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Warenhaus Die Erfindung betrifft ein Warenhaus, Börsengebäude o. dgl.
mit einer durch ein oder mehrere Stockwerke hindurchgehenden senkrechten öffnung
oder beispielsweise einem Lichthof.
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Bei bekannten Bauwerken dieser Art liegen vielfach Hilfsstockwerke
auf der gleichen Höhe wie ein den Lichthof o. dgl. umgebender Rundgang oder ein
Hauptstock. Dahei sind dann längs des Umfanges des Hilfsstockes in Abständen kurze
Ausspaxnngen angeordnet, um Licht für den niedriger liegenden Stock durchzulassen.
Indessen bleibt aber die Tagesbeleuchtung des unter einem solchen Hilfsstock liegenden
Bodens immer ziemlich schlecht, auch wenn der Boden des Hilfsstockesaus Glasfliesen
hergestellt ist.
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Nach der Erfindung sollen diese Nachteile dadurch behoben werden,
daß zwischen allen oder einigen von zwei Hauptstockwerken ein gegebenenfalls mit
einem lichtdurchlässigen Boden oder mit öffnungen versehenes Hilfsstockwerk angeordnet
ist, das von oben gesehen ringsherum durch einen freien Raum umgeben ist und dessen
Höhenlage gegen die Hauptstockwerke versetzt ist. Bei einer solchen Anordnung der
Zwischenstockwerke, die über Treppen, Fahrstühle, Rolltreppen o.,dgl. erreichbar
sind, kann das Tageslicht nicht bloß durch den gegebenenfalls in bekannter Weise
lichtdurchlässig ausgebildeten Boden hindurch, sondern in erster Linie rings um
den Hilfsstock die Hauptstockwerke beleuchten, da die Verbindungsmittel, also Treppen,
Fahrstühle usw., wenig Raum einnehmen. Lichtdurchlässige Böden für die Hilfsstockwerke
oder öffnungen in diesen werden zweckmäßig dann angewendet, wenn die Hilfsstocke
sehr groß sind.
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Wenn die Hauptstockwerke weit übereinanderliegen, können die Hilfsstocke
mit einem oder mehreren zwischen die Hauptstock-tverke
reichenden
Balkonen versehen werden, auf welchen die Treppen o. dgl. münden.
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Es ist bekannt, die Mitte eines Gebäudes gegenüber den Seiten zu versetzen.'
Bekannt ist es ferner, die Mitte eines Gebäudes nur teilweise, z. B. nur auf zwei
Seiten, mit Lichthöfen zu versehen. Indessen wird durch diese Anordnungen nicht
der entscheidende Vorteil der Erfindung erreicht, der darin besteht, daß man sich
großer Lichthallen oder anderer s en 'krechter öffnungen ZD in Gebäudekomplexen
bedienen kann, ohne deren Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, nämlich entweder geringe
Ausnutzung des Baugrundes oder ungenügende Beleuchtungsverhältnisse in den Hauptstockwerken.
Durch die Erfindung wird an Verkaufsoberfläche gewonnen, wobei durch die kurze Entfernung
in senkrechter Richtung zwischen den Stocken das Publikum, ohne es zu gewahren,
dazu angeregt wird, die verschiedenen übereinander angeordneten Verkaufsabteilungen
zu besuchen, indem man von den Stockwerken aus einen völligen Überblick auf die
gerade darunter angeordneten Hilfs-oder Zwischenstocke hat.
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Durch die verhältnismäßig kurzen Treppen mit geringer Steigung werden
die Fahrstühle, die die größte Störung im Betrieb ergeben. entlastet.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Anwendung
auf ein Warenhaus dargestellt. Es zeigt: Fig. i einen waagerechten Schnitt, zum
Teil eine Draufsicht, auf einen Teil des Gebäudes, gesehen von der Kappe der Lichthalle
aus auf den Boden eines der Zwischenstocke, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach
Linie II-II der Fig. i.
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Das Gebäude besteht aus ringförmig um eine Lichthalle i längs der
Außenseite angeordneten Stocken 3, innerhalb welcher in halber Höhe Hilfs- oder
Zwischenstocke 2 angeordnet sind, die mittels Treppen q. untereinander verbunden
sind. Um die Zwischenstockwerke herum ist ein freier Raum gelassen, um das Licht
durchlassen zu können.
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Obwohl in def Zeichnung die Böden der Zwischenstockwerke in der Mitte
nicht offen sind, kann man diese auch ringförmig ausführen, wenn an einer Stelle
mitten im Ge-
bäude das Tageslicht intensiver durchdringen soll, oder man
kann den Boden ganz oder zum teil aus einem Licht durchlassenden Material herstellen.
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Wenn die Hauptstockwerke hoch übereinanderliegen, wie dies z. B. bei
bestehenden Gebäuden vorkommen kann, so lassen sich die Zwischenstocke örtlich so
weit ausbauen, daß sie mit aasragenden Teilen über den Innenrand des Ilauptstockes
hinausreichen.
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Es ist auch möglich, Balkone an den Zwischenstocken und an den Hauptstockwerken
anzuordnen, so daß diese zwischen zwei aufeinanderfolgende Hauptstock-,verke über
oder unter die Zwischenstocke hinausragen.
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Die Treppen werden dann derart angeordnet, daß sie auf die obenerwähnten
Balkone oder aasragenden Teile münden.