DE731259C - Schwingungspruefmaschine, auf der ein mit dem Pruefling verbundener Hilfskoerper einer Drehschwingungsbeanspruchung unterworfen wird - Google Patents

Schwingungspruefmaschine, auf der ein mit dem Pruefling verbundener Hilfskoerper einer Drehschwingungsbeanspruchung unterworfen wird

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DE731259C
DE731259C DES134349D DES0134349D DE731259C DE 731259 C DE731259 C DE 731259C DE S134349 D DES134349 D DE S134349D DE S0134349 D DES0134349 D DE S0134349D DE 731259 C DE731259 C DE 731259C
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Dr-Ing Otto Mueller
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • G01N3/32Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress by applying repeated or pulsating forces
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Description

  • Schwingungsprüfmaschine, auf der ein mit dem Prüfling verbundener Hilfskörper einer Drehschwingungsbeanspruchung unterworfen wird Es sind bereits Verfahren zum Prüfen der elastischen Eigenschaften von Werkstoffen bekannt, bei denen ein zu prüfender Körper in einer Dauerprüfmaschine Schwingungen unterworfen wird und während der Prüfung die für die elastischen Eigenschaften insbesondere die Elastizität und die Dämpfung, in Betracht kommenden WIeßgröBcn gemessen und insbesondere selbsttätig aufgezeichnet werden. Dabei soll die Belastung des Prüflings während des Versuchs kontinuierlich bis zu einer oberen Grenze gesteigert werden.
  • Sodann läßt man diese Belastung einige Zeit hindurch wirken und beobachtet dabei den Verlauf der Dämpfungs- und Elastizitätskurven, woraus man auf die Brauchbarkeit des untersuchten Werkstoffes bei Dauerbelastung schließen kann.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schwingungsprüfmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens, bei der ein Hilfskörper, beispielsweise eine Welle. zwangsläufig über ein Getriebe einer Drehschwingungsbeanspruchung unterworfen wird.
  • Wenn der Prüfling mittels einer solchen Schwingungsprüfmaschine auf Verdrehung oder Biegung beansprucht werden soll, so wird er in an sich bekannter Weise. beispielsweise mittels eines Spannkopfes, mit dem Drehschwingungen ausführenden Hilfskörper verbunden.
  • Zum Ubertragen der Drehschwingungen wird dabei mit dem freien Ende des drehbar gelagerten Hilfskörpers ein Antriebshebel verbunden, der über ein Zwischenglied und eine Schwinge durch ein Getriebe, z. B. mittels einer Schub- oder Pleuelstange, in schneller Folge hin und her gedreht wird. Vorzugsweise wird die Schub- oder Pleuelstange von einem Kurbel- oder Exzentergetriebe bewegt.
  • Es sind auch schon mit Antriebshebel, Zwischenglied und Schwinge ausgerüstete :tntriehsvorrichtungen für Schwingungsprüfmaschinen bekanntgeworden, die eine allmähliche Änderung der Schwingungsweite während des Betriebs der Maschine erlauben.
  • Die Erfindung gelangt zu einer wesentlichen Verbesserung dieser Schwingungsprüfmaschinen, indem sie vorsieht, daß das Zwischenglied längs der Schwinge und von deren Drehpunkt ausgehend ohne Veränderung der Nullage des Antriebshebels verschiebbar ist. Auf diese Weise wird ohne ebenso umständliche mie zeitraubende Nachstellungen, die zudem nur mit einer umfangreichen, genauigkeitsbeschränkenden Zusatzapparatur erreicht werden könnten. erreicht, daß beim Verstellen der Schwingungsweite die Phasenlage der Schwingung des Prüflings im Verhältnis zu der des Antriebs stets die gleiche bleibt, so daß z.B. bei einem Exzenterantrieb das Exzenter in der Nullage des schwingenden IÇörpers stets die gleiche Bezugs lage einnimmt. Dies ist besonders wichtig, wenn die Dämpfung des Werkstoffes aus der Phasenverschiebung zwischen der eingeleiteten Kraft und dem Weg des schwingenden Körpers ermittelt werden soll. Wenn z. B. auf elektrischem Wege die Wirk- und Blindkomponente der Schwingung gemessen werden soll, so kann man in diesem Falle als phasennormal einen an den Antrieb angeschlossenen Wechselstromgenerator benutzen oder als Antrieb einen Wechselstrom-Synchronmotor, wobei als Bezugssystem die Phasenlage des Wechselstromnetzes dient, an das der Synchronmotor angeschlossen ist.
