf die Tachometertrommel 10 ausgeübt, welches diese entgegen der Federkraft6 aus der Nullage um einen entsprechenden Winkel aus ihrer Ruhelage ablenkt. Die Stellung des mit der Achse der -Tachometertrommel 10 fest verbundenen Zeigers 7 über der Skala 3 ist ein Maß fiir die Zähigkeit der Flüssigkeit 4.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 treibt der Antriebsmotor 1 den zylindrischen Rotationskörper 2 an, während der Folgekörper 3 durch einen zylindrischen Becher gebildet wird, der durch die Flüssigkeitsreibung der Prüfflüssigkeit mitgenommen wird.
  • Dadurch, daß sich Antriebskörper 2 und Folgekörper 3 in einem Becher mit der feststehenden Wand 9 befinden, wird durch die Reibung der Flüssigkeit 4 zwischen dem Folgekörper 3 und der Wand 9 die Drehzahl des Folgekörpers 3 gegenüber der nach Fig. 1 auftretenden masimalen Drehzahl des Folgekörpers herabgesetzt. Der Magnet 3', welcher über die Tachometertrommel 10 der Wirbelstrombremse das Bremsmoment erzeugt, ist in diesem Fall außerhalb der zu messenden Flüssigkeit angeordnet. Bei dieser Anordnung wird das Einstellmoment des Folgekörpers 3 vergrößert und gegenüber der Anordnung nach Fig. r die Beziehung zwischen der Zähigkeit und der Folgedrehzahl noch stärker von der linearen entfernt.
  • Im Falle einer nicht konstanten Antriebsdrehzahl des Motors 1 wird zweckmäßig das Verhältnis der Verdrehung der Tachometertrommel 10 gegen eine Wirbelstromtachometertrominel gemessen, die von einem auf der Achse des Motors befindlichcn zweiten Magneten abgelenkt wird. Dieses Verhältnis wird wie die Fig. 3 zeigt, zweckmäßig mit art gemessen, daß beide Tachometer bei spielsweise elektrische Fernsenderwiderstände nach Maßgabe ihrer Verdrehung verstellen.
  • Die Anordnung der beiden Tachometertrommeln ist in der Figur nicht mehr besonders gezeigt. Der Fernsenderwiderstand 11 wird von der von dem Folgekörper beeinflußten Tachometertrommei verstellt, der die ablenkende Spule 12 eines Kreuzspulinstrumentes nach Maßgabe der Stellung seines bejeglichen Kontaktes beeinflußt. Der Fernsenderwiderstand I3, der von der Tachometertrommel des Antriebsmotors beeinflußt wird, speist die Richtspule 14 des Kreuzspulinstrumentes nach Maßgabe der Drehzahl des Antriebsmotors bzw. der von dieser Drehzahl abhängigen Verdrehung der Tachometertrommel. Der Ausschlag des Quotientenmeßgerätes ist dann, unabhangig. von der Betriebsspannung des Motors und unabhängig von; der zweckmäßig identischen Spannung der Hilfsstromquelle für das Meßgerät, ein Maß für das Verhältnis n : N und damit ein Maß für die Zähigkeit.
  • Fig. 4 stellt eine Ausführungsform der Erfindung dar, bei der der Antriebsrotationskörper 2 den aus einem zylindrischen Magneten bestehenden Rotationsfolgekörper 3 im Gegensatz zu Fig. I und 2 völlig umschließt.
