DE731503C - Mehrkoerperverdampfverfahren und Einrichtung in Zuckerfabriken - Google Patents

Mehrkoerperverdampfverfahren und Einrichtung in Zuckerfabriken

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DE731503C
DE731503C DEST60373D DEST060373D DE731503C DE 731503 C DE731503 C DE 731503C DE ST60373 D DEST60373 D DE ST60373D DE ST060373 D DEST060373 D DE ST060373D DE 731503 C DE731503 C DE 731503C
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evaporation
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DEST60373D
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Max Stuntz
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MAX STUNTZ
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MAX STUNTZ
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B25/00Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

  • Mehrkörperverdampfverfahren und Einrichtung in Zuckerfabriken Der Dampf- bzw. Wärmeverbrauch einer Zuckerfabrik wird durch die Dampfmengen bestimmt, die zum Erwärmen der verschiedenen Säfte, zum, Verkochen der Füllmassen sowie zu sonstigen Zwecken benötigt werden, und die Summe dieser Mengen zuzüglich der unumgänglichen Verluste stellen den günstigsten Wärmeverbrauch dar. Die Dampfmenge, die zur Erwärmung des Dünnsaftes auf die Siedetemperatur irn ersten Verdainpfkörper erforderlich ist, ist beträchtlich, und der .Gesamtdampfverbrauch wird in erheblichem Maße von der Höhe der Siedetemperatur beeinflußt.
  • Die Siedetemperatur im ersten Kärper -einer Druckverdampfanlage ist durchschnittlich etwa I25°. Die Temperatur des Saftes, nach der letzten Filtration, bevor derselbe als Dünnsaft in die Verdampfanlageeintritt, ist etwa 85'. Die Erwärmung des Saftes von 85 bis 125' erfordert bei i 2o kg desselben auf i oo kg Rüben etwa 9,2 kg Dampf. Diese Menge könnte erspart -,iverden, wenn es möglich wäre, die Wasserverdampfung in der Verdamp-fanlage bei 85° im ersten Körper ohne Zugabe von Sonderdampf vorzunehmen.
  • Dies wird mit dem Verfahren und der Einrichtung nach der Erfindung restlos ,erreicht, wobei die an sich bekannte Brüdenrücknahme am ersten Körper der aus z. B. drei Stufen bestehenden Verdarnpfanlage angewendet wird. Sie kann durch mechanische Verdichter- oder Dampfstrahlverdichter bzw. beiden zusammen betrieben werden. Der Brüllen des ersten Körpers wird für die erste Rohsaftwärmung aufgebraucht. Der dritte Körper arbeitet mit höchster Luftleere von etwa 35° im Saftraum, wodurch es möglich ist, den Brüllen der Koichstation, der sonst mit etwa 6o° zum Kondens;atar abströmt, mit dieser Temperatur für die Beheizung des zweiten Körpers heranzuziehen. -Hierdurch wird in doppelter Ausnutzung des Brüllens der Kochstation noch eine erhebliche kostenlose Wasserverdampfung erreicht, die sonst nur bei höheren Siedetemperaturen in der Verdampfanlage mit Brüdenabgahe zu Heizzwecken möglich ist.
  • Die hohe Luftleere von 35' im letzten Körper wird durch die an sich bekannte Dampfstrahlentlüftung, die imstande ist, größte Vu:umina abzusaugen, .erzielt, wobei zur Herabsetzung der Triebdampfmenge für den Dampfstrahlverdichter auf ein Minitraum mit mehrfacher Zwischenkühlung gearbeitet werden kann.
  • Das Verfahren und die Einrichtung dazu sind auf der Zeichnung im Aufriß einer ans stehenden Körpern bestehenden Verdampfanlage schematisch dargestellt.
  • Die Körper sind mit 1, 2 und 3 bezeichnet. .2 ist ein mechanischer Verdichter, z. B. Turbokonipressor, zur Brüderrücknahme vom Saftraum in den Heizraum des ersten Körpers durch die Leitungen 5 und 6. 7 ist die Frischdampfleitung zum Turbokompressor und 8 die Abdampfleitung von diesem. 9 ist ein Dampfstrahlverdichter für erweiterte Brüderrücknahme und Wasserverdampfung. Der Dampfstrahlverdichter kann auch an Stelle von Frischdampf mit dem Abdampf des Turbokompressors oder anderem Abdampf betrieben werden. Saug- und Druckleitung sind mit 10 und i i bezeichnet, und 12 ist die Leitung für Triebdampf mit Regelorgan 13. Mit 1 4. ist ein Wärmer für die erste Rollsaftwärmung bezeichnet, der mit den Brüder des :ersten Körpers beheizt wird, und 15 ist die Verbindungsleitung zwischen Verdampfkörp:er und Wärmer. Ziffer 16 ist eine Zuleitung für Abdampf zum ersten Körper mit Absperrorgan 17, die hauptsächlich bei Kampagnebeginn benutzt wird. Die Brüderleitung von der Kochstation bzw. Heizleitung zum zweiten Verdampfkörper ist mit 18, die Verbindungsleltuilg vom zweiten zum dritten Körper mit i 9 und die Leitung von diesem zum Kondensator mit 2o bezeichnet. Durch Leitung 2 1 und Überströnlorga1122 ist es möglich, überschüssigen Brüder der Kochstation zum Kondensator abströmen zu lassen: Zum Ausgleich bei Brüdermangel dienen Leitung 23 und Überstr ömorgan 2.1, durch die bei stärkerer Belastung des ersten Körpers Br üden aus Leitung 15 in Leitung 18 überströmt, wodurch die Wasserverdampfung im Körper 2 und 3 erhöht wird. Die Dünnsaftzuführung ist mit 25, die Verbindungsleitungen zwischen den Körpern sind mit 26 und 27, und die Dicksaftabführung ist zeit 28 bezeichnet. Die Abführung von Luft und Gasen aus dem Rohsaftwärtner 1,1 :erfolgt durch Leitung 29 und Regelorgan 30. Die verschiedenen Mengen, Saftdichten, Temperaturen und Drücke sind im Schema eingetragen.
  • Bei Anlagen, in denen die dampfsparende Rohsaftwärmung durch Heißwasser zur Anwendung kommen soll, ist es init Rücksicht auf eine genügend hohe Temperatur des Sanimelwassers erforderlich, mit einer Te.mpcratur von etwa l02° im Saftraum des ersten Körpers zu arbeiten. Die Wasserverdampfung in diesem wird ,auch dann durch Anwendun<-von Verdichtern in gleichem Umfange vorgenommen und die abziehenden Brüder in einer Menge von etwa 1.4 kg auf ioo kg Rüben zur Anwärm.ung der Diftttsionskalorisatoren, der zweiten Rohsafttvärmting von ; o bis 95= und der ersten und zweiten Schlammsaftwärmung von etwa 87 bis 95 benutzt. Die erforderliche Anwärmung deä Dünnsaftes bis zum Si:ediepunkt im ersten Körper und die Verkochung ,auf Füllmassen erfolgen durch Abdampf.
  • Außer der erheblichen Verbesserung der Wärmelczrts.chaft bietet das Verfahren den heiztechnischen Vorteil, daß die Verkochung der Füllmassen mit Abdampf erfolgt. EhensO wird die Amvärmung der Säfte hauptsächlich mit Abdampf vorgenommen. Der zuckertechnische Vorteil besteht darin, daß bei den niedrigen Verda.mpftemperaturen die Säfte weniger verfärben, wodurch das Aussehen des Weißzuckers günstig beeinflußt wird.
  • Die durch die niedrige Temperatur des Dicksaftes bedingte Anwärmung desselben auf etwa 9o° kann bei Verwendung von Heißwasser für die erste Rohsaftwärmung mit Mittelsaft aus dem ersten Körper vorg.enommen werden. Bei Verwendung von Br üden für die erste Rohsaft rwärmung steht für die Anwärmung des Dicksaftes Heißwasser zur Verfügung.
  • Das Verfahren kann auch bei Anwendung niedrigerer Luftleere in den beiden letzten Körpern der Verdampfanlage bei gleich guter Wärmewirtschaft ausgeübt werden. Hierbei besteht jedoch der Nachteil, daß unter Ausnutzung des Brüderas der Kochstation für die Verdam:pfanlage erstere mit entsprechend höherer Temperatur arbeiten muß und nicht nur die Verkochleistung an sich, sondern auch die Ausbeute stark absinkt.