  • Der Antrieb der Schwinge, längs der und von deren Drehpunkt ausgehend das Zwischenglied ohne Nullagenänderung des Antriebshebels zwecks Veränderung der Schwingungsweite verschiebbar ist, kann z. B. mittels einer Schubstange von einem Kurbelgetriebe aus erfolgen, so daß sich ein Bogenschubkurbelgertriebe ergibt. Dies hat allerdings den Nachteil, daß nur dann eine genügend genau symmetrische Schwingung erzeugt wird, wenn die Schubstange im Verhältnis zur Kurbellänge sehr groß ist. Wenn dies z. B. aus räumlichen Gründen unerwünscht ist, kann man statt des Bogenschubkurbelgetriebes ein Kreuzschleifengetriebe benutzen. Unter Umständen kann zum Antrieb der Schwinge auch ein Kurbelschleifengetriebe verwendet werden.
  • Die Yers.tellung des Zwischengliedes kann z. B. durch ein Schraubengetriebe von Hand erfolgen. Um aber eine allmähliche. möglichst gleichmäßige Steigerung der Belastung zu erhalten, ist es zweckmäßig, das betreffende Einstellgetriebe durch einen Motor zu bewegen, der beim Erreichen der gewünschten Belastung abgeschaltet wird. Dies geschieht vorzugsweise selbsttätig durch einen entsprechend verstellbaren Endkontakt. der beim Erreichen der betreffenden Schwingungsweite den Motor ausschaltet. Gegebenenfalls kann man durch Steuerung der Verstellglieder mit an sich bekannten Mitteln die Schwingungsweite auch nach einem vorbestimmten Programm regeln.
  • In manchen Fällen ist es erwünscht, eine Aufzeichnung der für die elastischen Eigenschaften des zu untersuchenden Körpers wichtigen Meßgrößen in ihrem Zusammenhang mit der Schwingungsweite zu erhalten.
  • Zu diesem Zweck kann man ein zum Vorschub der Schreibfläche eines entsprechenden schreibenden Meßgerätes dienendes Getriebe mit dem an der Schwinge verschiebbaren Zwischenglied kuppeln. Dies kann auch dadurch erreicht werden, daß der Vorschub der Schreibfläche von einem synchron mit - dem Antriebsmotor des Verstellgliedes laufenden Rotor bewirkt wird. Da aber die Bervegung des Zwischengliedes im allgemeinen nicht genau verhältnisgleich mit der Schwingungsweite ist. würde sich ein der Schwingungsweite nicht verhältnisgleicher V Vorschub der Schreibfläche ergeben. Dieser Nachteil kann durch ein Zwischengetriebe beseitigt werden, dessen Übersetzung zwangsläufig entsprechend gesteuert wird.
  • In den Figuren sind einige Nusführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Dabei ist in den Fig. 1 bis 4 angenommen, daß der Antrieb des in Drehschwingungen zu versetzenden Hilfskörpers I von einer umlaufenden Welle 2 aus durch ein Schubkurbelgetriebe erfolgt, während bei der in Fig. 5 dargestellten Anordnung zu diesem Zweck ein Kurbelschleifengetriebe vorgesehen ist. Der Hilfskörper 1 ist. wie hier nicht näher wiedergegeben, über einen Spannkopf mit dem Prüfling verbunden. Bei den Ausführungen nach Fig. I bis 4 ist auf der Nntriebswelle 2 eine Scheibe 3 befestigt, in der ein einen Kurbelzapfen 4 tragender Gleitstein in einer Schlittenführung verschiebbar ist, um gegebenenfalls die wirksame Kurbellänge r einstellen zu können. An den Kurbelzapfen 4 schließt sich eine Schubstange 5 an, die mittels eines Gelenkes 6 an einer Schwinge angreift, die verschieden gestaltet sein kann und bei den einzelnen Ausführungsbeispielen mit 7, 7a, 7b ... bezeichnet ist.
