DE730893C - Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformkoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformkoerpern

Info

Publication number
DE730893C
DE730893C DESCH118417D DESC118417D DE730893C DE 730893 C DE730893 C DE 730893C DE SCH118417 D DESCH118417 D DE SCH118417D DE SC118417 D DESC118417 D DE SC118417D DE 730893 C DE730893 C DE 730893C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hard metal
pressure
production
wall thickness
heating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH118417D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Josef Schreiner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JOSEF SCHREINER DR
Original Assignee
JOSEF SCHREINER DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JOSEF SCHREINER DR filed Critical JOSEF SCHREINER DR
Priority to DESCH118417D priority Critical patent/DE730893C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE730893C publication Critical patent/DE730893C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/04Making non-ferrous alloys by powder metallurgy
    • C22C1/05Mixtures of metal powder with non-metallic powder
    • C22C1/051Making hard metals based on borides, carbides, nitrides, oxides or silicides; Preparation of the powder mixture used as the starting material therefor
    • C22C1/053Making hard metals based on borides, carbides, nitrides, oxides or silicides; Preparation of the powder mixture used as the starting material therefor with in situ formation of hard compounds
    • C22C1/055Making hard metals based on borides, carbides, nitrides, oxides or silicides; Preparation of the powder mixture used as the starting material therefor with in situ formation of hard compounds using carbon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformkörpern Die Erfindung betrifft ein besonders einfaches Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformkörpern aus einem fein gemahlenen Gemisch von Nichteisenmetallen und :einem Kohlenstofffräger mit oder ohne Zusatz von Hilfs- oder Bindemetallen in einem einzigen kurzen Arbeitsgang bei gleichzeitiger Anwendung von Hitze und Druck, durch welches die Gestehungskosten des Hartmetalls wes.entlich herabgesetzt werden.
  • Es ist bereits bekannt, Gemische von Nichteisenmetallcarbiden mit Hilfsmetallen bzw. deren Komponenten gleichzeitig mit der Erhitzung einem Druck von mindestens i ookg/cm-' auszusetzen, hierdurch eine Bildsamkeit des Gemisches herbeizuführen und das teigig gewordene Gemisch in einen Hartmetallkörper zu verformen. Hiermit sind erhebliche Nachteile verbunden. Durch den hohen Druck wird bedingt, daß Formen von sehr großer Festigkeit zur Anwendung kommen bzw. daß; die Formen eine entsprechend proß:e Wandstärke erhalten, die einem Druck von mindestens i ookg/ cmz auch während der Erhitzung standhält. Das Verfahren wird hierdurch teuer und umständlich, da sowohl Presse wie Formen dem hohen Druck angepäßt sein müssen. Infolge der hohen Wandstärke der Preßformen besteht ferner die Gefahr, daß die Einwirkung der Hitze nicht durchschlagend genug ist, um eine vollkommene und restlose chemische Umsetzung des Nichteisenmetalls und der Kohle zu Carbiden zu gewährleisten, falls das Gemisch aus diesen Komponenten und nicht ,aus bereits vorher fertiggestellten Carbiden besteht. Die aus derartigen einfachen M.etall-Kohle-Gemischen hergestellten Preßkörper sind alsdann nicht homogen und weisen keine gleichmäßige Härte auf.
  • Diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung dadurch vermieden, daß die Erhitzung eines feingemahlenen Gemische von einem oder mehreren Nichteisenmetallen und einem Kohlenstoffträger mit oder ohne Beimischung- von Hilfs- oder Bindemetallen unter einem geringen Druck von nur 3 bis 6o- lcg, em= in einer besonders dünnwandigen Form erfolgt. Hierfür gelangen erfindungsgemäß hochhitzebeständige Kohle- oder Gra phitformen von nur o,5 bis 5 mm Wandstärke ` zur Anwendun. Hohe Drücke sind bei derart dünnwandigen' Formen nicht angängig, aber auch nicht erforderlich, vielmehr hat sich gezeigt, dal:i bei Anwendung dieser dünnwandigen Formen die Bildsamkeit und Verteigung des Gemisches bereits bei einem sehr niedrigen Druck von beispielsweise 3 kg:'cm= und in auläergewöhnlich kurzer Zeit beginnt-Es ist deshalb kein umständliches Verfahren notwendig, sondern es können sowohl Presse wie Formen .äußerst leicht, einfach und billig gehalten werden. Die Einfachheit und Billigkeit des Verfahrens wird ferner dadurch wesentlich gesteigert. daß erfindungsgemäß die dünnwandigen Formen mittels bekannter und allgemein gebräuchlicher Reizvorrichtungen befeuert werden, d. h. von außen her durch Flammen von sehr hoher Temperatur, beispielsweise vermittels eines Autogengasbrenners oder des elektrischen Lichtbogens Diese Beheizung kann zudem ohne weiteres in der freien Atmosphäre, d. h. ohne die sehr umständliche Anwendung von Schutzgas; erfolgen, da eine etwaige Oxydbildung in dem Gemisch sofort beim Einsetzen der Befeuerung verschwindet. Infolge der geringen Wandstärke der Kohle- bzw. Graphitformen und ihrer sehr hohen Wärmeleitfähigkeit tritt eine sofortige und äußerst intensive Wirkung der heißen Flammen auf das in den Formen enthaltene Gemisch .ein. Hierdurch wird mit vollkommener Sicherheit erreicht, daß die chemische Umsetzung des Nichteisenmetalls mit dem .Kohlenstoffträger zu Metall'carhiden schnell und völlig restlos erfolgt und sowohl ohne als auch mit einem gleichzeitig schmelzenden Hilfs- oder Bindemetall einen Hartmetallkörper von außergewöhnlich hoher Gleichm;äß@igkeit in Struktur und Härte ergibt. Dieser Vorgang vollzieht sich ganz selbsttätig in wenigen Sekunden bzw. Minuten. Durch den Fortfall der Verwendung eines Gemisches; welches bereits fertige Metallcarbide enthält, wird die Mahldauer des Gemisches erheblich herabgesetzt, da noch keine Hartstofte vorhanden sind. Trotzdem wird das Gemisch in der kürzeren Zeit bedeutend feiner -U-mahlen, was wiederum der Verfeinerung der Struktur des Hartmetallkörpers zugutekommt.
  • Da die zur Anwendung kommenden dünnwandigen Kohle- oder Graphitformen einem Abbrand in der freien Atmosphäre unterliegen, kann die Tiefenwirkung der Hitze noch dadurch gesteigert werden, daß nach erfolgtem Abbrand die Befeuerung direkt auf den Hartmetallkörper noch kurze Zeit fortgesetzt wird. Gleichzeitig kann auch je nach dem Fortschreiten des Abbrands und der Verringerung der Wandstärke der Formen der Druck ermäßigt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHF: i. Verfahren zur Herstellung von Hartnietallformkörpern durch Erhitzen eines feingemahlenen Gemisches von mindestens einem Nichteisenmetall, beispielsweise Wolfram, und einem Kohlenstoffträger mit oder ohne Beimischung eines Hilfs- oder Bindemetalls, beispielsweise Kobalt. in einer Form bei gleichzeitigem Druck, dadurch gekennzeichnet, daß besonders dünnwandige, dem Abbrand unterliegende Kohle- oder Graphitfo.rmen von o,5 bis 5 mm Wandstärke verwendet werden, ein geringer Druck von 3 bis 6okg/em` angewendet wird und die Erhitzung nur während kurzer Zeit bis zu 15 Minuten durch Befeuerung der Form von außen her mittels Autogengasflammen oder eIektrischem Lichtbogen ohne Anwendung von Schutzgas erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach teilweise oder vollständig erfolgtem Abbrand der Form die Befeuerung direkt auf den Hartmetallkörper kurze Zeit fortgesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß je nach Fortschreiten des Abbrandes und Verringerung der Wandstärke der Form der Druck ermäßigt wird.
DESCH118417D 1939-05-17 1939-05-17 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformkoerpern Expired DE730893C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH118417D DE730893C (de) 1939-05-17 1939-05-17 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformkoerpern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH118417D DE730893C (de) 1939-05-17 1939-05-17 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformkoerpern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE730893C true DE730893C (de) 1943-01-28