Claims (7)

  1. PATENTA\SPRLCHE: i. Mehrlkörperverdampfverfahren für Zuckerfabriken mit vorzugsweiser Anwendung der Brüderrücknahme am ersten Verdampfkörper, dadurch gekennzichnet, daf, der Brüder der Kochstation als Heizdampf für eine zusätzliche Wasserverdampfung der Verdam.pfanl.age benutzt und zur Erzeugung der hohen Luftleere im letzten Körper die Dampfstrahlentlüftung angewendet wird.
  2. 2. Mehrlkörperverdampfverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Rücknahmekörper mit Unterdruck im Saftraum oder mit Unterdruck im Saftraum und im Heizraum betrieben wird.
  3. 3. Mehrkörperverdampfverfahren nach den* Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch die Anwärmung .des Dicksaftes mit' Mittelsaft vom .ersten Körper.
  4. Mehrkörperverdampfverfahren nach den Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch die Anwärmung .des Dicksaftes mit Heißwasser.
  5. 5. Mehrkörperverdam:pfanlage zu dem Verfahren nach den Ansprüchen i bis 4, gekennzeichnet durch einen mechanischen Verdichter (4) in Verbindung mit einem Dainpfstrahlverdichter (9) am ersten Körper.
  6. 6. Mehrkörperverdampfanlage zu dem Verfahren nach den Ansprüchen i bis gekennzeichnet durch eine regelbare Überströmleitung für Brüder vom ersten zum zweiten Körper.
  7. 7. Mehrkörperverdampfanlage zu. dem Verfahren nach den Ansprüchen i bis 4, gekennzeichnet durch eine überströmleitung für den Brüder der Kochstation zum Kondensator.
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