  • Diese Teile werden ihrerseits wiederum völlig von einem zylindrischen Behälter mit der druckdichten Wand 9 umgeben, weiche in -diesem Fall kein Bremsmoment auf den Folgekörper ausüben kann. Der Antriebskörper kann auch selbst die druckdiclite Wand bilden, wobei dann eine besondere druckdichte Wand wegfallen kann. Bei der Anordnung des Magneten 3 innerhalb des Antriebskörpers 2 hat sich gezeigt, daß ein günstiges Drehzahlverhältnis n : N nur dann zu erreichen ist, wenn die Polabstände, d. h. in diesem Fall der Durchmesser des zylindrischen Bremsmagneten unter 15 mm betragen. Dies ergibt sich daraus, daß einerseits das Antriebsmoment eines Rotationskörpers auf einen zweiten konzentrischen Rotationskörper proportional mit der dritten Potenz des Radius anwächst, wenn die Zähigkeit und der Spalt zwischen den beiden konzentrischen Rotationskörpern gegeben ist, daß aber die Feldstärken der Magnete nur etwas proportional mit der Länge, d. h. dem Polabstand anwachsen. Se!bst bei der Verwendung neuzeitlicher Magnetmaterialien erreicht man daher nur dann eine genügend starke Abbremsung des Folgekörpers 3 durch die Wirbelstrombremse, wenn der zylindrische Folgkörper, d. h. der Magnet einen Durchmesser unter 15 mm besitzt. Die zur Erzielung eines genügend großen Brems- und Drehmomentes notwendige Höhe des Magneten ist dann zweckmäßig mindestens dreimal so groß wie der Zylinderdurchmesser bzw. Polabstand zu machen.
  • Dic Anordnung nach Fig. 4 hat sich inso-(ern als vorteilhafter herausgestellt, als die Anordnung nach Fig. 2, weil bei nicht vollkommen homogenen zu prüfenden Flüssigkeiten, z. B. bei Luftgehalt der Flüssigkeit, die Drehzahl des Folgekörpers nach Anordnung Fig. 4 eindeutig durch die Zähigkeit gegeben ist, während nach der Anordnung Fig. 2 durch die Abbremsung des Folgekörpers durch die feste Wand des Gehäuses 9 Schwankungen der Drehzahl des Folgekörpers auftreten, wenn die Zähigkeit des zu prüfenden Stoffes in dem inneren und dem äußeren Spalt nicht vollkommen gleich ist.
  • Eine weitere von den Fig. I bis 4 etwas abweichende Ausführungsform der Erfindung * zeigen die Fig. 5 und 6, wobei jedoch natürlich wiederum das Dreh- oder Bremsmoment ein Maß für die Zähigkeit ist. Es kann nämlich von Vorteil sein, das Drehmoment auf den Folgekörper zu kompensieren, und zwar dadurch, daß ein zlveiter Antriebsl;örper vorgesehen ist, der einen zum ersten Antriebskörper entgegengesetzten Drehsinn erhält. Im Falle der Kompensation der beiden entgegengesetzt wirkenden Drehmomente auf den Folgekörper kommt dieser nach einer gewissen Zeit, in der er zunächst je nach dem überwiegenden Drehmoment des einen oder anderen Antriebskörpers mitgenommen wird, zur Ruhe, unabhängig von der Antriebsgeschwindigkeit der beiden Antriebskörper. Man ist daher nicht auf die Benutzung von Motoren mit konstanter Drehzahl, z. B. Synchronmotoren, angewiesen, bzw. es kann in diesem, Fall bei einer von der Höhe der Betriebsspannung und dem anzuwenden den.
  • Drehmoment abhängigen Drehzahl der beiden Antriebskörper die Messung des Verhältnisses zweier Geschwindigkeiten vermieden werden. Es sind zwei verschiedene Fälle denkbr. Im- ersten Fall werden die beiden Antriebsgeschwindigkeiten der entgegengesetzt rotierenden Antriebskörper stets gleich sein. In diesem Fall werden die beiden Antriebskörper starr gekuppelt, derart, daß ilu Drehsinn entgegengesetzt verläuft. Es ist dies allerdings nur ein Spezialfall des allgemeineren, na,ch dem die beiden Antriebskörper mit verschiedenem Drehsinn und konstantem Geschwindigkeitsverhältnis rotieren.
  • Das konstante Geschwindigkeitsverhältnis läßt sich durch eine starre Übersetzung erreichen.
  • Die Unabhängigkeit des Meßergebnisses von der Drehzahl der Antriebskörper wird dadurch erreicht. daß durch Änderung der Kopplung zwischen den Antriebskörpern und dem Folgekörper ein Zustand geschaffen wird, bei dem der Folgekörper in Rube kommt, bei dem demnach die beiden entgegengesetzten Drehmomente sich gegenseitig kompensieren.