  • Älit dem freien Ende des in Drehschwingungen zu versetzenden Hilfskörpers 1 ist ein Antriebshebel fest verbunden, der bei den einzelnen Ausführungsformen mit 8, Snx bezeichnet ist. Der Antriebshebel wird nun in jedem Fall von der Schwinge 7, 7a, 7b ... über ein Zwischenglied 9, 9a, 9b ... angetrielaien, das längs der Schwinge, ausgehend von deren Drehpunkt 10, 10a, 10b ..., verschiebbar ist.
  • In Fig. 1 ist das Zwischenglied als eine Kuppelstange g ausgebildet, die einerseits im Punkt II an den Antriebshebel 8 angelenkt und andererseits mittels eines Gleitsteins 12 in der Kulissenführungsbahn einer kreisförmig gebogenen Schwinge 7 verschiebbar ist, wobei die Länge der Kuppelstange 9 dem Halbmesser der Kulissenkrümmung entspricht. Zum Einstellen ist eine in einem Bock 13 drehbar gelagerte Schraubenspindel 14 vorgesehen, mit deren Mutter 15 die Kuppelstange 9 durch eine Gelenkstange 16 verbunden ist. Durch Drehen an einem mit der Schraubenspindel 14 verbundenen Handrad 17 kann somit der Gleitstein 12 in der Kulisse der Schwinge 7 verschoben werden, wobei sich die Lage des Antriebshebels 8 im Vergleich zu der Lage der Antriebsscheibe 3 nicht ändert.
  • Um die elastischen Eigenschaften des Prüflings zu bestimmen, soll dieser in Drehschwingungen versetzt werden, deren Schwingungsweite, mit dem Wert Null beginnend, kontinuierlich bis zu einem Höchstwert ansteigt. Zu diesem Zweck wird mittels des Handrades 17 die Kuppelstange 9 zunächst so eingestellt, daß das am Gleitstein 12 angreifende Gelenk mit dem Drehpunkt 10 der Schwinge 7 zusammenfällt. In dieser Nullage werden beim Umlaufen der Scheibe3 durch die Schubstange 5 keine Schwingungen auf den Körper I übertragen. In dem Maß, in dein man nun durch Drehen an dem Handrad 17 den Gleitstein 12 nach oben verschi@bt, wird der Probekörper mittels der Kuppelstange 9 und des Antriel>shehels 8 in Drehschwingungen steigender Schwingungsweite versetzt. Durch gleichmäßiges Drehen an dem Handrad 17 kann man somit, ohne die Maschine stillzusetzen, die Schwingungsweite und damit die Belastung des Probekörpers in an sich bekannter Weise kontinuierlich bis zu einem gewünschten Wert steigern.
  • Bei der in Fig. I veranschaulichten Phase nimmt der Antriebshebel 8 gerade die Nulllage ein. Da die Stange I6 sowohl an ihrem oberen wie auch an ihrem unteren Ende angelenkt ist und die Länge der Kuppelstange 9 dem Halbmesser der Kulissenführungsbahn 7 entspricht, so bewirkt eine Verschiebung der Mutter 15 nach oben oder unten lediglich eine Schwenkung der Kuppelstange g um die in gezeichneter Lage beharrende Achse II.
  • Die Erhaltung der Nullage des Antriebshebels S gegenüber Schw-ingungsweitenänderungen ist damit für die stillstehende Maschine offensichtlich.
  • Daß die Nullage auch bei laufender Nlaschine unverändert erhalten bleibt, weml die Schwingungsweite mittels der Spindel 14 geändert wird, geht aus folgendem hervor: Die gegenseitige Entfernung der Punkte I0, II ist gleich der Länge der Kuppelstange 9. Ein um dem Punkt II mit dem Radius 10-11 geschlagener Kreis stellt eine Folge von Punkten dar, deren um sie selbst mit R = 10 ... II geschlagene Kreise sid sämtlich im Punkt 1 1 schneiden. Dementsprechend bilden für verschiedene Schwingungsweiten die Halbmesser des um II mit R = 10 ... II geschlagenen Kreises jene Lagen der Kuppelstange 9, denen allesamt die in Fig. I wiedergegebene Lage des Antriebshebels 8 entspricht, d. h. es bleibt die Nullage von 8 auch gegenüber Schwingungsweitenänderungen bei laufender Maschine erhalten.
