DE73080C - Verfahren zur Erzeugung elektrischen Lichtes - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung elektrischen Lichtes

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DE73080C
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DENDAT73080D
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N. TESLA in New-York, V. St. A., 45 West 27. Street
Publication of DE73080C publication Critical patent/DE73080C/de
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B41/00Circuit arrangements or apparatus for igniting or operating discharge lamps
    • H05B41/14Circuit arrangements
    • H05B41/24Circuit arrangements in which the lamp is fed by high frequency AC, or with separate oscillator frequency

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  • Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung elektrischen Lichtes und besteht im wesentlichen darin, dafs man einen oder mehrere Glühkörper entweder unmittelbar oder auch inductiv mit einem Ende eines im Sinne des Sprachgebrauches nicht geschlossenen primären oder secundären Stromkreises verbindet und dem elektrischen Strom eine aufserordentlich hohe Klemmenspannung und hohe Frequenz oder Polwechselzahl giebt.
Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, dafs, während man bisher nur in einem in sich geschlossenen Stromkreis eine Lichtwirkung erzielen zu können glaubte, dies auch bei Verbindung geeigneter Glühkörper mit dem Ende eines nicht geschlossenen Stromkreises möglich ist, wenn man dem elektrischen Strom eine ganz aufsergewöhnlich hohe Klemmenspannung und gleichzeitig eine entsprechend hohe Frequenz oder Polwechselzahl giebt, und zwar gehören zur Erzielung dieser Wirkung eine Klemmenspannung und eine Frequenz von solcher Höhe, wie sie bei elektrischen Strömen bisher nicht für zweckmäfsig oder für praktische Zwecke anwendbar gehalten worden sind.
Zur Erzielung eines elektrischen Stromes von der für die Hervorbringung dieser Glühwirkung erforderlichen Geschwindigkeit der Wechselfolge können bekannte Einrichtungen verwendet werden, beispielsweise kann der Strom oder die elektrische Energie von einem Gleichstromerzeuger hervorgebracht und durch mechanische Mittel mit äufserster Geschwindigkeit aufeinander folgend unterbrochen werden, oder es können durch eine besonders dazu eingerichtete magnetelektrische Maschine Wechselströme von äufserst kurzer Dauer erzeugt werden, deren Klemmenspannung man dann durch eine Inductionsrolle bis zu dem erforderlichen Mafse erhöht; so kann man in der in der Zeichnung schematisch dargestellten Art 'und Weise dem durch eine beliebige Elektricitätsquelle, beispielsweise durch die hier als Wechselstrommaschine gedachte Quelle G, erzeugten Strom eine höhere Klemmenspannung durch eine Inductionsrolle geben, deren Primärspule hier mit P bezeichnet ist, wobei durch den in der Secundärspule 5 entwickelten Strom ein Stromverdichter (Condensator) C geladen wird, dessen angesammelte Energie dann in einer zur Erzielung einer möglichst schnellen Aufeinanderfolge der Wechselbewegung des Stromes geeigneten Weise bei α in einen Stromkreis A zur Entladung gebracht wird. Nachdem man auf diese Weise einen Strom von der erforderlichen Frequenz hergestellt hat, kann man denselben dadurch in einen Arbeitsstrom von entsprechend hoher Klemmenspannung verwandeln, dafs man die Primärspule P1 einer Inductionsrolle einschaltet, in deren aus dünnem Draht von grofser Länge bestehenden Secundärspule S1 dadurch ein Strom von gleicher Frequenz, aber von aufserordentlich vergröfserter Klemmenspannung erzeugt wird.
An den einen oder anderen Pol dieses secundären Stromkreises schliefst man einen oder
mehrere Glühkörper, beispielsweise elektrische Glühlampen b b der gebräuchlichen Art, an, während man den entgegengesetzten Pol mit der leitend gemachten Wand W des zu beleuchtenden Raumes verbinden kann. Obgleich dieser Stromkreis kein eigentlich geschlossener ist, so werden die das eine Ende desselben bildenden Glühkörper, wie durch zahlreiche Versuche festgestellt worden ist, unter dem Einflufs der aufserordentlich hohen Frequenz und der hohen Klemmenspannung zum Glühen gebracht. Statt unmittelbar, können die Glühkörper auch in bekannter Weise inductiv mit dem Polende der betreffenden Leitung verbunden sein.
