DE727707C - Verfahren zur Erzielung einer drehzahlunabhaengigen OEffnungszeit bei elektromagnetisch betaetigten Treibstoff-Einspritzventilen - Google Patents

Verfahren zur Erzielung einer drehzahlunabhaengigen OEffnungszeit bei elektromagnetisch betaetigten Treibstoff-Einspritzventilen

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DE727707C
DE727707C DEB179959D DEB0179959D DE727707C DE 727707 C DE727707 C DE 727707C DE B179959 D DEB179959 D DE B179959D DE B0179959 D DEB0179959 D DE B0179959D DE 727707 C DE727707 C DE 727707C
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DEB179959D
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Dr-Ing Max-Just Mehler
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DER KOHLENWERTSTOFF VERBAENDE
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DER KOHLENWERTSTOFF VERBAENDE
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
    • F02D41/30Controlling fuel injection

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzielung einer drehzahlunabhängigen Öffnungszeit bei elektromagnetisch betätigten Treibstoff-Einspritzventilen Bei den schnell lautenden Fahrzeugbrennkraftmaschinen, die nach dem Otto-Prinzip mit Vergaser arbeiten, zeigen sich verschiedene Mängel, die man durch die Einspritzung des Kraftstoffes zu beseitigen sucht. Davon seien einige hier aufgeführt.
  • z. Durch das heute übliche große Verhältnis von Höchstdrehzahl zu 1lindestdrelizahl (Leerlauf) ist man zum Zwecke der Vermeidung von Vergaserlöchern und zur Erreichung von hinreichender Verwirbelung des Gas-Luft-Gemisches zur Verwendung von verhältnismäßig kleinen Lufttrichtern ini Vergaser gezwungen, die die Füllung bei hohen Drehzahlen merklich drosseln und damit den Drehmomentenverlauf ungünstig beeinflussen und die erreichbare Höchstleistung herabsetzen. Dieselbe :Minderung des Drehmoments erfolgt bei geringen Drehzahlen durch unzureichende Verwirbelung.
  • Bei der Verwendung von Vergasern ist man an eine bestimmte Vergasercharakteristik gebunden. die einmal drehzahlabhängig ist und zum anderen nicht gestattet, die Maschine zugleich auf Höchstleistung und ini Teillastgebiet auf iiiedri-sten Verbrauch einzustellen, vielmehr niu13 man sich auch bei Verwendung umfangreicher Zusatzeinrichtungen, wie Isonipensatorclüsen, Leerlaufdüsen, Bremsluftdüsen, Tc:illastnadeln, Beschleunigerpumpen und Startvergasern, immer noch mit einer gewissen Zwischenlösunz für die günstigsten Gas-Luft-Zusammensetzungen in den verschiedenen Belastungs- und Drehzahlgebieten begnügen.
  • 3-. Die heute üblichen Vergaser sind nicht lagerunempfindlich. Es sind daher z. B. im Flugmotorenbau, besonders wenn die Forderung nach einwandfreiem Arbeiten unter den verschiedenen Beschleunigungszuständen gestellt wird, umfangreiche Zusatzeinrichtungen notwendig.
  • Alle diese Mängel sind im .wesentlichen durch die Treibstoffeinspritzung zu beseitigen, und somit gingen viele Bemühungen dahin, für schnell laufende Otto-Brennkraftmaschinen ein befriedigendes Einspritzsystem zu finden. Dieses gilt im besonderen Maße für Zweitaktmaschinen mit Gemischspülung, bei denen einmal der Brennstoffverwirbelung eine erhöhte Bedeutung beigemessen werden muß und zum anderen mit einem bestimmten aus der Art der Spülung sich ergebenden Gemisch- und damit Brennstoffverlust durch die Auslaßschlitze gerechnet werden muß.
  • Aber auch die direkte Kraftstoffeinspritzung unter Verwendung der üblichen Kolbeneinspritzpumpen stößt besonders bei höheren Drehzahlen auf große Schwierigkeiten. Diese liegen einmal bei der Schwierigkeit einer hinreichenden Plungerschmierung, zum anderen an den hohen Saugunterdrücken, die zu Dampfblasenbildung führen können und dadurch eine gleichbleibende Dosierung erschweren. Außerdem ist die erforderliche Herstellungsgenauigkeit für die geringen Plungerdurchmesser der geringvolurnigen schnell laufenden Fahrzeugbrennkraftmaschinen ein wesentliches Hindernis für die Herstellung solcher Einspritzpumpen. Demgemäß sind auch die Wiederherstellungskosten bei normalem Betriebsverschleiß sehr hoch.