  • Bei den in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen ist das Zwischenglied einerseits mit der Schwinge und andererseits mit dem Antriebshebel unmittelbar gekuppelt.
  • Dabei zeigt Fig. 2 eine kraftschlüssige und Fig. 3 eine formschlüssige Kupplung.
  • In Fig. 2 ist zu diesem Zweck eine Zugfeder 18 vorgesehen, die einerseits an dem Ende des Antriebshebels angreift und andererseits an einem Gestell 19. In diesem ist ein Schlitten 20 in senkrechter Richtung verschiebbar, der mit einer waagerechten Geradführung fiir einen einen zylindrische Zapfen 9a tragenden Gleitstein 21 versehen ist.
  • Mittels eines Handrades I7 und einer in dem Gestell 19 drehbar gelagerten Schraubenspindel 22 ist der Schlitten 20 einstellbar.
  • Dadurch kann der als Zwisclienglied zum Kuppeln der Schwinge 7a mit dem Antriebshebel 8a dienende Zapfen 9a, zunächst so eingestellt werden, daß er dem Drehpunkt 10a der Schwinge 7a gegellüberstellt. In dieser Nullage können keile Schwingungen auf den Antriebshebel 8,, übertragen werden. Verschiebt man aber den Schlitten 20 durch @rehen an dem Handrad 17 nach oben. wobei ler Zapfen 9,, längs der Schwinge 7<, gleitet, o wird die Schwingungsweite des Antriebs-@ebels 8a und damit auch die des Hilfskör-@ers 1 kontinuierlich gesteigert.
  • Die Ausführungsform nach Fig. 3 untercheidet sich von der in Fig. 2 dargestellten inerseits dadurch, daß der Antriebshebel 8b nittels des Zwischengliedes 9b zwangsläufig nit der Schwinge 7b gekuppelt ist, und an-@ererseits dadurch, daß das Zwischenglied an @em durch die Schraubenspindel 14 einstell-@aren Glied 15 nicht rechtwinklig zur Eintellrichtung geradegeführt. sondern mit inem Schwinghebel 23 verbunden ist, der n dem verschiebbaren Einstellglied 15 so geagert ist, daß das Zwischenglied 9b im weentlichen rechtwinklig zur Einstellrichtung chwingt.
  • Zur formschlüssigen Kupplung des Zwichengliedes 9b mit der Schwinge 7b und dem Antriebshebel 8b trägt das Zwischenglied 9b wei Zapfen 24, 25, die unmittelbar oder @ittels Gleitsteine in Ausnehmungen der @chwinge 7b bzw. des Antriebshebels 8b verchiebbar sind. Im übrigen wirkt die Anrdnung in der gleichen Weise wie die in ig. 2 dargestellte. Statt der Anordnung ach Fig. 3 können die schwingenden Hebel o und Sb auch hintereinander angeordnet in. wobei das Zwischenglied nur einen in ie Ausnehmungen 1 beider Heliel eingreifenen Gleitstein enthält.
  • In den Fig. 4 und 5 sind Ausführungsbei-@iele dargestellt, bei denen der Antrieb des @rehschwingungen ausführenden Hilfskörers nach Art eines Conchoidengetriebes er-Dlgt. Dabei ist die mit gleichbleibendem @ub bewegte Schwinge 7c bzw. 7d an dem eien Ende des Antriebshebels 8c bzw. 8d rehbar gelagert, und das Zwischenglied 9c zw. 9d ist einerseits, ausgehend von dem @rehpunkt 10c bzw. 10d der Schwinge, längs ieser verschiebbar und andererseits an nem Einstellglied 26 bzw. 26a drehbar gegert, das in einer durch den Drehpunkt des ntriebshebels gehenden Richtung verschieb-Ir ist. Diese Anordnung hat den Vorteil, aß die Einstellung an einem Punkt erfolgt. r an den Schwingungen nicht teilnimmt.
