DE73256C - Doppel-Jacquardmaschine mit selbsttätig verstellbaren Platinenfedern - Google Patents

Doppel-Jacquardmaschine mit selbsttätig verstellbaren Platinenfedern

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DE73256C
DE73256C DENDAT73256D DE73256DA DE73256C DE 73256 C DE73256 C DE 73256C DE NDAT73256 D DENDAT73256 D DE NDAT73256D DE 73256D A DE73256D A DE 73256DA DE 73256 C DE73256 C DE 73256C
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DE
Germany
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jacquard machine
leaf springs
sinkers
prism
adjustable plate
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT73256D
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English (en)
Original Assignee
H. neu-W inger in Lettowitz, Mähren
Publication of DE73256C publication Critical patent/DE73256C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/24Features common to jacquards of different types

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher verwendeten, mit zwei Kartenprismen arbeitenden Jacquardmaschinen war es zwecks Vermeidung oomplicirter Mechanismen nothwendig, jede Nadel mit zwei Spiralfedern zu versehen und zwischen denselben ein bewegliches Federhaus anzuordnen, welches in der Nadelrichtung nach der einen oder anderen Seite verschoben, werden mufste, je nachdem der Jacquardmechanismus für das Arbeiten mit dem einen oder dem anderen Prisma eingestellt werden sollte.
Diese Einrichtung hat hauptsächlich den Uebelstand zur Folge, dafs beim Auswechseln einer einzigen Feder das ganze Federhaus zerlegt werden mufs.
Ueberdies wird die Wirkungsweise derartiger Jacquardmaschinen dadurch, beeinträchtigt, dafs die jeweilig gespannten Federn, da das bewegliche Federhaus von einem der Prismen aus bethätigt wird j nach erfolgtem Anschlag vollständig schlaff werden und ein schädliches Schwingen der Platinen nicht hindern können, und dafs infolge des einseitigen Zuges der die Platinen beschwerenden Gewichte die beiden Federn durch die Verschiebung des beweglichen Federhauses nicht vollkommen . gleich gespannt werden können.
Diese Uebelstände werden bei der neuen Doppel- Jaquard maschine dadurch beseitigt, dafs an Stelle der Federnpaare und des beweglichen Federhauses zwischen je zwei hinter einander liegenden Platinenreihen, sowie aufserhalb der beiden äufsersten Platinenreihen je eine einzige Reihe von Blattfedern angeordnet wird, welche an einer leicht abnehmbaren Welle sitzen, die vom Messerkasten aus derart bethätigt werden kann, dafs sich sämmtliche Blattfedern im geeigneten Augenblick je nach Verwendung des einen oder des anderen Prismas an der Vorder- oder Rückseite der Platinen anlegen und letztere für die Arbeit des jeweiligen Prismas einstellen.
Damit hierbei ein Abrutschen oder Ausgleiten der Platinen am Platinenbrett nicht eintritt und die Platinen durch den Zug ihrer Gewichte nicht einseitig belastet werden, sind die beiderseits abgeschrägten Unterenden in entsprechende Vertiefungen oder Nuthen des Platinenbrettes eingelassen und die Zugschnüre genau in der Platinenachse befestigt.
In beiliegender Zeichnung ist die neue Doppel - Jacquardmaschine dargestellt, und zwar ist
Fig. ι theilweise Seitenansicht und Schnitt durch die Maschine.
Fig. 2 zeigt die Anordnung der die Blattfedern tragenden Wellen und deren Verbindung unter einander im Horizontalschnitt und Fig. 3 in schaubildlicher Ansicht.
Fig. 4 zeigt im gröfseren Mafsstab eine Platine und das Platinenbrett, welche nicht Gegenstand der Erfindung sind.
Wie ersichtlich, sind zwischen den Platinenreihen und aufserhalb der beiden äufsersten Reihen von Platinen ρ Wellen α angeordnet, deren Endzapfen αl in leicht lösbaren Auglagern a2 des Jacquard gesteiles A drehbar eingesetzt sind.
Jede Weller α besitzt eine rechtwinklige Nuth as zur Aufnahme der die Blattfedern / tragenden Klötzchen b.
Letztere sind mittelst Schrauben b1 an der Welle α befestigt und derart neben einander gereiht, dafs beim Einsetzen der Welle a in
ihre Lagern2 jeder Blattfeder f eine Platine ρ gegenübersteht.
Sämmtliche Wellen α tragen vortheilhaft aufserhalb ihrer Auglager Kurbeln <z4, deren Zapfen α5 durch eine gemeinsame Schiene c derart verbunden sind, dafs beim Drehen einer Welle α auch alle übrigen in demselben Sinne ■ verdreht werden. Das Verdrehen der Wellen a zum Zwecke, die Blattfedern f an der einen oder der anderen Seite der Platirfen ρ anzulegen , wird vom Messerkasten M aus bewirkt und mufs noch vor dem Augenblick erfolgen, als die Messer m die Platinenhaken erreichen.