  • Fig. 5 zeigt in schematischer Form ein grundsätzliches Ausführungsbeispiel der vorstehend gekennzeichneten Anordnung.. Als Rota,tionskörper wählt man zmei Kegel 15 und I6. Der eine von ihnen trägt einen Magneten 17. Die achsengleich angeordneten Kegel sind durch ein Getriebe 18 derart miteinander verbunden, daß die Drehrichtung des Körpers 16 entgegengesetzt der des Körpers 15 ist. Der Folgekörper 19 ist auf der den Rotationskörpern gemeinsamen Achse 20 verschiebbar angeordnet, so daß die yon den beiden Antriebskörpern 15 und I6 auf ihn wirkenden Drehmomente von den jeweiligen Abstand von Antriebs- und Folgekörper abhängig sind. Die Ruhelage des Folgekörpersg wird dadurch zweckmäßig von der Zähigkeit der Prüfflüssigkeit 4 abhängig gema,cht, daß eine Wirbeistrombremse 21 vorgesehen wird, die ein zusätzliches, von der Zähigkeit der Prüfflüssigkeit abhängiges Drehmoment im Drehsinn des Antriebskörpers 15 bzw. des Magneten 17 erzeugt. Am Gehäuse 25, welches den Folgekörper 19 umschließt, ist gegenüber dem Magneten I7 und der Bremstrommel 21 ein geblätterter Weich eisenring 22 angebracht. Dadurch wird der Folgekörper 19 je nach der Zähigkeit verschieden große Verschiebungen in der Längsrichtung der Achse 20 erfahren. Die Zähigkeit wird angezeigt durch die entsprechende Stellung des Folgekörpers 19 in der Ruhelage. Sie kann aus dem mit Prüfflüssigkeit gefüllten Raum in an sich bekannter Weise durch Betätigung eines elektrischen Fernsendewiderstandes nach außen ferngemeldet werden.
  • Um die axiale Verschiebung des Rotationsfolgekörpers 19 beim Ausgleich der beiden entgegengesetzt wirkenden Drehmomente selbsttätig einzuleiten, ist ein Getriebe vorgesehen, welches zur Vergrößerung des Einstellmomentes stark untersetzt auf die axiale Verschiebung wirkt. Ein derartiges Getriebe läßt sich reibungsfrei dadurch erzielen, daß auf dem Folgekörper 19 eine Schnecke 23 angeordnet wird, die in Verbindung mit der Gehäusewand 24 je nach dem Drehsinn des Rota,tionskörpers die axialc Verschiebung so zange bewirkt, bis die auf den Folgekörper ausgeübten Drehmomente sich kompensieren und der daher zur Ruhe kommt.
  • Einc weitere Möglichkeit, mit Kompensation. zweier entgegengesetzt gerichteter Drehmomente zu arbeiten, zeigt in schematischer Form Fig. 6. In diesem Fall ist die Bedingung eines konstanten Drehzahlverll;iltnisses der beiden Antriebskörper 15 und 16 nicht mehr gefordert. Vielmehr ist die Bedingung für die richtige Anzeige der Zähigkeit nur die Gleichheit der auf den Folgekörper 19 ausgeübten entgegengesetzten Drehmomente. Solange kein Gleichgewicht besteht, wird der Folgekörper Ig, je nach dem welches Drehmoment der beiden Antriebskörper 15 oder I6 übenviegt, in einer bestimmten Drehrichtung mitgenommen. Der äußere Rotationskörper 15 sucht den Folgekörper 19 in der einen, der innere Rotationskörper über den Magneten I7 in der anderen Drehrichtung mitzunehmen. Solange das Gleichgewicht nicht vorhanden ist, verstellt der Folgekörper 19 über den Arm 28 einen elektnschen Widerstand 25, über den ein Bremsmagnet 26 auf den Antriebskörper I5, je nach dem ursprünglichen Drehsinn mit zu- oder abnehmendem Bremsmoment, so lange einwirkt, bis der Folgekörper 19 zur Ruhe gekommen ist. Dies ist dann der Fall, wenn das Drehmoment des Rotationskörpers 15 dem Drehmoment des Rotationskörpers 16 gerade das Gleichgewicht hält. Dieser Stellung entspricht eine bestimmte Stellung des Widerstandes 25, welche ein. Maß für die Zähigkeit des die Antriebsmomente übertragenden Prüfstoffes ist, der sich innerhalb der Spalte zwischen den Antriebskörpern und dem Folgekörper befindet.
