DE72748C - Sortirmaschine für Getreide und andere körnige Massen - Google Patents
Sortirmaschine für Getreide und andere körnige MassenInfo
- Publication number
- DE72748C DE72748C DENDAT72748D DE72748DA DE72748C DE 72748 C DE72748 C DE 72748C DE NDAT72748 D DENDAT72748 D DE NDAT72748D DE 72748D A DE72748D A DE 72748DA DE 72748 C DE72748 C DE 72748C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cloth
- drum
- sorting
- grain
- machine
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
- B07B13/00—Grading or sorting solid materials by dry methods, not otherwise provided for; Sorting articles otherwise than by indirectly controlled devices
- B07B13/10—Grading or sorting solid materials by dry methods, not otherwise provided for; Sorting articles otherwise than by indirectly controlled devices using momentum effects
Landscapes
- Sorting Of Articles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Maschine ist eine Abänderung der in dem Patent Nr. 62170 beschriebenen und gezeichneten
und soll wie jene zur Ausführung des daselbst patentirten Verfahrens dienen.
Der Anspruch in Nr. 62170 lautet:
»Verfahren zum Sortiren und Reinigen von Körnern, darin bestehend, den letzteren durch
ein Tuch ohne Ende eine schnelle Wurfbewegung beim Umkehren des Tuches über die Leitrolle zu ertheilen.«
Wie dort, so wird auch hier das zu sortirende Gut vermittelst einer Speisevorrichtung
auf ein ' schnelllaufendes Tuch ohne Ende gegeben, und es verläfst das Tuch beim Umkehren
über eine Leitrolle, aber nicht auf seiner oberen, sondern auf seiner unteren Seite.
Das Tuch A läuft um die horizontal gelagerten Rollen BCD und E in der durch
den Pfeil angedeuteten Richtung. Das zu sortirende Getreide wird in den Rumpf F vermittelst
des Schiebers G der Speisewalze H und der Rinne J bei K auf das Tuch gegeben
und von diesem bis L mitgenommen. Hierbei nehmen die Körner die Geschwindigkeit
des Tuches vollkommen an und fliegen in der Richtung, welche das Tuch zwischen L
und M hat, in die Luft. L M ist die gemeinschaftliche Tangente von C und D. Die
schwereren Körner fliegen naturgemäfs weiter als die leichteren. Durch passend .angebrachte
Fächer können beliebig viele Sorten gewonnen werden.
Der Zweck dieser Tuchführung ist, das Sortirgut zwischen Tuch und Trommel zu
bringen, um ihm die Mittheilung der Tuchgeschwindigkeit vollkommen zu sichern. Dies
wird nun auch erreicht dadurch, dafs es von dem Tuch an die Trommel geprefst und dem
schädlichen Einflufs der .Luft entzogen wird.
Da der Luftwiderstand eines Kornes sehr
verschieden ist, je nachdem es quer oder spitz fliegt, ist die Maschine so eingerichtet, dafs
alle länglichen Körner, z. B. Roggen, parallel zu einander gelegt werden, ehe sie das Tuch
verlassen. Diese Einrichtung besteht darin, dafs die Zulaufrinne J und die Trommel C
mit Längsfurchen versehen sind (s. Fig. 2), in welche sich die Körner einlegen.
Dies geht so zu:
Wenn die Körner auf das sich schnell bewegende Tuch fallen und von der Trommel
erfafst werden, nehmen dieselben nicht plötzlich die Geschwindigkeit an, sondern es findet
ein Gleiten statt, wodurch die, welche nicht gleich in die Furchen gefallen sind, sondern
auf die scharfen Kanten zwischen den Furchen, von dem Tuch in dieselben gedrückt werden.
Nur eine geringe Anzahl von Körnern fällt nicht sogleich in die Furchen, sondern wird
erst auf dem langen Wege bis L von dem Tuch hineingedrückt dadurch, dafs stets eine
kleine Differenz zwischen Tuch- und Trommelgeschwindigkeit vorhanden ist, also ein Verschieben zwischen Tuch und Trommel statt-
findet; ebenso ist stets ein Hin- und Herwandern des Tuches vorhanden. Selbst diejenigen
Körner, die im Gleichgewicht quer über die Furchen gefallen sind, bleiben nicht so
liegen, sondern werden durch die genannten Bewegungen in die Furchen hineingedruckt.
Sollen die Körner nicht spitz, sondern quer oder schief geworfen werden, so wird die
Trommel quer oder schief gefurcht und der Boden der Rinne bleibt eben. Vorzuziehen
sind die Längsfurchen, weil es dadurch möglich ist, schon auf der Rinne J die Körner
parallel zu richten.
Auch das kleinste Korn, welches der Furchen halber nicht von dem Tuch gegen die Trommel
geprefst werden kann, nimmt doch die volle Tuchgeschwindigkeit an, weil es zwischen
Tuch und Trommel durch Centrifugalkraft an das Tuch gedrückt wird, so dafs es bei L die
Trommel mit der Tuchgeschwindigkeit verläfst und in der Richtung L-M weiterfliegt.
Der Antrieb des Tuches mufs nicht von der Trommel aus erfolgen, es kann das von einer
oder mehreren der Leitrollen geschehen; auch braucht die Trommel nicht gröfser zu sein als
die Leitrollen.
Ebenso wird die Wirkung der Maschine nicht beeinträchtigt, wenn man unter das
Tuch speist und über das Tuch abfliegen läfst.
N ist ein Braun'scher Geschwindigkeitsmesser,
welcher von der Rolle D aus durch eine Schnur vermittelst der Leitrollen O und P
angetrieben wird und dem die Maschine bedienenden Arbeiter ermöglicht, in jedem Augenblick
die Geschwindigkeit des Tuches abzulesen und mithin zu regeln. Denn es ist selbstverständlich für die Güte der Sortirung
eine gleichmäfsige Geschwindigkeit durchaus erforderlich.
Claims (3)
1. Eine Maschine zum Sortiren und Reinigen von Getreide und anderen körnigen Massen,
bei welcher das Sortirgut gemäfs dem durch Patent Nr. 62170 geschützten Verfahren
eine Wurfbewegung beim Umkehren des Tuches über eine Leitrolle erhält, dadurch gekennzeichnet, dafs das Sortirgut
zwischen Trommel und Tuch eingeführt wird, damit es die Geschwindigkeit des Tuches sicherer' annimmt.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten
Maschine , . bei welcher Längs- oder Querfurchen auf dem Umfang der Trommel angebracht sind, zu dem
Zweck, längliche Körner parallel zu legen, damit sie beim Fliegen gleichen Luftwiderstand
finden.
3. An einer durch Anspruch 1. gekennzeichneten Sortirmaschine Längsfurchen auf der
Sohle der Zuflufsrinne J, wenn die Trommel nach Anspruch 2. mit Längsfurchen
versehen ist, zu dem Zweck, die Körner schon bei der Zuführung parallel zu richten.
Hierzu i Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72748C true DE72748C (de) |
Family
ID=345948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72748D Expired - Lifetime DE72748C (de) | Sortirmaschine für Getreide und andere körnige Massen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72748C (de) |
-
0
- DE DENDAT72748D patent/DE72748C/de not_active Expired - Lifetime
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