DE72834C - Mischventil für Badezwecke - Google Patents

Mischventil für Badezwecke

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Publication number
DE72834C
DE72834C DENDAT72834D DE72834DA DE72834C DE 72834 C DE72834 C DE 72834C DE NDAT72834 D DENDAT72834 D DE NDAT72834D DE 72834D A DE72834D A DE 72834DA DE 72834 C DE72834 C DE 72834C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
housing
opening
pistons
mixing
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT72834D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. KETZER in Wien, Quellengasse 101
Publication of DE72834C publication Critical patent/DE72834C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K11/00Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves
    • F16K11/02Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit
    • F16K11/06Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only sliding valves, i.e. sliding closure elements
    • F16K11/065Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only sliding valves, i.e. sliding closure elements with linearly sliding closure members
    • F16K11/0655Multiple-way valves, e.g. mixing valves; Pipe fittings incorporating such valves with all movable sealing faces moving as one unit comprising only sliding valves, i.e. sliding closure elements with linearly sliding closure members with flat slides

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Multiple-Way Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 85: Wasserleitung.
EDUARD KETZER in WIEN. Mischventil für Badezwecke.
Vorliegende Erfindung stellt einen Mischapparat für Bade- oder andere Zwecke dar, durch welchen die Mischung von kaltem und warmem Wasser, oder von kaltem Wasser und Dampf mit beliebiger Ausströmungstemperatur bewirkt wird, und welcher derart eingerichtet ist, dafs beim Oeffnen immer die kältere Flüssigkeit zuerst ausströmen mufs, wodurch bei Badeeinrichtungen das so häufig vorkommende Verbrühen durch unvorsichtiges Oeffnen der Hähne gänzlich vermieden wird. Aufserdem kann der Badeofen nie unter Druck kommen.
In beiliegender Zeichnung sind solche Mischapparate in verschiedenen Ausführungen bezw. zu verschiedenen Zwecken dargestellt, und es zeigt:
Fig. ι den Längsschnitt eines Mischapparates für Badeöfen im ganz offnen Zustande;
Fig. 2 ist ein Verticalschnitt durch den Apparat nach x-y,
Fig. 3 ein Horizontalschnitt nach xl-yl der Fig. i, mit oberem Kolbenschiebertheil abgenommen;
Fig. 4 zeigt im Längsschnitt den Apparat im geschlossenen Zustande,
Fig. 5 ebenfalls einen Längsschnitt eines Mischapparates zum Mischen von Dampf und Wasser im halbgeöffneten Zustande.
Der Mischapparat für Badeöfen besteht aus einem Gehäuse, welches von dem Obertheil a, dem Rahmen b und dem Untertheil c gebildet ist, die dicht mit einander verbunden sind. Das Gehäuse (Fig. 1 bis 3) ist bei A mit der Kaltwassereinströmung (von der Wasserleitung), bei B mit der Warmwassereinströmung vom Badeofen, bei C mit der Kaltwasserausströmung zum Badeofen und bei D mit dem Auslauf für die gemischte Flüssigkeit versehen. An dem einen NEnde des Apparates befindet sich die Stopfbüchse i k, durch welche eine mit Handrad / versehene Spindel h in das Innere des Gehäuses führt. Der Schraubentheil der Spindel pafst in eine im Innern des Gehäuses befindliche und dort geführte Mutter g. Das Ventil besteht aus zwei in einander gesteckten büchsenförmigen Kolben d und_/, welche nach aufsen mit den Schieberflächen, η und ρ versehen sind, die gegen die inneren Flächen des Obertheiles α bezw. des Untertheiles c durch Aufschleifen (oder mit eingelegten Vulcanfiberringen) abgedichtet sind. Die beiden Ventiltheile oder Kolbenschieber d und f sind in beliebiger Weise mit der Mutter g so verbunden, dafs durch Drehen des Handrades / und darauf folgendes Hin- und Herbewegen der Mutter g die Kolbenschieber mitgenommen werden. Die Fläche η des Kolbens d ist mit einer runden oder trapezförmigen Oeffhung m versehen und das Gehäuse mit einer entsprechenden Oeffnung 0, welche mit der Warmwassereinströmung in Verbindung steht. Der Kolben f hat in einer Fläche ρ drei Oeffnungen q, r und s. Der Untertheil c des Gehäuses ist ebenfalls mit drei Oeffnungen q\ r1 und i1 versehen, und zwar derart, dafs in der geschlossenen Stellung des Kolbens die Oeffnung q des Kolbens f mit der Oeffnung q1 im Untertheil c sich deckt, die beiden anderen Oeffnungen aber geschlossen sind. Die Einströmung des kalten Wassers von A aus in die Kolben d und y, welche den Mischraum Y