  • In dieser Form ist die Anzeige allerdings abhängig von der Höhe der Spannungsquelle, mit der der Elektromagnet 26 betrieben wird.
  • Man kann eine Unabhängigkeit von dieser Größe dadurch erreichen, daß in an sich \bekannter Weise das Verhältnis der beiden Drehzahlen der Antriebskörper 1 5 und z6 gemessen wird. Wichtig ist bei dieser - Anordnung, daß Gleichheit der Drehmomente der beiden Antriebskörper herrscht. Diese kann dadurch erreicht werden, daß die beiden Antriebskörper über ein Differentialgetriebe 27 von dem gleichen Motor 1 angetrieben Werden. Dann wird das Verhältnis ihrer Geschwindigkeiten ein Maß für die Zähigkeit des Stoffes.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Zähigkeitsmessung unter Venvendung eines umlaufenden Antriebsrotationskörpers, der über die auf ihre Zähigkeit zu prüfende Flüssigkeit einen zweiten, einer Bremskraft ausgesetzten Körper mitnimmt, nacht Patent 702 089, dadurch gekennzeichnet, daß als Lß für die Zähigkeit das Dreh--oder Bremsmoment des mitgenommenen Körpers verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mitgenommenc Körper starr mit einem Magneten verbunden ist, der bei der Rotation des Körpers auf einen ruhenden, metallischen Körper ein Wirbelstrombremsmoment ausübt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung eines Bremsmomentes auf dem mitgenommenen Rotationskörper als Wirbelstromtachometer ausgebildet ist, dessen durch eine Feder gefesselter Teil miteseiner Ablenkung die Zähigkeit des zu messenden Stoffes anzeigt.
  4. 4. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens von Anspruch 2 oder 3, @ dadurch gekennzeichnet, daß das Feld des rotierenden Magneten durch einen geblätterten, nicht mitbewegten Weicheisenring geschlossen ist.
  5. 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mitgenommene Rotationskörper in einem druckdichten Gehäuse angeordnet ist und die Übertragung des Bremsmomentes durch die druckdichte Wand nach außen Inlittels des Wirbelstromtachometers stattfindet.
  6. 6.- Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirbelstrom- -bremse zur Meßwertübertragung von dem druckdicht gekapselten Meßkörper auf die Tachometertrommel oder Scheibe benutzt wird.
  7. 7. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen zylindrischen Alagllcten mit senlcrecht zur Zylinderachse ausgebildeter n7agnetiscller Achse von einem Zylinderdurchmesser unter 15 mm, der gleichzeitig als Rotationskörper innerhalb des Antriebsrotationskörpers gelagert ist.
  8. S. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Antrieb auf den Folgekörper wirkende zähigkeitsabhängige Drehmoment durch ein mindestens zum Teil zähigkeitsunabhängiges Drehmoment entgegengesetzten Drehsinns kompensiert wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß im stationären Gleichgewicht der Folgekörper zur Ruhe gebracht wird.
    Io. Verfahren nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden entgegengesetzt gerichteten Antriebsgeschwindigkeiten gleich sind und daß im Gleichgewicht die beiden D,nehmomente auf den Folgekörper durch vorzugsweise selbsttätige Verlagerung gegenüber den beiden Antriebskörpern, vorzugsweise in axialer Richtung, derart.kompensiert werden, daß die Ruhelage des Folgekör pers ein Maß der Zähigkeit bildet.
    Ir. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden in entgegengesetzter Richtung wirkenden Antriebskörper verschiedene Geschnvindigkeiten haben und daß das Verhältnis ihrer auf den Folgekörper wirkenden Drehmomente im Falle des stillstehenden Folgekörpers als Maß der Zähigkeit dient.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE879773C (de) * 1950-06-28 1953-06-15 Preussische Bergwerks Und Huet Verfahren zur Bestimmung der Viskositaet von Rohoel od. dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE879773C (de) * 1950-06-28 1953-06-15 Preussische Bergwerks Und Huet Verfahren zur Bestimmung der Viskositaet von Rohoel od. dgl.

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