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Meßgerät für Rohrwalzen Zum Eindichten von Rohren in Kesselwandungen
werden in den letzten Jahren fast ausschließlich solche Rohrwalzen verwendet, die
sich bei Erreichung dines bestimment Walzdruckes selbständig abschalten. Der hierfür
zu bestimmende Grenzwalzdruck ist bisher in der Regel empirisch bestimmt worden
so daß sich häufig Ungenaugkeiten ergaben oder eine wiederholte Einstellung der
Walzenkupplung erforderlich wurde. Andererseits gibt es bereits ein Gerät zur Druckprüfung
bei Rohrwalzen, bei welchen die Walzsteine auf gegeneinander bewegliche Abschnitte
eines Ringes drücken, von denen einer über einen.
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Kolben auf eine Kraftmeßvorrichtung wirkt.
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Diese bekannte Vorrichtung hat indessen den Nachteil, daß sich die
Rohrwalze in dem Kontrollring drchen kann, so daß jie nach der Stellung der Walzsteine
zu den einzelnen Abschnitten des Ringes verschiedenartige Prüfergebnisse entstehen.
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Die vorliegendc Erfindung betrifft ein Druckmeßgerät für Rohrwalzen,
das den bexsonderen Vorzug aufweist, daß durch entsprechende Anordnung der Widerlager
für die Walzsteine der Walzvorgang genau nachgebilder werden kann und somit eindeutige
Meßbefunde erzierbar sind. Gemäß dem eingangs weidergegebenen Stand der Technik
geht die Erfindung von einem Meßgerät für die von den Walzsteinen einer Rohrwalze
ausgeübte Kraft aus, bei dem die Walzsteine auf gegeneinander bewegliche Widerlager
drücken, von denen eines auf eine Kraftmeßvorrichtung wirkt. Die Erfindung bestrebt
darin, daß als Widerlager für die Walzsteine Rollen - vorgesehen sind und daß die
Rohrwaze außerdem gegen Umdrehung gesichert ist. Nach
einer besonderen
Ausgestaltung wird das erfindungsgemäße Gerät so ausgebildet, daß die Kraftmeßvorriclitung
mit ihrem Rollenwiderlager auf zwei schräg zueinander geriditeten Füßen zitzt, an
welchen zwei weitere Wide@-lagerrollen so angeordnet sind. daß die Wider lager ein
zur Lotrechten symmetrisches Drei eck bilden. Man hat es hierbei in der Hand. die
drei Widerlager jeweils genan der Walzengröße entsprechend einzustellen so daß die
Spreizung der Walzsteine genau auf das Meßinstrument übertragen wird.
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Das lleuartige Gerät arbeitet dernnaeh so daß die Walzsteine der
gegen. Umdrehung gesicherten Rohrwalze in dem Prüfgerät auf Gegenrolien aufliegen.
so daß sie sich bei Umdrehung des Walzdornes um ihre Achse drehen können. wobei
die durch den Vorschub des Dornes verursachte Spreizung der Walzsteine eine der
Gegenrollen verschiebt und hierdurch auf einen Druckmesser übertragen wird, dessen
Zeiger erst dann zum Stillstand kommt, wenn die Rohrwalze ab schaltet.
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Die Erfindung ist ill erster Linie für Rohrdichter mit drei Walzsteinen
gedacht, wärt aber auch auf andere Walzen mit ungerader Walzsteinzahl anwendbar,
wenn zwei benachharte und ein dritter. auf dem Nlittellot zwischen diesen beiden
Steinen liegender Walzstein in der vorgeschlagenen Weise mit Gegenrollen zusammenarbeiten.
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Der Halter für die obere Gegen rolle kann als Kolben ausgebildet
sein. der in bekannter Weise das Flüssigkeitsgetriebe eine Manometers betätigt und
in einem vom oder im oberen Teil des Tragges.tells ebildeten Zylinder läuft. An
sich ließe sich das Manometer auch auf rein mechanischem Wege oder mittels Federn.
Gase o. dgl. steuern.
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Demgegenüber bietet aber das Flüssigkeitsgetriebe den Vorzug, daß
der Schaltweg außerordentilich gering wird.
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Um die Robrwalze im Prüfgerät an der Drehung zu verhindern. kann
man nach einer weiteren Verbesserung der Erfindung so vorgehen daß an dem oberen
Halter. der also den Druckmesser betätigt, symmetrisch zur Lotrechten zwei Gegenrollen
sitzen, die zwisehen sich den entsprechenden Was stein der Walze aufnehmen.