bilden, findet durch die Oeffnung q statt, und je nach Stellung der Kolben d und f kann ein Theil des kalten Wassers zum Badeofen bezw. durch die Oeffnung r strömen. . Das im Raum Y gemischte Wasser gelangt durch die Oeffnung s im Kolben f und durch sl im Untertheil c des Gehäuses zum Auslauf D. Damit die beiden Kolben bei geschlossener Stellung nicht nur von dem im Mischraum Y befindlichen Druck gegen die Gleitflächen im Gehäuse angedrückt und abgedichtet werden, sind die Kolben d und f mit Keilflächen x-x versehen, diesen entsprechend die Gehäusewände b mit Flächen ν derart versehen, dafs beim Schliefsen (Rechtsbewegen) der Kolben die Keilflä'chen auf einander laufen und so die Kolben abdichtend gegen ihre Gleitflächen im Gehäuse anpressen. In Fig. ι sind die Kolben d und f so eingestellt, dafs das Wasser mit der höchsten Temperatur zum Auslauf gelangt, da nur wenig kaltes Wasser bei q in den Mischraum Y gelangen kann, wogegen das gröfsere Quantum kalten Wassers durch r r1 zu der zum Badeofen führenden Ausströmungsöffnung C geführt wird; die Folge hiervon ist, dafs vom Badeofen aus mehr warmes Wasser bei B durch die Oeffnungen ο und m in den Mischraum Y gelangt. Will man Wasser von geringerer Temperatur zum Ausflufs bringen, so dreht man das Handrad in der Weise, dafs die beiden Kolben d und f nach rechts bewegt werden; es wird dann von A aus mehr kaltes Wasser in den Mischraum Y gelangen, während der Querschnitt der Durchströmungsöffnungen für das kalte Wasser zum Badeofen verengt wird; da infolge dessen weniger kaltes Wasser nach dem Ofen gelangt, wird auch die Quantität des vom Ofen in den Apparat strömenden warmen Wassers veringert und hierdurch eine niedrige Temperatur des bei D auslaufenden Wassers erreicht. Werden die Kolben d und f in ihre äufserste Stellung nach rechts gebracht (Fig. 4), so ist der Apparat geschlossen. Der Mischraum Y und das Gehäuse ist jetzt ganz mit kaltem Wasser gefüllt, dasselbe kann aber weder durch die Oeffnungen ssl zum Auslauf D gelangen, da die Oeffnungen in dieser Stellung abgesperrt sind. Damit das erwärmte Wasser im Badeofen beim Anheizen sich ausdehnen bezw. kein Druck im Ofen entstehen kann, ist ein Kanal \ angebracht (Fig. 2), welcher direct zum Auslauf D mündet.
Bei Verwendung des Mischapparates in Badeanstalten, wo der Badeofen entfällt, da warmes und kaltes Wasser vom Reservoir entnommen wird, fällt der Stutzen C weg und der Apparat erhält die in Fig. 4 dargestellte Form. Es ist hier A die Einströmung für das kalte Wasser vom Reservoir oder der Wasserleitung, B die Einströmung für das warme Wasser. vom Reservoir und D der Auslauf für gemischtes Wasser. Die Kolben d und f sind hier in geschlossener Stellung gezeichnet, in welcher der Mischraum Y und das Gehäuse mit kaltem Wasser gefüllt ist, das aber nicht entweichen kann. Wenn durch Drehen des Handrades die beiden Kolben nach links bewegt werden, so kann zuerst nur kaltes Wasser zum Auslauf gelangen. Nach weiterer Linksbewegung der Kolben gelangt immer weniger kaltes Wasser zum Mischraum Y1 wogegen die Einströmungsöffnungen 0 und m immer weiter geöffnet werden und dadurch immer mehr warmes Wasser in den Mischraum Y gelangen lassen, so dafs die Temperatur des ausströmenden Wassers immer höher wird.
Wenn der Apparat zum Mischen von Wasser verwendet werden soll, erhält er die in Fig. 5 gezeigte Einrichtung. Die Construction des Apparates bleibt im wesentlichen die gleiche wie die der vorher beschriebenen und ist derselbe so wie der in Fig. 4 gezeigte mit einer Eintrittsöffhung A für das kalte Wasser, mit einer solchen B für den Dampf und mit der Auslauföffnung D versehen. Statt der Oeffnung 0 in der Schieberfläche des Theiles a sind hier eine Anzahl kleiner Löcher o1 eingebohrt. In der entsprechenden Oeffnung m des Kolbens d ist eine Düse ml eingeschraubt. Die Oeffnung q1 im Untertheile c für die Einströmung des kalten Wassess ist bei diesem Apparat so grofs gehalten, dafs beim Hin- und Hergang der Kolben immer derselbe (volle) Querschnitt des Zuflufsrohres mit dem Mischraum in Verbindung steht. In der äufsersten rechten Stellung der Kolben ist der Apparat geschlossen und der Mischraum Y, sowie das Gehäuse mit kaltem Wasser gefüllt; werden die Kolben durch Drehen des Handrades nach links bewegt, so gelangt erst eines der Löcher o1 in Verbindung mit der Oeffnung m und ein geringes Quantum Dampf gelangt durch die Düse w1 in den Mischraum Y, wo es das zum Ausflufs gelangende Wasser auf die entsprechende Temperatur erhöht. Durch weiteres Fortbewegen der Kolben nach links werden immer mehr die Löcher ö1 frei und ein entsprechend gröfseres Quantum Dampf kann in den Mischraum Y eintreten, wodurch die Temperatur des ausströmenden Wassers immer mehr erhöht wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Mischventil für Badezwecke, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier in einander gesteckter büchsenförmiger Kolben (df, Fig. 1), welche in dem Gehäuse α gemeinsam verschiebbar sind und einen Mischraum (Y) bilden, wobei ihre schieberartigen Aufsenflächen mit Durch-
    brechungen fmsqr) zur Ueherführung des kalten bezw. warmen Wassers nach den Rohranschlüssen (C D) versehen sind.
    An dem unter i. gekennzeichneten Mischventil die Anordnung, dafs die schieberartigen Aufsenflä'chen der Kolben gegen die Innenflächen des Gehäuses mittels der Keilflächen χ χ und ν (Fig. ι und 4) abgedichtet sind.
    3. Eine Ausführungsform des vorstehend gekennzeichneten Mischventils, bei welcher zwecks Verwendung der Vorrichtung zum »Mischen von Dampf und Wasser, an der Oeffnung (m) des Kolbens (d) eine Düse (ml, Fig. 5) angebracht sowie die Durchbrechung (0) des Gehäuses durch eine Anzahl im Dreieck angeordneter Löcher (ol) ersetzt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT72834D Mischventil für Badezwecke Expired - Lifetime DE72834C (de)

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