Family

ID=7450988

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH118417D Expired DE730893C (de) 1939-05-17 1939-05-17 Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformkoerpern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE730893C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1646700B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus Siliziumnitrid oder dessen Gemischen mit Siliziumcarbid
DE730893C (de) Verfahren zur Herstellung von Hartmetallformkoerpern
DE504484C (de) Verfahren zum Herstellen von Hartkoerpern fuer Werkzeuge, insbesondere Ziehsteine, aus Karbiden, Siliziden, Boriden, Aluminiumoxyd oder Gemischen von diesen
DE865720C (de) Rohrfoermiger oder annaehernd rohrfoermiger Fuehrungskoerper fuer brennende und heisse Gase oder Daempfe
DE1018349B (de) Formkoerper aus feuerfestem Material
AT157939B (de) Verfahren zur Herstellung sehr harter Stoffe.
DE1250332B (de) Verfahren zum Herstellen von infiltrierten Carbidkorpern
AT252973B (de) Vorrichtung zum Aufheizen von Stahlschmelzgefäßen
DE225472C (de)
DE183133C (de)
AT136284B (de) Verfahren zur Herstellung von Hartlegierungen.
CH159719A (de) Formkörper aus Hartmetall und Verfahren zu seiner Herstellung.
DE2757433A1 (de) Verfahren zur herstellung von ziegeln
CH268241A (de) Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Sinterwerkstoffen.
DE189904C (de)
AT129763B (de) Verfahren zur Herstellung von zelligen festen Körpern.
AT111083B (de) Verfahren zur Herstellung hochfeuerfester Magnesitmassen.
AT218749B (de) Verfahren zur Herstellung von metallo-keramischen Formkörpern
DE908493C (de) Verfahren zur Herstellung von Tonerde aus tonerdehaltigem Gut durch Aufschluss mittels Saugzugsinterung
DE520232C (de) Verfahren zur Herstellung von Gussstuecken aus Eisen oder Stahl
DE594957C (de) Verfahren zur Veredlung von siliciumhaltigen Kupferlegierungen
DE977177C (de) Verfahren zur Herstellung von gebrannten Formkoerpern aus Koks und bituminoesen Bindemitteln
DE128310C (de)
DE976392C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallcarbiden
DE730840C (de) Verfahren zur Herstellung von Presskoerpern aus Chlorkautschuk