  • Bei der in Fig. 4 dargestellten Anordnung nd in einem Gestell 27 zwei Schrauben-@indeln 28 drehbar gelagert, die über Kegel-@der 29 mit gleicher Übersetzung von einem lektromotor 30 angetrieben werden können. as Einstellglied 26 besteht aus zwei mit @tsprechendem Gewinde versehenen Backen, c das Lager für das zylindrische Zwischenied 9c bilden und in dem Gestell 27 ver-@hiebbar sind. Das Zwischenglied 9c ist mit ner Querbohrung versehen, in der die Schwinge 7 geführt ist. Diese ist über das Gelenk 10 hinaus verlängert und im Punkt 6 mit der Schubstange 5 gelenkig verbunden Dabei sind die Hebellängen des so geliildeten Conchoidengetriebes vorzugsweise so gewählt, daß der Punkt 6 beim Drehen der Scheibe 3 annähernd geradegeffihrt wird.
  • Wenn man durch Drehen der Spindeln 28 das Einstellglied 26 so weit verschiebt, daß der Mittelpunkt 31 des zylindrischen Zwischengliedes 9 mit dem Drehpunkt zwischen Schwinge 7 und Antriebshebel 8c in dessen Mittelstellung zusammenfällt, wobei der Drehpunkt 10c in die mit 10c' bezeichnete Lage kommt, so erhält man die Nullage, in der keine Schwingungen auf den Körper 1 übertragen werden. Bewegt man nun das Einstellglied 26 so, daß der Punkt M sich längs der Strecke 10c'-M nach unten verschiebt, so nimmt die Schwingungsweite stetig zu. wobei sie sich theoretisch einem Endwert, närhlich dem Ausschlag der Antriebskurbel, nähert. Würde man den Punkt M von der Nullage aus nach oben verschieben, so würde man einen um 180° in der Phase verschobenen Ausschlag erhalten, der theoretisch den Wert Unendlich erreicht, wenn der Punkt M in gleicher Höhe ist wie das Gelenk 6.
  • In Fig. 4 ist nun weiter ein Endkontakt 31 vorgesehen, durch den der Rotor 30 nach dem Erreichen eines gewünschten Betrages der Schwingungsweite stillgesetzt wird. Zu diesem Zwed: ist eine entsprechende Kontaktfederanordnung an einem Gleitstück 32 befestigt, das in dem Gestell 27 verschiebbar ist und durch Drehen an einer im Gestell gelagerten Schraubenspindel 33 mittels eines Handrades 34 eingestellt werden kann. Mit dem Einstellglied 26 ist ein Arm 35 verbunden, der einen zum Öffnen des Kontaktes 3 1 dienenden Fortsatz 36 trägt. Wenn nun durch Schließen eines Schalters 37 der Motor 30 an eine Stromquelle 38 angeschlossen wird. so werden die Schraubenspindeln 28 gedreht. so daß sich der Mittelpunkt M des Zwischengliedes 9c, ausgehend von de-: Nulllage 10c', allmählich abwärts bewegt, bis der Fortsatz 36 den Kontakt 31 öffnet und damit den Motorstromkreis unterbricht.
  • Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform wird die Schwinge 7d ohne Zuhilfenahme einer Kuppelstange unmittelbar von der Welle 2 aus nach Art eines Kurbelschleifengetriebes mitgenommen. Dabei ist der Kurbelzapfen 4 der Antriebskurbel lings der Schwinge 7d des Conchoidengetriebes geführt. Zu diesem Zweck ist die Schwinge 7d mit einer durchgehenden Führungsbahn für den Gleitstein 9d und einen den Kurbelzapfel; 4 tragenden Gleitstein 39 versehen.
  • Der .Gleitstein 9d ist im Punkt M an einem Einstellglied 26d drehbar gelagert, der mit tels einer in einem Gestell 41 gelagerten, von einem Motor 42 anzutreibenden Schraubenspindel 43 verschoben werden kann.
  • Wenn die auf der Welle 2 befestigte Scheibe 3 umläuft, so beschreibt der Kurbelzapfen 4 einen Kreis, wobei der Antriebshebel 8d durch die Schwinge 7d in Drehschwingungen versetzt wird, deren Schwingungsweite, ähnlich wie bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel, durch Drehen der Schraubenspindel 43 verändert werden kann. Auch hier ergibt sich eine Schwingungsweite Null, wenn der Punkt M mit der Mittelstange 10d' des Drehpunktes IOl zusammenfällt.