  • Bei Verwendung von Hochdruck- oder Flüssiggasen mit einem Regler, der die Gase auf einen bestimmten Unterdruck entspannt, und wobei dann die Gase durch eine Düse dem Saugrohr zugeführt «-erden, sind im wesentlichen die gleichen Schwierigkeiten, wie oben erwähnt. festzustellen.
  • Es liegt nun nahe, die Einspritzung in (leg «reise vorzunehmen, claß der unter Vordruck stehende Brennstoa lediglich durch geeignete Betätigung eines Ventils dem Motor zu,-eführt wird. Der Vordruck kann hierbei in der Art des Treibstoffes begründet sein, z. B. bei Hochdruck- oder verflüssigten Gasen, oder z. B. bei Hiis.i'en Kraftstoffen in bekannter Weise durch eine beliebige Vordruckpunipe erst t.--reti"t werden oder auch beides zugleich. z. B. bei der Verwendung verflüssigter Gase unter höherem Vordruck als dein Dampfdruck des Gases entspricht. Diese Ventilbetätigung kann auf beliebige Art geschehen, beispielsweise mechanisch durch Nocken und Stößel oder auch, wie bereits bekanntgeworden, durch elektromagnetische Betätigung desselben, beispielsweise durch Kontaktgabe längs eines bestimmten Kontaktbogens. Allen diesen Konstruktionen haftet aber allgemein der Mangel an, daß der wirksame Öffnungsbogen (bei mechanisch gesteuertem Ventil) bzw. Kontaktbogen (bei elektrisch gesteuertem Ventil) sich über einen bestimmten Winkel des Umfanges erstreckt. Damit wird aber die Öffnungszeit eines Einspritzvorganges und damit die Einspritzmenge bei unverändertem Öffnungsbogen bzw. Kontaktbogen drehzahlabhängig, derart, daß bei Verdoppelung der Drehzahl die Öffnungszeit eines Einspritzvorganges und damit die Einspritzmenge sich auf die Hälfte verringern. Man hat versucht, diesen Mangel derart zu beseitigen, daß man Öffnungsbogen bzw. Kontaktbogen verstellbar einrichtet, indem etwa durch eine drehzahlabhängige Steuereinrichtung (beispielsweise Fliehkraftregler) selbsttätig eine Verstellung herbeigeführt wird, die bei Verdoppelung der Drehzahl auch den wirksamen Öffnungsbogen bzw. Kontaktbogen verdoppelt, so daß die Öffnungszeit und somit auch die Einspritzmenge konstant bleiben. Weiterhin muß in diesem Fall eine von dem Drehzahlversteller unabhängige Verstellmöglichkeit vorgesehen sein, um die Einspritzmenge willkürlich bei Belastungswechsel der Maschine bemessen zu können.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren, bei elektrisch betätigten Einspritzventilen beliebiger Konstruktion eine drehzahlunabhängige Öffnungszeit des Ventils zu erreichen ohne Zuhilfenahme drehzahlabhängiger mechanischer V erstelleinrichtungen. Dies soll dadurch erreicht «-erden, claß die Betätigung der elektrischen Einspritzventile nicht in bekannter Weise unmittelbar durch zeitliche Kontaktgabe in einem Batterieventilstromkreis erfolgt, sondern der. Stromstoß, der das Ventil .direkt oder unter Zwischenschaltung eines geeigneten Verstärkers oder Relais indirekt betätigt, wird in dem Sekundärkreis eines Transformator: induziert. Dieser Induktionsstromstoß kommt in bekannter Weise durch rasche Veränderun@ des Stromes im Primärkreis des Transformators zustande. w1,- sie beishieis@@-ei;e durch Üffnen oder Schließen eines Kontaktes (Unterbrechers) iiti Priin-irstronilcreis, der aus Batterie, Primiirwicklung des Transiorniators und Unterbrecher bestclit. erfol-t. Der zeitliche Verlauf des Induktion; tronies ini Sekundärkreis ist dabei unabhän-ig von der Dauer des Kontaktschlusses im 1'riin'irkreis. Auf die Verhältnisse bei einer Brennkraftmaschine übertragen, bedeutet dies Drehzahlunabhängigkeit, wenn beispielsweise der Kontakt in Form eines Unterbrechers durch die Nockenwelle angetrieben wird. Der zeitliche Verlauf des Stromstoßes wird lediglich bestimmt durch die verschiedenen elektrischen Kenngrößen im Primär- und Sekundärkreis, nämlich: Ohmsche Widerstände, Selbstinduktion, Kapazität, Spannung am Unterbrecher und Übersetzungsverhältnis des Transformators. -Durch geeignete Veränderung einer oder mehrerer dieser Größen ist es möglich, den zeitlichen Verlauf des induzierten Stromstoßes im Sekundärkreis etwa zum Zwecke der Veränderung der Öffnungszeit des Ventils und damit Regelung der Einspritzmenge zu beeinflussen. Selbstverständlich ist -es möglich, wie bereits durch andere Veröffentlichungen bekanntgeworden, mehrere Einspritzventile, beispielsweise bei Mehrzylinderinotoren, durch einen Verteiler nacheinander mit dem Kontaktgeber, in dem Falle der vorliegenden Erfindung also mit dem Sekundärl:reis des Transformators bzw. dem hiervon gesteuerten Verstärker oder Relais, elektrisch zit verbinden.
