DE73304C - Quecksilber-Kathode für elektrolytische Zellen - Google Patents
Quecksilber-Kathode für elektrolytische ZellenInfo
- Publication number
- DE73304C DE73304C DENDAT73304D DE73304DA DE73304C DE 73304 C DE73304 C DE 73304C DE NDAT73304 D DENDAT73304 D DE NDAT73304D DE 73304D A DE73304D A DE 73304DA DE 73304 C DE73304 C DE 73304C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mercury
- cathode
- electrolyte
- mesh
- sieve
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 39
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 title claims description 39
- 239000003792 electrolyte Substances 0.000 claims description 11
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 5
- 229910000497 Amalgam Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 238000005192 partition Methods 0.000 claims description 2
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- MJGFBOZCAJSGQW-UHFFFAOYSA-N mercury sodium Chemical compound [Na].[Hg] MJGFBOZCAJSGQW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M Sodium hydroxide Chemical compound [OH-].[Na+] HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 3
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 3
- 229910001023 sodium amalgam Inorganic materials 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 239000000899 Gutta-Percha Substances 0.000 description 1
- 240000000342 Palaquium gutta Species 0.000 description 1
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical compound [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 230000008021 deposition Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 229920000588 gutta-percha Polymers 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 239000012811 non-conductive material Substances 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 239000011780 sodium chloride Substances 0.000 description 1
- 235000011121 sodium hydroxide Nutrition 0.000 description 1
- 239000004636 vulcanized rubber Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B11/00—Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for
- C25B11/04—Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for characterised by the material
- C25B11/042—Electrodes formed of a single material
- C25B11/045—Mercury or amalgam
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Kathode aus Quecksilber für elektrolytische Zellen, die für die Abscheidung
der basischen Bestandtheile aus Salzen dienen sollen, und besteht in der Anordnung
und Gestaltung der Quecksilber-Kathode in solcher Weise, dafs eine innige metallische
Berührung zwischen derselben und dem.Elektrolyten bei möglichst geringem Widerstände für
den durch die Zelle fliefsenden Strom erreicht wird. Erzielt ist dies dadurch, dafs an Stelle
der bisher für die Aufnahme des Quecksilbers gebräuchlichen porösen Gefäfse oder Diaphragmen
aus Thon, Pergament u. dergl. hierfür ein Netz, Sieb oder eine mit zahlreichen
Durchbrechungen versehene Platte verwendet wird.
Wie Versuche ergeben haben, geht Quecksilber infolge seiner Cohä'sion nicht durch enge
Maschen eines Netzes, Siebes oder durch kleine Durchbrechungen in einer Platte hindurch.
Man kann daher Quecksilber auf eine so geartete Unterlage aufbringen, ohne befürchten
zu müssen, dafs es, seiner Schwere folgend, hindurchsickert.
Das Netz, Sieb oder die durchbrochene Platte mufs aus nicht leitendem Stoff bestehen,
oder wenn aus Metall, so mufs dieses mit einer nicht leitenden Umhüllung versehen sein.
Im Nachstehenden soll die beschriebene Unterlage des Quecksilbers stets mit dem Wort
»Netz« bezeichnet werden.
Die beiliegende Zeichnung dient zur Veranschaulichung der mit der neuen Quecksilber-Kathode
versehenen Zelle in verschiedenen Ausführungsformen.
A ist die Anode, B die Quecksilber-Kathode, C der Elektrolyt (s. Fig. 1). Die Quecksilber-Kathode
wird von dem den Boden der Kammer D bildenden Netz b getragen. Der
Elektrolyt ist von der Kammer D vollständig abgeschlossen.
Oberhalb der Quecksilber-Kathode b wird die Kammer D in der Regel mit Wasser oder
einer anderen geeigneten Flüssigkeit G gefüllt.