  • In Fig. 5 ist nun noch der Fall angedeutet, daß die für die elastischen Eigenschaften des Probekörpers in Betracht kommenden Meßgrößen im Zusammenhang mit der Schwingungsweite aufgezeichnet werden sollen. Zu diesem Zweck ist ein Elektromotor 44 vorgesehen, der mit einem Vorschubgetriebe 45 für einen Schreibstreifen 46 gekuppelt ist. wobei die zum Aufzeichnen dienenden Meßgeräte nur durch eine Schreibfeder 47 angedeutet sind.
  • Gm nun einen der Schwingungsweite des Antriebshebels Qd verhältnisgleichen Vorschub zu erhalten, ist mit dem Vorschubgetriebe 45 das Regelglied 48 eines Widerstandes 49 so gekuppelt, daß der Widerstandsbetrag dem Vorschub verhältnisgleich ist. Der regelbare Widerstand 49 wird in einer Brückenschaltung, durch deren Diagonalstrom der Elektromotor 44 über ein Relais 50 gesteuert wird, mit einem zweiten regelbaren Widerstand 51 verglichen, dessen Betrag von dem verschiebbaren Zwischenglied 9d so gesteuert wird, daß der Vorschub der Schwingungsweite des Antriebshebels 8d verhältnisgleich ist.
  • Zu diesem Zweck ist mit dem Einstellglied 26,, ein Kontaktarm 52 verbunden, der das Regelglied des Widerstandes 51 bildet. Der Widerstandsdraht ist nun auf einen Körper solcher Gestalt aufgewiclçelt, daß der Widerstandsbetrag der einzelnen Windungen nach dem für das betreffende Getriebe geltenden Zusammenhang zwischen der Verschiebung des Punktes i längs der Strecke 10d'-M und dem zugehörigen Betrag der Schwingungsweite des Antriebshebels Sd bemessen ist.
  • Die durch eine Stromquelle 53 gespeiste Brückenschaltung besteht einerseits aus zwei festen Widerständen 5ß, 55 und andererseits aus den beiden regelbaren Widerständen 51 und 49. Das in der Meßdiagonale liegende Relais 50 ist als polarisiertes Relais angedeutet, dessen nicht gezeichnetes bewegliches Glied den Rotor des an eine Wechselstromquelle 56 angeschlossenen Elektromotors 44 je nach der Richtung des Ausschlages in der einen oder anderen Drehrichtung umlaufen läßt.
  • Nimmt man z. B. an, daß die Widerstände 54 und 55 gleich groß sind und daß in der Nullage des Getriebes, wenn M und 10d' zusammenfallen, auch die Beträge der Widerstände 51 und 49 gleich groß sind. so ist die Brücke abgeglichen, und die Wicklung des Relais 50 ist stromlos, so daß der Motor 44 stillgesetzt ist. Wenn nun der Motor 42 den Kontaktarm 52 verschiebt, so wird der Betrag des Widerstandes 51 größer. Die Folge davon ist ein Diagonalstrom in der Wicklung des Relais 50, wodurch der Rotor des Motors 44 die Schreibfläche 46 verschiebt und zugleich den Kontaktarm 48 so lange verstellt, bis der Betrag des Widerstandes 49 wieder gleich dem Betrag des Widerstandes 51 ist. Auf diese Weise wird der Vorschub stets so geregelt, daß die Beträge der Widerstände 49 und 51 gleich groß bleiben. Da nun der Betrag des Widerstandes 51 der Schwingungsweite verhältnisgleich ist, so gilt dies auch für den Vorschub des Schreibstreifens 46.

Claims (10)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E : I. Schwingungsprüfmaschine, auf der ein mit dem Prüfling beispielsweise mittels eines Spannkopfes verbundener Hilfskörper einer Drehschwingungsbeanspruchung unterworfen wird, mit einem iiber eine Schwinge und ein Zwischenglied bewegten Antriebshebel für den Prüfling, dadurch gekennzeichnet, daß das Zlvischenglied (9, 9a, 9t) längs der Schwinge (7, 7,, 7b ..) und von deren Drehpunkt ausgehend ohne Veränderung der Nullage des Antriebshebels (8, 8,,, Sb ..) verschiebbar ist.