Angenommen, es arbeite das vordere Prisma C allein und das rückwä'rtige Prisma C: befände sich in abgehobener Stellung aufser Wirksamkeit. Es müssen dann die Federn f in dem Augenblick, als der Messerkasten M die in der Zeichnung ersichtliche Stellung einnimmt, gegen die Rückseite der Platinen hin gedreht werden, so zwar, dafs diese die Platinen gegen die Messer hindrücken.
Um dies zu bewirken, ist an dem Messerkasten M ein Hebel Af1 drehbar befestigt, dessen Unterende bei m1 m- beiderseits abgestuft und durch eine schwache Feder m 3 gehalten ist, welche das Bestreben hat, den Hebel im Sinne des Pfeiles α zu drehen.
Das kürzere Oberende des Hebels M1 besitzt einen Zapfen m\ der in eine Schleife η einer Zugstange N eingreift, welch letztere gelenkig an der Lade L1 des rückwärtigen Prismas C1 befestigt ist.
Da das rückwärtige Prisma C1 aufser Thätigkeit, also abgehoben ist, wird der Zapfen m4 nach rechts gedruckt und der Hebel M1 eine solche Stellung einnehmen, dafs beim Abwärtsgang des Messerkastens die Stufe m1 des Hebels zu einem Zapfen ae gelangt und diesen nach abwärts stöfst.
Der Zapfen ae sowie ein zweiter Zapfen a1 sind symmetrisch an einem Balancier Λ8 befestigt, der in seiner Mitte starr mit einer der Wellen, vortheilhaft mit der vordersten Welle a verbunden ist, so zwar, dafs durch das Verdrehen des Balanciers as auch die vorderste und mithin auch alle übrigen Wellen a in gleichem Sinne gedreht werden. Im angenommenen Falle werden die Wellen α derart gedreht, dafs die Federn, wie verlangt, sich an die Rückseite der Platinen anlegen und deren Haken gegen die Messer hindrücken.
Wenn das rückwärtige Prisma C1 zu Arbeit herangezogen würde, müfste das vordere Prisma C in abgehobener Stellung gehalten werden. .
In diesem Falle wird beim Anschlagen des Prismas C : die Stange N derart verschoben, dafs die Feder m8 zur Wirksamkeit gelangen und den Hebel M1 in dem Pfeilsinne α verdrehen kann; hierdurch gelangt die Stufe m2 zu dem Zapfen α 7 des Balanciers a 8, wodurch dieser, sowie alle Wellen α beim weiteren Senken des Messerkastens derart verdreht werden, dafs sich sämmtliche Blattfedern an "die Vorderseite der Platinen anlegen und dieselben von den Messern wegbewegen.
Da die Karten für das rückwärtige Prisma C1 verkehrt geschlagen sind, ist der Jacquardmechanismus für die Arbeit dieses Prismas eingestellt.
Beim Heben des Messerkastens wird zwar der Hebel M1 jedesmal mit angehoben, jedoch bleiben alle Federn noch in ihrer Schrägstellung an den Platinen liegen, wodurch ein schädliches Schwingen der Platinen und daher Ungenauigkeit in der Arbeit vermieden wird.
Ein Auswechseln schadhafter Federn kann im vorliegenden Falle leicht bewerkstelligt werden, indem man die Auglager a'2 der betreffenden Welle α abschraubt, diese Welle a aushebt und nach Einsetzen einer neuen Feder die Welle einschiebt und hierauf die Lager wieder festschraubt. . '· ,';■■
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind die Unterenden der Platinen beiderseits abgeschrägt und in Nuthen 0 des Platinenbrettes O eingesetzt, so dafs sich die Platine leicht nach beiden Seiten hinneigen kann, ohne dafs ein Abgleiten vom Platinenbrett zu befürchten wäre. Die Schnüre ρ l der die Platinen ρ beschwerenden Gewichte g sind, wie aus der Zeichnung ersichtlich, genau in der Achse der Platinen befestigt, so dafs kein einseitiger Zug auf die Platinen ausgeübt wird.

Claims (2)

Pate nt-An sprüche:
1. Eine Doppel-Jacquardmaschine mit einem an jedem Ende durch ein Kartenprisma zu bethätigenden Nadelsatz, bei welcher die Platinen durch Blattfedern gegen die Messer oder von ihnen weggedrückt werden, je nachdem das linksseitige oder das rechtsseitige Kartenprisma zur Wirkung
- gelangt, wobei die auf Wellen befestigten Blattfedern für die Platinen selbstthätig nach der entsprechenden Richtung hin verdreht werden.
2. Eine Jacquardmaschine der unter 1. bezeichneten Art, bei welcher das Verstellen der Blattfedern für die Platinen durch eine am Messerkasten drehbar befestigte, durch die Lade des einen der beiden Kartenprismen einzustellende Stofsplatine (M1) erfolgt. ' ■ ' '
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT73256D Doppel-Jacquardmaschine mit selbsttätig verstellbaren Platinenfedern Expired - Lifetime DE73256C (de)

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