Da die Oberfläche des Quecksilbers eine gewölbte Form annimmt, so würde .die an die
Wandung von D angrenzende Schicht Quecksilber sehr dünn ausfallen und die Gefahr des
Durchleckens des Elektrolyten vorhanden sein. Um dies zu verhindern, wird am unteren
Rande der Innenwand von D ein Streifen a, Fig. 2 und 3, befestigt, der aus Metall besteht,
das mit Quecksilber ein Amalgam zu bilden sucht und infolge dessen eine Adhäsion auf
das Quecksilber ausübt, welche es an die Wandung der Kammer D heranzieht. Man
wählt als Material für den Streifen α zweckmäfsig
Eisen, das mit Natriumamalgam plattirt ist, weil letzteres grofse Affinität zu Quecksilber
hat und das Eisen nicht angreift.
In abgeänderter Weise kann man auch die Kammer D selbst aus Metall machen und dies
mit einer isolirenden Schicht bedecken, bis auf den unteren Rand, an welchen sich der durchbrochene
Boden und die auf diesem ruhende Quecksilber-Kathode anschliefst.
Soll die Quecksilber-Kathode vertical hergerichtet werden und die Zelle selbst aus zwei
Abtheilungen neben einander bestehen, von denen die eine E den Elektrolyten C enthält.
so wird die Quecksilber-Kathode in folgender Weise angeordnet:
Den Träger für das Quecksilber bildet eine mit zahlreichen Schlitzen H, Fig. 5, oder
Löchern K, Fig. 6, versehene Platte F, Fig. 4, aus Metall, zweckmäfsig Eisen, das durch eine
nicht leitende Bekleidung (vulcanisirten Kautschuk, Guttapercha u. s. w.) isolirt ist.
In die Schlitze H oder Löcher K der Platte F wird das Quecksilber eingefüllt, so dafs zahlreiche,
von einander geschiedene Quecksilberkörper entstehen, welche nur an ihren Stirnflächen
frei sind. Alsdann wird die Platte F mit einem Netz b an jeder Seite bedeckt und
dieses um sämmtliche Schlitze H oder Löcherig herum gegen die Platte gut abgedichtet. Um
das Quecksilber in den Aussparungen sicher zurückzuhalten, kann es sich empfehlen, die-,
selben mit Natriumamalgam auszukleiden (h,
Fig. 7) oder sie unmittelbar zu amalgamiren. Die so ausgerüstete Platte theilt die elektrolytische
Zelle in zwei Abtheilungen, von denen die eine E die Anode A und den Elektrolyten
C enthält und die andere mit Wasser G gefüllt wird.
Soll die Quecksilber-Kathode eine geneigte Lage erhalten, so werden auf dem in die
Kammer D als schräger Boden eingesetzten Netz b durch niedrige Zwischenwände eine
gröfsere Anzahl Abtheilungen L hergerichtet und diese mit Quecksilber in dünner Schicht
angefüllt (s. Fig. 8).
Die Abführung der bei dem elektrolytischen Procefs sich entwickelnden Gase kann bei geschlossener
Zelle durch Röhren M und M1, Fig. ι, 4 und 8, erfolgen. Eine constante Zuführung
des Elektrolyten nach Mafsgabe des Verbrauches kann durch ein Rohr N bewirkt
werden. Zur Abführung des Wassers aus der Kammer D kann ein Heberohr P benutzt
werden.