  2. 2. Schwingungsprüfmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied (9) an einem Ende (12) an der Schwinge (7) in einer Kreisführungsbahn verschiebbar und andererseits als Kuppelstange ausgebildet ist, deren Länge dem Krümmungshalbmesser der Kreisführungsbahn entspricht, während eine an der Kuppelstange angelenkte Stange (I6) mit ihrem anderen Ende an einem Einstellglied angelenkt ist, das in Richtung der Antriebshebelnullage verschiebbar ist.
  3. 3. Schwingungsprüfmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied (9,,, 9b) unmittelbar kraft-oder formschlüssig mit der Schwinge (7a, 7b) und dem Antriebshebel (8a, 8b) gekuppelt ist.
  4. 4. Schwingungsprüfmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied (9,,) an einem Einstellglied (20) rechtwinklig zur Einstellrichtung geradegeführt ist.
  5. 5. Schwingungsprüfmaschine nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied (9b) mit einem Schwinghebel (23) verbunden ist. der an einem verschiebbaren Einstellglied (15) so gelagert ist, daß das Zwischenglied im wesentlichen rechtwinklig zur Einstellrichtung schwingt.
  6. 6. Schwingungsprüfmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet. daß die mit gleichbleibendem Hub bewegte Schwinge (7c, 7d) nach Art eines Conchoidengetriebes an dem freien Ende des Antriebshebels (8<. 8» drehbar gelagert ist und das Zwischenglied (9c, 9d) einerseits, ausgehend von dem Drehpunkt (10c. 10d) der Schwinge (7c, 7d), längs dieser verschiebbar und andererseits an einem Einstellglied (26, 26,,) drehbar gelagert ist, das in einer durch den Drehpunkt des Autriebshebels gehenden Richtung verschiebbar ist.
  7. 7. Schwingungsprüfmaschine nach Anspruch 6. dadurch Fel\-ennzeichnet, daß der Kurbelzapfen (4) der Antriebskurbel längs der Schwinge (7d) des Conchoidengetriebes nach Art eines Kurbelschleifengetriebes geführt ist.
  8. @ 8. Schwingungsprüfmaschine nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Vorschuh der Schreibfläche (46) eines Gerätes zum Aufzeichnen der für die elastischen Eigenschaften des Probekörpers in Betracht kommenden Meßgrößen denen des Getriebe (45) mit dem verschiebbaren Zwischenglied über ein Zwischengetriebe gekuppelt ist, dessen Übersetzung zwangsläufig so gesteuert wird, daß der Vorschub der Schwingungsweite verhältnisgleich ist.
  9. 9. Schwingungsprüfmaschine nach Anspruch 1, 2, 3, 4 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Vorschub der Schreibfläche (46) eines Gerätes zum Aufzeichnen der für die elastischen Eigenschaften des Probekörpers in Betracht kommenden Nießgrößen dienendes Getriebe (45) mit dem Rotor eines Elektromotors (44) gekuppelt ist, dessen Umlaufgeschwindigkeit von dem verschiebbaren Zwischenglied (40) so gesteuert wird, daß der Vorschub der Schwingungsweite verhältnisgleich ist.
  10. 10. Schwingungsprüfmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelglied (48) eines regelbaren Widerstandes (49) mit dem Schreibfiächenvorschubgetriebe (45) so gekuppelt ist, daß der Widerstandsbetrag dem Vorschub verhältnisgleich ist, und dieser regelbare Widerstand (49) in einer elektrischen Brückenschaltung, durch deren Diagonalstrom der die Schreibfläche (46) antreibende Elektromotor (44), vorzugsweise über ein Relais (50), gesteuert wird. mit einem zweiten regelbaren Widerstand (jI) verglichen wird, dessen Betrag vol: dem verschiebbaren Zwischenglied (40) so gesteuert wird, daß der Vorschub der Schwingungsweite verhältnisgleich ist.
DES134349D 1938-10-26 1938-10-26 Schwingungspruefmaschine, auf der ein mit dem Pruefling verbundener Hilfskoerper einer Drehschwingungsbeanspruchung unterworfen wird Expired DE731259C (de)

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