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Schließlich sind durch die in den Ansprüellen 4 bis 9 genannten Maßnahmen
noch and ere Ausgestaltungen der Erfindung gegeben, die insbesondere zen Zweck haben,
das erfindungsgSemäße Gerät so einzurichten. daß es für Rohrwalzen verschiedenster
Durchmesser bzw. Dehnbereiche verwendbar ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. 1 einen Vertikallängschnitt und Fig. 2 einen Horizontalquerschnitt
durch das neuartige Gerät.
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Ein das ganze Prüfgerät tragender Winkelrahmen 5, dessen untere Enden
als Füße aus gebildet sind, umschließt in seinem oberen Teil einen Zylinderraum
6, der beispielsweise mit Öl gefüllt ist und durch einen Kolben abgeschlossen wird.
An dem Kolben 7 ist um eine Horizontalachse 8 schwenkbar ein Halter 9 gelagert,
in welchem, um ihre Achsen drehbar, zwei Rollten 10 und 1 1 sitzen.
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Der Zylinder 6 ist über einen Durchlaß 12 mit einem Manometer 13
verbunden.
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Den Rollen 10, 11 sind weitere Rollen 14, I5 zugeordnet, mld zwar
derart, das die Rollen 10, 14 mid 11, I5 symmetrisch zur Lotrechten liegen. Als
Halter für die Rollen 14, 15 dient je ein Blocl 16, der mittels eine Ansatzes 17
in einer Aussparung 18 geführt wird, wie sie in jedem der heiden Schenkel des Winkelrabmens
5 vorgesehen ist. Zur Arretierung der Blöcke 16 diencn Knebelschraubern 19.
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Der Öffnungswinkel des Winkels 5 beträgt 6o -, so daß auch die Blöcke
I6 und damit die Mittelpunkte der Rollen 14, 15 stets unter diesem Winkel im Verhältnis
zur Horizontalen bewegt werden, wenn eine Verschiebung del-Blöcke 16 entlang den
Winkelschenkeln eintritt. Eine solche Verschiebung wird crfor derlich, um im Einzelfall
die Gegenrollen 10.
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11, 14. 15 an die zu prüfende Walze anzupassen. Die erforderliche
Gleichmäßigkeit der Verschiebung zwischen den Rollen 14 und 15 wird hierbei durch
ein Abstandstück gewährleistet, das die Blöck 16 verbindet und im Zeichnungsbeispiel
aus einem horizontalen Bolzen 20 bestebht, auf dem die Blöcke 16 verschieblich gelagert
sind. derart. daß sie durch Federn 21, 22, die auf dem Bolzen 20 sitzen und von
einem mittleren Anschlag 23 ausgehen gegen die Führungen 1 8 des Winkelrahmens 5
gedrückt werden.
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Zur Höher- und Tieferstellung des Bolzens 20 und damit der Gegenrollen
14. 15 dient im Zeichnungsbeispiel ein Exzenter 24. das mittels eines Schaltrades
25 um die Welle 26 geschwenkt werden kann.
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Eine andere praktische Lösung würde auch darin bestehen, daß unter
Wegfall des Exzenters und der Federn 21, 22 der Bolzen 20 auf der einen Seite mit
- Linksgewinde, auf der anderen mit Rechtsgewinde versehen wird und somit seine
Drehung eine annäherung oder Entfernung der Rollen 14, 15 bewirkt.
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Die Arbeitsweise des verschieblichen Gerätes gestaltet sich wie folgt.
Nachdem die Knebelschrauben 19 gelöst sindd, werden dle Rollen 14, 15 so weit nach
unten geschoben. daß die zu prüfende Rohrwalze bequem eingeschoben werden kann.
Zwei Walzsteine dieser
Walzen liegen auf den Rollen 14, 15 aalf,
während der dritte. Walzstein zwischen den Rollen 10, 11 zu liegen kommt. Dann werden
die Rollen 14, 15 so weit nach oben geschoben, daß die verschiedenen Rollen und
Bolzen satt aufeinanderliegen, woblei die Der schwenkbarkeit des Halters 9 ein genaues
Anliegen zwischen den Rollen 10, 11 einerseits und dem Walzstein andererseits sichert.
Wird nun der Spreizdorn zwischen die Walzsteine vorgeschraubt, so entsteht allmählich
ein Druck, der beim Einrichten von Rohren dem Walzdruck entspricht. Dieser Druck
pflanzt sich vom Halter 9 auf den Kolben 7, von diesem auf die Flüssigkeit im Zylinder
6 und voll hier wieder auf den Druckmesser 13 fort, so daß an diesem Instrument,
das naturgemäß in geeigneter Weise geeicht sein muß, der Walzdrck ablesbar ist,
bei welchem sich die Rohrwalze selbsttätig abschltet.