Um das Wesen der vorliegenden Erfindung in den hauptsächlichsten Unterscheidungsmerkmalen gegenüber anderen bekannten Verfahren, beispielsweise gegenüber demjenigen des Patents Nr. 49205, noch deutlicher kenntlich zu machen, sei hier noch ausdrücklich bemerkt, dafs bei dem Verfahren jenes Patents und bei verschiedenen anderen ähnlichen Verfahren die Lichtwirkung durch das Ueberspringen des Stromes (bezw. Funkens) zwischen zwei Polenden oder Elektroden hervorgebracht wird, wobei also die Lampe in einen in sich geschlossenen Stromkreis eingeschaltet ist. Bei vorliegender Erfindung dagegen wird die Lichtwirkung nicht durch Funken hervorgerufen, vielmehr wird zumeist, und zwar absichtlich, eine so gründliche Luftleere in der Glasbirne erzeugt, dafs ein Springen von Funken darin nicht möglich ist. Ferner ist hier der lichterzeugende Leiter nicht in den Stromkreis eingeschaltet (in diesem Falle würde eine Lichtwirkung überhaupt nicht stattfinden), sondern derselbe ist nur mit einem einzigen Pol des nicht geschlossenen Stromkreises verbunden.
Während also bei dem Verfahren des Patents Nr. 49205 und bei anderen ähnlichen Verfahren die Lichtwirkung durch eine allgemein bekannte Function des sich durch einen abgeschlossenen Stromkreis bewegenden elektrischen Stromes, und zwar in diesem abgeschlossenen Stromkreis selbst hervorgebracht wird, ist sie bei vorliegender Erfindung eine unmittelbare Folge — nicht einer Function des Stromes im bisherigen Sinne —, sondern eines bis jetzt noch nicht angewendeten überaus hohen Mafses von Frequenz und Klemmenspannung, und die Lichtwirkurig äufsert sich nicht innerhalb des Stromkreises, sondern aufserhalb desselben, d. h. an dem einen Polende desselben. Theoretisch wird diese Wirkung darauf zurückgeführt, dafs. die noch in der Birne befindlichen Lufttheilchen infolge der aufsergewöhnlich hohen Klemmenspannung elektrisch werden und durch die enorm hohe Geschwindigkeit der Wechselfolge des Stromes von dem lichtgebenden Körper abwechselnd angezogen und abgestofsen werden, so dafs sie bei der durch die Luftleere begünstigten aufserordentlichen Bewegungsfreiheit durch das mit grofser Geschwindigkeit erfolgende Anprallen gegen die Oberfläche des Leuchtkörpers diesen glühend machen.
Dadurch, dafs der Erfinder durch praktische Versuche auf diese Erklärung für die beobachteten Lichtwirkungen gelangt ist, ist es ihm möglich geworden, auf dem beschriebenen Wege Lichtwirkungen von solcher Stärke zu erzeugen, dafs sich dieselben zur Verwendung für praktische Beleuchtungszwecke eignen, und insofern bedeuten die von ihm auf diesem Wege erzielten Lichtwirkungen etwas ganz anderes, als beispielsweise die bekannten Glühwirkungen, welche mit Crookes'sehen Röhren dadurch hervorgebracht werden, dafs man eine luftleer gemachte Röhre in die Nähe der Drähte einer Inductionsspule bringt. Alle diese bekannten Versuche, sowie auch die von der Firma Siemens & Halske im Jahre 1891 ausgeführten (Elektrotechnische Zeitschrift, Bd. 12, 1891, S. 212 und 265), konnten zu einem für die Beleuchtungstechnik brauchbaren Lichteffect deshalb nicht führen, weil die Betreffenden augenscheinlich die Bedeutung noch nicht kannten, welche die Anwendung einer bis ins Ungemessene erhöhten Polwechselzahl in Verbindung mit der Anwendung einer enorm hohen Klemmenspannung dabei hat. Diese Erkenntnifs konnte erst dadurch gewonnen werden, dafs man, wie dies dem Erfinder ge^ lungen ist, die Natur des mechanischen Verhaltens der Gasmolecüle oder Atome bei ihrer Beeinflussung durch die elektrische Wirkung erkannte.
Auf dieser Erkenntnifs weiter bauend, erhöhte der Erfinder die Polwechselzahl des Stromes von den bisher erreichten ungefähr 15 bis 20 Tausend auf Hunderttausende und Millionen in der Minute und erreichte dadurch eine ganz neue Wirkung. Statt der bisher beobachteten schwachen Glühwirkung wurde eine für Beleuchtungszwecke durchaus brauchbare intensive Lichtwirkung erzielt, es wurde beispielsweise bei einem in luftleerer Glasbirne eingeschlossenen Kohlekörper . dieselbe oder gar eine noch höhere strahlende Glühwirkung erzeugt, wie sie nur.einer elektrischen Lampe eigen ist. Diese Glühwirkung beschränkt sich, was den Kohlekörper selbst anlangt, auf den exponirten Theil desselben und findet an denjenigen Theilen desselben nicht statt, welche dem Einflufs der in Bewegung gesetzten Luftoder Gastheilchen nicht ausgesetzt sind, welcher Umstand die Richtigkeit der gegebenen theoretischen Erklärung dieser Erscheinung bestätigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, eine Lichtwirkung dadurch zu erzeugen, dafs in einem im Sinne des Sprachgebrauchs nicht geschlossenen Stromkreis elektrische Ströme von so aufserordentlifh hoher Frequenz und hoher Klemmenspannung erzeugt werden, dafs ein oder mehrere Glühkörper zum Glühen gebracht werden, welche entweder unmittelbar das eine Ende des offenen Stromkreises bilden oder von diesem Ende durch Induction so beeinflufst werden, dafs die gleiche Wirkung entsteht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT73080D Verfahren zur Erzeugung elektrischen Lichtes Expired - Lifetime DE73080C (de)

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