  • Es ist vorgeschlagen worden, - Einspritz-"-entile elektrisch dadurch zu steuern, daß ein Kondensator über einen Wechselkontakt von einer Stromquelle, beispielsweise von einem Sammler, aufgeladen und nach Umlegen des Kontaktes über die Wicklung des Einspritzventils entladen wird. Bei diesem Vorschlag ist eine drehzahlunabhängige Steuerung nicht erreicht, da die Öffnungsdauer des Ventils abhängig ist von der Zeit, die die im Kondensator aufgespeicherte Strommenge, also die Ladung des Kondensators, zum Abfluß benötig. Die Ladung ist beigegebener Kapazität des Kondensators abhängig von der an den Kondensator angelegten Spannung, von @ler Laclestromstärke des Kondensators und an Gier Zeitdauer der Aufladung des Kondensators, die eben abhängig ist von der i )quer der Kontaktabe für den Aufladevoraün und damit von der Drehzahl der .\laschille.
  • lin (äe,,elisatz zu dieser Steuerung ist die Mach der Hrhndun- drelizahlunabhä ngig, so ,lal,i dio Nachteile der .drelizalilabliiiligigeli Stettertni- vermieden werden.
  • Die :31>bildun@ zeit sinnbildlich die AnfIrclnunfür eine Vierzylinderbrennkraft-,naschilie mit vier gesonderten Einspritzventilen I bis IV und mit direkter Betätigung der Ventile durch den Induktionsstromkreis ohne Zwischenschaltung eines Verstärkers oder Relais. Durch einen von der Nockenwelle des Motors gesteuerten Unterbrecher U mit vier Nocken wird der Stromfluß im Primärkreis gebildet, aus der Batterie B und der Primärwicklung des Transformators F geschlossen und unterbrochen. Zum Zwecke der Verhinderung von Funkenbildung kann ein Kondensator C den Unterbrecher überbrücken. An Stelle des Kondensators kann aber auch beispielsweise ein geeigneter Ohmscher Widerstand treten. Im' Falle des Öffnens oder Schließens des Unterbrechers U induziert die Veränderung in der Dichte des magnetischen Feldes einen Stromstoß in der Sekundärwicklung S des Transformators. Über den ebenfalls von der Nockenwelle angetriebenen Verteiler I% gelangt dieser Stromstoß wechselweise zu den vier Einspritzventilen I bis IV. Die Beeinflussung der Energie des induzierten Stromstoßes zum Zwecke der Regelung der Öffnungszeit und damit der Einspritzmenge kann beispielsweise durch einen veränderlichen Ohrnschen Widerstand (in der Zeichnung mit R bezeichnet) erfolgen. Ebensogut können aber statt dessen oder außerdem auch andere elektrische Größen des Primär- oder Sekundärkreises in geeigneter Weise verändert werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Erzielung einer drehzahlunabhängigen Öffnungszeit bei elektromagnetisch betätigten Treibstoff-Einspritzventilen an Brennkraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, -daß das Ventil direkt oder unter Zwischenschaltung eines geeigneten Verstärkers oder Relais indirekt durch einen Stromimpuls gesteuert wird, der durch das Öffnen oder Schließen eines Unterbrechers oder Kontaktes im Primärkreis eines Transformators in dessen Sekundärkreis induziert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, dali die Beeinflussung der Üffnungszeit find damit Dosierung der Einspritzmenge durch geeignete Veränderung einer oder mehrerer elektrischer Kenngi#öl,ien des Primär- oder Sekundärkreises find damit durch Veränderung des zeitlichen Verlaufes des induzierten Stromimpulses erfolgt.
DEB179959D 1937-09-18 1937-09-18 Verfahren zur Erzielung einer drehzahlunabhaengigen OEffnungszeit bei elektromagnetisch betaetigten Treibstoff-Einspritzventilen Expired DE727707C (de)

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