Eine Zelle mit der beschriebenen Quecksilber-Kathode kann u. a. sehr vortheilhaft für
die elektrolytische Behandlung von Kochsalzlösungen dienen. Das an der Quecksilber-
Kathode abgeschiedene Natrium ,geht durch sie hindurch und sammelt sich auf ihr als Natriumamalgam
oder wird, wenn die Quecksilber-Kathode, wie angegeben, mit Wasser bedeckt
ist, in Aetznatron übergeführt. Man erhält dieses dann gesondert yon dem Elektrolyten,
so dafs jeder Zwischenprocefs zum Zwecke der Abtrennung vermieden wird.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Für elektrolytische Zellen eine Kathode aus Quecksilber, welches unter Ausnutzung seiner das Durchfliefsen durch sehr kleine Oeffnungen verhindernden Cohäsion in . dünner Schicht von einem Netz oder Sieb getragen wird, um eine unmittelbare Berührung zwischen der Quecksilber-Kathode und dem Elektrolyten zu erzielen.2i Eine Ausführung der Quecksilber-Kathode nach Anspruch 1., bei welcher das die Quecksilberschicht tragende Netz oder Sieb den Boden einer von dem Elektrolyten umgebenen Kammer (D) bildet, wobei zweckmäfsig der im Bereich des Quecksilbers befindliche Rand der Kammer (D) mit einem Streifen (a) aus einem mit Quecksilber ein Amalgam bildenden Metall bekleidet sein kann, um bei Anwendung einer sehr dünnen Quecksilberschicht das Durchlecken des Elektrolyten zu verhindern.3. Eine Ausführungsform der Quecksilber-Kathode nach Anspruch 1., bei welcher das Quecksilber in Schlitze (H) oder Löcher (K) einer die Zelle in zwei Abtheilungen scheidenden Wand (F) eingeführt ist, welche auf beiden Seiten von dem Netz oder Sieb (b) bedeckt wird.4. Eine Ausführungsform der Quecksilber-Kathode nach Anspruch 1., bei welcher das die Quecksilberschicht tragende Netz oder Sieb schräg angeordnet und mit senkrechten Zwischenwänden (L) versehen ist behufs Bildung einzelner das Quecksilber in kleinen Mengen aufnehmenden Abtheilungen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE73304C true DE73304C (de) |
Family
ID=346443
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT73304D Expired - Lifetime DE73304C (de) | Quecksilber-Kathode für elektrolytische Zellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE73304C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE891027C (de) * | 1936-03-11 | 1953-09-24 | Du Pont | Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallen |
-
0
- DE DENDAT73304D patent/DE73304C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE891027C (de) * | 1936-03-11 | 1953-09-24 | Du Pont | Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2907179C2 (de) | ||
| DE2832184A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur in situ aufbringung eines aktiven ueberzugs auf kathoden fuer die chlor-alkali-elektrolyse | |
| DE69015517T2 (de) | Kontinuierliche Elektroplattierung von elektrisch leitendem Schaum. | |
| DE1929210A1 (de) | Metall Sauerstoff-Zelle | |
| DE2514132A1 (de) | Bipolare elektrolysiervorrichtung und verfahren zum betreiben einer solchen vorrichtung | |
| DE7027615U (de) | Vorrichtung zum galvanisieren | |
| DE1105854B (de) | Bleidioxyd-Elektrode fuer elektrolytische Verfahren | |
| DE2150814C3 (de) | Elektrolysezelle mit einer Kathode aus fließendem Quecksilber | |
| DE73304C (de) | Quecksilber-Kathode für elektrolytische Zellen | |
| DE2828892A1 (de) | Monopolare diaphragma-elektrolysezelle | |
| DE1417194A1 (de) | Anode fuer Elektrolysezellen | |
| DE69923956T2 (de) | Anodenstruktur zur Herstellung von Metallfolien | |
| DE2134126A1 (de) | Diaphragma für die Chloralkali-Elektrolyse | |
| DE7434875U (de) | Elektrode zur anwendung in einem elektrochemischen verfahren | |
| EP0150019B1 (de) | Elektrolyseverfahren mit flüssigen Elektrolyten und porösen Elektroden | |
| EP0859071B1 (de) | Verfahren zum selektiven galvanischen Beschichten von elektrischen Kontaktelementen | |
| DE1077497B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum elektrolytischen Niederschlagen einer Metallschicht | |
| DE2260803A1 (de) | Anodenkorb fuer die galvanik | |
| AT212338B (de) | Anodenanordnung für Alkali-Chlor-Elektrolyse-Zellen | |
| DE1621178A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Galvanisieren schuettfaehiger Massenteile aus Kunststoffen | |
| DE1168651B (de) | Verfahren zur besseren Benetzung der Elektroden, insbesondere der bei der Herstellung von Natrium durch Elektrolyse von organischen Komplexverbindungen verwendeten Kathoden und Ausbildung dieser Elektroden | |
| DE4343077A1 (de) | Elektrolysegerät mit Partikelbett-Elektrode(n) | |
| DE1592044C (de) | ||
| AT216022B (de) | Anodenanordnung für Alkalichlor-Elektrolysezellen | |
| DE3032893C2 (de) | Elektrolytische Zelle |